ePF-3 Fahrberichte, Erfahrungen & Fazit

kamy

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Über persönliche Fahrberichte zum ePF-3 würden wir uns sehr freuen. Interessant und hilfreich sind Eure Eindrücke zu:
  • Agilität
  • Motorpower/Steigungspower
  • Maximale Geschwindigkeit (auch mit GPS gemessen)
  • Bremsverhalten
  • Qualität/Verarbeitung
  • was Euch sonst noch einfällt
  • bitte die Akkugröße mit angeben
Hier bitte nur persönliche Fahrberichte posten, keine Links zu Werbevideos. Vermeidet bitte Off-Topic.
 
Ich hatte kürzlich die verlockende Gelegenheit, ein EPF-3 Vorführ-/Testmodell (d.h. mit geringer Laufleistung und wirklich kleinen, optischen "Schönheitsfehlern", sowie großem 1200Wh-Akku) zu vergünstigten Konditionen zu bekommen und den neuen Powerscooter so schon mindestens 6-8 Wochen vor der offiziellen Erstauslieferung fahren zu können, was mich natürlich zu sehr gereizt hat, um der Versuchung widerstehen zu können. 😁

Eins vorweg: Wer schon den EPF-2 (XT) oder EPF-2 Pro kennt, wird keine wahnsinig große Überraschng erleben.
Designelemente wie das hier ungefederte Heck, die vordere Federgabel, die schmale Bereifung (erneut schlauchlos, aber selbst beim Ur-EPF-2 hatte ich nie Probleme mit Platten - regelmäßigem Luftdruck-Check sei Dank), die erstklassige Hobbywing-Abstimmung auf echte 22 km/h, in Kombination mit der zu Recht extrem beliebten separaten Daumenbremse (und einstellbarem Zerostart), Trommelbremse vorne, die bekannt dicken, genoppten (runden) Griffe, der eher minimalistisch gehaltene Informationsgehalt des LCD-Displays (das auch wieder im Stand die Restakkukapazität in % anzeigt, allerdings noch eine Nummer kleiner ausfällt als beim EPF-2 Pro), optional piepsende Rundumblinker, eine helle Beleuchtung mit Bremslichtfunktion - das alles kennt man so ja schon von den populären Vorgängermodellen.

Neu sind jetzt (u.a.):
-der bärenstarke Pulse Plus-Antrieb, der mit dem verbauten 30A-Controller bei vollem Akku ca. 1600W leistet und auch an langen, starken Anstiegen nicht zum Überhitzen neigt - ich war neulich mal wieder mit dem EPF-2 Pro unterwegs, aber sorry, der (signifikant komfortablere) "Vorgänger" hat für meine gegenwärtigen Touren-Ansprüche bergauf leider eindeutig zu wenig Punch...
-der beim Topmodell mit 25Ah@48V besonders große, fest verbaute Akku (durch das wegfallende Wechselakkukomzept und die Teilfederung behält der EPF-2 Pro also auch weiterhin seine Daseinsberechtigung im aktuellen Epowerfun-Portfolio)
-das Bedienelement für die Blinker ist jetzt vor dem Lenker angeordnet und (nach kurzer Eingewöhnungszeit) intuitiver zu benutzen, wenngleich mir persönlich die klassiche Kippschalterlösung wie beim VX2 Pro oder New VX4 immer noch am besten gefällt
-die teilintegrierte, weiterhin in der Neigung verstellbare Frontlampe
-die (geteilte) Form des stabilen Stahlrahmens zwischen Trittbrett und Lenkstange (ist jetzt komplett "custom" und Hochglanz-lackiert)
-eine NFC-Sperre wie beim großen Bruder
-der USB-Ladeport am Lenker
-der Ladeport ist jetzt nicht mehr seitlich am Rahmen, sondern mittig, im vorderen/oberen Trittbrettbereich angebracht und durch eine Gummikappe gut geschützt
-die etwas längere, ebene (durch die Vorderachsfederung leicht abfallende) Standfläche des Trittbretts empfinde ich persönlich auch als vorteilhadt

