E-Scooter Anschaffung: komplexes Thema anscheinend

Ataraxia

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eScooter
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Für welche Zwecke brauchst Du den eScooter und auf welchen Böden fährst du dabei?
Täglicher Arbeistweg, Asphalt und kurzfristig Sand mit kleinen Steinen

Wie hoch ist Dein Budget?
Weiß ich noch nicht. Kann auch 2-3 Monate sparen, wenn es sein muss. Zuverlässigkeit ist Thema Nr. 1

Wieviel darf der eScooter maximal wiegen? Wie viele Stockwerke muss er regelmäßig getragen werden (und / oder Bahnhofstreppen?)
Um die 20kg. Regelmäßig nur 1. Etage

Welche realistische Reichweite sollte er haben?
Min 30km

Wie lauten Dein Gewicht und Körpergröße?
60kg, 1,74m

In welchem Gebiet wohnst Du und fährst Du oft über steile Steigungen? (Um den genauen Steigungsgrad zu ermitteln, empfehlen wir die App Clinometer).
Eine Brücke. Steigung: heftig xD Bin Umgezogen und habe noch nie solch eine Steigung erklimmen müssen. Vielleicht weil Autobahnbrücke? Mit Fahrrad schiebe ich hoch, von beiden Seiten.

Hast du bereits Erfahrungen mit E-Scootern?
Nein

Welche Anforderungen an den eScooter hast Du sonst noch?
Akku Volt: 48
Motor Watt: 500
Reifenart: tubeless
Federung: vo+hi
Blinker: ja (2 reichen)
Bremslicht: 2
Bremsen: zwei unabhängige
Wechselakku: ? (Vielleicht wegen Winter? Erfahrungen E-Scooter im Winter vielleicht jemand?)

Hallo :)

Erstmal vielen Dank für das Interesse und die Hilfsbereitschaft.

Beim durchforsten der E-Scooter Liste bin ich verzweifelt. Irgendetwas fehlt immer.
Was nicht verhandelbar ist, sind tubeless Reifen(Nachrüstung ja, wenn Anschaffung und Umbau kein Beinbruch sind[handwerklich&technisch in der Lage), 48 Volt Akku, Federung vo+hi, Bremslichter und 2 unabhängige Bremsen. Der E-Scooter muss 100prozentig für die öffentliche Straße erlaubt sein. Blinker kann man problemlos nachrüsten ( denke ich xD[Erfahrungen?])

Spätestens im Herbst möchte ich einen E-Scooter haben. Natürlich wären unter 1000€ schon schön. Wenn das Teil 10 Jahre hält, darf es auch teurer sein(natürlich bei entsprechender Wartung und Pflege versteht sich).

Dann hoffe ich mal auf euer Schwarmwissen und das ihr mir E-Scooter zeigen könnt, die die Mindestanforderungen haben. Gerne auch eine Seite, bei der ich Anforderungen selbst eingeben und dann entsprechende gezeigt bekomme.

Vielen Dank

LG Andy
 
Wie siehts hiermit aus?

Epowerfun

Der 2 Pro erfüllt eigentlich alle deine Anforderungen, ist nur 3kg zu schwer. Preislich dafür aber insbesondere in der kleinen Akkuausführung sehr gut.

Der Puls+ ist Luxusklasse, noch etwas schwerer, etwas über deinem Budget und wahrscheinlich bringt er keinen Mehrwert für dich, der im Verhältnis zum Aufpreis steht.

Der EPF 3 ist preislich im Mittelfeld, hat eine identische Spitzenleistung von 1600 Watt, wie der Pulse+ (2Pro hat 1200Watt), dafür keine hintere Federung.

Ich würde den Pro 2 mit 490Wh Wechselakku nehmen. Da zahlst du 699 EUR, hast alles, was du willst (wenn du den Akku rausnimmst, passt sogar das Gewicht), einen zweiten Akku dabei, mußt dir im Winter keinen Kopf machen wegen Akku draussen lagern.

Vielleicht noch ein wichtiger Hinweis: Bei EPF hast du im Vergleich zu anderen Herstellern einen sehr guten Kundenservice und Garantieabwicklung. Auch Ersatzteile sind problemlos über den hersteller zu beziehen.
 
