Egret X Fahrberichte & Fazit

Sykuno

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Vmax Vx2 St/Vmax Vx2Gt
Auch ich habe mir den Egret X zugelegt und bin nun meine ersten 11 Kilometer gefahren.
Da ich auch den Vmax Vx2 Gt, Slidefox P1S und den Trittbrett Paul Touring 2022 14,7Ah besitze, kann ich einen kleinen Vergleich und Fahrbericht darstellen.

Fangen wir mit der Beschleunigung an. Auf Stufe 3 beschleunigt der Egret X vergleichbar stark wie der Slidefox P1S, ein schöner Anzug der einfach nur Spaß macht. Beim anfahren brauchen beide Scooter nach dem Betätigen des Gashebels einen kleinen Moment (0,5 - 1 Sekunden), bis die Zwei los legen.
Der Vmax beschleunigt an sich genauso stark wie der Egret/Slidefox.... aber effektiver indem die Gasannahme direkt und die Power somit sofort da ist. Vom Anzug her sehe ich alle 3 sehr eng zusammen. Minimal schneller ist der Vmax.
Der Paul besitzt bis jetzt die stärkste Beschleunigung, die ich bei einem E-Scooter in Erfahrung bringen konnte. Er ist nochmal ein Stück schneller als die anderen auf Maximalgeschwindigkeit. Was für mich beim Egret X sehr erfreulich ist, ist die Tatsache das er kurzzeitig 1-2 kmh über die 22 beschleunigt und sich dann erst runter regelt.

Die Höhstgeschwindigtkeit kann ich wie folgt per Gps und direkten Vergleich (nebeneinander fahren) beurteilen.
Platz 1 Vmax Vx2 Gt: 21,9 Kmh
Platz 2 Trittbrett Paul: 21,7 - 21,8
Platz 3 Slidefox P1s: 21,5 - 21,6
Platz 4 Egret X: 21,1 - 21,4
Was hier beim Egret jedoch erfreulich ist, ist die Tatsache das er auf dem Display 0,1 - 0,2 Kmh weniger anzeigt, als ich tatsächlich messen tue. Das ist bei den anderen nicht der Fall, denn dort werden 22 Kmh angezeigt. Der Egret X zeigt haargenau die Kommastelle an -> z.b 21,2 Kmh.

Der Fahrkomfort ist wie folgt einzuordnen:
Platz 1: Egret X
Platz 2: Trittbrett Paul
Platz 3: Vmax Vx2 Gt
Platz 4: Slidefox P1S
Alle 4 besitzen keine Federung. Der Egret X gewinnt durch die 12,5 Zoll Bereifung in Kombination mit einem Schlauch...und das mit Abstand. Dieses Fahrgefühl ist einfach nur ein Traum. Ich wiege mit Gepäck gute 90 Kg und fahre auf 3,0 Bar. Die 3 anderen Scooter besitzen keinen Schlauch und werden mit zunehmend kleinerer Bereifung vom Fahrkomfort her auch entsprechend weiter hinten platziert.

Allgemein kann ich sagen das der Egret X qualitativ sehr hochwertig ist. Es klappert nichts, die Bremsen sind einfach nur top dosierbar und die Bremshebel bedienen sich unglaublich geschmeidig und leise.
Er hat seinen Preis....gute 2000€ sind ordentlich... ich fände 1699€ angemessen.
Ich bereue den Kauf absolut nicht und habe einen neuen Lieblingsscooter gefunden, wo ich als einzigen Abstrich die Höchstgeschwindigkeit habe. Diese ist aber gut zu verkraften und immer noch ausreichend schnell.
Von der Steigfähigkeit sind alle 4 gut vergleichbar. Wer sehr bergig wohnt, sollte zum Paul greifen.
Die Ergonomischen Griffe des Egret X, sowie die Lenkerhöhe und Lenkerbreite habe ich mit meinen 1,93 Meter als angenehm empfunden. Ich hatte einen sehr komfortablen Stand und bin vom Fahrverhalten absolut begeistert.


