Akku zwingend ab und zu balancieren lassen oder nicht?

Trackdeluxe

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Hallo zusammen, also ich habe seit Ende November den G30D, lade und lager den Scooter stets bei mindestens 30% bis maximal 70% auf

Nun hörte ich das die Zellen zu stark abdriften können, wenn die nicht ab und zu balanced werden, sprich auf 100% geladen so das der Balancer die Zellen ausgleichen kann.
Frage; Was passiert wenn ich weiter so wie bisher verfahre? Ist es nötig auch wirklich ab und zu balancen zu lassen oder sinnlos? Die Frage ob er bei 100% den Ladevorgang abschaltet konnte ich in Erfahrung bringen.

Meine Handys lasse ich immer bis 100% laden, bei diesen 18650 Akkus bin ich mir nicht sicher, da diese mir etwas wuchtig sind.
 

AndréScoo

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Ich verstehe ja nicht, wie man auf die Idee kommt irgendetwas "besser" machen zu können obwohl man das Problem oder die Technik nicht einmal verstanden hat. Es ist mir einfach ein Rätsel.

Du glaubst du schohnst deinen Akku weil du ihn nur bis 70% auflädst? Warum sollte das so sein? Warum sollte sich eine 18650er Zelle anders verhalten als ein Lipo in Flachform in deinem Mobiltelefon?

Warum wird ein Tesla mit mehreren KW/h Kapazität voll aufgeladen und die Leute setzen sich auch noch rein?

Fragen über Fragen.
 

Dako

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@AndréScoo

Ich verstehe nicht warum du in letzter Zeit immer so gereizt antwortest. Mag sein, dass du viel an technisches Wissen verfügst und dich manchmal für schlauer hältst. Das ist aber kein Grund rumzuzicken und andere User als blöd darzustellen. Der TE hat nur ganz höflich eine Frage gestellt.

Ich würde mich freuen wenn du dies künftig beachtest :)(y)

@Trackdeluxe
Scheinbar stimmt die Theorie nicht, dass man den Akku schont wenn man ihn auf bis 70% auflädt. Du kannst ohne Bedenken auf 100% aufladen, obwohl es im Netz teilweise andere Meinungen gibt. Hier im Forum gab es mal einen guten Thread dazu von @Lt.Spock, konnte ich leider gerad nicht finden.
 

Trackdeluxe

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Klar könnte man drauf kommen, das ich ihn schonen will, aber das ist es nicht. Eher komm ich nicht in die Gelegenheit auf 100% aufzuladen, entweder weil keine Zeit zu ist weil ich dann fahren muss, oder ich ihn woanders auflade. Darum auch die Frage ob die Zellen wirklich so abdriften das dieses schaden könnte, oder ob es sinnvoll ist oder nutzlos. Jenachdem werde ich auch sicher mal Zeit finden auf 100% zu laden.
 

AndréScoo

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Über Nacht laden ist keine Möglichkeit? Ich mein, der braucht mit 3,5 Stunden solange wie ein Standardmobiltelefon ohne Quickcharge.

Meine eigenen Erfahrungen mit Monitoring des BMS sind: Er Lädt bis über 100% mit voller Leistung. Die letzten guten 10 - 15 Min geht die Leistung dann kontinuierlich runter bis auf wenige Milliwatt. Wenn er also am Ende Balanced und das nicht schon während der Ladung macht (Den Anschein hat es, die einzelne Zellenspannung (die eigentlich keine Zellenspannung sondern eine Paketspannung von mehreren Zellen ist) driftet dabei nicht mehr als 0,09V auseianander. Wenn er also zum Schluss Balanced dann macht er das bei mir noch in einem Bereich den ich über die derzeitigen Tools nicht auslesen kann weil das BMS schon einen "vollen" Akku mit 15600 mah meldet.

