ePF-2 PRO: Reparaturversuch am Schutzblech

Seyleen

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eScooter
f2 pro D, ePF-2 PRO
Es ist soweit, das Plastik am Schutzblech hinten an den Schrauben ist soweit eingerissen, dass es locker wird. Da ich Spaß am reparieren habe und einfaches Austauschen mir zu langweilig ist, versuche ich das Schutzblech zu reparieren und werde euch, wenn es euch interessiert mit auf die kleine Reise nehmen.
Zustand als es angefangen hat zu wackeln:
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Idee, beim Bogenschießen reparieren wir alles was irgendwie stabil werden muss oder stark belastet wird mit Epoxy. Daher hatte ich noch eine Mischtube für UHU Plus Endfest Epoxykleber da. Also war meine Idee eine Art Gussform um die Schwachstelle zu kleben und dann einfach den gesamten Problembereich mit Epoxy zu verfüllen. Danach bohre ich dann einfach ein neues Schraubenloch durch das Epoxy. Alles was dann übersteht wird dann zurechtgeschliffen und eventuell eine längere Schraube verwendet, wenn es zu dick wird.

Die kleine "Gussform":
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Bevor das Epoxy aufgebracht wird unbedingt alles entfetten reinigen und entstauben, sonst hält das nicht.
Direkt nach dem Auffüllen mit dem Epoxy ( Nein es ist kein Schnodder :D )
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Eine Stunde nach dem Applizieren
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Nun muss das Ganze erstmal durchhärten. Dieses Epoxy braucht dazu 12-24 Stunden. Danach drehe ich nochmal das ganze auf den Kopf und mache das nochmal von unten um mehr stabile Masse zu erzeugen. Ich fürchte das ist hinterher stabiler als es vorher war :D
Nun heißt es erstmal warten. Sobald es weiter geht mache ich ein Update.
 
So Runde 1 ist fertig und hart. So sieht der aktuelle Stand aus:
von oben:
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von unten:
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Das Zeug ist nun schon bombenfest, aber ich habe Angst, dass sich das Epoxy vom Plastik löst also möchte ich noch von unten einmal die löcher verfüllen und eine glatte Epoxy Oberfläche für zusätzlichen halt bildet. Dazu erstmal die Löcher saubermachen, denn Staub und Dreck hält nichts drauf. Dazu habe ich es dann noch ein bisschen angeschliffen für den kleinen Bonus an Haftkraft.
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Danach dann wieder eine kleine Gussform aus Panzertape drauf und den Epoxyschleim drauf verteilen.
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Nun heißt es wieder warten. Habe mir schon längere Schrauben aus dem Werkzeugschrank zusammengesucht, ich glaube nicht das die alten noch lang genug sind. Ich denke längere Schrauben sind besser als den Kopf einzusenken und damit das Material zu schwächen. Wäre allerdings auch ein weg. Vielleicht überlege ich mir das während des Trocknens noch anders. Vielleicht ist das von unten auch Overkill aber ich will es ja auch stabil. :D

PS: Ich mache natürlich gleich beide Seiten, die andere wäre auch demnächst ab
 
So es ist soweit, alles ist trocken und es kann losgehen.
So sah das ganze heute morgen aus:
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Ich hab erst einmal den Kleber entfernt. Durch die Schrumpfung vom Epoxy und das hochziehen an dem Klebeband hat sich eine dünne störende Kannte gebildet.
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Also habe ich erstmal mit einem scharfen Skalpell die Ränder hübsch geschnitzt. Vorsicht, durch die härte vom Epoxy ist die Gefahr sich selbst zu schneiden wenn die Klinge sich plötzlich löst relativ hoch, niemals Finger in Schnittrichtung.
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Danach nur noch das Schraubenloch vorbereiten und dann ist es bereit für die Montage. Ich habe einen 5mm Holzbohrer genutzt, da er schärfer war als mein Stahlbohrer. Ich habe mit wenig Druck und dann ganz langsam durch gebohrt. Mit der Taschenlampe von unten durchleuchten hilft das alte Loch zu finden.

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So nur noch Montage und fertig ist das ganze. Ich musste eine längere Schraube nehmen, da das Epoxy schon etwas aufträgt und ich nun keine Lust hatte noch lange das Epoxy schmaler zu schleifen. Wäre bestimmt auch eine Idee gewesen, mich stört die Kante nicht. Bei Gelegenheit suche ich mir nochmal Schrauben mit schönerem Kopf aber die hatte ich halt gerade da.
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Probefahrt erfolgt nachher, es ist Frischlingzeit und ich will deswegen eh nochmal in den Wald, ich werde dann nochmal updaten, ob es gehalten hat, es fühlt sich aber unzerstörbar an. Wahrscheinlich bricht eher das Plastik nochmal an einer anderen Stelle, als das sich das Epoxy auflöst :D
 
So und damit zur Abschließenden Bewertung der ganzen Aktion.
Ich bin heute auf meiner Waldrunde (bei der sich Dachs, Waldkauz und Frischlinge blicken ließen :D Bonusbild am Ende) 33km gefahren und habe extra nochmal räudige Wege mit großen Steinen mitgenommen, die bei der Schwinge gut für Last und Vibrationen sorgen. Da klappert nichts und wackelt auch nichts. Das Schutzblech sitzt bombenfest auch beim kräftig Anfassen. Das Epoxy scheint absolut stabil zu sein, so dick wie das ganze nun ist wahrscheinlich echt stabiler als vorher. Es sind bis auf den üblichen Waldstaub sind keinerlei Spuren zu sehen:
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Fazit:
Hat sich das ganze gelohnt? Wirtschaftlich betrachtet auf keinen Fall, das Schutzblech kostet nur 15€, dafür sind 2 Stunden Arbeit nicht gerechtfertigt, selbst wenn man schon das ganze Material Zuhause hat. Das Epoxy ist ja theoretisch auch nicht kostenlos.
Aber wenn man Spaß am Basteln und experimentieren hat auf jeden Fall. Das war ein lustiges Experiment, dass sich nun ja auch als sehr funktionsfähig herausgestellt hat.
Sollte das Ganze irgendwann brechen, auch wenn ich das gerade nicht glaube, werde ich es hier updaten ansonsten bin ich hier fertig :D