Liebe Grüße und gute fahrt!
 

Speedy111

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Egret X, Egret Ten V4
Auch ich habe mir den Egret X zugelegt und bin nun meine ersten 11 Kilometer gefahren.
Da ich auch den Vmax Vx2 Gt, Slidefox P1S und den Trittbrett Paul Touring 2022 14,7Ah besitze, kann ich einen kleinen Vergleich und Fahrbericht darstellen.

Fangen wir mit der Beschleunigung an. Auf Stufe 3 beschleunigt der Egret X vergleichbar stark wie der Slidefox P1S, ein schöner Anzug der einfach nur Spaß macht. Beim anfahren brauchen beide Scooter nach dem Betätigen des Gashebels einen kleinen Moment (0,5 - 1 Sekunden), bis die Zwei los legen.
Der Vmax beschleunigt an sich genauso stark wie der Egret/Slidefox.... aber effektiver indem die Gasannahme direkt und die Power somit sofort da ist. Vom Anzug her sehe ich alle 3 sehr eng zusammen. Minimal schneller ist der Vmax.
Der Paul besitzt bis jetzt die stärkste Beschleunigung, die ich bei einem E-Scooter in Erfahrung bringen konnte. Er ist nochmal ein Stück schneller als die anderen auf Maximalgeschwindigkeit. Was für mich beim Egret X sehr erfreulich ist, ist die Tatsache das er kurzzeitig 1-2 kmh über die 22 beschleunigt und sich dann erst runter regelt.

Die Höhstgeschwindigtkeit kann ich wie folgt per Gps und direkten Vergleich (nebeneinander fahren) beurteilen.
Platz 1 Vmax Vx2 Gt: 21,9 Kmh
Platz 2 Trittbrett Paul: 21,7 - 21,8
Platz 3 Slidefox P1s: 21,5 - 21,6
Platz 4 Egret X: 21,1 - 21,4
Was hier beim Egret jedoch erfreulich ist, ist die Tatsache das er auf dem Display 0,1 - 0,2 Kmh weniger anzeigt, als ich tatsächlich messen tue. Das ist bei den anderen nicht der Fall, denn dort werden 22 Kmh angezeigt. Der Egret X zeigt haargenau die Kommastelle an -> z.b 21,2 Kmh.

Der Fahrkomfort ist wie folgt einzuordnen:
Platz 1: Egret X
Platz 2: Trittbrett Paul
Platz 3: Vmax Vx2 Gt
Platz 4: Slidefox P1S
Alle 4 besitzen keine Federung. Der Egret X gewinnt durch die 12,5 Zoll Bereifung in Kombination mit einem Schlauch...und das mit Abstand. Dieses Fahrgefühl ist einfach nur ein Traum. Ich wiege mit Gepäck gute 90 Kg und fahre auf 3,0 Bar. Die 3 anderen Scooter besitzen keinen Schlauch und werden mit zunehmend kleinerer Bereifung vom Fahrkomfort her auch entsprechend weiter hinten platziert.

Allgemein kann ich sagen das der Egret X qualitativ sehr hochwertig ist. Es klappert nichts, die Bremsen sind einfach nur top dosierbar und die Bremshebel bedienen sich unglaublich geschmeidig und leise.
Er hat seinen Preis....gute 2000€ sind ordentlich... ich fände 1699€ angemessen.
Ich bereue den Kauf absolut nicht und habe einen neuen Lieblingsscooter gefunden, wo ich als einzigen Abstrich die Höchstgeschwindigkeit habe. Diese ist aber gut zu verkraften und immer noch ausreichend schnell.
Von der Steigfähigkeit sind alle 4 gut vergleichbar. Wer sehr bergig wohnt, sollte zum Paul greifen.
Die Ergonomischen Griffe des Egret X, sowie die Lenkerhöhe und Lenkerbreite habe ich mit meinen 1,93 Meter als angenehm empfunden. Ich hatte einen sehr komfortablen Stand und bin vom Fahrverhalten absolut begeistert.


