Entspricht der EPF2Pro den neuen Anforderungen?

Mr.Eight

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Gerade will die Bundesregierung die Regeln für Escooter anpassen.
Dabei fällt mir ein Punkt auf. Die Escooter sollen zwei voneinander unabhängige Bremsen haben.
Gilt die E-Bremse alle eigenständige Bremse? Den vollständig blockieren kann für Bremse meines Wissens nach nicht. Ist ist der Scooter gar nicht mehr den Vorgaben passend?

https://www.chip.de/news/auto-fahrr...och_762ea660-cb22-4b1b-947c-d48b9de7e293.html
 

E-RICH

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Eigentlich ja, den die E-Bremse sorgt für eine negative Beschleunigung unter den Schwellwert von 3 km/h

Kritisch wird es, bei der Geschichte eines Systemausfalls und ob hier die Frontbremse als Einrichtung für einen sicheren Stopp reicht.

Offensichtlich ist das aber der Fall. Den 2 Bremsen sind schon jetzt in der Zulassung vorgeschrieben. Auch beim Fahrrad.
 

chrispiac

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Ich denke, die schärfen bei „unabhängige“ Bremsen nach. Nicht das günstige Xiaomis etc. wieder nur mit einem Bremshebel kommen und damit zwei Bemsen (mechanische und Motorremse auf unterschiedliche Reifen wirkend) immer noch zugelassen weden.

Die geforderte Bremsleistung ist ja definiert, ich denke, da wird nichts gändert und das haben Motor- bzw. Rekuprationsbremsen an eScootern ja bisher auch erfüllt.
 

der Dirk

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Gab doch vorher auch schon diverse Scooter in allen möglichen Preisklassen, die nur einen Bremshebel haben, mit denen Sowohl eine mechanische Bremse als auch die Motorbremse ausgelöst wird. Das ist zwar blöde Geldeinsparerei und ohne Mehrwert für den Kunden (eher im Gegenteil), aber nun wirklich nichts ungewöhnliches in der „800-Euro-Klasse“.
 

chrispiac

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Gab doch vorher auch schon diverse Scooter in allen möglichen Preisklassen, die nur einen Bremshebel haben, mit denen Sowohl eine mechanische Bremse als auch die Motorbremse ausgelöst wird. Das ist zwar blöde Geldeinsparerei und ohne Mehrwert für den Kunden (eher im Gegenteil), aber nun wirklich nichts ungewöhnliches in der „800-Euro-Klasse“.
Ich denke halt, das dagegen soll die Überarbeitung „schießen“, das „Unabhängig“ auch die Bedienung umfasst ud nicht nur das Bremssystem an sich - was wohl bisher rechtlich möglich war, sonst gäne es diese „Einhebelbedienung“ für beide Bremsen nicht.
 

Mr.Eight

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Zwei unabhängige Bremsen. Das bedeutet: Wenn ich diese für das eine Rad ziehe, darf das andere Rad nicht beeinflusst werden. Das wäre für mich ein Rückschritt. Das eine Bremse für das Vorderrad auch ein wenig das Hinterrad mit anzieht sehe ich als Fortschritt. ich gehe mal davon aus, das der Gesetzgeber nun aber verlangt, das es auch eine separate Hinterradbremse gibt, falls vorne das Seil reißt. Und da ist für mich die Frage: ist eine E-Bremse vollwertig genug um als Bremse anerkannt zu werden? Denn eine Vollbremsung ist damit in meinen Augen nicht möglich. Oder doch? Man könnte natürlich den Stromkreis umdrehen, das hinten das Rad förmlich rückwärts dreht. Aber das wäre etwas zu weit gedacht, oder?
Daher die Frage: Gilt die E-Bremse als unabhängige, zweite Bremse? Oder bekommen die EPF2Pro ab nächstes Jahr noch Scheibenbremsen oben drauf?
E-Rich... Ich denke Denkweise könnte die richtige Richtung sein. Vorderradbremse defekt kombiniert mit Systemausfall. Wie wird dann gebremst?
 

chrispiac

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Jede Bremse am eScooter beinflußt ein wenig die Andere und sei es nur, weil der Motor angeschaltet werden muß. Kombibremsen, wie an Motorrädern als CBS bis Leichtkrafträdern vorgeschrieben sollten möglich bleiben, ich weiß nur nicht, ob die Bremseistung des anderen Rads bei der Bremsleistungsmessung berücksichtigt wird.