Und zu guter letzt: der Preis.
Mit deutlich unter 1000€ für die gebotene Ausstattung und den bekannt guten deutschen Service & Ersatzteilverfügbarkeit kann der neue EPF-3 (in beiden Akkuvarianten) fast schon als "Qualitäts-Schnäppchen" bezeichnet werden.
Er steht in (in)direkter Konkurrenz zum ungefederten VMAX VX2 Extreme (GT) mit deutlich kleinerem Akku, aber wesentlich höherem Preis, einem Egret Unit oder PURE AIR6 Ultra Max, die beide weniger Akku/Reichweite und, aus meiner Erfahrung heraus, einen trotzt nominal mehr (Peak)Leistung weniger starken Motor bieten. Der noch etwas stärkere VX2 Hub mit ebenfalls kleinerem Akku spielt dagegen in einer anderen (Preis-)Liga und ist deshalb hier außen vor.

Hier auch gleich noch ein paar Kritikpunkte meinerseits:
-ich persönlich hätte mir tatsächlich optisch ansprechendere und praktischere, breitere (2.7-2.75") Semi-Offroadreifen gewünscht
-auch eine, zumindest einfache, hintere Federung wäre wünschenswert gewesen, um bei Touren in Richtung dreistelligem Kilometerbereich, die natürgemäß (zumindest in meiner Gegend) nicht nur über flachen Asphalt verlaufen können, nicht zu sehr durchgeschüttelt zu werden, was sich aber wiederum negativ auf das (noch erfreulich moderate) Gewicht, den Preis und ggf. auch auf die maximale Akkugröße ausgewirkt hätte
-wartungsarme Trommelbremsen vorne UND hinten wie beim Fritz für maximale mechanische Bremssicherheit, falls die E-Brake doch mal ausfallen sollte, was zwar unwahrscheinlich, aber nicht gänzlch ausgeschlossen ist
-mindestens zeitgemäße 4, besser noch 5-6A Ladestrom wären ebenfalls wünschenswert gewesen, aber in den meisten Fällen wird man den leeren Akku ohnehin über Nacht oder nur teil-/nachladen, was dann entsprechend schneller geht
-die Klingel auf der linken Lenker-Seite anzuordnen, so wie beim Pulse und fast allen anderen Modellen am Markt, wäre eindeutig besser - gleichzeitig mit derselben Hand Gas geben und klingeln (was ja der Regelfall ist), ist wirklich nicht besonders "bedienerfreundlich" (gleiches gilt übrigens für den einzigen Bremsgriff)

Das sind eigentlich schon meine Hautkritikpunkte, aber wenn man trotz massiver Bauart, fettem Akku und ebensolchem Motor (der sich im Pulse+ beim Tragen merkwürdigerweise deutlich schwerer anfühlt) irgendwie unter 1000€ (und 30 kg) bleiben will, muss man
die eigenen Kirchen-Ansprüche teilweise im Dorf lassen und entsprechende Abstriche in Kauf nehmen - oder man geht gleich "All-in" und holt sich ein mittlerweile durchaus bezahlbares, vollausgestattetes, aber "untragbares" Allradmonster ins Haus, bei dem die feinfühlige Dosierbarkeit von Gas und E-Brake oder echte 22.0/21.9x km/h im Dualmotormodus auf absehbare Zeit ein Wunschtraum bleiben werden.

Natürlich bin ich mittlerwiele auch entsprechend konditioniert/verwöhnt und verzichte auf meinen "Offroad-Touren" nur ungern auf eine hintere Federung, ein komfortabel großes, breites Trittbrett und eine allzeit ausreichende Bodenfreiheit - als der EPF-2 (XT) damals auf den Markt kam, hat mir dieses Komfortdefizit noch nichts ausgemacht, aber mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so hart im Nehmen und nehme lieber etwas mehr Rücksicht auf meine älter werdenden Gelenke, insofern wird der EPF-3 wohl nicht mein neuer Liebligstourer werden, auch wenn Power (bei diesem Fahrzeugkonzept reichen drehmomentstarke 1600W vollkommen aus), Reichweite (ich rechne mit 70-80+ bergigen Sommerkilometern) und E-Brake (der mechanische Bremsverschleiß ist auf meinen typischen Ausflügen wirklich nicht zu unterschätzen) eindeutig dafür sprechen würden. Insofern, ja - ich hätte mir zwar auch etwas "eierlegendes" im Rundum-sorglos-Stil gewünscht, aber es wäre gleichzeitig auch irgendwie langweilig, wenn wir jetzt schon den perfekten E-Scooter ohne nennenswertes Verbesserungspotenzial hätten...

