ePF-2 Pro Fahrberichte, Erfahrungen & Fazit

Danke Nova Vecto, gerade bestellt und ja wir tasten uns langsam ran. Die gezeigten Strecken sind auch eher die Ausnahme.
Zwischen 20. und 22. Juni soll er geliefert werden, bis dahin habe ich dann bestimmt schon nen Eishalter konstruiert.
Man ich freu mich hier bald nen Bericht reinstellen zu können🤩
 
Ich schließe mich im Großen und Ganzen @NovaVecto an. An sich braucht sie nur Übung. Am besten unter allen Witterungsbedingungen, gerade bei Feuchtigkeit werden Waldwege doch gerne mal sehr schmierig und es fühlt sich so an, als ob man auf der Oberfläche schwimmt. Vorteil ist beim ePF2 pro, dass es eine seperate elektrische Hinterradbremse gibt, dass erleichtert das Bremsen unter schwierigen Bedingungen immens. Ich bin damals mit einem Ninebot f2 gestartet, der hat nur eine Kombibremse, die hauptsächlich vorne bremst. Das war eher unlustig auf schmierigen Boden. Da hieß es dann lieber nicht bremsen.
Wege mit großen Steinen sind zwar fahrbar, aber nicht gerade gemütlich, da gehören beide Hände ans Steuer, also eigentlich immer aber da ganz besonder und Sie sollte bereit sein, dass das Rad mal hängen bleibt. Gleiches gilt für wurzelige Wege.
Ganz fiese Fallen sind lockere tiefe Böden, egal ob Sand oder Kies, da gräbt sich dann gerne mal das Vorderrad ein und bleibt abrupt hängen. Auch das solltet ihr üben. Ohne Übung und umsichtiges Fahren landet ihr wahrscheinlich auf dem Hintern. Von gemütlich Eis schlecken nebenher würde ich mal absehen, Einhandfahren unter den Bedingungen ist nicht.
Von der Belastung schafft der ePF2 pro, wenn auch als Cityscooter beworben, schon habe noch keine Schäden gehabt auf 3500+ km und ich fahre hauptsächlich solche Wege.
Schrauben ab und an mal nachziehen ist nicht verkehrt, die werden bei Rumpelpisten stärker locker gerüttelt. Und die Federung passend zum Gewicht einstellen, zu hart geht ganz schön auf die Knie.
 
Das mit dem Eisschlecken war sicher nur als Spaß gedacht, denn das ist auf einer Rumpelstrecke natürlich unmöglich. 😁
Und noch als Tipp : Vor jeder Fahrt den Reifenluftdruck prüfen. Die Reifen können innerhalb einiger Tage Nichtbenutzung u.U. deutlich an Druck verlieren.
Bei Teerstrecken sind die von epf empfohlenen 3,0 bar ein guter Wert (fahre ich mit ca. 85-90 kg), auf Schotter, Waldwege etc. besser etwas weniger, vielleicht 2,5 bar, sonst wird es arg hart, auch mit der Federung.
 
So ich habe nun meine ersten 4000km+ Akkutauschverlusten unbekannter größe runter und es hat sich nicht mehr wirklich viel getan beim ePF2 Pro. Fährt sich weiterhin wunderbar und qualitativ ist er immer noch super. Ich habe heute dann auch gleich eine kleine Inspektion gemacht. Somit hat sich Wartungstechnisch ein bisschen Kleinkram ergeben:
  • Die Bremse musste das erste mal nach dem Reifentausch nachgestellt werden.
  • Die Gummimatten lösen sich hier und da ein bisschen, seit es so warm ist, aber nichts, dass ein bisschen Feuchtraummontageklebeband nicht wieder dran bekommt.
  • Das größte Problem, dass ich bis jetzt mit dem ePF2 Pro habe ist, dass nun das Schutzblech hinten sich löst, weil das Plastik an den Schrauben gerissen ist. Dazu mache ich aber mal ein extra Thema auf, weil ich Spaß am basteln habe und ich es versuche zu reparieren, dass würde hier den Rahmen sprengen.
Wenn ich den ePF2 Pro mit dem Ninebot f2 pro vergleiche ist er ein Traum. Ich muss sogut wie nichts am Roller machen und ich quäle ihn schon sehr. Kein ständiges Lenkkopflager und Bremsen Eingestelle alle 100km mehr, was bei mir halt dann auf 1-2 mal die Woche hinausläuft. Beim ePF musste ich noch nicht einmal ans Lenkkopflager.
Das Profil auf dem Hinterrad hat mittlerweile schon deutlich abgenommen aber ist noch nicht bei den Verschleißindikatoren angekommen.
Die Kugellager am Hinterrad sind auch weiterhin in Ordnung und die Dichtungen scheinen dicht zu halten. Hinten keine komischen Geräusche, kein Spiel, Dichtungen sehen gut aus. Bei meinem Ninebot war die Dichtung nach dieser Fahrrleistung schon deutlich angefressen.
Das Vorderrad musste ich einmal tauschen, da ich mir eine Scherbe reingefahren habe, die ich nicht mehr raus bekommen habe und die sich leider druchgedrückt hat.
Rost hat sich kein neuer entwickelt seit dem letzten Statusbericht, das lag wohl wirklich daran, dass hier Straßen und Radwege kräftig gesalzen werden im Winter.
Den Akku kann ich nicht bewerten, da es nun deutlich wärmer ist und ich kapazitätsverluste gerade nicht bemerken würde, da die Reichweite im Sommer deutlich größer ist. Das kann ich erst im Winter wieder gut Vergleichen. Mach ich dann im Winterupdate.
 
