Heute habe ich trotz eklig kalter 7-9 Grad mit kräftigem Wind (gefühlt nahe am Frost) mal beide Akkus leer gefahren - zuerst den ersten knapp 23 km lang bis auf 37% runter, dann für einen Steigungstest auf den 2. gewechselt, den anschließend am Stück platt gefahren und am Schluss nochmal gut 7 km mit dem ersten Akku im Wohnort rumgegurkt, bis auch dieser bei 19% im Stand (laut App echten 0%) komplett runter war.
Ergebnis:
1. Akku: insgesamt 30 km und 520 Höhenmeter, 19%/0% Rest - Geschiwindigkeit in der Ebene < 5 km/h
2. Akku: 37.6 km und 820 Höhenmeter, 18%/0% Rest - Geschwindigkeit in der Ebene < 5 km/h
Ich kann noch ncht sagen, ob der erheblich scheinende Unterschied zwischen den beiden Akkus tatsächlich signifikant, einer von beiden also deutlich leistunsgfähiger als der andere ist, aber im Schnitt haben wir hier wieder 30-35 km, was wirklich nicht berauschend ist, aber noch im unteren Rahmen liegt (die 30 km liegen dabei definitiv unterhalb der Reichweite des Vorgängers EPF-2 600 unter vergleichbaren Bedingungen).
Steigleistungstechnisch war das heute eher ein Krampf...Was ich vor 3 Jahren noch gefeiert hätte, ist mittlerweile schon lange überholt: der Pro ist nur unwesentlich stärker als das alte Modell, schwächer als ein ebenfalls veralteter Paul oder Fritz 1.0, deutlich schwächer als ein EPF-Pulse mit gleichfalls 1200W, der ja wiederum schon seit geraumer Zeit vom "Plus"-Modell überflügelt wurde, das wiederum deutlich schwächer ist als ein New VX4, der am Ende vom Hitway H11 "verspeist" wird. Kurzum: der ehemals oben mitschwimmende Vorzeige-Allrounder befindet sich heute nur noch am unteren Ende der Nahrungskette und entsprechend unbeeindruckend ist auch sein (absolut gesehen gar nicht so schlechter) Vortrieb, der ungefähr auf Augenhöhe zum Superschwergewicht Hilde 1.0 liegt und viele Billigheimer immer noch klar übertrumpft.
Das Bremsenproblem von neulich (Totalausfall mit Fehler F1 beim maximalen Dauereinsatz der E-Brake auf einem besonders starken Gefälle) konnte ich an gleicher Stelle, bei diesmal trockenem Boden, leider nicht reproduzieren, dafür ist das Ganze heute an einem anderen Ort mit vergleichbarem Gefälle, wieder aufgetreten - erneut bei noch leicht feuchter Fahrbahnoberfläche, was vermutlich mitausschlaggebend war, obwohl ich noch nicht merklich gerutscht bin.
Richtig schlecht ist die bereits angesprochene Tatsache, dass die zuletzt gefahrene Strecke nicht gespeichert wird, wenn man den Akku bei eingeschaltetem Scooter entnimmt/austauscht, was man zwar normalerweise nicht macht, aber wenn man im Stockdunkeln kurz den Akku wechseln will, vergisst man schnell mal darauf zu achten, da man ja möglichst lange irgendwas sehen will...
Theoretisch könnte man auf diese Weise einen Scooter mit 5000 Gesamtkilometern konsequent auf bspw. unter 100 in der App-Anzeige drücken und den Scooter so deutlich über Wet verkaufen...Man selbst weiß irgendwann auch nicht mehr, wieviel Gesamt-Kilometer man eigentlich tatsächlcih gefahren ist. Das erinnert mich an den unerwünschten ODO-Reset beim FW-Update bei divesen Modellen der jüngeren Vergangenheit und sollte unbedingt noch korrigiert werden.
Wie bereits erwähnt, ist der gut abgestimmte Pro für die City oder das Flachland durchaus zu gebrauchen, richtige Bergtouren werden damit aber zur Qual, und selbst für den Kurzstreckeniensatz gibt es deutlich dynamischere Alternativen, die teilweise sogar leichter sind. Das Wechselakkukonzept funktioniert aber gut - die heutigen ~68 km bei einstelligen Temperaturen und über 1300 Höhenmetern schafft man sonst nur mit deutlich unhandlicheren Geräten wie z.b. den RCB Pro Ultra-Modellen, ganz zu schweigen davon, dass man diese dann auch immer zum Laden in die Nähe einer "überwachten" Steckdose schleppen muss.