Egret kooperiert mit Yadea

So gaaanz hin und weg bin ich jetzt nicht. Es fehlen überall die hinteren Blinker, und auch die Zuladung ist mit 100 - 120 kg je nach Modell eher dürftig, und die Leuchtweite ist nicht einstellbar. Bei den großen Modellen mangelt es mir an Reichweite / Akkuoptionen.

Der interessanteste aus der Truppe ist nach meinem Dafürhalten der Ey3 - vollgefederter, kleiner Zweit / Innenstadtscooter zum fairen Preis. Dafür leider auch nur für leichtgewichtige Nutzer im Flachland und zu lange Ladedauer. Am wenigsten kann ich im Ersteindruck mit dem Ey6 anfangen. Sehe auf anhieb nicht was er besser könnte als ein TB Sultan oder epf2 480.
 
Der "Haben-Will"-Faktor hält sich bei mir auch in Grenzen, obwohl ich insbesondere auf die tatsächliche Power vom Ey!1 und Ey!6 sehr gespannt bin.
Die Haupt-KO-Kriterien sind für mich nicht etwa die aus meiner Sicht (notfalls) verzichtbaren hinteren Blinker, sondern der überhaupt nicht mehr zeitgemäße Ladestrom von mickrigen 1.7-2A (Zitat FW: "Wer fährt den schon einfach komplett leer...?" - bei einem 7.6Ah@36V-Akku! :rolleyes:), sowie die großteils doch arg überschaubare Akkugröße( n). Die 14.5Ah des 48V-Akkus im erstaunlich schweren Ey!1 sind zwar grundsätzlich OK, aber mit so einem starken, vollgefederten E-Scooter will man/ich doch auch mal deutlich länger, bzw. weiter fahren als relativ schnell aufgebrauchte 40 km...
Der 6er ist deswegen sehr interessant, weil es im Prinzip ein bezahlbarer und gefälliger G30D "Plus" mit Vorderradfedergabel und deutlich stärkerem Motor ist (die 35 Nm lassen vermuten, dass er um einiges stärker ist als ein G2D mit formal gleichen Leistungswerten und sogar einen äußerlich ähnlichen Slidefox P1 S in den Schatten stellt), allerdings wird auch hier, völlig unverständlicherweise, wieder nur mit unter 2A geladen, was einer Gesamtladezeit von satten 9h entspricht! Zumindest ziehen die Modelle wohl bis 22 Display-km/h hoch (ob diese auch dauerhaft gehalten werden, konnte man im SH-Video leider nicht sehen).
Für Egret-Verhälnisse sind die neuen Ey!-Scooter fast schon richtige Schnäppchen, das muss man einfach mal sagen - im knallharten Wettbeweb liegen sie aber, zumindest aus meiner Sicht, P/L-mäßig nicht ganz vorne, dafür ist die Konkurrenz einfach zu stark.
 
