ePF-2 Pro Akku-Verhalten / Akkuanzeige

Ich habe gerade mal meinen 653er Wechselakku von 60% bis auf 3% leergefahren, bei 5° Grad (neue Firmware):
60% - 49 Volt
50% - 47,5 Volt
37% - 45,5 Volt
22% - 43 Volt
3% - 42 Volt

Bemerkenswert ist v.a. der plötzliche Einbruch von 22% auf 3%, auch die Leistung bricht dann extrem ein, was bei nur noch 43 Volt aber eigentlich auch normal ist. Zwischen den beiden Werten lagen nur 0,8 km Fahrtstrecke und ein wenige Steigungen.
Mein Fazit: Die Akkustandsanzeige ist zwar besser geworden, weil sie nicht mehr hin und her springt, passt aber nach wie vor nicht zum Spannungsverlauf.

Dennoch würde ich den ePF2-Pro unbedingt weiterempfehlen, einfach weil man sich darauf einstellen kann und er ansonsten ein Top eScooter mit sehr gutem Fahrgefühl ist, vor allem für diejenigen, die unbedingt einen Wechselakku haben wollen (so wie ich).
 
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Ich habe gerade mal meinen 653er Wechselakku von 60% bis auf 3% leergefahren (neue Firmware):
60% - 49 Volt
50% - 47,5 Volt
37% - 45,5 Volt
22% - 43 Volt
3% - 42 Volt
Welche Entfernung von 49 Volt auf leer hast du da geschafft?
Wieviel war es ingesamt von voll auf leer?

Danke für deinen Bericht!
 
Wo wir beim Erklären sind, ein weiterer Hint: Dual-Motor kann die Reichweite erhöhen ggü. Single-Motor!
Jeder Motor hat einen Sweetspot um
Ich habe gerade mal meinen 653er Wechselakku von 60% bis auf 3% leergefahren (neue Firmware):
60% - 49 Volt
50% - 47,5 Volt
37% - 45,5 Volt
22% - 43 Volt
3% - 42 Volt
Spannung (V)Prozent (%) - OriginalProzent (%) - Linear geglättet
49,0 V60%60,0 %
47,5 V50%47,8 %
45,5 V37%31,5 %
43,0 V22%11,1 %
42,0 V3%3,0 %
 
In dem Beitrag #21 schreibst du "aufgebockt". Sorry wenn es eine blöde Frage ist, aber du meinst damit der Roller steht mit dem Trittbrett auf einer Bierkiste und die läßt ihn "unbelastet" fahren?
Richtig.
 
Es wurde an anderer Stelle gefragt:

Dann wäre bei 43V das nutzbare Limit beim 653er Akku, wenn man bis 42V nur noch 800m weit kommt.
Die Anzeige sollte m.E. also besser bei 43V schon nur noch 1-3% anzeigen.

ich beantworte das hier, um weils thematisch hier besser hinpasst.

Gültig für den 653Wh-Akku.

Mit dieser Tabelle kann man im Stillstand (am besten nach 15 Minuten, ansonsten ist es nur eine Grobabschätzung) den Ladezustand ("SoC") ermitteln. Berichtet die App z.B. 50,8V, bedeutet das ~74% Ladezustand.

Ende der nutzbaren Kapazität liegt meist bei 5%

Das ist die OCV-Tabelle, mit der ich in meiner App arbeite (basierend auf einem mir vorliegenden Zellmodell der Zellen) und die ich im Stillstand als sehr zuverlässig verifiziert habe:

SoC (%)Pack-OCV (V)
100%54,6
90%52,975
80%51,545
70%50,18
60%48,945
50%47,814
40%46,605
30%45,37
20%44,005
10%42,185
5%40,56
0%39,0

Gültig für 25°C



Temperaturkompensationstabelle (Einzelzelle) / SoC nach dU/dT:

SoC (%)dU/dT
0%0.00035
10%0.00025
30%0.000125
50%0.00005
80%-0.000075
100%-0.0002

(kann man aber für eine grobe Einschätzung vernachlässigen)

Quelle OCV-Tabelle: Zelldatenblatt der mutmaßlich verbauten Zellen sowie einschlägige Modelldaten
Quelle Temperaturkompensation: Abgeleitet aus dem Zelldatenblatt; NCA-Zellcharakteristik
 
Ich bin/war in der Annahme, dass die Volt-Prozent-Relation der ersten Tabelle unabhängig von der Temperatur sind?!
Nicht ganz:
  • Bei 25°C sind 50%: 47,814V
  • Bei 5°C sind 50%: 47,697V
Der Unterschied ist für eine händische Grobabschätzung also egal, weil man da ja nur 1-2% daneben liegt.