Zuverlässigkeit ist Thema Nr. 1
Die sind eigentlich alle zuverlässig. Da macht man sich immer ganz viel Gedanken, dass man keinen Schrott kaufen will. Zu jedem Hersteller wirst du ganz viele negative Berichte auf den Bewertungsplattformen finden - und genau dazu hier auch viel Positives hören. Du musst nur mal nach SoFlow-Bewertungen (angeblich der schlimmste Hersteller ever) suchen und dann hier die Leute nach ihren Erfahrungen fragen.
Wo es tatsächlich Unterschiede gibt, dass ist die Erfahrung, die man mit Support und Service macht, weniger mit der Zuverlässigkeit der Hard- und Software.
Um die 20kg. Regelmäßig nur 1. Etage
Wie verhandelbar ist das?
Min 30km
60kg, 1,74m
30km bei 60kg ist nicht so viel. Hast du viel Stop&Go oder kannst du da eher auf dem Weg einfach durchfahren?
Eine Brücke. Steigung: heftig xD Bin Umgezogen und habe noch nie solch eine Steigung erklimmen müssen. Vielleicht weil Autobahnbrücke? Mit Fahrrad schiebe ich hoch, von beiden Seiten.
Fußgängerbrücken über die Autobahn(en) habe ich hier auch. Die eine startet direkt mit 17% hinter einer Umlaufsperre - also 17% aus dem Stand. Musst du auch aus dem Stand da hoch? Es gibt e-Scooter mit sogenanntem Zero-Start, die anderen muss man erst auf eine bestimmte Geschwindigkeit (oft 3 km/h) anschieben, bevor sie Gas annehmen. Brauchst du Zero-Start?
Bei 60kg brauchst du eine sehr weiche Federung, damit sie auch gut funktioniert.
Wechselakku: ? (Vielleicht wegen Winter? Erfahrungen E-Scooter im Winter vielleicht jemand?)
Da komme ich nochmal auf das e-Scooter-Gewicht zurück. Wie sieht das dann aus mit Wechselakku? Darf es dann mehr sein?
Beim durchforsten der E-Scooter Liste bin ich verzweifelt. Irgendetwas fehlt immer.
Das ist so. Da musst du hier vielleicht rausarbeiten, wie wichtig dir was ist und wo du am ehesten bereit bist Kompromisse einzugehen.
Was nicht verhandelbar ist, sind tubeless Reifen(Nachrüstung ja, wenn Anschaffung und Umbau kein Beinbruch sind[handwerklich&technisch in der Lage)
Kannst du das vielleicht erklären? Warum müssen die Reifen schlauchlos sein? Kein Vollgummi oder HC kann ich nachvollziehen, aber das stellt mich in dieser Kompromisslosigkeit vor ein Rätsel.
Der E-Scooter muss 100prozentig für die öffentliche Straße erlaubt sein
Andere haben wir gar nicht in der Tabelle.
Blinker kann man problemlos nachrüsten ( denke ich xD[Erfahrungen?])
Meistens geht das, manche machen das, wie problemlos das geht, ist unterschiedlich. Und möglicherweise wird hier jemand schreiben, dass das nicht erlaubt ist und dann schreibt jemand anders, dass er deshalb aber noch nie Ärger bekommen hat. Wenn die Blinker schon dran sind, ist besser, geht aber auch so.
Spätestens im Herbst möchte ich einen E-Scooter haben. Natürlich wären unter 1000€ schon schön. Wenn das Teil 10 Jahre hält, darf es auch teurer sein(natürlich bei entsprechender Wartung und Pflege versteht sich).
Da ist langjährige Ersatzteilverfügbarkeit ein Thema?
Erfahrungen E-Scooter im Winter vielleicht jemand?
Wichtig zu wissen, bei Kälte ist die Reichweite deutlich geringer. In dem Zusammenhang: Vergiss die Reichweitenangaben der Hersteller komplett, denn die sind weder realistisch noch vergleichbar. Was man vergleichen kann, ist die Akkukapazität in Wh. Ich würde dir ab 600 Wh aufwärts empfehlen, wenn du die 30 km zwingend immer brauchst. Im Sommer könntest du bei sparsamer Fahrweise wohl auch aus 360 Wh irgendwie 30 km rausquetschen.

Je nach Feedback passen vielleicht auch andere e-Scooter, aber zu zweien mal meine Gedanken.