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Ich bin ja mittlerweile am Überlegen, mit dem Ey!1 das Dream-Team aus Fritz 2.0 und EPF Pulse 960 zu komplettieren.
Optisch finde ich das cleane Design mit dem spacigen Cockpit und der Einarmschwingenkonstruktion doch sehr ansprechend - die räumlich hervortretenden Lenkerendenblinker im Billigkristall-Look und die etwas triste Grau-Lackierung dagegen nicht ganz so prickelnd.
Natürlich ist die zu erwartende Reichweite@80 kg und hügeliger Umgebung mit "irgendwas zwischen 40 und 50 km" auch eher überschauber, aber gleiches gilt ja auch für den ebenfalls knapp 30 kg schweren (ungefederten) P65D: dieser verfügt sogar nur über einen knapp 12 Ah großen Akku und eine demensprechend ähnlich überschaubare Reichweite, das hohe Gewicht macht ihn aber extrem fahrstabil. Auch eine noch deutlich schwerere, schwächere und 1000€ teurere Hilde kommt unterm Strich nicht weiter, also wie immer gilt: alles ist relativ!
Abgesehen vom Marktschreiervideo von Scooterhelden gibt es ja noch keine verwertbaren ("bewegten") Infos zum Yadea ElitePrime-Klon (dieser ist ja bis auf die Blinker und die Lackierung praktisch 1:1 identisch), von letzterem gibt es aber doch schon einige einigermaßen aussagekräftige Testvideos.
Ich würde z.B. darauf wetten, dass im Ey!1 genau derselbe 800W-Motor verbaut ist (praktischerweise ohne jegliche Beschriftung ;)), der somit entsprechend potent sein dürfte, was man auch schon aufgrund der auffälligen "Dicke" des Motors erahnen kann. Natürlich beträgt die softwareseitig geregelte Nenndauerleistung trotzdem nur 500W, aber ein 800W-Motor ist einfach leistungsfähiger und neigt dementsprechend auch nicht so stark zum Überhitzen wie ein "echter" 500W-Motor. Ein hubraumstärkeres Auto schüttelt seine Leistung z.B. auch lockerer aus dem Ärmel als ein formal gleichstarkes Modell mit nur Halb so großen Brennkammern (bei Saugmotoren).
Mit dem obigen Scherenfederungs-Trio + VX4 GT + Hilde 16Ah hätte ich eine "kunterbunte", vollgefederte Armada zur Verfügung, die mich der Verlockeung eines vergleichsweise schlecht dosierbaren und einfach nur ungestüm bis unbeherrschbar nach vorne preschenden Wundertüten-Elite X 2.0 leichter widerstehen lässt. 😁
Die nächsten 4 Wochen wird jedenfalls erstmal weiter (primär) der Pulse getestet, und dann bin ich insbesondere auf den direkten Vergleich der beiden gespannt...
 
So, jetzt konnte ich doch nicht länger widerstehen und hab mir den "ElitePrime mit ABE" auch noch bestellt.
Nicht, dass ich in Anbetracht der aktuellen Flotte mit VX4 GT, Fritz 1+2, sowie EPF-Pulse 960 irgendeinen akuten Bedarf hätte, und unterm Strich finde ich alle letztgenannten auch empfehlenswerter, trotzdem hat mich der neueste 1500+W-"Powerscooter mit Komfort" (zu) neugierig gemacht.
Wenn man bedenkt, dass der schicke Yadea-Klon 200€ unter dem aktuell stark reduzierten hauseigenen Topmodell liegt und gefühlt sicherlich doppelt so stark performt - bei vergleichbarer Rechweite und deutlich besserem Federungskomfort, frage ich mich ohnehin, wer (ohne angeborerne Markenbrille) die "alten" Egret-Modelle überhaupt noch kauft...Irgendwie muss ich grade zwangsläufig an Trittbrett denken. 😁
 
angeborerne Markenbrille) die "alten" Egret-Modelle überhaupt noch kauft...Irgendwie muss ich grade zwangsläufig an Trittbrett denken.

Ja beim One wurde das Angebot bis 30.Juni verlängert.
Also so einfach läst er sich nicht verkaufen.
 
Spiegelt eigentlich das wieder, was Egret bisher auch getrieben hat. Sie haben (im Wchsel) eine hochwertige und eine „einfache“ Serie am Markt. Die „einfache“ kam mit der Übernehme von „The Urban“ zu Wahlberg. Die „hochpreisigen“ Egret Modelle sind individueller und werden im Hamburg „designed“, die Anderen sind „von der Stange“, werden auf deutsche Zulassungsverhältnisse gebracht und dann von Egret verkauft. Das letzte Jahr/die letzten Jahre haben sie sich an den höherpreisigen Modellen „ausgetobt“ mit vielen liebenswerten individuellen Feinheiten. Dieses Jahr kommt „Standardware“ von Yadea (schön, das sie das zugeben) um Geld im wertigen „Massensegment“ (oder bezahlbar Segment) zu verdienen, was vorher „The Urban“ bedient hat.
 