Wie geschriben, ich denke bei der „Unabhängigkeit“ geht es um zwei Bedienelemente, so das z. B. bei einem Bremshebelbruch das Fahrzeug noch abgebremst werden kann.
 

Mr.Eight

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Ich hatte EPF einmal angefragt und meine Interpretation der Zeilen wäre, das die Motorbremse = Bremsregler als zweite Bremse gilt.
Spannend. Mal sehen, ob ich sie zum Blockieren bekomme. :ROFLMAO: Wie ist es beim bergab fahren? Reicht die Bremsleistung?
Verkaufte E-Scooter haben ja Bestandsschutz. Und vermutlich die Serie, die eine Abnahme 2025 hatte auch.
Ist jetzt nicht ganz direkt darauf bezogen. Aber darf man E-Scooter noch in der selben Form produzieren, wenn sich das Gesetz zwischenzeitlich geändert hat und die Anforderungen nicht mehr gerecht werden? Ich glaube, da darf man dann nur noch abverkaufen, oder?
Einfach spannende Fragen... Wir haben schon Oktober... bald sollten die ersten Fahrzeuge mit Wechselakku den Weg zum Kunden finden. Mein Adventskalender ... ich meine EPF E-Scooterkalender öffnete heute die erste Tür. 24.10. könnte hinkommen. ;-) Ist dann wie Weihnachten.
 

chrispiac

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Also, bei meinem Vx4 (letzes Jahr Modell ohne Scheibenbremse) habe ich öfters die Rekuperationsbremse zum blockieren gebracht. Könnte daran liegen, das ich mit 60kg sehr leicht bin, aber die löste sich auch schnell wieder. Ist aber eher die Ausahme.
 

NovaVecto

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Die Forderung beruht augenscheinlich auf den Safety-Anforderungen des Bremssystems für Fahrzeuge (im KfZ kennt man das als ASIL). Die Intention ist in dem Fall, wenn ich das richtig deute, dass es bei bestimmten kritischen Systemen Redundanz geben muss, also kein einzelnes Versagen nicht zu einem katastrophalen Problem führen können soll. Meinem Verständnis nach erfüllt die E-Bremse von ePF diese Anforderungen. Ich konnte den Entwurfstext noch nicht finden, aber "voneinander getrennt" ist aus SIL-Sicht gegeben, solange nicht die Zusatzbremswirkung von dem HAL-Sensor im Bremshebel nicht zur einer Aushebelung der Bremswirkung des jeweils anderen Bremssystems führen kann.
 

Robert_Roller

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Die neue Richtlinie wird nicht rückwirkend sein. Daher gilt sie nur für zukünftige Modelle und nicht für den Pro.
 

chrispiac

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Die neue Richtlinie wird nicht rückwirkend sein. Daher gilt sie nur für zukünftige Modelle und nicht für den Pro.
Die Frage ist halt, stehen die Prüfungen schon fest und können Testlabore die nötigen Testate bereits ausstellen. Dann hätte EPowerfun (und andere Inverkehrbringer) die Chance schon vorab ihne neuen Fahrzeuge darauf Prüfen zu lassen.

Ob sie es machen, steht auf einen andere Blatt, denn wenn die Anforderungen noch nicht final sind oder das dazugehörige Gesetz noch nicht verabschiedet ist, können Änderungen kommen und dann sind die vorab getesteten Sonderprüfungen möglicherweise das Papier nicht mehr Wert, aus dem sie ausgestellt wurden. Möglich halte ich, das die Wechselakkusysteme im EPF-2 Pro eventuell schon den neuen Zulassungstest durchlaufen haben, damit die - sobald zwingend erforderlich - eine kommende Freigabe für den ÖPNV nicht im Wege stehen. Das sollte möglich sein, da ein Wechselakkusystem den Testzyklus von eBikes durchlaufen könnte, der ja bereits existiert und der ja wohl mit als Vorlage für die kommende Akkuzusatzprüfung dient. Bei den neu zugelassenen eScootern sieht man auch immer mehr Modelle mit Blinkern und Bremslicht, so das man sieht, das sich selbst die chinesischen Inverkehrbringer auf die gesetzliche Pflicht vorbereiten. Ich denke mal, mit den Bremsen wird es ähnlich sein.
 
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