Liebe Grüße und gute fahrt!
Schöner Bericht…Super !
 

fireball_mh

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Ich habe meinen neuen Egret X heute im Zuge einer ausgiebigen Ausfahrt auf Herz und Nieren getestet.

Ein paar Dinge vorweg:
- Ist der "X" die 1400€, die er aktuell im Angebot kostet, unterm Strich wert? Nein!
- Würde ich ihn mir nochmal kaufen, mit dem Wissen und den Erfahrungen, die ich gestern und heute gesammelt habe? Nein!
- Werde ich ihn trotzdem behalten, und hat er auch Vorzüge, die diese Entscheidung rechtfertigen? Ja!

Gut, dann kommen wir mal zu den einzelnen Kategorien und fangen gleich mal mit der interessantesten an:

"Bergpower":
Der X kann, wider Erwarten, nicht mal im Ansatz mit einem Paul oder P65D mithalten - weder was die Beschleunigung, noch die Kraft und Souveränität an sehr starken Steigungen betrifft.
Der Paul leistet in der Spitze auch nur knapp 1000W und hat auf dem Papier 4 Nm weniger Drehmoment, sollte also eigentlich vergleichbar stark sein, aber die beiden trennen wirklich Welten!
Auch ein Slidefox mit nominell 750W/29Nm ist gefühlt noch etwas stärker und der VX2 mit "nur" 27Nm, aber bis zu 1150W drückt einen deutlich eindrucksvoller bergaug als der Egret X.
Aussagen wie: "im Sportmodus/3. Fahrstufe schießt der X jeden Berg hoch", kann ich 0 nachvollziehen - wer das behauptet, ist wahrscheinlich schon von einer 10%-Steigung massiv beeindruckt und hat noch nie eine mit einer 2 "vorm Komma" gesehen...
Je steiler es wird, desto geringer fallen die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den o.g. Modellen und dem X aus, allerdings wirkt letzterer im/kurz vorm Grenzbereich weit weniger souverän als z.B. ein Slidefox.
Ich habe heute einige sehr starke, meist kurze und auch ein paar längere, starke Steigungen getestet, und je länger die Steigung ist, desto mehr hat der X im Vergleich zur Konkurrenz zu kämpfen.
Kurze Steigungen meistert er dagegen sehr gut, aber dann darf die maximale Leistungsanforderung nicht viel länger als ein paar wenige Sekunden dauern. Ich vermute, Egret hat hier, wie damals schin beim Ten, erneut einen "unterdimensionierten", stark limitierenden Controller verbaut, der dem X eine Top-Performance versaut.
Untern Strich stellt der X das absolute Minimum an Power dar, was ich von einem starken Tourenscooter erwarte. Ich würde ihn ganz grob etwa auf dem Niveau eines Odys Neo ansiedeln, der aber ein stärkeres Anfahrdrehmoment besitzt, was an eher kurzen Steigungen von Vorteil ist, dafür hat der X im direkten Vergleich eine um rund 2 km/h höhere Anlaufgeschwindigkeit.
An moderaten Steigungen konnte ich heute übrigens keinen nennenswerten Unterschied zwischen den beiden höchsten Fahrstufen feststellen - wie genau sich das bei wirklich starken Steigunegn verhält, die ich heute sicherheitshalber immer in Fahrstufe 3 angegangen bin, werde ich demnächst noch einmal separat testen.

Beschleunigung:
Diese ist leider nur "moderat" und fast schon als gemächlich zu bezeichnen - ein EPF-2, VX2, Sparrow 2, Paul oder P65D bescheunigen deutlich(!) stärker. Das gilt sowohl für das Hochbeschleunigen aus dem Stand, als auch für "Zwischensprints".