Das, was anhand der o.g. Punkte abzusehen war, hat sich dann auch im ersten Fahrtest bewahrheitet: der EPF-3 ist ein starkes, besonders ausdauerndes, angenehm agil und sicher zu fahrendes Mittelklassemodell, das einen akzeptablen Fahrkomfort auf nicht allzu schlechten Straßen und erstklassige Fahreigenschaften bietet - er ist aber definitiv kein Offroader oder ultimatives Powermonster!
Die Beschleunigung/Gasannahme ist nicht so ultra-direkt und "giftig" wie beim VX2 Extreme, sondern sollte selbst auf höchster Stufe (in den App-Einstellungen) für praktisch jeden mit ein bisschen Erfahrung noch gut beherrschbar sein.
An meinen heutigen 15-20 Teststeigungen bis etwa 25% war der EPF-3 dagegen jeweils 1-2 km/h langsamer als der Pulse+ (und damit auf gutem Fritz 2.0 oder SO One Pro Gen 2-Niveau), gleichzeitig aber auch bis zu 7 km/h schneller als ein EPF-2 Pro.
Die fehlende Hinterradfederung kann man mit einem lockeren Stand ganz gut kompensieren, was ich auf ein paar beinharten Rüttelpisten verifiziert habe - trotdzem ist der Fahrkofort auf dem vollgeferdeten EPF-2 Pro natürlich signifikant höher.
Nach 33.5 km mit 500 Höhenmetern hatte ich heute, bei feucht-frischen 10-14°C noch gute 59% im Akku - damit sollten die erhofften 70++ km bei warmen Temperaturen problemlos machbar sein.
Der Motor an sich arbeitet fast unmerklich leise, dennoch hatte ich gelegentlich ein merkwürdiges "Knistergeräusch" vom Hinterrad, was ich noch genauer untersuchen muss.
Brems-/Fahrverhalten, Abstimmung und Co sind praktisch identisch "gut" wie beim EPF-2, das muss man jetzt also nicht unebdingt nochmal alles spektakulär neu bewerten. Was die allgemeine Leistungsentfaltung betrifft, so verhält sich der EPF-3 zum Pulse+ ähnlich wie der VX2 Extreme zum (alten) VX4. Jemand, der vorher noch gar keinen Scooter oder nur eine schlappe Rappelkiste besessen hat, wird von der "brachialen Power" beeindruckt, jemand der von einem 3000+W Dualmotorscooter umsteigt, von der gebotenen Leistung dagegen eher enttäuscht sein - alles wenig verwunderlich.

Das Ladegerät scheint übrigens dasselbe zu sein wie beim EPF-2 Pro (Anschluss+3A), und genau wie bei diesem sieht man im Display den aktuellen Ladestand, wenn man den Scooter während des Ladevorgangs einschaltet.

Der EPF-3 ist natürlich kein Quantensprung (das wird vielleicht der irgdnwann kommende EPF-4, 5, 6...werden), auch wenn ihn manche "Promoter" - wie bei jedem gerade vorgestellten Modell jedweder Marke, vermutlich als genau das verkaufen wollen werden. Er ist aber eine sehr gute und sinnvolle Erweiterung der bestehenden ePowerFun-Modellpalette und eine veritable Alternative/Ergänzung, allerdings kein vollständiger Ersatz für den bewährten EPF-2 Pro.