Evercross EV10S Max (die Version mit Blinkern und kleinem Akku) könnte passen. Kommt drauf an, was du mit "zwei unabhängige Bremsen" meinst, weil die haben alle zugelassenen e-Scooter. Der hat aber nur einen Bremshebel. Bei Service etc. bin ich mir nicht ganz sicher. Also so richtig empfehlen kann ich den leider nicht.

ePF-2 Pro 653W ist etwas schwerer als die 20kg-Vorgabe, aber sonst absolut empfehlenswert. Der Hersteller ePowerFun ist schon immer für seinen guten Service und Support bekannt, die Ersatzteilversorgung ist für viele Jahre garantiert. Reichweite passt und ist dank Wechselakku sogar ausbaufähig (ggf. tut es auch der 490W). Hat Zero-Start und viel mehr Power als du für deine Brücke brauchst. Tubeless, Blinker vo.+hi., vollgefedert und hinten einstellbar. Top-Empfehlung! Ach so, wenn man den Akku rausnimmt, dann passt das auch mit den 20 kg ;-)
 
Fuer deine ~30 km Pendelstrecke reicht also schon ein Modell mit 35-40 km Werksangabe locker, mit Reserve.
So ein Quatsch. Mit 15 km/h auf bestem Asphalt im Sommer und ohne anzuhalten mit 75kg Fahrer, so berechnen die meisten Hersteller die Reichweite. Schlechter Untergrund, normale(!) Geschwindigkeit, kalte Temperaturen und Stop&Go und Steigungen verringern alle die Reichweite. Im normalen Fahrbetrieb kommt man auch mit 60kg nicht "locker, mit Reserve" 30km weit mit einem Roller, der für 35-40 angegeben ist - außer bei VMAX, weil die realistische Angaben bei den älteren Modellen hatten.
 
Wenn ich so nochmal nachdenke.....bei geplanten 30km Mindestreichweite könnte das mit dem 490Wh-Akku knapp werden. Im Sommer wird es kein Problem sein, im Winter (wenn du da auch fährst) kann es je nach Temperatur und Einsatzbedingungen eng werden.

Wenn also der Wintereinsatz geplant ist und du den kleinen Akku nimmst, wäre es gut, wenn du den auf der Arbeit nachladen könntest.

Wenn es dein Budget hergibt, wäre sonst der 653Wh Akku vielleicht die entspanntere Wahl.

Ich habe den 490Wh Akku und ärger mich nur, dass ich nicht den herausnehmbaren habe. Mit der reichweite komme ich jederzeit zurecht. Im Sommer sind 40-45km auf Langstrecke drin, im Winter bei viel Kurzstrecke kann auch bei 25km schon Ende sein.
 
Zum Thema: „Soll 10 Jahre halten“:

Wenn die Ersatzteile ne Rolle spielen bleibt nur ein e Powerfun (epf) Modell aktuell übrig. Nur die GARANTIEREN 10 Jahre ersatzteilversorgung !!!

Versuch mal für die ersten EScooter von vor 4-5 Jahren noch alle Ersatzteile zu bekommen. Kann man getrost vergessen! Reifen ja, der Rest wird schon lange nicht mehr produziert.

Ansonsten vergiss alle anderen Scooter auf dem Markt wenn die Kiste 10 Jahre leben soll.

Die meisten 2-4 Jahre alten Scooter fallen doch jetzt schon von sich aus auseinander.

Dazu kommt, dass der Akku aufgrund der LiIon Zellen nach spätestens 3-5 Jahren den Geist aufgeben oder so ausgelutscht ist, dass die gewünschten 30 km Reichweite nicht mehr gefahren werden können.

So ein Scooter ist stand heute nix für die Ewigkeit. Punkt.

Den Zahn muss ich Dir leider ziehen…

Ebenso was „Reichweite“ angeht:

Bis auf ehemalige Akkumonster a la iohawk fangen die Hersteller erst JETZT GAAAANZ LANGSAM an überhaupt mal Modelle auf den Markt zu werfen deren Akkus für „Reichweite“ ausreichend sind. (25-30 Ah) Oder dass sie homöopathisch WECHSELAKKUSYSTEME implementieren wo Du nen leeren Akku unterwegs gegen nen vollen Akku aus dem Rucksack nachlegen kannst.

In Sachen SCHNELL LADUNG stehen wir sogar noch ganz am Anfang. Hier gibt’s grad an einer Hand abzählbar Modelle die in 2-4 stunden voll sind. Zudem refuziert die hohe ladespannung definitiv die Langlebigkeit der Akkus die damit gestresst werden und schneller ALTERN. Somit: eher den Geist aufgeben.

Persönlich rate ich zu nem epf2 mit 2 Wechselakkus was Deinem Anspruch am nähestem kommt

Danach käme dann ein SoFlow SO4 Pro Max oder GT mit zusätzlichem Akkupack. Die haben halt nen grottigen Service und man sollte da definitiv selber schrauben können. Aber was da an Komplett-Vollausstattung derzeit verbaut ist bietet noch nicht mal epf derzeit. Und der wird auch keine 10 Jahre überleben!