Höchstgeschwindigkeit:
Mit der Höchstgeschwindigkeit von 20-21 km/h kann man tatsächlich leben, zumal der X anfangs auf 22 km/h hochzieht, bevor fast unmerklich zurückgeregelt wird. Der Freilauf ist gut, auch wenn ich mit anderen E-Scootern bergab zum Teil schon deutlich höhere Geschwindigkeit erreicht habe.

Bremsen:
Die vollhydraulischen Bremsen sind super zu dosieren und, wenn man richtig anzieht, extrem wirkungsvoll. Allerdings würde dem X eine zusätzliche, verschleißfreie Motorbremse mit Rekuperation wirklich gut tun, das Material schonen und etwas mehr Reichweite bringen.

Reichweite:
Bei allerbestem E-Scooter-Wetter, über 20 Grad, kaum Wind und durchgehend Sonnenschein bin ich heute mit zu Beginn randvoll geladenem Akku knapp 42 km weit gekommen.
Das ist schon irgendwie ernüchternd...Mit dem VX2 ("ST"), EPF-2 600 oder auch dem Ninebot P65D, die allesamt 1-2 Ah weniger unterm Trittbrett haben, bin ich bei der jeweiligen, ähnlich anspruchsvollen Jungfernfahrt, eigentlich immer deutlich weiter gekommen, und das auch noch bei kühleren Temperatuen.
Und NEIN, die Reichweite wird sich nach 5-10 Ladevorgängen nicht auf wundersame Art und Weise um die "fehlenden" 5-10 km erhöhen!!!
Erwartet hätte ich beim heutigen Fahrtprofil mindestens 50 km, zumal ich meistens im "Drive-Modus" unterwegs war.
Mit ein paar weniger Steigungstests und Bergauffahrten, sowie nochmal 5°C "on top" sind vielleicht 50 km realistisch, was ganz grob der erwarteten Reichweite vom NIU KQi3 Max etspricht, der jedoch einen deutlich kleineren Akku verbaut hat.
Ein paar wenige km vor dem endgültigen Ende fängt der letzte Balken übrigens an zu blinken und die Leistung lässt spürbar nach - erfreulicherweise ohne, dass man deswegen gezwungen wäre, in der Ebene langsamer zu fahren.
Ein Reichweitenwunder hat Egret mit dem X jedenfalls, trotz teurem Markenakku und überschaubarer Peakleistung, leider nicht geschaffen...

"Fahrwerk"/Fahrkomfort:
Ich habe diese gestern und heute sowohl auf schlechten, "kaputten" Straßen, als auch auf unbefestigten Wald- und Feldwegen, sowie Schotter getestet, und hier spielt der X seinen Raddurchmesser-Vorteil im Vergleich zur Konkurrnz voll aus.
Man kann entspannter und sicherer (und damit schneller) über unebene Wege Fahren als mit kleien 10" Reifen, wo eine Vollfederung nur den Fahrkomfort erhöht, aber keinen Schutz vor etwas größeren Hinternissen, Schlaglöchern oder Steinen bietet. Mit dem X kann man super abseits befestigter Wege fahren, was auch durch die gleichmäßige Beschleunigung mit erhöhtem Drehmoment und vor allem auch die stark profilierten "Offroadreifen" begünstigt wird.
Durch die fehlende, (unnötige) zusätzliche Federung (und den nur mittelgroßen Akku) ist das "Schleppgewicht" des X trotz sehr gutem Fahrkomfort erfreulich human, was insbesondere diejenigen freuen drüfte, die ihn, wie ich, auch mal ein paar Meter und/oder Treppen weit/hoch tragen müssen.