Weitere, detaillierte Fahr- und Erfahrungsberichte folgen, insbesondere der direkte Powervergleich mit dem Pulse+ (mit gleichem Antrieb) und dem VX2 Extreme (als DIE Referenz in der getriebelosen 1600W-Klasse), der Komfortvergleich mit dem EPF-2 Pro und dem ebenfalls nur teilgefederten NIU KQi 300X, sowie der Reichweitenvergleich mit den RCB D* Pro Ultra-Modellen mit 27Ah@48V bei gut 5 kg Mehrgewicht.
Leider sind die Wetteraussichten für das unmittelbar bevorstehende, lange Wochenende nicht so gut, deshalb werde ich wohl auch (noch) keine Reichweiten- oder Maximalsteigungstests machen können, um herauszufinden, ob die ultimative Steigfähigkeitsgrenze ggf. sogar über derjenigen vom Pulse+ liegt (ich kenne nämlich 2-3 geeignete Offroadsteigungen, die dieser knapp nicht mehr schafft, allerdings machen die entsprechenden Tests nur bei absolut trockenem Boden Sinn). Morgen und übermorgen stehen erstmal weitere "Onroadtests" an Steigungen zwischen (max) 30 und 35% an - da wird sich dann das tatsächliche Leistungspotential des EPF-3 schonungslos zeigen...

Ich kann aber jetzt schon sagen, dass der Scooter zwar nicht perfekt, aber durchaus gelungen ist - wirklich nennenswerte Schwächen konnte ich jedenfalls noch keine feststellen. (y)
 
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@fireball_mh

Kannst du mir anhand deines epf-3 sagen, wie man an die hinteren Radschrauben kommt?
Die müssten ja unter dem orangenen Reflektor sitzen, aber ist der Reflektor geklebt oder geschraubt?
 
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Guten morgen, hast du die neue App dazu bekommen und wenn ja, wie gut funktioniert sie im Vergleich zur vorigen.
Lg
 
Die kommt erst im Juni.
 
Genau, die altbekannte App funktioniert auch mit dem neuen EPF-3.

Heute habe ich absolut punktlandungsmäßig das einzige sich bietende, längere regenfreie Zeitfenster maximal ausgenutzt und bin nach ziemlich genau 40 km (BTW mit erneut 59% Restakku, bei diesmal sogar noch deutlich mehr Höhenmetern als gestern) erstaunlicherweise komplett trocken wieder zu Hause angekommen.
Grundsätzlich neue Erkenntnisse, im Verrgleich zu gestern, konnte ich dabei keine gewinnen. Das unregelmäßige Knirschen/"Ratschen"/Schleifen vom Hinterrad war auch heute wieder mehrmals zu vernehmen, so, als würden sich immer wieder kleine Steinchen unter dem sehr eng bemessenen Schutzblech (viel Platz zum Reifen ist da definitiv nicht mehr) verirren...
Die maximale Beschleunigungs- und Steigleistung würde ich ehrlich gesagt eher auf 1400 bis maximal 1500W einschätzen - das lässt sich über die App aber leicht herausfinden.
Selbst das würde ich nicht mal als sonderlich enttäuschend ansehen, da man hier in jedem Fall ein deutliches Performanceupgrade zum EPF-2 Pro erhält und die Reichweite wirklich top ist, verbunden mit einem wieselflinken Handling.
Im Gegensatz zum nur unwesentlich schwereren Pulse kann ich den EPF-3 noch problemlos mit nur einer Hand meine enge, steile Eingangstreppe runtertragen - den Portabilitätscheck hat der Scooter also schon mal bestanden. (y)

Die Freilaufeigenschaften des Scooter sind, wie schon bei der EPF-2-Serie, ausgesprochen gut - in Verbindung mit den schmalen Reifen mit entsprechend geringerem Rollwiderstand trägt diese Tatsache natürlich auch (neben einer energieoptimierten Abstimmung und effizienten E-Brake) maßgeblich zu einer hohen Reichweite bei.