So oder so: Kaufen, genießen, und dann entweder verkaufen oder verschrotten. Ein Fahrzeug wie Z.B. nen 123 er Mercedes der nach Urzeiten noch läuft und nach wie vor mit Ersatzteilen versorgt wird gibt es halt im scootermillieu nicht !!!

Grüße
 
Falls du die realistische Reichweite fuer dein Gewicht durchrechnen willst: ich betreibe akku-alle.de (datenbasiertes Vergleichsportal), wir haben dafuer einen kostenlosen Reichweiten-Rechner, der Fahrergewicht/Steigung einrechnet: https://akku-alle.de/reichweiten-rechner - ohne Anmeldung.
Wenn Du dazu nochmal - z.B. in der Akku Rubrik - einen extra thread aufmachst, wäre gut!
Da könnte man dann auch meine Fragen&Anregungen dazu diskutieren (wie: modellunabhängig (nur Akku-Wh, evtl. mit den wichtigsten Scooterdaten wie Rädergröße&-art, Single/Dual Motor, etc.), exakte Angabe der Hm, Einfluss der Temperatur).
 
reicht also schon ein Modell mit 35-40 km Werksangabe
Okay, auf der Seite sind ja schon abweichende Reichweiten angegeben. Bspw. gibt der Hersteller für den Navee ST3 Pro 75km an, auf der Seite wird von 42km ausgegangen. Das relativiert das angesprochene Problem.

Trotzdem passt das nicht mit der Reichweite, wenn man im Rechner 60kg Fahrergewicht, 1°C Außentemperatur, 20km/h Geschwindigkeit, gemischtes Gelände, Gegenwind und 1 Jahr Akkualter angibt. Ich meine, dass ist ja nicht genau das Wetter, bei dem man seinen e-Scooter unbedingt schieben will, oder? Dem Rechner nach zu urteilen sollte man ab 53km schauen, damit man mit diesen Einstellungen mindestens 30km schafft.

Allerdings sind die Reichweiten auf der Seite auch nicht wirklich konsistent, wenn man die e-Scooter vergleicht. Ein paar Beispiele:

Vergleich e-Scooter eines Herstellers:
  • Segway Ninebot ZT3 Pro D, 597 Wh, 45 km
  • Segway Ninebot Max G3 D, 597 Wh, 58 km
  • Segway Ninebot Max G2 D, 540 Wh, 42 km
Vergleich zweier e-Scooter mit angeblich gleicher Reichweite:
  • Trittbrett Fritz 2.0, 864 Wh, 47 km
  • Navee N65i II, 477 Wh, 47 km
Bei aller Liebe, aber das passt so noch nicht.

modellunabhängig (nur Akku-Wh, evtl. mit den wichtigsten Scooterdaten wie Rädergröße&-art, Single/Dual Motor, etc.)
Das würde dem Rechner langfristig gut tun und die o.g. Verzerrungen könnte man damit signifikant abfedern. Auf der Seite steht "Reichweiten-Quellen (60/25/15): 60 % Hersteller-Spec · 25 % Forum-Real-Tests · 15 % Reviewer-Messungen — anpassbar pro Brand-Klasse (8 Klassen)". Da müsste man wohl wirklich mehr in Richtung der tatsächlichen Daten der Roller gehen, so wie @jodi2 das angetriggert hat.
 
Mir fielen nur die nicht ganz zutreffenden Daten für meinen Egret X Prime auf, der laut dem Rechner nur rund 10% von Herbst/Winter bis jetzt zuelgt, real waren es eher 20-25%.
Aber das führt hier zu weit und interessiert @Ataraxia wohl weniger, daher besser extra thread in passender Rubrik für den Akku-Rechner.
 
Vielen lieben Dank für eure detaillierten Antworten🙏

Ihr habt gefühlt einen kompletten Eimer Wissen über mich ausgeschüttet und das muss ich erstmal verdauen.

Darum werde ich erst morgen richtig Antworten oder sogar erst Freitag.

Diskutiert gerne weiter hier zwecks Akku, denn dieser ist ja das zweite Herz im Scooter und interessiert mich definitiv auch als technisch Interessierter.

Vielen Dank und dann ausführlich morgen oder Freitag.

Einen schönen Abend euch allen :)
 
Welcome @Ataraxia,

Ich bin hier eher noch der Theoretiker. Meine Kriterien sind ähnlich - Ich brauche den Scooter jetzt, er soll mindestens 3 Jahre zuverlässig funktionieren. Verarbeitung, Bremsen, Elektronik, Firmware und App sollten sehr gut bewertet sein, und der soll trotzdem leicht sein ;)

Zu deiner Brücke: Wenn du mit dem Fahrrad von beiden Seiten schieben musst, würde ich vermuten, dass die Scooter unter 500 W / 1200 W Peak und 48 V rausfallen. Am besten die Steigung einmal grob messen.

