ADAC: Mitnahmeverbot im ÖPNV vom VDV unverhältnismäßig

Dako

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Der ADAC ist komplett anderer Meinung als der VDV und sagt nach ausführlichen Tests zum wiederholten Male, das Mitnahmeverbot der eScooter in Öffis ist unverhältnismäßig.

Mit anderen Worten: Das Mitnahmeverbot ist totaler Schwachsinn.

Der Systemvergleich der sechs E-Scooter und ihrer Batteriesysteme zeigt, dass bei dieser Fahrzeuggattung bereits heute ein sehr hohes Sicherheitsniveau besteht, das vergleichbaren Fahrzeugen mit Batteriepacks, etwa Pedelecs, kaum bis gar nichts nachsteht.

Künftig soll die Batteriesicherheit nochmals erhöht werden und in der Überarbeitung der Elektrokleinstfahrzeugverordnung den Sicherheitsstandards von Pedelecs angeglichen werden.

Aufgrund der geplanten gesetzlichen Neuerungen und des bereits heute schon geringen Risikos ist ein generelles Mitnahmeverbot im ÖPNV unverhältnismäßig.

Denn obwohl sich alle sechs Modelle im Vergleich preislich unterscheiden und die Einbausituation von Batteriepack und BMS qualitativ sehr unterschiedlich ausfallen, haben sie die elektrischen, mechanischen, sowie die klimatischen Stresstests ohne nennenswerte Beanstandungen absolviert.

Quelle: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/e-kleinstfahrzeuge/e-scooter-akku-test/

Wann wird der VDV endlich eigene Fehler eingestehen und sich dazu äußern?

Auf der Webseite vom VDV gibt es unten drei Mailadressen: https://www.vdv.de/
 
Ist eine absolut peinliche Nummer. Man kann in den S-Bahnen den Roller noch mitnehmen und dann ist schluss.
Ich bin froh, dass die Bahn da nicht mitzieht und es nicht verbietet. Gerade die letzte Meile sehe ich sonst sehr in "Gefahr".
Ich erspare mir dadurch immer den Nahverkehr vor Ort, zum Beispiel den RMV, dort kaufe ich kein Ticket mehr, da ich ja nicht erwünscht bin.
Da fahre ich dann in Frankfurt lieber ein paar Meter mehr mit dem E-Scooter.
 
Ich erspare mir dadurch immer den Nahverkehr vor Ort
Und genau das ist das Problem, das ist denen ein Dorn im Auge. Ich meide seit 2019 den den öffendlich Nahverkehr. Fahre alles innerhalb von Dessau nur noch mit meinen Scootern. Und ab und an auch nach Köthen und Aken wo ich öffers bin, sind so 20 km.
 
Ich erspare mir dadurch immer den Nahverkehr vor Ort, zum Beispiel den RMV, dort kaufe ich kein Ticket mehr, da ich ja nicht erwünscht bin.
Naja, eher unerwünscht in den U- und Straßenbahnen der VgF, da hat der RMV kein Einfluss drauf aber ich verstehe was Du meinst, ich fahr in Frankfurt auch nur mit dem Scooter ohne den ÖPNV(außer Arbeitsweg, da ist es aber die DB wo die Mitnahme ja erlaubt ist).
 
In einer U-Bahn, da kann ich ein Verbot noch in gewissen Rahmen verstehen. Das geht es aber eher um die "riesigen" Akkus (auch beim e Fahrrad).
Das Problem hier am Ort (und auch sonst wo) war aber wohl auch das gewisse Menschen (die nicht sonderlich erfolgreich beim Nachdenken sind), diese Leihpanzer in die Öffis gezerrt haben.

Oft blieben die Geräte dann auch einfach in der Bahn stehen/liegen. Aus Gründen...

Tun Schutz der Öffis muss ich aber auch sagen: Fahrräder sind hier auch nur zu gewissen Zeiten und Umständen erlaubt und kosten extra. Egal ob Akku oder nicht.

Warum ich mit einem Roller den Nahverkehr meiner Stadt betreten sollte, ist mir jedoch ein Rätsel. Es dauert alles lange, es gilt der Grundsatz "ihh Menschen" und teuer ist es auch noch.

Jedoch begehe ich den Fehler von mir und meinem Kuhkaff auszugehen.
 