Am Ende einer etwas längeren Weinbergsteigung, die der Scooter locker mit minimal 17 km/h erklommen hat, hat das Display einmalig und für den Bruchteil einer Sekunde ein mit einem Pieton unterletgtes "Mäusekino" veranstaltet - nach einer halben Schrecksekunde ging es danach aber ganz normal und ohne irgendwelche Auffälligkeiten oder Fehlercode im Display weiter. Ob das nur eine tagesformabhängige, elektronische Unpässlichkeit oder ein wirkliches Problem war, wird sich noch in den nächsten Test-Tagen und Wochen zeigen.

Am meisten stört mich gerade aber etwas ganz anderes: genauso wie beim EPF-2 Pro lässt sich der Ladestecker am Gerät nämlich nur mit Nachdruck bündig einstecken (was ich eigentlich immer so handhabe), allerdings bekommt man diesen dann wirklich nur noch mir roher Gewalt wieder raus - man sollte also besser folgende Vorgehensweise beherzigen: erst das Ladegerät ans Netz anschließen und dann den Stecker nur so weit in den Anschluss am Scooter einstecken, bis der Charger anspringt und Strom fließt (LED=rot), dann klappt's später auch prblemlos mit der Entbindung. ;)

Zum Abschluss noch ein paar Vergleichswerte von der (befestigten, max 28% Weinberg-) Steigung des Tages:

- EPF-2 Pro: chancenlos
- EPF-Pulse: 7
- EPF-Pulse Plus: 11-12
- ZT3 Pro D: 8
- RCB D* Pro Ultra: 8-9
- (alter) VX4 + Egret Ey!1: 9
- Fritz 2.0: 10
- VX2 Extreme: 11
- Hitway H11: 21

EPF-3: 9 km/h

In diesem Sinne: Happy Vatertag!
 
Nachdem sich gestern noch, völlig überraschend, die Möglichkeit aufgetan hat, eine zweite Tour zu fahren, habe ich die Gelegenheit genutzt, um noch ein paar weitere Steigungstests zu machen, und habe am Ende auch das erst Mal (nur noch) 2 Balken auf der Anzeige gesehen.
Nach irgendwas zwischen 58 und 60 km (da die Komoot-Aufzeichnung unterwegs vorübergehend ausgesetzt hat, muss ich für die Ermittlung der genauen Tourlänge die entsprechende "Lücke" heute nochmal abfahren) und etwa 800 Höhenmetern hatte ich am Ende noch beachtliche 37% im Tank - bei frischen 8-10°C. Der EPF-3 1200 kann also durchaus als Reichweitenmonster bezeichnet werden.
Trotz der insgesmamt rund 100 km - und beileibe nicht nur guten Straßen und Radwegen, tun mir heute keine Gliedmaßen weh - die Teilfederung vermittelt also zumindest einen ausreichenden Fahrkomfort, der Scooter ist somit fast uneingeschränkt langstreckentauglich (aber natürlich gibt es immer noch einen merklichen Unterschied zu den großen, vollgefederten klassichen Tourenscootern).

Wenn ich mich auf die Wettervorhersage verlassen kann, ist heute sogar ein echter Reichweitentest bis unter 10% möglich - das wird dann vermutlich eine langwierige 70+ km-Tour werden...

Die beiden kurzen 30+%-Herausforderungen der gestrigen Tour hat er jeweils (aus dem Stand) mit minimal 6 km/h gemeistert.
Damit liegt er auf oder knapp über dem Niveau der 15xxW-Boliden RCB D* Ultra, Egret Ey!1 und (Old) VX4, sowie 2-3 km/h unterhalb vom Pulse+, der sich auch tatsächlich noch etwas souveräner anfühlt. Die Power passt also, haut einen aber auch nicht unbedingt um.

Mir ist noch ein Optimierungspotential aufgefallen, welches aber auch schon für die Vorgängermodelle gilt: wenn man auf steilen Abfahrten unterstützend den einzigen (rechten) Bremsgriff ziehen will oder muss, lassen sich die extrem dicken Griffe mit normal großen Händen nicht mehr beidseitig fest umschließen, was insbesondere auf schlechtem Boden (Schotter, Schlaglochpisten, leichte "Offroadtrails") und höheren Geschwindigkeiten nicht wirklich ideal ist...