Das Teil hängt hier übrigens immer am Netz wenn er nicht bewegt wird.
 

feuerfisch1502

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Hi
Normalerweise sollte das BMS das regeln und es kann eigentlich nicht schaden ob Du nun auf 70% oder 100% lädst. Die Zellen sollten durch das BMS unabhängig vom Ladezustand balanciert werden. So kenne ich es zumindest aus dem Modellflugsport.
Die letzten 20% Ladung dauern halt normalerweise immer am längsten, deswegen laden E Auto Besitzer auch oft nur bis 80%.
Gruß
 

Sigi r

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Ich fühle mich einfach sicherer, wenn mein Scooter vollgeladen ist, wenn ich aus der Garage rausfahre, deswegen kommt er bei mir nach der letzten Fahrt am Tag immer ans Ladegerät, egal ob nach 5 oder 25 KM. Warte dann, bis das Licht grün ist. Über Nacht dran lasse ich ihn jedoch nicht.

LG Sigi
 

Lt.Spock

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Die Zellen sollten durch das BMS unabhängig vom Ladezustand balanciert werden. So kenne ich es zumindest aus dem Modellflugsport.
Das kann so sein, muss es aber nicht. Ich behaupte, dass sämtliche BMS in den China-Akkus über Z-Dioden passiv balancen. D.h. erst wenn eine Zelle die Ladeschlussspannung erreicht hat wird über die Z-Diode diese Zelle nicht mehr geladen. Wenn ich z.B. nur auf 70 oder 80% lade, dann kann ich so eine bestehende Zellendrift natürlich nicht ausgleichen, im Gegenteil wird die Zellendrift sogar mit der Zeit größer und der Akku ist sogar je nach Qualität der Zellen sehr schnell irreversibel geschädigt. Die Akkus in den Elektroautos haben auch nur passives Balancing, sind aber hochwertig selektiert, so dass aufgrund der Selektion eine gerine Drift vorhanden ist. Bei den Akkus für die eScooter wird bestimmt keine qualitative Selektion der Zellen betriebenund deshalb sollte man immer vollladen.

Im Modellflugsport haben die Akkus kein BMS, aber eben den Stecker für den Balancer am Ladegerät. Bei hochwertigen Ladegeräten findet ein aktives Balancing während des gesamten Ladevorgangs statt, weshalb ein gutes Ladegerät auch deutlich über 100€ kostet.

Ich lade immer den Segway, auch wenn ich nur 10km gefahren bin und habe nach knapp 500km trotzdem nur 8 Ladezyklen.
 

AndréScoo

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m Modellflugsport haben die Akkus kein BMS, aber eben den Stecker für den Balancer am Ladegerät. Bei hochwertigen Ladegeräten findet ein aktives Balancing während des gesamten Ladevorgangs statt, weshalb ein gutes Ladegerät auch deutlich über 100€ kostet.
Nun wissen wir, dass Halbleitertechnik an sich nichts kostet. Nur weil Graupner & Co noch horrende Summen haben wollen bedeutet das ja nicht, dass die Chinesen die gleiche Technik nicht auch verbauen könnten.

Was ich aus Fernost schon alles erlebt habt, da könnte sich so mancher EU Hersteller ne Scheibe von abschneiden.
 

Lt.Spock

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Es ist ja nicht nur die Elektronik, sondern beimhochwertigen Geräten auch die Steuerung mittels intelligenter Algorithmen. Sicherlich bekommt man Ladegeräte mit einfachem aktiven Balancing in Form eines simplen Regelkreises für 50€ aus China.

Ein gutes Ladegerät mit aktivem Balancer ist aber hochstromfähig, hat mindestens zwei unabhängig einstellbare Kanäle und die Software ist aktualisierbar. Eine 80€ Gurke nützt mir im Feld nix zum Nachladen.
 

AndréScoo

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Es ist ja nicht nur die Elektronik, sondern beimhochwertigen Geräten auch die Steuerung mittels intelligenter Algorithmen. Sicherlich bekommt man Ladegeräte mit einfachem aktiven Balancing in Form eines simplen Regelkreises für 50€ aus China.