Sehr zu begrüßen das die Bahn sich nicht am haltlosen E-Scooter Bashing beteiligt, so kann ich noch das komplette S-Bahn Netz in Berlin nutzen und das reicht mir, die Reststrecke wird mit dem Scooter gefahren. Allerdings wurmt es mich das ich durch den Fahrpreis auch die U-Bahn unterstütze, da würde ich mir eine reine S-Bahn Fahrkarte wünschen. Die gibt es aber leider nicht. :(
 
Sehr zu begrüßen das die Bahn sich nicht am haltlosen E-Scooter Bashing beteiligt, so kann ich noch das komplette S-Bahn Netz in Berlin nutzen und das reicht mir, die Reststrecke wird mit dem Scooter gefahren. Allerdings wurmt es mich das ich durch den Fahrpreis auch die U-Bahn unterstütze, da würde ich mir eine reine S-Bahn Fahrkarte wünschen. Die gibt es aber leider nicht. :(
Dann hast Du Glück, das die Berliner S-Bahn von der DB betrieben wird. Die DB hat in dieser Frage keine Wahl. Der Bundesverkehrsminister hatte festgelegt, das Scooter zusammengeklappt als Handgepäck gelten und entsprechend (meißt) kostenlos mitbfördert werden muß. Die DB ist 100% im Besitz vom Bund und hängt mit ihren Schulden an der Zitze vom regelmäßigen Geldzufluß des Bundes.

Was würde wohl passieren, wenn die Bahn ohne triftigen Grund eScooter verbieten würde und so den Bundesvrkehrsminister beschämen? (ich würde den Geldhahn zudrehen, bis das Bahnmagement es sich wieder anders überlegt, als Verkehrsminister).

Das „Tunnelbauerfehlgutachten“ betrifft ja nur U-Bahnen. Die DB baut mit anderen Sicherheitsstandards, die im Brandfall auch einen Nothalt in eine Tunnel beinhaltet. U-Bahnen lassen ihre Kunden solange in einem Brandfall „grillen“, bis sie die nächste Station erreicht haben. Entsprechend wurden die Kosten für Maßnahmen einer Evakuierung aus einer U-Bahn im Tunnel gespart. Oder anders Ausgedrückt: Die Tunnelbauergutachter, die die Sicherheit für U-Bahn Tunnel nachweisen und das Verfahren bis zur nächsten Station zu fahren als sicher bestätigt haben, haben ein Gutachten erstellt, das eScooter mit ihren unsicheren Standarts nicht vereinbar sind - daher werden eScooter verboten, statt die Sicherheitsstandarts in U-Bahn Tunneln zu verbessern (das würde eine Menge Geld kosten).

Und mit diesen Gutachten, das allenfalls für Straßenbahnen und U-Bahnen gilt, nicht aber für Busse, lässt den VDV als Lobbyvereinigung unter ihren Mitgliedern „hausieren“ gehen um ein generelles Mitnahmeverbot im ÖPNV auszusprechen. Die Hochbahn Hamburg, die das Gutachten in Auftrag gab, hat genau die richtgien Konsequezen gezogen - Mitnahmeverbot nur in U-Bahnen. In Bussen darf man eScooter in Hamburg mitführen, genauso in der S-Bahn (von DB betrieben).

Dabei gehen die Verkehrsverbünde ein gewisses Risiko ein. Der Bund gibt 1,5Mrd Euro als Kompensation für das Deutschlandtickes jedes Jahr aus. Ebenso die Bundesländer, die rechtlich für den ÖPNV zuständig sind. Wenn es den Verkehrsminister daran liegen würde, seine festgelegte Regelung, eScooter als Handgepäck anzusehen durchzusetzen, würde ich Verkehrsverbünde, die keine U-Bahn oder Straßenbahn haben und trotzdem ein Mitnahmeverbot, von diesen Geldregen ausschließen, bis sie mit einem Gutachten die Gefahr für Busse nachweisen (ein solches Gutachten gibt es nicht, und das von den Tunnelbauern ist angreifbar, weil Datenlage gering und nur aus dem EU-Ausland + GB stammt, i Deutschland ist noch kein eScooter im ÖPNV in Brand geraten, bis zum Zeitpunkt des Gutachtens)

Fakt ist, das im VDV auch eScooter Verleihfirmen Mitglieder sind, deren Gewinne durch zusätzliche Abgaben stagnieren und immer mehr „Vielleiher“ sich privat eScooter kaufen. In sofern sind Gewinnrückgänge vorhersagbar. Andererseits sind Verkehrunrnehmen die kostenlose Mitnahme ein Dorn im Auge, an Fahrrädern verdienen sie etwas. Also wurde etwas aus dem Bereich „Sicherheit“ benötigt, um daran was zu Ändern. Entsprechend sind Private eScooter Besitzer, die den im ÖPNV mitführen wollen um Verkehre sinnvoll zu kombinieren, die zum größen Teil unberechtigt/unzurecht Benachteiligten.
 
In einer U-Bahn, da kann ich ein Verbot noch in gewissen Rahmen verstehen.
Die Begründung, dass dort keine Möglichkeit besteht den Gefahrbereich zu verlassen, verstehe ich auch. Ob das dann verhältnismäßig ist, ist eher Meinung als messbar.
Warum ich mit einem Roller den Nahverkehr meiner Stadt betreten sollte, ist mir jedoch ein Rätsel. Es dauert alles lange, es gilt der Grundsatz "ihh Menschen" und teuer ist es auch noch.
Ich hatte mir meinen ersten Roller tatsächlich für die letzte Meile gekauft - wenn auch nicht in Kombination mit den Öffis, weil die Mitnahme hier zu der Zeit schon verboten war. Wenn ich den mitnehmen dürfte, würde ich aber wieder vom Auto auf Öffis umsteigen. Fahrrad geht in den Öffis leider oft platzmäßig nicht - habe ich zweimal probiert und für nicht praktikabel befunden.
 