Zum Gewicht: Bei "ca. 20 kg und regelmäßig 1. Etage" ist das Gesamtgewicht meiner Meinung nach einer der wichtigsten Punkt, falls du keinen wettergeschützten Abstellplatz hast. Sonst ist ein Wechselakku bequemer, auch wenn teurer ist.

Zur Reichweite: Für Asphalt und kurze Stücke Sand mit kleinen Steinen sollten bei deinen 60 kg realistische 30 km mit vielen Akkus ab ca. 450 Wh machbar sein, auch mit der Brücke.

*Meiner Meinung nach fehlt bei der Kaufberatung noch ein Punkt, der gezielt nach Transportierbarkeit (öffentlicher Verkehr, privates Auto) und nach Abstell-/Stauraum fragt.

Nach etwas Recherche und vielen Fragen blieben bei mir am Ende nur ePF und Segway übrig. Andere Marken waren raus wegen Transportierbarkeit/Gewicht, Zielgruppe/Ansatz oder schwachem Service-Support.
Ich habe Segway F3 Pro bestellt, weil er für meinen konkreten Einsatzzweck fast alternativlos wirkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe, es ist für dich @ninux okay, wenn ich darauf etwas eingehe.
Zu deiner Brücke: Wenn du mit dem Fahrrad von beiden Seiten schieben musst, würde ich vermuten, dass die Scooter unter 500 W / 1200 W Peak und 48 V rausfallen.
Man versucht das immer an irgendwelchen Daten festzumachen, aber die sind nicht wirklich vergleichbar. Ein ePF-Pulse mit 1200W kommt Steigungen hoch, die ein Segway Ninebot Max G3 D mit 2000W nicht schafft. Im Prinzip wäre das Drehmoment für Steigungen interessant, aber da macht bei einigen Rollern dann die Abstimmung das Ergebnis kaputt. Damit es den Fahrer nicht vom Trittbrett wirft, reduzieren manche Modelle die Leistung bei niedriger Geschwindigkeit, was zwar das Anfahren weniger ruppig macht, aber die Steigfähigkeit zerstört oder sogar dazu führt, dass eigentlich locker machbare Steigungen nicht erklommen werden können, wenn man keinen Anlauf hat (Anfahren am Berg z.B.). Solche Scherze macht bspw. der Navee ST3 Pro. Der SoFlow SO ONE Lite Pro mit 1000W Peak und 36V würde mit so einer Brücke gar kein Problem haben.
Zur Reichweite: Für Asphalt und kurze Stücke Sand mit kleinen Steinen sollten bei deinen 60 kg realistische 30 km mit vielen Akkus ab ca. 450 Wh machbar sein, auch mit der Brücke.
Es kommt wirklich auch immer auf die Strecke (Stop&Go?) an und auf die Temperatur. Wenn die 30 km dazu dienen, dass man zu den 20 km, die tatsächlich benötigt werden, ausreichend Luft hat, dann tun es auch 450 Wh. Wenn man die 30 km aber tatsächlich braucht...
*Meiner Meinung nach fehlt bei der Kaufberatung noch ein Punkt, der gezielt nach Transportierbarkeit (öffentlicher Verkehr, privates Auto) und nach Abstell-/Stauraum fragt.
Vielleicht mag @Dako das einbauen oder nicht?
Meine Meinung: Im öffentlichen Verkehr sehe ich generell kein Problem, dass nicht durch die Frage nach dem Gewicht mit dem Hinweis auf "Bahnhofstreppen" schon quasi erschlagen wäre. Selbst ein Viron XI-1200-S lässt sich in der Bahn mitnehmen. Kofferraum ist da schon eher mal ein Thema. Aber wo der e-Scooter lädt und übernachtet, ist vielleicht wegen Wechselakku ganz interessant.
 
Ich hoffe, es ist für dich @ninux okay, wenn ich darauf etwas eingehe.
any time :) Ich freue mich sehr über begründete Korrekturen.

Genau wegen dieser "Scherze" ist der Navee ST3 Pro bei mir rausgefallen, obwohl man für unter 500 € einiges bekommt. Bei SoFlow halte ich mich zurück, da bei der Firma einiges passiert ist und ich auf meine Anfrage keine Antwort bekommen habe.
 
Der SoFlow war nur ein Beispiel bzgl. Akkuspannung und Peakleistung. Interessiert mich aber. Gerne PN, wenn du es erzählen möchtest @ninux.
 
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