Für mich in der App ist es aber relevant, weil ich das Modell möglichst exakt darstellen muss, um Folgefehler in der laufenden Weiterberechnung unter Last zu vermeiden. Die dU/dT-Tabelle mit der man das rausrechnen kann hab ich daher eher der Vollständigkeit gepostet.

Nachtrag, weil ich es nicht dazugesagt habe: Das ist die rohe Tabelle, nicht die des nutzbaren Ladezustands. Für eine Anzeige würde man das auf nutzbaren Ladezustand umrechnen, d.h. 5% -> 0%, weil ab dann nicht mehr genug Energie drin ist um ihn noch sinnvoll zu bewegen und wenigestens 100W aufrecht zu erhalten. Wenns windstill und eben ist kann ich also bei 5% noch rollen. Für einen Grobüberblick reicht es aber, solange man sich merkt dass da bei grob 5% (je nach Fahrergewicht, Wind und Steigung) Roh-Ladezustand schluss ist. Wenn ich das in eine "produktive" Anzeige einbaue, rechne ich das üblicherweise um (und man sieht direkt nur den nutzbaren Ladezustand, nicht den kläglichen Rest, der zwar da ist aber nix mehr bewirken kann).
 
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Bei so einem kleinen Akku mit 4P 18650er Zellen ( keine Hochstromzellen) ist bei 42-43V nicht mehr viel drin...
Bei einem 25-30Ah Akku sieht die Sache ganz anders aus.
Deswegen ab 44V sollte man bei jedem 48V Akku sich Gedanken machen und möglich schnell nach Hause kommen.
 
Dennoch würde ich den ePF2-Pro unbedingt weiterempfehlen, einfach weil man sich darauf einstellen kann und er ansonsten ein Top eScooter mit sehr gutem Fahrgefühl ist, vor allem für diejenigen, die unbedingt einen Wechselakku haben wollen (so wie ich).
Ja stimt schon. Der Rest vom Gesamtpaket ist erste Sahne. Aber was ist mit Nichtforum-fahrer. Wenn mir plötzlich der Akkustand von 30/20% auf 5% einbrechen würde wäre ich z.b manchmal noch gute 5km weg von Zuhause.
So doof wies klingt aber kann man da vielleicht ne Warnung aussprechen bis das gefixt ist ?. Ich als Junger Mensch lauf halt. Aber ich denk hier eher an ältere Menschen die dann 5km vorm Haus mit nem leeren 23kg Roller stehenbleiben. Am besten noch in ner hügeligen Gegend wie bei mir in BaWÜ.

Als mir bei der letzten Fahrt der Saft aussging durft ich auch zwei steigungen hochschieben. Habe etwas gehufft und gepufft (bin halt unsportlich lol). In meinen 60ern hätt ich den Roller vielleicht einfach den Hang runtergeschmissen ohne Mist
 
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Ja stimt schon. Der Rest vom Gesamtpaket ist erste Sahne. Aber was ist mit Nichtforum-fahrer. Wenn mir plötzlich der Akkustand von 30/20% auf 5% einbrechen würde wäre ich z.b manchmal noch gute 5km weg von Zuhause.

Ja, da stimme ich zu, das kann schon zu sehr unangenehmen Überraschungen führen, wenn man das nicht weiss.
Bin mir aber ziemlich sicher, dass ePowerfun das genauso sieht und beim nächsten Update berücksichtigt.
Wenns nach mir ginge: Ich würde schon ab 44 Volt den letzten Balken blinken lassen (wenn nicht gar schon ab 45V)
 
Ich kann den drastischen Einbruch "gegen Ende" definitiv bestätigen: auf der heutigen Reichweitentest-Tour bei 3-6 Grad (natürlich mit aktueller FW), mit vielen für den EPF-2 Pro arg herausfordernden Steigungen hatte ich nach etwa 29 anspruchsvollen Kilometern angeblich noch 47% im Akku und bin deshalb die verbleibenden 11-12, eher moderat ansteigenden Kilometer verhalten optimistisch angegangen. Am 2. und damit letzten nennenswerten Anstieg der Reststrecke, rund 5 km späer, kam der ultimative Spannungszusammenbruch - ich habe den Pro dann "aus Prinzip" noch den restlichen, nicht besonders langen Anstieg absolut grenzwertig hochgequält und bin oben mit sage und schreibe 2% angekommen. Anschließend habe ich den Akku dann noch bis zum vorletzten Tropfen ausgequetscht und bin am Ende bei, absolut gesehen durchaus akzeptablen 37+ km gelandet.
Auf die %-Anzeige kann man sich leider (immer noch) überhaupt nicht verlassen, also im Zweifelsfall alle paar Minuten Handschue aus und Handy aus der Hosentasche kramen, um die aktuelle Restspannung ständig im Auge zu behalten...Schade um das eigentlich nützliche, hier aber völlig nutzlose %-Anzeigenfeature im Display (selbst die 47% können schon überhaupt nicht mehr gepasst haben und haben sich auch beim Fahren nicht so angefüht).
 