Handling/Agilität:
Dieses ist absolut erstklassig. Natürlich sind etwas kleinere E-Scooter zum Teil noch wendiger, aber in Anbetracht der Abmessungen, der großen Räder und des höheren Gewichts (das sich aber noch erstaunlich gut tragen lässt), ist der X, insbesonder auch mit seiner niedrigen Lenkstange und dem breiten Lenker mit angebehm ergonomisch geformten Griffen, super zu steuern.

Sonstiges:
Der Wechsel der Fahrstufen über 2 Tasten (+/-) ist vorbildlich gelöst - beim P65D muss man z.B. zum Wechsel vom Sport- in den Drivemodus umständlich 2 mal "Doppelklicken", beim X reicht ein kurzer Druck auf den dafür vorgesehenen, gummierten Knopf.
Das Licht konnte ich heute noch nicht testen, da es momentan erst um kurz vor 22 Uhr richitg dunkel wird, aber es wirkt zumindest, trotz nur 40 Lux,
sehr hell.
Die Verarbeitung ist wirklich allererste Sahne, auch wenn beim schnellen Überfahren von groben Hindernissen bei mir hinten irgendwas klappert. Das kommt glücklicherweise nur selten vor und liegt evtl. am unorthodoxen "Haken-Griff" für den Arretiermechanismus der umgeklappten Lenkstange oder an irgendeinem fehlenden "Puffer" am Kennzeichen...
Die oft bemängelte Hupe finde ich übrigens sher gelungen - nicht so schrill wie beim P65D, aber ausreichend laut und wirkungsvoll.

Das Fazit hatte ich ja schon vorweggenommen:
Der X ist ein "Statement" für Indivuídualisten, die sich den Kaufpreis leisten können, und wer damit keine Monstertouren von 60+ km Länge fahren will und auch keinen neuen Bergkönig erwartet, ist mit diesem selbternannten Luxusgerät wirklich gut bedient.
Seine größten Vorteile sind die außergewöhnlich gute Verabeitungsqualität, die exklusive Optik mit massivem Rohrrahmen und 12.5"-Reifen, die ein richtig schönes und sicheres Fahrgefühl bieten, sowie die hinsichtlich Wirksamkeit, Zuverlässigkeit und Dosierbarkeit sehr guten Bremsen.
Die Motorpower ist guter Durchschnitt (und liegt natürlich immer noch weit über derjenigen von 08/15-36V-Geräten) und die Reichweite, absolut gesehen, ebenfalls OK, in Relation zur Akkugröße aber etwas enttäuschend.
Es gibt bessere (=leistungsstärkere) Alternativen für deutlich weniger Geld, aber ein Fehlkauf ist der X, zumindest wenn man keine falschen/total überzogenen Erwartungen hat, trotzdem nicht.
Ich habe heute ehrlich gesagt auch schon überlegt, ob der "Pro" für 100€ mehr vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre, weil ich mit dessen deutlich größerem Akku sicherlich 10 km weiter gekommen wäre, aber diese Reichweite wäre unterm Strich immer noch enttäuschend gewesen, zudem hätten mir das exklusive Desing und die guten "Offroadfähigkeiten" gefehlt, insofern: (fast) alles richtig gemacht! 😁
 
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White88

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G30 D2, Egret X, P65D
Dazu muss man hinzufügen, das der Egret X bei kalten Temperaturen bis zu 3 kmh am Berg einbricht. Das war bis jetzt bei keinen meiner anderen E Scooter so. Natürlich mehrmals an meinem Test Berg getestet. Der Egret X hat bei 3-6 Grad ähnlich Performt wie der Ninebot G30D2.
 

KarstenWL

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...
Und NEIN, die Reichweite wird sich nach 5-10 Ladevorgängen nicht auf wundersame Art und Weise um die "fehlenden" 5-10 km erhöhen!!!
...
Oh, wie ich auf so eine Aussage gewartet habe. Endlich! Und hoffentlich ist das der Anfang, wo hier im Forum mit diesem Mythos gebrochen wird bei der verwendeten der LiIon Technologie.
Lithium Ionen Akkus haben ab Fabrik die maximale Kapazität und können maximal durch eine erstmalige Ladung durch das Batteriemanagement angeglichen werden. Danach geht es nur Bergab.
Sorry für meinen Exkurs, denn der vergleichende Test des Scooters ist toll.
 