Und zu guter Letzt noch eine "Warnung" an alle zukünftigen Neubesitzer: wenn der Akkustand beim Laden FU(LL) anzeigt (=99+1%), dauert es beim großen Akku immer noch deutlich über 2 Stunden, bis die LED vom Ladegerät auf Grün wechselt, und dieses ist dann auch immer noch gut warm, lädt also bis ganz zum Schluss weiter - "FU" bedeutet dementsprechend noch lange nicht (wirklich) voll!
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch ein Nachtrag: auch wenn der Scooter frei zu rollen scheint, ist bergab bisher spätestens bei (ausreichend schnellen) 37 Display-km/h Schicht im Schacht gewesen - vermutlich wird hier also doch unmerklich elektronisch eingebremst, aber das ist bei dieser Geschwindigkeit völlig OK.
 
Leider ist der für gestern geplante Reichweitentest sprichwörtlich ins Wasser gefallen - von den dreieinhalb Stunden Fahrtzeit habe ich über eine Stunde unter irgendwelchen Bäumen stehend die nächste Regenpause abgewartet (was bei feuchter Luft, kaum mehr als 10°C und starken Windböen auch kein Spaß ist) - nach 46 km hatte ich dann vesrtändlicherweise keinen Bock und der Akku meines Handys (mit defektem USB-C-Anschluss) keinen Saft mehr...
Zu Hause angekommen, hat das Display, nach einer Weile Standzeit, immer noch beeindruckende 54% angezeigt.
Wenn ich mal meine bewährte "Rule of Thumb" zugrunde lege, dass mit 60%, bzw. dem Wechsel von 4 auf 3 Balken, bei praktisch jedem Modell die bis dahin gefahree Strecke "Halbzeit" bedeutet - zumindest wenn man es auf der 2. Tourhälfte mit Steigungen nicht allzu sehr übertreibt, dann wäre ich selbst bei den absolut suboptimalen Bedingungen gestern deutlich über 70-75 bergige km weit gekommen - das ist wirklich verdammt gut. Allerdings muss ich mir noch das Akkuverhalten mit/ab 2 Balken genauer ansehen, da erfahrungsgemäß viele Modelle/Akkus dann relativ schnell stark einbrechen - vielleicht klappt das ja heute oder morgen endlich mal....
 
So, heute war endlich der Tag der Tage...Nachdem die erste Tageshälfte wieder ordentlich verregnet war, konnte ich am späten Nachmittag einen erneuten Anlauf zu einem echten Reichweitentest starten und diesmal, bei weitgehend sonnigen 10-12/13 Grad, auch erfolgreich durchziehen! :)
Auf dem großen "Rundkurs", mit einigen flacheren Streckenabschnitten, aber trotzdem insgesamt 940 Höhenmetern, habe ich wieder ein paar meiner Standard-Steigungstests mitgenommen, um das Leistungsvermögen bei abnehmendem/niedrigem Akkustand zu untersuchen, und so hat der EPF-3 bspw. mit nur noch 2 Balken/37% eine auf gut 30% ansteigende, asphaltierte Auffahrt aus dem Stand noch mit etwa 6 km/h geschafft - nur 1 km/h weniger als beim letzten Mal, wo der Akku mit 97% noch relativ voll war. Die Steigleistug lässt mit sinkendem Akkustand also nur leicht nach, was absolut top ist und für die Qualität der verbauten Zellen spricht. Einen spürbaren Einbruch der Leistung gibt es erst im Bereich unter 20%. Der vorletzte der 5 Balken hält dabei noch richtig lange, nur der letzte ist sozusagen eine Art "Not-Reserve" für die letzten paar km nach Hause/zum Ziel.
Apropos: ohne es bewusst darauf angelegt zu haben, bin ich heute wieder exakt bis nach Hause gekommen, wobei sich der EPF-3 (mit "0%") noch absolut grenzwertig meinen kurzen Hausberg hochgeschleppt hat- dann war endgültig Feierabend (<10 km/h in der Ebene) - nach höchst beeindrucknden 76.5 km! (y)
Im Sommer dürfte es so, zumindest mit meinen 80 kg Zuladung, fast unmöglich sein, ihn auf unter 70 km zu drücken, egal wieviele Berge und Höhen(kilo)meter man mitnimmt - das wird zu gegebener Zeit natürlich auch noch getestet! ;)