...Irgendwie muss ich grade zwangsläufig an Trittbrett denken. 😁
Jetzt ist der Groschen gefallen. Hatte überhaupt nicht verstanden wie du das gemeint hast. Sehe ich das richtig das der Fritz 2.0 überhaupt keine Eigenentwicklung ist und im Grunde nur ein umgelabelter Apollo City Pro ist? Der Egret ist ja im Grunde auch nur ein Yadea Elite Prime.

Gibt es den noch deutsche Hersteller die selbst entwickeln und fertigen, oder ist das alles Augenwischerei und die Teile kommen alle aus China? Das ist überhaupt abwertend gemeint, solange die Qualität usw. passt und der support stimmt ist mir das egal, bin gerade nur etwas geschockt. Ist der Pulse auch nur irgendein Ableger, wenn wovon?

Also umso mehr ich mir den Egret Ey!1 angucke umso mehr kribbelt es im bestell Finger.
 
Gibt es den noch deutsche Hersteller die selbst entwickeln und fertigen, oder ist das alles Augenwischerei und die Teile kommen alle aus China?
Entwickeln ja, produzieren nein weil das die Kosten für einen Scooter derart hochtreibt dass es schon wieder nicht mehr lohnt.
Das die Scooter zu 99%(wenn nicht gar 100%) aus China kommen ist keine Augenwischerei sondern bekannte Tatsache ^^ - der Unterschied wird letztendlich sein wer, von den deutschen Firmen, dem chinesischen Produzenten sein Verständnis von Qualitätskontrolle- und Management am besten eintrichtert :D
 
Die "echten" Egret-Scooter (Pro, X, One) sind "Eigenproduktionen" (also komplett hier entwickelt und nix von der Stange), ebenso wie ein EPF Pulse oder ein Trittbrett Paul und natürlich auch die Hilde - also ja, es gibt noch "richtige" Deutsche Hersteller, auch wenn die Einzelteile/-komponenten aus China kommen und/oder dort auch die Endmontage erfolgt (für die es natürlich auch eine den hiesigen Standards entsprechende QS geben muss). Allerdings gibt es kaum bis gar keinen Hersteller mehr, der (aus wirtschaftlich absolut nachvollziehbaren Gründen) nicht zumindest teilweie auf bereits existierende "Massenmodelle" zurückgreift, die hier dann nur noch umgelabelt und ABE-konform gemacht werden müssen.
 
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Wer sich bis jetzt mit einer Bestellung zurückhalten konnte, wird belohnt: bei den Online-Versandriesen Otto, Quelle und Baur ist der Ey!1 bereits vor der offiziellen Marketinführung (Erstauslieferung in ca. 1-2 Wochen) im Vergleich zur UVP und allen einschlägigen Händlerangeboten um 100€ reduziert!
1199€ ist ein Preis, der in Bezug auf das gebotene Gesamtpaket absolut gerechtfertigt, bzw. vertretbar ist (bei 1299 hatte ich dagegen zugegebenermaßen noch leichte Bauchschmerzen).
 
Interessant, bin ja mal gespannt wann der wirklich ausgeliefert wird.
Mein auf der Egret Seite steht seit Anfang Juli bis heute das die Auslieferung in 2-3 Wochen stattfindet, hier sinds nun 1-2 Wochen.
Intreressant ist auch das der Ey3 und Ey6 bei Otto sofort lieferbar sind und man bei Egret ne Woche warten darf.
 
100€ sind 100€ keine Frage. Aber was ist im Fall eines Mangels, der erst 4 Wochen nach kauf auffällt/auftritt? Nicht das Egret dann sagt: „Bitte über den Verkäufer abwickeln“…
 
Spannende Frage, aber Letztendlich denke ich, wird dir Egret auch helfen.
 
Sooo riesig groß ist der Egret Support bestimmt nicht. Den Vertrieb anzukurbeln und somit mehr Verkäufe und Umsatz zu generieren ist nachvollziehbar. Aber im Fall einer Reklamation sehe ich schwarz, wie wollen die paar Mann in Hamburg das stemmen? Ich befürchte längere Wartezeiten im Fall einer Reklamation.
 
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