Herman1967

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HILDE, LEGACY 2.0
Danke für den ausführlichen Test. Stimmt alles soweit, komme aber einiges Weiter mit dem X. Ok, bei uns ist es recht flach in OWL
 

fireball_mh

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Laut Komoot habe ich gestern 1000 Höhenmeter abgespult, allerdings waren im Profil ein paar nicht nachvollziehbare Peaks, deshalb vermute ich eher deutlich glaubhaftere 800+, was für 42 km natürlich immer noch viel und alles andere als reichweitenförderlich ist.
Mir ging es gestern auch nicht darum, eine größtmögliche Reichweite zu erzielen , sondern in erster Linie die Performance zu testen. Allerdings mache ich genau so einen Test mit jedem neuen E-Scooter als allererstes, und da haben die anderen Powerscooter mit etwas kleinerem Akku deutlich besser abgeschnitten (5-10 km).
Am extremsten fällt der direkte Vergleich mit dem Odys Neo aus, der mit 675 zu 672Wh eine fast genau gleich große Akkukapazität besitzt, aber mindestens 10-15 km weiter kommt - was einem "Akku-Äquivalent" von etwa 5 Ah entspricht!
Morgen und am Montag werde ich weitere Tests mit dem X machen, heute steht aber erstmal ein neuer Extremtest mit dem Bergkönig SO4 Pro an...
 
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fireball_mh

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Der Egret X hat übrigens einen 18A-Controller - immerhin 2A und damit ca. 100W Peakleitung mehr als der Ten V4 48V hatte.
An Steigungen in Richtung 20% ist er aber viel stärker als der mittlerwiele technisch veraltete "Vorgänger", der diese oft gar nicht mehr geschafft hat. Die fehlenden Ampere merkt man vor allem an längeren Steigungen schmerzhaft, wo die Powerscooter-Konkurrenz mit mittlerweile fast schon standardmäßig 22-23A und dementsprechend bis zu 300W Leistungsplus einfach deultich souveräner performt.
 
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fireball_mh

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Da die eigentlich für heute geplante Rekordfahrt mit dem SO4 Pro den chaotischen Bahnverhältnissen zum Opfer gefallen ist, habe ich kurzerhand stattdessen noch eine ausgiebige Testfahrt mit dem Egret X gemacht.
Nachem ich meine ursprüngliche Erwartungshaltung an die Bergperformance heute deutlich runtergeschraubt hatte, hat er mich diesmal deutlich weniger enttäuscht, um nicht zu sagen fast schon posititv überrascht. (y)
Ich habe ihn an wirklich vielen sehr starken Steigungen getestet, wobei ich einige Male auch unmittelbar vor/an 20+%-Steigungen angefahren bin, um sein Drehmoemnt zu testen, und ja - der X hat definiitv ordentlich Drehmoment!
Zwar ist der Beschleunigungsschub nicht sonderlich beeindruckend, an langen starken Steigungen geht ihm irgendwann leicht die Puste/Geschwindigkeit aus und der subjektive Schub bergauf ist ebenfalls enttäuschend gering, aber rund 30 Nm würde ich ihm sofort abkaufen, ohne das Datenblatt zu kennen.
Mit einem 21-22A-Controller wäre der X auf einen Schlag auf erstklassigem Paul-Niveau, hier hat man also unverständlicherwiese viel Potential verschenkt, zumal sich die reduzierte Pekaleistung auch nicht gerade in extrem guten Reichweitenwerten widerspiegelt. :rolleyes:
Gestern hatte ich noch etwas Bedenken, den Motor an zu starken Steigungen (an denen er sich auch gut hörbar zu Wort meldet) ggf. zu "grillen", aber auch wenn die besonders starken Steigungen heute immer noch nur "endlich" lang waren, hatte er definitiv nichts zu lachen und musste sich teilweise minutenlang abmühen. Dabei hat er auch lange, anspruchsvolle Ansteige im 10-15%-Bereich auf losem Untergrund gut gemeistert. (y)
Mit der Leistung, die, wie bereits erwähnt, etwa auf gutem Odys Neo-Niveau liegt, kann ich also dauerhaft leben.