Das Verbot ist schlicht ein oraktischer Weg um sperrige E-Scooter auszuschließen und so Extrakosten zu vermeiden (Platzbedarf).

Um Brandgefahr ging es hier nie.
Ich erinnere mich gut, als ein Pressesprecher eines ÖPNV Betriebes(müsste Dresden gewesen sein) meinte wo wir hinkämen wenn jeder seinen E-Scooter mitnehmen würde.
 
Ich wohne in Schwerin und hier kann ich ohne Probleme mein E-Scooter mit in die Straßenbahn mitnehmen. Es ist ja auch etwas hirnrissig, das ein E-Bike welches nirgends getestet wurde und egal welcher Hersteller (China-Bike) ohne jede Prüfung mit Akkus von fragwürdigen Quellen auch überall im ÖPNV mitgenommenen werden kann. E-Scooter werden viel mehr getestet und haben eine ABE! Es gibt soweit ich weiß kein ABE konformer E-Scooter welcher in Flammen aufgegangen ist. E-Bikes schon!
 
Das Verbot ist schlicht ein oraktischer Weg um sperrige E-Scooter auszuschließen und so Extrakosten zu vermeiden (Platzbedarf).

Um Brandgefahr ging es hier nie.
Ich erinnere mich gut, als ein Pressesprecher eines ÖPNV Betriebes(müsste Dresden gewesen sein) meinte wo wir hinkämen wenn jeder seinen E-Scooter mitnehmen würde.
Ein E-Scooter verbraucht weniger Platz als ein E-Bike und kann oft z.T. unter den Sitz geschoben werden. Es wird nicht jeder mit ein E-Scooter in den ÖPNV fahren.
 
Ich wohne in Schwerin und hier kann ich ohne Probleme mein E-Scooter mit in die Straßenbahn mitnehmen. Es ist ja auch etwas hirnrissig, das ein E-Bike welches nirgends getestet wurde und egal welcher Hersteller (China-Bike) ohne jede Prüfung mit Akkus von fragwürdigen Quellen auch überall im ÖPNV mitgenommenen werden kann.
Nun eBikes/Pedelecs Akkus werden schon getestet, da gehört ja auch der 1m Falltest zu, der jetzt auch bei den eScootern in der Zulassung kommen soll und vom VDV exponiert als Sicherheit herausgestellt wird. Nur müssen die eScooter Akkus teuer von einem qualifizierten, externen Prüflabor durchgeführt werden, die eBike/Pedelecs Akku-Tests können vom Hersteller selber durchgeführt werden. Die brauchen halt nur unterschreiben, das die Akkus gemäß den Vorgaben getestet wurde und gut, kein exernes Prüflabor wird das Überprüfen. Entsprechend sind die Kosten gering, wenn der Hersteller die Tests selber regelmäßig im Rahmen des QM sowieso durchführt.

E-Scooter werden viel mehr getestet und haben eine ABE! Es gibt soweit ich weiß kein ABE konformer E-Scooter welcher in Flammen aufgegangen ist. E-Bikes schon!
Es sind auch schon ABE eScooter in Flammen aufgegangen. Allerdings noch nicht im ÖPNV. Meistens beim Laden und dann war im Vorfeld ein Schaden aufgtreten oder es wurde manipuliert. Wenn man also das Aufladen im ÖPNV verbietet sollte ausreichend Schutz bestehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Verbot ist schlicht ein oraktischer Weg um sperrige E-Scooter auszuschließen und so Extrakosten zu vermeiden (Platzbedarf).
Nun ja, Rollstühle, Kinderwagen, Fahrräder brauchen ja auch Platz im ÖPNV, da sind eScooter keine Ausnahme und in der Regel benötigen sie weniger Platz.
Um Brandgefahr ging es hier nie.
Ich erinnere mich gut, als ein Pressesprecher eines ÖPNV Betriebes(müsste Dresden gewesen sein) meinte wo wir hinkämen wenn jeder seinen E-Scooter mitnehmen würde.
Zu einem sinnvollen Nahverkehskonzept, grade in Städten mit Flächengemeinden im Umfeld, wo der ÖPNV nicht gut ausgbaut ist und es so ein intermodaler Verkehr stattfinden kann. Da wollten wir doch hin, weil mehr Nahverkehr schon an der Voraussetzung scheitet mehr Bus- und Triebzugfahrer zu reqiurieren. Von den zusätzlichen Kosten mal ganz abgesehen.
 
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