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Nachtrag: Das Ladegerät lädt, wie man es schon von anderen 3+A-Chargern seit dem Paul kennt, maximal nur bis rund 54V und nicht ganz bis zur eigentlichen Ladeendspannugn von 54.6V.
(BTW. ein deutlicher Vorteil der für viele unverständlichen 2x2A-Charger vom Hitway H11, bei dem man nur deshalb den Akku wirklich rappelvoll laden kann.)

Der EPF-3 ist übrigens absolut "rüttelfest". Auf einer richtig fiesen, gestern zusätzlich noch feuchten "Wabensteinauffahrt" mit gut 15%-Steigung, an der ausnahmslos alle hinterachsgefedeten Modelle arg ins Stottern geraten, wird man zwar ordentlich durchgeschüttelt, aber es gibt keinerle Motor(leistungs)aussetzer - was davon jetzt besser ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal der ePF-3 fährt sich für einen hinten ungefederten eScooter wirklich recht bequem. Ich hab jetzt auch 2 Jahre lang nur vollgefederte eScooter gefahren und muß sagen ich hatte es mir viel rappeliger vorgestellt.
Das schöne ist aber das er bei Unebenheiten nicht runtergeeilt wie viele hinten gefederte eScooter.
Die NFC Sicherung gefällt mir sehr gut . Ist gleich mit der vom ePF-Pulse(+).
Die Position vom Ladestecker vorne auf dem Trittbrett ist auch sehr angenehm. Aber wie Fireball schon schrieb geht der Stecker vom Ladegerät recht wiederwillig wieder raus. Ich hab das mit Silikonöl gelöst.
Meine längste bis jetzt gefahrene Strecke waren 87 Kilometer mit gut 30% Rest (90 Kg und 3,4 Bar vorne und hinten).
Der neue Blinkerschalter vor dem Lenker ist nach kurzer Eingewöhnung wirklich ohne hinzusehen intuitiv zu bedienen.
Auch der USB Anschluss am Lenker ist schön um das Smartphone oder mein Garmin bei Laune zu halten.

Alles in allem finde ich den ePF-3 1200 nicht übel auch wenn viele wohl eine hintere Federung vermissen werden.
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Demnächst geht es am Mittellandkanal entlang nach Kalkriese zum Varusschlacht Museum …

Da geht es dann Kilometerweit über Schotterwege …



Fortsetzung folgt …
 
Wie @kamy schon sagt - für einen nur teilgefederten Scooter ist der eingeschränkte Fahrkomfort erstaunlich gut aushaltbar...
Der EPF-3 vermittelt natürlich nicht denselben souveränen Fahrkomfort wie ein VX4, ein Hitway H11 oder die RCB-Tourer, aber er bietet im Vergleich zu diesen (und vielen anderen) vor allem 3 entscheidnede Vorteile:
- die super dosierbare, effiziente und verschleißfreie separate E-Brake
- eine Wendigkeit und Fahragilität wie ein kleiner Stadtflitzer
- und vor allem: trotz ordentlicher Power und Mega Reichweite ist das Ding wirklich gut zu tragen, ohne dass man Angst haben muss, sich bei der kleinsten Unachtsamkeit einen kapitalen Bandscheibenvorfall einzuhandeln (bei der Ü30-Klasse muss ich mich deshalb immer erstmal "mental aufwärmen", bevor es diie Treppe hoch- oder runter geht 😁)
(gelegentiche "Microruckler" der vollgefederten Konkurrenz auf schlechtem Untergrund haben mich persönlich übrigens noch nie besonders gestört - viele andere dagegen schon)

