Habe heute mal beide Dämpfer ausgebaut, wollte die Vorspannung reduzieren und mal nachvollziehen, wie man das Fahrwerk, sprich das Deck wieder gerade bekommt.
Mein Problem, für mich ist die Federung zu hart. Nicht falsch verstehen, ich will den Elite nicht schlecht reden. Außer auf Asphalt sehe ich auf fast allen anderen Bodenbeschaffenheiten bei 22 km/h Doppelbilder. Ich müsste extremst in die Knie gehen, bevor das aufhört. Das kann jetzt durchaus an mir liegen. Ich habe Long Covid und seit dem stimmt bei mir einiges nicht mehr. Vielleicht kann mein Gehirn die Daten nicht mehr schnell genug verarbeiten. Hatte gehofft durch den X wieder mehr vom Leben zu haben, wieder mobil zu sein. Das macht so allerdings keinen Spaß.
Deshalb habe ich versucht, die Dämpfer-Vorspannung runter zu drehen. Da war aber so gut wie nichts mehr möglich, nur ca. 2 mm. Mehr und die Feder wäre lose. An der Einstellschraube ist übrigens eine Madenschraube zur Verdrehsicherung. Die sollte vorher gelöst werden. Ich hatte keinen passenden Hakenschlüssel, aber im Schraubstock ging das auch sehr leicht. Leicht gingen auch die Muttern der Haltebolzen ab. Konnte die Nuss fast von Hand drehen. Fett oder Schmierstoff gab es auch nirgends.
Vorne ist eine Feder mit 2500 LBS verbaut, hinten mit 2000 LBS. Ist mir zu hart bzw. damit merke ich jede kleine Unebenheit. Bin kein Leichtgewicht (120 kg) und wenn es so läuft wie ich mir das vorstelle, kommt noch einiges an "Gepäck" dazu.
Ist das so üblich, vorne eine stärkere Feder zu verbauen? Der X ist mein erster Scooter... Soll das verhindern, beim Bremsen über den Lenker zu fliegen?
Der käuflich erworbene Teil meines Tablethalters hat diesen Scooter auch nicht überlebt, der wurde zerrüttelt... Offroad und nicht nur meine Rübe gibt auf.
Weichere Federn müssen her! Progressiv wäre noch besser, hab ich bis jetzt aber noch nicht gesehen bei diesen Dämpfern. Luftdämpfer würde ich auch versuchen.
Wo schon mal alles raus war, habe ich die Dämpfer durch Flacheisen ersetzt. Hinten gibt es keine 145er Dämfer, aber 150iger Luftdämpfer. Deshalb habe ich hinten im Abstand 150 mm zwei Löcher gebohrt und das Flacheisen statt des Dämpfer eingebaut. Nun wollte ich vorne die Dämpferlänge ermitteln, die nötig wäre, dass der Elite wieder gerade steht. Mehr als 170 mm geht nicht rein. Es gibt Anschläge an den Schwingenarmen. 170iger Luftdämpfer habe ich auch noch nicht gefunden. 180iger und 190iger gibt es, würden aber wieder nicht passen. Aber 170 mm wollte IO Hawk ja noch für "Leichtgewichte" nachreichen bzw. anbieten... Die Philosophie dahinter kann ich nicht nachvollziehen, tut mir leid.
Vorne auch noch ein Flacheisen reingebastelt, mit 170 mm Bohrlochabstand und Probefahrt!
Die Kombination 170/150 ist hinten leider immer noch etwas höher, aber besser. Gefedert hat natürlich nichts, aber meine subjektive Meinung: Der X fuhr sich etwas stabiler, für mich angenehmer. Habe mir aber tatsächlich mehr davon versprochen. Ist dann aber auch noch wesentlich höher!
Hinten den Flachstahl raus geschmissen und den 145iger Dämpfer eingebaut, jetzt ist der X fast 100 % gerade. Probefahrt: für mich noch besser, ich habe mich sogar getraut kurz eine Hand vom Lenker zu nehmen, war vorher undenkbar für mich! Muss ich aber immer noch nicht haben...
Nun wieder die echten Dämpfer eingebaut 165/145. Die Minderung der Federvorspannung hat keinen merklichen Unterschied für mich gemacht, leider. Aber Erkenntnisse gewonnen: Weichere Federn oder Luftdämpfer müssen her und wenn schon, dann vorne 170 mm, ich will den Elite gerade!
Bin immer offen für Ideen und Hinweise. Inzwischen muss ich erst mal die Geräuschkulisse erkunden, wenn der Elite stark arbeitet, wenn es Berg aufgeht. Die Bremsen sind es nicht.