Reichweitentechnisch habe ich ihn heute in knapp unter 40 km in die Knie gezwungen - dann ging selbst in der Ebene nichts mehr (über 5 km/h). Dabei ist es mir wieder gelungen, die Route/Rückfahrt so zu timen, dass ich erst am Zielort, nur ein paar wenige Hundert Meter von zu Hause entfernt, liegengeblieben bin - diese "magische" Restreichweiten-Intuition habe ich mittlerweile geradezu perfektioniert! 💪
Das diesmal wieder repräsentative Komoot-Profil mit absolut glaubwürdigen 820 Höhenmetern spricht dabei für sich.

3 Dinge sind mir noch aufgefallen:
- Die Ladeportabdeckung via Gummimatte vom Trittbrett ist nicht sonderlich clever gelöst - die Matte leigt an dieser Stelle schon nicht mehr bündig auf und schütz die darunterliegende Oberrfläche somit auch nicht mehr zuverlässig vor Schmutz, Nässe oder Staub...

- Beim dauerhaften Runterbremsen an langen, starken Gefällstrecken, pfeifen die hydraulischen Bremsen nach einer Weile geradezu ohrenbetäubend laut, was mir heute bei "Ggegenverkehr" fast schon peinlich war...

- Der X saut sich eXtrem ein!
Obwohl es gestern und heute trocken war, war der Scooter nach jeder Fahrt alles andere als sauber, sondern komplett(!) mit einer dicken Staubschicht bedeckt. Vermutlich aus demselben Grund, warum hier immer von nassen Hosen bei Regenfahrten berichtet wird: das Vorderrad wirbelt alles Lose vom Untergrund durch den "Spalt" im vorderen Rohrrahmenbereich auf das Trittbrett und den Bereich dahinter - eine effkektive Schmutz-Abweisung sieht definitiv anders aus. Schade, denn insbesonder die Fahrt über steinigen Untergund/Schotter, was für jeden E-Scooter eine echte Fahrkomfort-Härteprüfung darstellt, macht mit dem X besonders Spaß!

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fireball_mh

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Neuer Tag, neues Glück...
Mit deutlich weniger langen Anstiegen als zuletzt (und dementsprechend auch "nur" 590 Höhenmetern), bin ich heute mit dem Egret X knapp 47 km weit gekommen und habe den Akku dabei maximal ausgequetscht. Dabei habe ich insgesamt 10 eher kürzere Steigungstests durchgeführt, die wirklich knackig waren (siehe Beispielfotos unten) und bei denen er nicht enttäuscht hat (als Referenz lege ich hierbei jetzt immer den NIU KQi3 Max und den Odys Neo zugrunde).
Ich denke, im Sommer werde ich die 50 km auch noch irgendwann reißen - im Verlgeich zur aktuellen Konkurrenz ist der Wert zwar eher bescheiden, aber wenn ich bedenke, dass ich mit dem deutlich(!) schwächeren Egret Ten V4 damals typischerweise immer 35-36 km weit gekommen bin, was bei 14 Ah ca. 43 km entspäche, bin ich nicht mehr ganz so enttäuscht.
Das Bremsquietschen nervt mittlerweise doch ganz schön - wenn man die linke Bremse zuerst oder gleichzeitig mit der rechten (zu stark) anzieht, ist das Geräusch geradezu infernal laut und alles andere als "cool" (als was das Bremsgeräusch in den YT-Werbevideos immer verkauft wird).
Jetzt aber zum größten Pluspunkt des X - neben einer akzeptablen Reichweite, angenehmen Höchstgeschwindigkeit und ausreichend Power: dem Fahrkomfort.
Nach der gestrigen 6.5 Stunden/Ü80 (km) Mammuttour mit dem ungefederten SO4 Pro haben mir heute Morgen die Füße verständlicherweise ganz schon weh getan und ich hatte schon überlegt, ob ich überhaupt fahren soll/kann...Mit dem Egret X (@3.3bar) ging das aber erstaunlich gut - erst gegen Ende der etwa dreistündigen Tour heute (ohne jegliche "Sitzpausen") habe ich meine Füße dann doch wieder schmerzhaft gespürt, das hat mich dann doch positiv erstaunt.
Der Riesenvorteil der fehlenden Vollfederung ist das deutlich geringere Gewicht, die kompakteren Abmessungen und das bessere Handling, insofern hat der auch zum aktuellen Anbegotspreis immer noch recht teure X durchaus seine Daseinsberechtigung am Premium Escooter-Himmel. (y)