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Deswegen ab 44V sollte man bei jedem 48V Akku sich Gedanken machen und möglich schnell nach Hause kommen.
Ich bin ja erst seit gestern neu dabei und mir bleibt die Spucke weg auf welch hochkarätigem Niveau ist diesem Forum die Beiträge sind. Ich bin zwar auch Techniker aber in einer völlig anderen Ecke und hab lang nicht soviel Ahnung.

Bislang habe ich meine Lithiumionen Akkus immer möglichst im Fenster von 20 bis 80% betrieben. Das heißt bei 44 Volt sollte man schon daheim sein. So wie auch "Testfahrer" dies im vorangehenden Beitrag #267 sieht.

Wenn man nur bis 80% lädt dann sind das 52V. Im Endergebnis hat man dann 8V als Fahrleistung zur Verfügung. Im Winter sogar etwas weniger.
Technisch gesehen kommt es dann darauf an wie sparsam Akku, die Elektronik und der Motor mit dieser "Spritmenge" umgehen. Dann kommen natürlich die Betriebsparameter (Gewicht Fahrer:in, Wind, Topographie, Fahrbahn, Reifen, usw.) dazu. Alles zusammen ergibt die "Fähigkeiten" des Scooters wie er das in Leistung umsetzt. Klar dass da unterschiedliche KM-Wert rauskommen. Aber unter dem 20/80-Paradigma reden wir nach den bisheriger Erfahrungen wahrscheinlich beim 635er Akku um irgendwas von 25 KM bei mittlerer Belastung (z.B. leichter Fahrer:in mit ein paar Hügeln oder sehr schwerer Fahrer mit Gegenwind, oder, oder, oder).

Ich hab mal auf der Electric-Commuter-Seite den epf-2 pro mit seinen Haupkonkurrenten (z.B. Segway G3 Max) verglichen und die sind in Summe bei ähnlichen Akkuleistungen etwas effizienter (Reichweite, Steigleistung, Beschleunigung). Die Frage ist nun an was liegt das. Ist nur die Programmierung noch nicht optimal oder ist einer der Hardwarebestandteile eben beim ePF-2 pro ineffizienter.

Wenn es denn nur an der Software noch zwickt, dann stellt das für den Programmierer eine herausfordernde Quadratur des Kreises dar, um aus dem Akku möglichst viel an Leistungsfähigkeit herauszukitzeln und die %-Anzeige der Restkapazität richtig anzuzeigen.

Oder ist einfach z.B. im VMAX vx2 Hub effizienterer Motor verbaut, der viel mehr kostet und das Gesamtpaket dann entsprechend teuerer macht. Deswegen ist der ePF-2 PRO natürlich nicht schlechter, da er ja erheblich weniger kostet und einen herausnehmbaren Akku hat. Wenn man dann ein leichter Gelegenheitsnutzer im Flachen ist den braucht man vielleicht gar keinen viel teureren vx2 Hub der eher eine Bergziege ist und der ePF tut es genauso für einen schlanken Taler.

Ich hoffe ihr seht das nicht als OFF-Topic was ich da daher plappere. Ich denke man muss das Problem ganzheitlich sehen und nicht nur den Akku. Den ich glaube, egal wie groß, dass die Akkus bei ePF technisch und qualitativ schon in Ordnung sind.
 
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Ich denke es ist wie @NovaVecto beschrieben hat. Es gibt (Warum auch immer) zwei verschiedene Werte für die State of Charge (SoC). Der eine den Epf gewählt hat ( höchst wahrscheinlich) ist der der falsch ist und nicht die Volt des Akkus repräsentiert. Nehme ich meine Ninebit G30D als Beispiel, verliert der relativ schnell einen Seiner Balken auf seiner Display Anzeige. Nun hat der G30D im Gegensatz zum Epf die fähigkeit die Balken blinken zu lassen bevor sie verschwinden. Der Pro macht das nicht bis auf den letzten. Außerdem dauert es bei dem Pro um einiges länger bis er den ersten Balken verliert und gibt einem( meine Meinung) ein falsches Gefühl der "Reichweiten-Sicherheit"
In Realität sind sich der Epf pro und der Ninebot G30D ins Sachen Reichweite gar nicht so unterschiedlich. Der Ninebot hat einfach deutlich weniger Power die er aus dem Akku saugt. Ich kann euch auch gerne ein Vergleich aus Komoot geben, weil ich relativ genau die Strecke nach gefahren bin die ich damals mit dem G30D aufgezeichnet hab.
28737.jpg
Tour mit dem Epf 2 pro

28740.jpg
Tour mit dem Ninebot G30D (Zu dem Zeitpunkt 5 Jahre alt und ohne jegliche Reparatur)
 
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