Heute das erste Mal in Dänemark

gewesen um dort ne Tour ins Ungewisse zu machen bei Temperaturen von 15 bis 17 Grad und Sonnenschein.
Geparkt habe ich mit dem Auto ganz im Norden der Insel Fehmarn in Puttgarden. Dort gibt es die Fähre, die nach Dänemark führt.
Angekommen in Puttgarden. Das Ticket musste ich am Schalter kaufen, wo auch die PKWs durchfahren. Der Mitarbeiter wusste nicht, ob ein eScooter wie ein Fahrrad oder Mofa behandelt werden soll, hat dann ein kurzes Telefonat mit seinem Chef geführt und mein eScooter durfte als ein Fahrrad angesehen werden. Ticketpreis mit eScooter (Fahrrad) hin- und zurück: 12,50 €.
Escooter/Fahrräder müssen immer auf die Bahn 1:
Nun in der Fähre:
Oben auf der Fähre hat man auf beiden Seiten schöne Aussichten auf die Insel Fehmarn und auf das Meer. Genauso sehen die Fähren aus, die übrigens alle 30 Minuten den ganzen Tag und in der ganzen Nacht losfahren:
Im Schiff drinnen sieht es genauso aus wie im Flughafen. Überteuerte Restaurants (Ein Burger mit Pommes und Getränk 18€). Parfumshops und Toblerone dürfen natürlich auch nicht fehlen und wie man sieht, gibt es in Dänemark keinen Euro:
Wieder draußen am Schiff, kurzes Video:
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In Dänemark gibt es eine Helmpflicht seit dem ersten Januar 2022 für eScooter-Fahrer. Außerdem ist Dänemark ein sehr fahrradfreundliches Land; ich befand mich die ganze Zeit auf Fahrradwegen. Das Verlassen auf die Google Maps Navi war super. Erstes Foto in Dänemark, in Rødbyhavn:
Ziel war Richtung Maribo zu fahren, eine kleine Stadt. Dort gibt es einen großen See, den ich umfahren wollte und dann wieder zurück. Ich hatte null Ahnung welche Wege mich erwarten würden. Ich verrate vorab: Ich hatte richtig Glück mit der Strecke. Weiter geht's:
Der Weg Richtung Maribo führte mich durch schöne Feldwege und kleine Dörfer.
Diese Vogelhäuschen an den Radwegen habe ich ganz, ganz oft gesehen:
Wenn Straßen den Radweg kreuzen, kommen diese Holzzäune, die immer mit gleichem Rot-Ton lackiert sind. Hat mir sehr gefallen, hat was Idyllisches. Da können sich die deutschen Kommunen eine Scheibe von abschneiden:
Es gab sehr viele Bänke an den Radwegen, etwas häufiger als in Deutschland. Beim ersten Päuschen machen sind mir plötzlich Fallschirme aufgefallen. Ein kleines Flugzeug ist da auch später gelandet:
Wie bereits erwähnt ist Dänemark ein sehr fahrradfreundliches Land. Ich befand mich ständig auf nummerierten Radwegen. Auf dem Hinweg nach Maribo war ich auf der 8 und 7, später auf dem Rückweg auf 88, 35,7 und wieder 8:
Durch schöne Dörfer und Feldwege:
Eigentlich sollte doch die Stadt Maribo hier aufgeführt sein?

Aber nee, Dänemark will, dass man mit dem Fahrrad fährt
Angekommen am Ziel, der See südlich von Maribo. Der See nennt sich Søndersø. Schnell wurde mir klar, das muss ein schönes Naturschutzgebiet sein:
Hab mir heute den Spaß erlaubt entgegenkommende Radfahrer zu begrüßen um die Reaktionen genau zu beobachten

und hab gezählt: Von exakt 15 Radfahrern haben mich 14 freundlich zurückgegrüßt und direkt nach dem Grüßen hatten sie ein warmherziges Lächeln im Gesicht. Definitiv warmherziger als hier die Norddeutschen
Nur einer hat mich nicht zurückgegrüßt... der hat mich ganz dämlich angeglotzt als wäre ich ein Geist. Das war so ein Dicker, ca 60 mit Glatze und offenem Mund
Rennradfahrer waren auch einige dabei. Die grüße ich aber prinzipiell nicht. Die sehen immer so frustriert und aggressiv aus. Nicht mein Fall...
Kurzes Video:
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Typisches Foto von Häusern in Dänemark heute. Bunte Fassaden mit Reetdächern. Es gab sehr viele Familienhäuser in Dörfern, die viel schöner aussehen, aber nicht fotografiert.
Kurzes Päuschen auf einer Bank mit einem schnellen Check ob in unserem Forum alles friedlich verläuft oder ich wieder einschreiten muss

. War zum Glück alles friedlich.
Hier am See war es richtig schön. Ein wahres Erholungsgebiet. Damit hatte ich nicht gerechnet - richtig Glück gehabt.
Der See muss richtig rein und sauber sein, weil so viele Fische an einem Platz habe ich lange nicht gesehen:
Diese drei Enten waren richtig cool, sie sind da liegengeblieben und hatten keine Angst obwohl ich mich dort ca. 3 Minuten lang aufgehalten habe


Weiter durch einen Singletrail, der mich später zu einem Golfplatz führt, wo ich auf Rasen fahren musste. War mir nicht sicher, ob ich hier fahren darf. Aber es wurde nicht viel gegolft und zum Glück habe ich ja einen Helm auf dem Kopf

Hab auf dem Golfplatz einen riesengroßen Hasen gesehen, war bestimmt ein Rammler
Noch ein Päuschen:
Nun geht es wieder zurück Richtung Heimat durch schöne Feldwege:
Sonnenuntergang auf der Fähre:
Streckenverlauf:
Tour auf Relive (Achtung laut):
https://www.relive.cc/view/vYvEAx1wwGv
Fazit:
Das war eine der bislang schönsten Touren, die ich bisher gefahren bin. Es war alles dabei: Urlaubsfeeling, neues Land, Abenteuer, Meer, Fähre, Natur pur, schönes Wetter, nette Menschen, sehr gute Fahrradwege. Da ich mich dort nicht auskenne, auch noch nie in DK gewesen bin und auch kaum nützliche Infos vorher im Netz gefunden habe, hat sich die Tour ins ungewisse Abenteuer total gelohnt
Es gab noch viel mehr schönes zu sehen und vorallem zu berichten, habe knapp 100 Fotos gemacht. Werde die Tour irgendwann mal wiederholen. Wenn jemand auch mit möchte, gerne eine PN an mich. Es gibt so viel zu sehen, das man diese Tour um spätestens 10 Uhr in Puttgarden beginnen sollte.
Bewertung der Tour: 9,5/10. (Die 0,5 minus nur weil ich ca. 500 Meter auf unebenem Kies fahren musste und weil ich gefühlt 2 Kilometer lang durch Insektenschwärme fuhr; mein ganzer Oberkörper war voll von denen und einige musste ich ausspucken.)
