@kiam001 Wenn du ihn ohne Akku abgelöst, ist das alleine schon eines der größten Anti-Diebstahl Schutz.
Ich bin die Tage den D4 Radweg zwischen Zittau/ Dreiländereck DE/CZ/PL und Aachen/ Dreiländereck DE/BE/NL abwechselnd mit den Evercross & ePF2 Pro 653Wh gefahren, wobei ich ab Chemnitz ausschließlich den ePF2 Pro gefahren bin.
Dieser hat mit kleinen Abstechern in kurzer Zeit mehr als 1200km auf den Buckel. Dankeschön an
@aj-automobile für die die weiteren beiden Akkus zum Aktionspreis, wo die Abwicklung einwandfrei vonstatten ging und die Akkus einwandfrei ihren Dienst leisteten.
Bevor ich es vergesse, zum D4:
Der definitiv schönste Abschnitt ist das Rothaargebirge zwischen dem auch sehr nettem Lahntal und Siegen. Das ist definitiv die deutsche Stadt mit dem extremsten Steigungen, die mich stellenweise an Marseille und Lissabon erinnert! Freiburg (weitgehend flach wie ein Brett) und auch Basel sind bezüglich der Steigung nichts!
Interessant war der der Abschnitt nach Siegen bis etwa Kirchheim auf der B63 auf abgetrennten, erhöhten Radweg: Man ist durch wirklich winzige Ortschaften (Weiler?) gefahren direkt an grünen Abhängen...hätte man mich gefragt , wo ich bin... auf jeden Fall nicht in Deutschland, sondern Tschechien oder gar Norditalien
Auch der Schlusspart vor Aachen ist gefällig.
Der ePF 2 Pro hat ganze Arbeit geleistet mit seinen insgesamt 4 Akkus und rund 100kg Beladung! Auch wenn er an 2-3 (künstliche) Steigungen aufgegeben hat (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er es mit 75-78kg gepackt hätte bzw. mit vollerem Akku), hat er mich v.a. in steilen Hangstücken in Siegen überzeugt, wo ich mit dreiviertel Akku und 100kg doch noch hoch kam, was ich nicht erwartet hatte!
Einzig im Rothaargebirge hat er wohl nach einiger Zeit (und 28 Grad Außentemperatur!) hoch & runter dann doch noch leicht überhitzt..ist die Steigung noch hochgefahren aber nur mit 6-7 km/h. Nach 2 Minuten war er wieder 9-12 km/h und es kam nicht mehr vor.
Leider musste er auch eine handvoll Schlaglöcher mitnehmen (Ablenkung durch andere Teilnehmer, Licht-Schatten-Spiel in Wäldern, vermeintlich niedrige aufgegossener Teer auf Straße). Fies auch ein Bahnweg in Hessen, welcher voller fetter Schottersteine war, die man von den Gleisen kennt, auf über 15km gesäumt war. Da hat's auch einmal ordentlich gerummst. Scheinbar hat er oder die Reifen allerdings keinen Schaden abbekommen.
Sehr ärgerlich war, dass selbst eine einmalige unüberwindbare 5m Schlammpfütze, in der man in 3 Sekunden durch ist, der Scooter komplett versaut wurde. Nächstes Mal baue ich in vergleichbaren Situationen das Gepäck ab, und trage ihn rüber, auch wenn ich dann bis in die Knöchel tief die Schuhe mir versaue.
Auf den letzten Kilometern (200 km nach dem letzten fiesen Schlagloch) kam es mir stellenweise so vor, als würde der Motor viel stärker als sonst in seiner sinusförmigen Welle vibrieren. Vorher nicht so aufgefallen, verschwand aber auch wieder und kam 1-2 erneut. Konnte auch am Straßenbelag liegen. Da lob ich mir die Leistungsanzeige, welche im grünen Bereich war. Habe ich aber 1-2 Tage später wieder total vergessen.
Akkus & Gepäck kann man mit Packseilen arretieren. Etwas fummelig und es kommt sehr drauf an , was man für ein Packseil und wie man es verschnürt. Richtig, gemacht, hält es aber bombenfest. Leider muss diese Prozedur mit jedem Akku-Wechsel wiederholt werden. Sehr nervig & recht zeitaufwendig (4x 12min). Teilweise ist es schwierig, bei steileren Passagen etwas zu finden, wo man den Scooter auf einer Ebene möglichst im Schatten anlehnen kann zum Wechsel.
Gut ist, dass man gefühlte 5-10km Spielraum hat, wann man den Akku auswechseln möchte und oft seine Verpflegung-/Notdurft-Pausen damit doch gut kombinieren kann.
Sehr gut hingegen, dass ich von der Fussfreiheit und Bewegung praktisch 0 eingeschränkt wurde durch das Gepäck.
Einmal hatte ich den Schlüssel des Akkufachs stecken lassen (am Schlüsselbund mit 3 weiteren Schlüsseln), zum Glück hing er 40km später noch
Minimal hat ein 653Wh Akku 36km gehalten, maximal 58km. Entsprechend meist in den 40-45er Bereich.
Dadurch dass ich die komplette Strecke abgefilmt hatte und die Kamera am Lenker arretiert hatte, musste ich mit beiden Händen den Griff fest halten, damit die Vibrationen gedämpft werden für die Kamera. Hat mich einzig an der rechten Hand (wegen Dauergas Daumen) schon nach 2-3 Tagen leicht verkrampft bzw. viel Greif -Energie gekostet.
Letztes Jahr mit einer Handyhalterung als Gasgriff und vor allem freie Hände, hatte ich 0 Probleme mit sowas. Beim nächsten Mal also Kamera auf die Brust (mit Nachteilen wegen sichtbaren Lenker) und/oder Gashebel basteln.
Habe ich noch etwas vergessen?
Eine Frage an euch: Ich vermute, das die Fahrstufen D & S sich nur in der Beschleunigung unterscheiden, die Kletterleistung jedoch identisch ist. Wie sind da eure Erfahrungen?
Fazit: Nicht enttäuscht, der ePF 2 Pro hat geklotzt!! Die Leistung ist für mich völlig ausreichend, die 50m Kuppenspitze die ich bei 1000.000 Meter mit treten musste, vergessen!
