Sodele - second chance!
Heute nochmal eine Tour mit etlichen Steigungstests gemacht (eher kure Straßensteigungen im Bereich 15-22/23%, natürlich fast immer schön aus dem Stand/ohne Anlauf), was deultich interessanter/spannender war als mit meinen stärksten Boliden, die fast übrall mit Topspeed hochfahren.
Um möglichst viele meienr Standardsteigungen für 1000-1200W-Scooter mitzunhemen, musste ich zwischnedurch vorübergehend den Akku wechseln (eine super praktische und kinderleichte Sache), da ein Test deutlich unter 70% keinen Sinn mehr macht, bzw. nicht wirklich aussagekräftig ist. Der Akkuswap hat nach etwa 31 km stattgefunden - so lange hatte man heute, bei 11-13 Grad, noch einigermaßen spaßbringende Power. Im Anschluss/nach dem letzten offiziellen Test habe ich den fast leeren Akku wieder eingesetzt und auf möglichst flacher Strecke komplett runter gefahren - was man hier halt so "leer" nennt (laut Display 31% im Stand bei 2 Balken). Auch interessant: den tatsächlcihen Akkustand gegen Ende erfährt man, indem man den Scooter einfach ganz kurz im Stand anschiebt - dann werden aus völlig unplausiblen 2 Balken plötzlich (und ohne jegliche Last) ein deutlich glaubwürdigerer blinkender, letzter Balken, was ja in etwa 10% entsprechen würde!
Am Ende standen dann exakt 39 km im Protokoll - inkl. den o.g., zahlreichen Steigungstests und insgesamt 670 Höhenmetern...Das Ganze hat aber nur deshalb so "gut" funktioniert, weil ich auf der 2. Etappe jede unnötige Steigung vermieden und versucht habe, maximal energiesparend zu fahren/nur moderat zu beschleunigen, wo immer es geht, Schwung mitzunhemen und möglichst wenig/selten anzuhalten.
Im absoluten Flachland könnte man also trotz der bekannten Akkuproblematik 45-50 km schaffen, zumindest wenn man nicht allzu schwer ist und mit Sinn und Verstand (und gezügeltem Gasdaumen) fährt.
Beschleunigung, Steigfähigkeit und Fahrverhalten hauen mich nicht mehr wirklich um, was mich aber auch heute wieder positiv überrascht hat, war die erstaunlich komfortable Vollfederung, die ich auch diesmal wieder auf allen möglichen Untergründen ausgiebig getestet habe.
Auch das signifikant verbessserte Fronticht, bzw. dessen Fahrbahnausleuchtung war im Dunkeln Gold wert!
Ich verrate glaube ich kein Staatsgeheimnis, wenn ich sage, dass EPF an einer Lösung für das bekannte Akkuproblem arbeitet, das sie nicht selbst verschuldet und hier auch leider nur bedingt Einfluss haben (ansonsten hätten wir sehr wahrscheinlich schon längst eine zufriedenstellende Lösung und damit auch eine deutlich bessere Reichweite). Bis dahin muss man sich mit entsprechend umsichtiger Fahrweise selbst behelfen, und BTW: es sind wohl auch nicht alle Akkuvarianten vom EPF-2 Pro betroffen, einige Besitzer könnten also Glück haben...