Ich bin seit vorgestern zufällig durch Kleinanzeigen auch stolzer Besitzer des epF 2 Pro 653 + 653. Ist es vielleicht mein 10.oder schon 12. Scooter während meiner Laufbahn? Keine Ahnung...
Mit beiden Akkus bin ich bei 11 Grad gemächlich über 100 km gefahren, daher erstmal nur ein erster Eindruck:
- definitiv der leiseste Scooter ever


- der erste Scooter, wo wirklich nichts klappert



- Federung auch auf den Podestplatz
- e-Brake: nie wieder Stress mit Scheibenbremsen die man alle paar 100 km warten muss, weil die schleift, quietscht oder so oft der Bremshebel sich komisch verhält (z.b scheibenbremse vorne und hinten einen unterschiedlich langen bremszug haben mit der Zeit). Endlich bequem Minuten lang dem Berg runter cruisen mit spitzen Kehren, ohne dass man Angst hat, dass die Bremse blüht wie in allen anderen meinen E-Scootern / Fahhrädern mit Scheibenbremsen. Als Angstbremer bin ich da wohl ein Unikat mit dieser Anforderung

- Fahrstabilität mit 10" Reifen praktisch wie beim Viron 1200 mit seinen 14/20" - absolut sicheres einhändiges Fahren! Der ehrwürdige Wizzard 2.5plus war schon ziemlich gut, aber hier noch etwas besser
- agiert definitiv wie ein SUV statt wie ein agiler Flitzer
- überraschend schwer: Die 653er Version ist schwerer als andere Wettbewerber mit (fest verbauten) 1200 Wh Akku bzw definitiv schwerer als der Viron 1200 mit seinem 720Wh. Vielleicht auch nur eine etwas ungünstigere Gewichtsverteilung
- leider Display viel zu hell und lässt sich nicht dimmen
- das Akkufach ist etwas problematisch: Erstmal muss man die Akkus mit seinen Dreck anziehenden Gummimatte im Rucksack/Wohnung mitnehmen und zum anderen fällt oft Sand und Dreck in das akkufach bzw. Am inneren Außenrand, was umständlich zu entfernen ist. Außerdem: blöde Bürzel die hinten rausschaut und nur Platz wegnimmt!
- Mir kommt es so vor, dass er für meine Körpergröße 1,68m perfekt ist: für größere Leute könnte der Lenker zu tief sitzen. Andererseits ist gerade die Höhe der Lenkerstange etc. meist nicht wirklich relevant, weil man sich sehr gut darauf einstellen kann.
Darüber hinaus bin ich hier mit den Füßen meist sehr bequem ganz hinten in perfekter Lage. Bei den anderen Scootern war es nicht ganz so weit hinten. Wahrscheinlich ist die "echte" hintere Stelle mit diesem Bürzel belegt.
- Ich verstehe nicht, warum der Scooter eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zieht: ich dachte er ist unauffällig, aber die Leute schauen doch häufiger etwas genauer auf den Scooter als bei einem x-beliebigen Xiaomi
Dass aktuell die Akkuanzeige spinnt, ist nicht von größerer Bedeutung: Nachdem mal 2,3 mal gefahren ist, kann man sich darauf einrichten: so bleibt z.b bei einer Anzeige von 50% noch ein Drittel übrig.
Spätestens wenn man in der App nach der Spannung schaut, hat man einen sehr guten Annährungswert. Ab 41v nimmt die Leistung sehr deutlich ab, also schaltet er sich etwa bei 40 bis 40.5V aus.
Zusammengefasst ist er für mich nach der ersten Fahrt sehr ähnlich wie der Wizzard 2.5plus - eben mit Wechselakku und in allen Bereichen mehr oder weniger deutlich verbessert.
Fürs Gelände ist ja nichts, aber für Stadt und asphaltierte Radtouren nah an Perfektion



Der 2 Pro macht alles richtig, wo es wichtig ist und das Mimimi beschränkt sich auf Nebensächlichkeiten. Danke E-Power Fun
Weitere Beobachtungen können später folgen.