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fireball_mh

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Eine Sache habe ich übrigens noch vergessen: Als ich den X gestern bergab mal auf über 35...40 km/h habe ausrollen lassen, ist im Display eine ziemlich merkwürdige Fehlermeldung/Code angezeigt worden, der unter 35 km/h wieder verschwunden ist. Anscheinend kommt der Controller also nicht mit so hohen Geschwindigkeitssignalen klar...
 

corun

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Fritz
Das Bremsquietschen nervt mittlerweise doch ganz schön - wenn man die linke Bremse zuerst oder gleichzeitig mit der rechten (zu stark) anzieht, ist das Geräusch geradezu infernal laut und alles andere als "cool" (als was das Bremsgeräusch in den YT-Werbevideos immer verkauft wird).
Diese quietschenden und pfeifenden Geräusche habe ich auch bei meinem X, hier hilft es ganz gut wenn man von Zeit zu Zeit die Bremsscheiben mit einem Schwamm und Spuli reinigt - anschließend mit ordentlich Wasser abspülen.
Was man zusätzlich oder alternativ noch machen kann, ist die Bremsbeläge zu entfernen und die Kanten leicht schräg anzuschleifen, auch hierdurch werden nervige Geräusche weitestgehend beseitigt.
 

Herman1967

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Eine Sache habe ich übrigens noch vergessen: Als ich den X gestern bergab mal auf über 35...40 km/h habe ausrollen lassen, ist im Display eine ziemlich merkwürdige Fehlermeldung/Code angezeigt worden, der unter 35 km/h wieder verschwunden ist. Anscheinend kommt der Controller also nicht mit so hohen Geschwindigkeitssignalen klar...
Ja bei meinen auch Bergab ab 36 km/h schaltet der X ab. Am Tacho stand E7
 

Speedy111

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Egret X, Egret Ten V4
Eine Sache habe ich übrigens noch vergessen: Als ich den X gestern bergab mal auf über 35...40 km/h habe ausrollen lassen, ist im Display eine ziemlich merkwürdige Fehlermeldung/Code angezeigt worden, der unter 35 km/h wieder verschwunden ist. Anscheinend kommt der Controller also nicht mit so hohen Geschwindigkeitssignalen klar
 

Speedy111

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Egret X, Egret Ten V4
Das hat folgenden Grund, ab 35 km/h entsteht eine Überspannung die nicht mehr in den Akku gespeichert werden kann. Es passiert aber nichts, ist nur eine Meldung. Meiner schaltet auch nicht ab. Der zweite Grund laut Firma ist das der X eigentlich bis 35 km/h zugelassen ist. Ich hatte schon 40 kmh drauf ohne Zeichen auf dem Display, habe dann aber gebremst, wurde mir zu gefährlich.
 
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