fireball_mh
Bergfahr-Experte
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Eigentlich wollte ich den Pro 653 erst am Wochenede testen, dann heute nur damit zur Haltestelle Richtung Büro pendeln, aber am Ende ist daraus dann doch wieder ein für mich relativ aussagekräftiger Steigungs- und Reichweitentest geworden.
Eins vorweg: die etwas harrsche Kritik von @Quantum ist leider nicht ganz unbegründet: der Pro performt mit größerem Akku signifikant schlechter als der EPF-2 XT 600 dies vor ziemlich genau 3 Jahren auf seinen allerersten Fahrten getan hat - wir haben hier eine Diskrepanz von mindestens 5 bis zu 10 km!
Während ich mit dem Vorgänger allermeistens 40-45 km geschafft habe, kann ich beim Pro leider nur noch mit 35-40 kalkulieren - heute waren es bei 11 bis (eher) 16°C relativ genau 35, bevor die Power komplett weggebrochen ist und ich mich mit 5 km/h zur Haustür geschleppt habe - bei laut Display angeblich noch (überhaupt nicht nachvollziehbaren) 2 von 5 Balken und 37% Restakku...
Dabei springt die Anzeige teilweise wild hin und her und zeigt z.B. bei konstanter Fahrt mit Topspeed in der Ebene, also nur relativ geringer Last, oft 2 Balken weniger an als im Stillstand - so ein Verhalten kenne ich eigentlich nur von mickrigen 36V-Akkus mit 7.x Ah.
Die unzuverlässige Restreichweiten-Anzeige sollte wirklich unbedingt noch verbessert werden!
Zur Leistung: ich habe natürlich nicht (zu) viel erwartet, aber wenn ich bedenke, dass ich vor nur 2-3 Jahre den Vorgänger noch als absolut ausreichend stark empfunden habe und die Leistung des noch etwas stärkeren (1-2 km/h an nennesweren Steigungen) Nachfolgemodells mittlerweile geradezu als schlapp empfinde, zeigt das nur, wie verwöhnt ich als Leistungsfanatker durch die immer stärker werdenden Powerscooter der jüngsten Vergangenheit geworden bin.
Eine wesentlich schwerere Hilde 1.0, ein formal schwächerer Sparrow 2 oder ein Fritz 1.0 sind defintiv stärker am Berg, erstrecht der auf dem Papier schwächere, aber dank mindestens 10 Nm Drehmomentvorteil deutlich potentere NIU KQi 300X, und das sind alles Modelle der Leistungsklasse 1000-1200W.
Ist der Pro deswegen "schlecht" oder gar unbrauchbar? Mitnichten, ich würde ihn schwereren Personen allerdings nur im Flachland empfehlen und selbst mit max 70 kg Zuladung wird er nicht zur ausdauernden Bergziege, aber wie immer zählt hier natürlich jedes einzelne Kilogramm hinterm Lenker.
Ich würde seine Steigfähikeit auf etwas über 20% taxieren, darüber fällt die Geschwindigkeit relativ schnell stark/auf 5 km/h und weniger@80 kg ab - mit nicht mehr ganz vollem Akku oder schwereren Piloten entsprechend schneller/eher.
Der EPF-2 Pro ist ein wirklich guter, fahr-agiler Stadtflitzer, robust und solide verarbeitet, 22 km/h schnell, für städtische Steigungen immer noch ausreichend stark, hat eine super gute, separate E-Brake, eine helle Beleuchtung mit Rundum-Blinkern (die immer noch suboptimal zu bedienen sind) und ist, neben vielen alltagsnützlichen Detailverbesserungen, im Vergleich zum Vorgänger auch deutlich komfortabler als dieser, da die relativ einfache Federung durchaus das Prädikat "gut" (=wirkungsvoll) verdient hat, selbst mit meinem überschaubaren Gewicht.