Ein gutes Ladegerät mit aktivem Balancer ist aber hochstromfähig, hat mindestens zwei unabhängig einstellbare Kanäle und die Software ist aktualisierbar. Eine 80€ Gurke nützt mir im Feld nix zum Nachladen.
Diese "intelligenten" Algorythmen sind doch auch nichts besonderes mehr. Wo sind heute überall Akkus drin verbaut? Überleg doch einfach mal. Lithiumakkus sind 30 Jahre alt. Das wäre, als wenn du heute noch mit einer Superentwickelten Waschmaschine um die Ecke kommst - kauft man dir auch nur ab wenn du sehr gutes Marketing kannst ;)

Wir deutschen sind ganz gut uns vermeintliche Hochtechnologien immer schön zu reden und brav zu bezahlen anstatt einfach mal zu schauen was auf dieser Kugel so abgeht.

Ein gutes Ladegerät mit aktivem Balancer ist aber hochstromfähig, hat mindestens zwei unabhängig einstellbare Kanäle und die Software ist aktualisierbar. Eine 80€ Gurke nützt mir im Feld nix zum Nachladen.
Du machst es schon am Preis fest. Da hinkt das Argument doch schon. Dass die Anforderungen erfüllt werden müssen steht außer Frage. Ob man dafür mehrere Hundert Euro verlangen muss sei mal dahingestellt - wenn es die Käufer dafür gibt würd ich das auch tun ;)
 

Rusty

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@Trackdeluxe:

Ich weiß nicht wie das BMS des G30D programmiert ist. In jedem Fall wird mit einem LiIo Ladeverfahren (CC/CV) geladen. Wann das Balancing einsetzt kann der Programmierer/Hersteller beeinflussen. Mal beginnt das eher, mal später. Beginnt es eher soll es länger dauern, beginnt es später soll es schneller gehen. Wenn es eher beginnt hat das den Vorteil das auch ein nicht ganz voller Akku immer ausgeglichene Zellen hat.

Für alle Fälle würde ich also den Akku also auch mal bis 100% voll laden lassen. In der Anleitung steht das man den Akku nach der Fahrt immer voll laden soll. Das könnte ein Indiz dafür sein das das Balancing zum Ladeende passiert. Allerding kann es auch sein das man möchte das du einfach immer deine volle Reichweite zur Verfügung hast (besseres Nutzererlebnis) oder beides. In jedem Fall "mag" es der Akku nicht gerne lange voll gelagert zu werden. Deswegen gibt es auch eine empfohlene Lagerspannung bei der ein Akku ca. halb voll ist (ca. Nennspannung).

Ansonsten ist es ok das du den Akku nicht zu "leer" fährst bzw. nicht immer voll lädst. Das schont grundsätzlich den Akku und lässt in langsamer altern. Neue, gute Zellen driften in jungem Leben wenig bis gar nicht sondern erst im Rahmen der Alterung bzw. Abnutzung. Da du die Zellen recht voll lässt sind auch die Zellen mit einer geringeren Spannung relativ weit weg von ihrer Entladeschlussspannung. Allerdings nutzen sich die Zellen mit geringerer Spannung schneller ab. Entladeschlussspannung bzw. Ladeschlussspannung ist mehr "Stress" für die Zellen. Allerdings sind diese LiIo "Becherzellen" mit ihrem flüssigen Elektrolyt weniger empfindlich als die "flachen" LiPo Zellen mit ihrem gelartigen Elektrolyt. Deswegen gelten die Empfehlungen vor allem für LiPos.

Am Ende ist ein Akku Verbrauchsmaterial und man muss sich diese Gedanken nicht machen sondern nutzt ihn einfach gemäß Empfehlung des Herstellers. Allerdings ist der Akku auch nicht gerade günstig.

Ich weiß auch nicht wie leistungsfähig die Balancer sind. Das bestimmt auch die Ladezeit zum Ladeende. Wer Zeit hat oder z. B. über Nacht lädt ist eigentlich immer fein raus.
 

AndréScoo

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Wie gesagt, der Roller lädt bis kurz vor Schluss mit voller Leistung. der Zeitraum den er für die letzten Prozent Überkapazität benötigt ist mMn zu kurz für ein Balancing.
 

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