Ich bin die Tage mal in & um Spindlermühle im Riesengebirge unterwegs gewesen. Es stellt sich heraus, dass der ePF-2 Pro pro forma 90% aller Steigungen mit 80kg Traglast (zumindest im einstelligen km/h Bereich) schafft.

Viel eher als die Leistung ist das Problem, dass er überhitzt - bei extremem Steigungen vom Ort raus Ri. der 10km entfernten Schneekoppe nach bereits etwa 150m, obwohl er es von der Leistung tendenziell schafft. Der Motor war auch heiss wie eine Herdplatte. Ohne doppelten Motor aufgrund der Lastverteilung braucht man es gar nicht in dieser Region weiter auszuprobieren. Hier ist die deutsche Limiterung auf 52-58V besonders schmerzhaft, weil die Temperatur mit z.B. 96V (was "nur" doppelt so viel wie 48V ist) exponentiell niedriger wäre.

Bergab natürlich ohne Probleme und auch paar Meter mit schottig-felsigem Untergrund kam er zurecht. Da habe ich es auf 500m belassen.
 
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Hier ist die deutsche Limiterung auf 52-58V besonders schmerzhaft, weil die Temperatur mit z.B. 96V (was "nur" doppelt so viel wie 48V ist) exponentiell niedriger wäre.
Das trifft aber nur auf die Leistung zu, fürs Drehmoment braucht man die Stromstärke oder einen anderen Motor. Man sieht am ePF-Pulse+, dass man auch Motoren bauen kann, die bei 48 V sehr stark sind und kaum überhitzen. Da kann man die 1600 W quasi dauerhaft in den Controller pumpen. Mehr Spannung ist eher für höhere Geschwindigkeiten interessant oder eben mit einem Getriebemotor. Ich hätte aber beim ePF-2 Pro ohnehin eher den Controller im Verdacht. Hat der überhaupt einen Temperatursensor im Motor?
 
…Hier ist die deutsche Limiterung auf 52-58V besonders schmerzhaft, weil die Temperatur mit z.B. 96V (was "nur" doppelt so viel wie 48V ist) exponentiell niedriger wäre.
Was für diese Limitierung im eKFV-Scooter Bereich sehr wahrscheinlich mit ausschlaggebend gewesen ist:
Eine Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) kann einfache elektrische Arbeiten sicher ausführen und ist für Aufgaben bis zu 60 Volt qualifiziert. Für wiederkehrende oder spezielle Aufgaben, die über die EuP hinausgehen, ist eine Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EffT) erforderlich.
https://akademie.tuv.com/themen/technik/elektrotechnik/elektrotechnik-fuer-nichtelektriker
 
Mein Fazit nach ca. 1.000 km mit dem ePF-2 PRO

Ich nutze den Scooter hauptsächlich zum Pendeln in Kombination mit der Bahn. Ab und zu bin ich auch längere Strecken gefahren.

Längere Touren sind für mich nicht so angenehm, das Trittbrett ist für meinen Geschmack einfach etwas zu klein, aber noch ausreichend.

Die Beleuchtung ist gut und ausreichend. Ich habe trotzdem eine zusätzliche Lampe angebracht, da ich es gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit generell zu dunkel finde.

Die Federung ist für normale Strecken völlig ausreichend, für Offroad eher weniger geeignet. Hinten hatte ich ein leichtes Knarzen durch Dreck am Kunststoff - stört ein bisschen, aber damit kann ich leben.

Der Seitenständer ist zu klein. Ich habe ein bekanntes Zubehör-Modell montiert, das ist deutlich besser.

Das Kugellager am Vorderreifen musste ich nach Regenfahrten schon 2x wechseln. Jetzt habe ich ein deutlich besseres Lager verbaut, nicht von ePF - seitdem ist Ruhe.

An sich ist es ein guter Scooter. Der wechselbare Akku ist super, da ich im 6. Stock ohne Aufzug wohne.

Die Kleinigkeiten wie Kugellager und Ständer kann man selbst beheben. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Von mir gibt es weiterhin eine Empfehlung - allein schon wegen des Supports, der super hilfsbereit und gut erreichbar ist!

Euch allen einen schönen Feiertag.

LG
Scooter René
 
Nachdem es ja einen eigenen Fred für die Geräusche gibt, die Frage hier an alle Besitzer des 2Pro, wer von euch auch Probleme mit der hinteren Federung hat bzw. hatte. Musste meinen leider deswegen zurückschicken und bin sehr skeptisch seither mit diesem Modell, obwohl ich sonst zufrieden war mit dem Scooter.
 
Der Geräuschethread hat keinerlei Intention, dass der ePF-2 pro Probleme hätte, ich bin nur geräuschempfindlich und wollte Leuten die Möglichkeit geben Geräusche zu lokalisieren und ihre Roller entsprechend zu warten, bevor es zu Problemen kommt. Hätte ich auch mit meinem Ninebot machen können, da wars nun nicht groß anders, da war ich aber noch nicht im Forum. Ich mag es halt wenn meine Sachen lange halten. Ich sehe nur regelmäßig klappernde quietschende Roller in freier Wildbahn wo ich mich frage wieso die Leute sich nicht kümmern.
Der ePF2 pro ist ein super Roller ohne große Probleme, der zuverlässig seinen Dienst tut obwohl ich ihn hauptsächlich durch den Wald über Ruppelpisten schleife. Die Federung macht nun nach 5000+irgendwas km bei mir keinerlei Probleme. Ich warte halt alle beweglichen Teile alle +-1000km, durch reinigen, schrauben prüfen, schmieren, etc. Würde ich immer empfehlen das zu tun, Mechanik geht sonst irgendwann kaputt. Fahrrad, Roller, Auto alles das gleiche, kümmer dich ein bisschen drum und es hält deutlich länger.
 
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