Bei einem zweigeteilten Reichweitentest (ausgedehnter, mehrsündiger Steigungstest + späterer Bummelausflug mit der besseren Hälfte, mit durchschnittlich 18-20 Display-km/h) bin ich heute, bei sonnigen 13-16 Grad, insgesamt über 82 km (@1190 HM) weit gekommen, bis der Akku bei 0% wieder komplett platt war.
Damit liegt der EPF-3 1200 definitiv noch über den 27Ah-Reichweitenmonstern von RCB oder dem alten VX4 GT und ist trotz fehlender Hinterradfederung und überschaubarer Bodenfreiheit für extrem lange Touren geradezu prädestiniert. (y)
 
Zuletzt bearbeitet:
So, liebe Forumsgemeinde - dann lasst uns heute mal über das Thema "Performance" sprechen...😁

Wie schon weiter oben erwähnt, hatte ich von Anfang an das subjektiv (erfahrungsgeschwängert-untrügliche) Gefühl, dass hier keine 1600W am Start sind, was mindestens 50 akribische Steigungs(vergleichs)tests auf den bisher gefahrenen 400+ km objektiv untermauert haben.

Heute habe ich die genaue Leistung dann mal semi-wissenschaftlich, per App und mit dem Einsatz der zum vormotierten Lenker-Adapter passenden Handyhalterung (ein richtig cooles, fast schon "smartes" Feature und nicht so ein unschöner Giraffenhals wie bei VMAX) ermittelt, und siehe da: bei vollem Akku (was bei meinem Gerät 53.9V bedeutet) liegen tatsächlich nur max 1400-1500W an, der sog. "Long-Peak"-Wert beträgt also "nur" 14xxW!

Das entspricht auch wieder der heute gezeigten Performance an Offroadsteigungen/Böschungen, an denen ein EPF-Pulse+ signifikant besser performt, und auch ein Fritz 2.0, der an 9 von 10 sonstigen Steigungen bis gut 25% praktisch immer gleich schnell ist, spielt hier seinen 150-200W Leistungsvorteil spür- und messbar aus.

Müssen wir deshalb jetzt alle abgrundtief enttäuscht bis empört sein und die Vorbestellung stornieren?

Aus meiner Sicht, ganz klar: NEIN, und ich hoffe, dass man trotz sicherlich einiger enttäuschter Interessenten bei diesem Konzept bleibt, denn:

1.) ist der EPF-3 durch die Bank (stramm bergauf) 2-3 km/h schneller unterwegs als der eigentlich auch schon völlig ausreichend starke Pulse "Basic" mit 1200W und für ein Mittelklassemodell damit immer noch überdurchschnittlich gut (und viel besser als ein EPF-2 Pro) motorisiert, zumal er steigleistunsgtechnisch auch noch leicht über den bekannt starken RCB D* Ultra-Modellen rangiert.

2.) neigt der Motor durch die Leistungsreserven noch weniger zum Überhitzen und stellt eher irgendwann einfach ab (was ich heute x-Mal "erfolgreich" provozieren konnte) - er ist damit deutlich zäher als alle aktuellen Segway- und Navee-Modelle oder auch der direkte Konkurrent Egret Unit mit deutlich mehr Peakleistung, die aber wesentlich kürzer anzuliegen scheint

3.) sind durch die etwas gedrosselte Leistung extrem gute Reichweitenergebnisse möglich, wie man an meinen bisherigen Tests dazu sieht

4.) ist der unvermeidliche Leistungsverlust bei abnhemendem Akkustand wirklich erfreulich gering, was ich derart bisher nur vom New VX4 kenne und bedeutet, dass man auch mit 30-40% (die noch verdammt lange halten) problemlos besonders starke Steigungen bewältigen kann - und das kaum langsamer als mit vollem Akku.

Ich persönlich bin nicht wirklich enttäuscht, denn auch mit echten 1600+W wird der "3er" nicht zum Performance-Überflieger, sondern vor allem offroad signifikant stärker - für diesen Einsatzzweck ist er konstuktionsbedingt aber ohnehin nicht wirklich gedacht und auch nur eingeschränkt geeignet.
 
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