Das versprochene Bonusbild:
Frischlinge.jpeg
 
Ich meine, dass es besser sein könnte, wenn du zwischen die Schraubenköpfe und den Kunststoff (oder jetzt ja das Epoxidmaterial) Unterlegscheiben legst, um so die Schraubenkopfauflagefläche, für eine bessere Druckverteilung dieser, zu vergrößern.
Gleichzeitig auch noch Gummimaterial zwischen Metall und Kunststoff (Epoxid), um gegen aufkommende Vibrationen, die für den ganzen Schlamassel verantwortlich sein dürften, zu wirken, oder?🤷‍♂️

Edit:
Das Bonus Bild ist gut. Wenn die Frischlinge dann auch noch mit deinem Scooter gefahren wären, hättest du im Foto-Gewinnspiel bestimmt den 1.Preis gemacht.😁
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wirfst du einige Fragen auf, die ich mir auch gestellt habe. @Herzfinsternis hatte mir bereits privat geschrieben, ob nicht Gummipuffer eine gute Idee wären.
Ich habe mich am Ende dagegen entschieden, weil die Befestigungsstelle am Schutzblech nun schon doppelt so dick wie das Original ist und es dadurch noch dicker werden würde und noch mehr hervorstehen würde.
Ich weiß auch gar nicht ob die Vibrationsvermeidung wirklich nötig ist. Epoxy ist sehr viel belastbarer als Plastik. Gerade die Druckstabilität ist viel größer. Es ist aber auch spröder. Ich glaube das kommt nur bei Schlagbelastung zum tragen, die ich durch anziehen der Schrauben vermeiden kann, Vibrationen sind glaube ich keine Schlagbelastung. Gerade gibt es kein Spiel zwischen Epoxy und Metall, dadurch kommt es denke ich nicht zu einer all zu großen Belastung. Da findet kein klappern statt und ich kann auch das Schutzblech nicht auf der Befestigung verschieben. Zwischenringe hatte ich einfach keine passenden da, die wollte ich auch selbst anbringen. Aber da ich eh noch andere Schrauben mit schönerem Kopf besorgen wollte, nehme ich da dann einfach welche mit großem flachen Kopf, dann spare ich mir die Zwischenringe. Die Originalschrauben haben auch einen größeren Kopf, ich hab einfach verwendet was ich gerade in unserem Werkzeugschrank gefunden habe.
Am Ende muss man auch immer bedenken, dass es nun viel mehr Material als beim Original ist, ich mein ich hab ja auch nochmal sie Strukturen an der Unterseite verfüllt und eine Schicht drunter hinzugefügt, das sollte sehr viel belastbarer sein als vorher. Ich denke das ist nicht mehr sehr anfällig. Wenn das nun wieder 4000km hält bin ich zufrieden :D
Wenn es nun bricht tausche ich es eh einfach aus, das war nur ein Experiment, weil es mir Spaß gemacht hat.

Zu den Schweinen: Der Scooter Stand zu weit weg :D ich glaub auch nicht, dass die Mutter das toleriert hätte, die hat mich die ganze Zeit fixiert und hat dann nach 10 Minuten angefangen mit offenem Drohverhalten, da musste ich dann Abstand nehmen. Das sind frei lebende Wildtiere, die sind nicht so ganz ohne :D
 
Kleines PS:
Im Bogensport kleben einige ihre Inserts in die Pfeile (Metallgewinde in den Pfeilschaft in den die Spitze geschraubt wird) oder nutzen Epoxy als Kleber wenn sie Pfeile Spleißen (Verbinden von 2 unterschiedlichen Schäften zu einem Schaft).
Auf Pfeile wirken ganz andere Kräfte als hinten auf der Verbindung des Schutzbleches. Ein Pfeil verformt sich beim Abschuss, vibriert und bekommt beim Auftreffen einen Schlag ab und da hält es auch wunderbar.
Die Laminate der Wurfarme des Bogens werden auch meist mit Epoxyvarianten verklebt. Auch da finden eine extreme Verformung, Vibrationen und Schlagkräfte beim lösen statt, die nicht mit den Kräften am Roller vergleichbar sind.
Daher meine Einschätzung, dass das alles schon fein ist. Und sollte es doch nicht so sein, werde ich es nochmal updaten, wie lange es gehalten hat.
 
Ja, du machst das schon ;) Natürlich ist es auch besser, wenn man etwas aus Neugierde machen kann, wobei man auch noch Erfahrung sammelt. Und wenn man auch noch Spaß daran hat, dann ist es ja noch besser.😁

Probiere es so aus, und dann wird man schon sehen, ob es hält oder doch nicht, wo die Schwachstellen dann sind und was die Ursachen sein können.

Das mit den Frischlingen war natürlich nur als ein Scherz von mir gemeint zu sehen.😁

Dann viel Erfolg bei deinen Basteleien. Und dass du dann hier auch bald die hoffentlich erfolgreichen Ergebnisse deiner Bemühungen präsentieren kannst.👍
 
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