Für besonders bergige Gegenden oder Offroadtouren ist der Pro definitiv nicht geeignet, aber für diese Anwendungsgebiete hat Epowerfun mit dem Pulse und Pulse Plus ja noch andere, echte High-Performancemodelle im Portfolio.
Eins vorweg: die etwas harrsche Kritik von @Quantum ist leider nicht ganz unbegründet: der Pro performt mit größerem Akku signifikant schlechter als der EPF-2 XT 600 dies vor ziemlich genau 3 Jahren auf seinen allerersten Fahrten getan hat - wir haben hier eine Diskrepanz von mindestens 5 bis zu 10 km!
Während ich mit dem Vorgänger allermeistens 40-45 km geschafft habe, kann ich beim Pro leider nur noch mit 35-40 kalkulieren - heute waren es bei 11 bis (eher) 16°C relativ genau 35, bevor die Power komplett weggebrochen ist und ich mich mit 5 km/h zur Haustür geschleppt habe - bei laut Display angeblich noch (überhaupt nicht nachvollziehbaren) 2 von 5 Balken und 37% Restakku...
Dabei springt die Anzeige teilweise wild hin und her und zeigt z.B. bei konstanter Fahrt mit Topspeed in der Ebene, also nur relativ geringer Last, oft 2 Balken weniger an als im Stillstand - so ein Verhalten kenne ich eigentlich nur von mickrigen 36V-Akkus mit 7.x Ah.
Die unzuverlässige Restreichweiten-Anzeige sollte wirklich unbedingt noch verbessert werden!
Zur Leistung: ich habe natürlich nicht (zu) viel erwartet, aber wenn ich bedenke, dass ich vor nur 2-3 Jahre den Vorgänger noch als absolut ausreichend stark empfunden habe und die Leistung des noch etwas stärkeren (1-2 km/h an nennesweren Steigungen) Nachfolgemodells mittlerweile geradezu als schlapp empfinde, zeigt das nur, wie verwöhnt ich als Leistungsfanatker durch die immer stärker werdenden Powerscooter der jüngsten Vergangenheit geworden bin.
Eine wesentlich schwerere Hilde 1.0, ein formal schwächerer Sparrow 2 oder ein Fritz 1.0 sind defintiv stärker am Berg, erstrecht der auf dem Papier schwächere, aber dank mindestens 10 Nm Drehmomentvorteil deutlich potentere NIU KQi 300X, und das sind alles Modelle der Leistungsklasse 1000-1200W.
Ist der Pro deswegen "schlecht" oder gar unbrauchbar? Mitnichten, ich würde ihn schwereren Personen allerdings nur im Flachland empfehlen und selbst mit max 70 kg Zuladung wird er nicht zur ausdauernden Bergziege, aber wie immer zählt hier natürlich jedes einzelne Kilogramm hinterm Lenker.
Ich würde seine Steigfähikeit auf etwas über 20% taxieren, darüber fällt die Geschwindigkeit relativ schnell stark/auf 5 km/h und weniger@80 kg ab - mit nicht mehr ganz vollem Akku oder schwereren Piloten entsprechend schneller/eher.
Der EPF-2 Pro ist ein wirklich guter, fahr-agiler Stadtflitzer, robust und solide verarbeitet, 22 km/h schnell, für städtische Steigungen immer noch ausreichend stark, hat eine super gute, separate E-Brake, eine helle Beleuchtung mit Rundum-Blinkern (die immer noch suboptimal zu bedienen sind) und ist, neben vielen alltagsnützlichen Detailverbesserungen, im Vergleich zum Vorgänger auch deutlich komfortabler als dieser, da die relativ einfache Federung durchaus das Prädikat "gut" (=wirkungsvoll) verdient hat, selbst mit meinem überschaubaren Gewicht.
Für besonders bergige Gegenden oder Offroadtouren ist der Pro definitiv nicht geeignet, aber für diese Anwendungsgebiete hat Epowerfun mit dem Pulse und Pulse Plus ja noch andere, echte High-Performancemodelle im Portfolio.
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