Fahrberichte zum Slidefox P1 S

Heute waren die Straßenverhältnisse endlich so (weitestgehend trocken und schneefrei), dass ich mit dem Slidefox den geplanten Winter-Reichweitentest machen konnte, wobei ich ihn natürlich wieder standesgemäß gequält habe, aber da muss jeder starke E-Scooter bei mir durch - eintönige Flachlandreichweitentests kann man sich auch bei diversen Youtubern ansehen. ;)
Ein kleines Stück ging es dabei leider auch über matschige Waldwege, was der Fuchs, entsprechend langsam und vorsichtig fahrend, auch klaglos gemeistert hat.
Die erzielte Reichweite liegt zwar rund 20 km unter der Herstellerangabe, aber bei Temperaturen von 1-2°C und vielen sehr steilen Anstiegen, die die allermeisten E-Scooter gar nicht hochkommen, sind 32 km mit meinem "Idealgewicht" von 75 kg meiner Meinung nach noch "im Rahmen".

Nach der Tour waren meine Finger und Zehen aber auch kurz vorm Absterben, insofern hat mir das heute vollkommen gereicht, auch wenn ich das von der typischen Slidefox-Schönwetterreichweite, die bei mir erfahrungsgemäß 40-45 km beträgt, leider nicht behaupten kann.

Was mir neben der beeindruckenden Power des 36V-Systems auch immer wieder besonders gut gefällt, ist das Akkumanagment:
Während z.B. ein Odys Neo oder EPF-2 mit einem von 5 Akkubalken kaum noch Power haben, kann ich mit dem Slidefox gegen Ende sogar noch steile Weinbergauffahrten hochfahren, mit blinkendem letzten Balken komme ich noch relativ souverän meinen Hausberg hoch, und selbst wenn schon gar kein Balken mehr zu sehen ist, schafft der Fuchs weiterhin Topspeed und leichte Steigungen.
Das spiegelt die Potenz des drehmomentstarken Motors wider, der für maximale Performance nicht zwangsläufig auf einen möglichst hohen Akkustand angewiesen ist. Lediglich auf den letzten paar Hunder Metren geht die Steigleistung dann drastisch in die Knie, aber zusammen mit der überdurchschnittlich verlässlichen Balkenanzeige kann man so das nahende Fahrtende relativ gut abschätzen und die Rückfahrt entsprechend einplanen.
Apropos Topspeed: dieser pendelt mit der neuen Lenkereinheit ziemlich genau und ohne große Schwankungen um 21 GPS-kmh.

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Das gefällt auch mir besonders gut am Slidefox. Egal bei welchen Verhältnissen - der Fuchs zieht mit konstanter Leistung durch. Das war beim Ninebot anders, wenn der Akku zu Neige ging. Deshalb gibt es für mich auch keine bessere Alternative!
 
Würdet ihr aktuell, trotz der vergleichbaren Scooter mit 48V oder 52V, immer noch eine Kaufempfehlung aussprechen?
Wie würdet Ihr den Fahrkomfort, besonders im Verbindung mit der Federgabel und dem ungefederten HC Hinterrad auf schlechten Wegen oder Schotterpisten einstufen? Verkraftet das Chassis auch mal Sprünge von höheren Bordsteinen?
Mir gefällt, was ich so lese und auf YT gesehen habe, das Gesamtpaket mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.
 
Der Slidefox ist zwar schon etwas "in die Jahre gekommen" (im schnellebigen/schnell wachsenden E-Scootermarkt kann man das schon sagen), aber immer noch eine Kaufempfehlung wert.
Allerdings gibt es mittlerweile bessere, schnellere, stärkere E-Scooter, die ihm den kurzzeitigen Platzhirschrang abgelaufen haben.
Sein größter Vorteil ist immer noch die extrem robuste, massive und einigermaßen wasserbeständige Bauweise, die an klassiche Leihscooter angelehnt ist, sowie sein bärenstarker Motor. In seinem Preissegment ist die Reichweite dagegen nur noch (maximal) durchschnittlich, und der Preis selbst auch kein Schnapper mehr. Auch sein 36V-System ist (für einen Powerscooter) eigentlich überholt, aber der realtiv große Akku und der starke Motor machen diesen Nachteil (fast) wieder wett.
Viel Federungskomfort darf man natürlich nicht erwarten ("wippen" tut da z.B. absolut nichts!), aber wenn man selbst nicht gerade zimperlich ist, kann man mit ihm - im Gegensatz zu einem deutlich leichteren, bis auf die Luftreifen komplett ungefederten E-Scooter - auch durchs Hardcore-Gelände fahren.
Ist aber alles hier im Thread nachzulesen. ;)
 
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Würdet ihr aktuell, trotz der vergleichbaren Scooter mit 48V oder 52V, immer noch eine Kaufempfehlung aussprechen?
Wie würdet Ihr den Fahrkomfort, besonders im Verbindung mit der Federgabel und dem ungefederten HC Hinterrad auf schlechten Wegen oder Schotterpisten einstufen? Verkraftet das Chassis auch mal Sprünge von höheren Bordsteinen?
Mir gefällt, was ich so lese und auf YT gesehen habe, das Gesamtpaket mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.
Ich würde den Slidefox weiterhin empfehlen. Ich finde den Fahrkomfort im Stadtverkehr gut, auf der Vorderachse sogar sehr gut, hinten machen mir die Stöße nicht so viel aus, auch wenn sie nicht stärker als bei anderen Fahrzeugen dieser Klasse sind. Das Chassis ist mit eines der robustesten, die du bekommen kannst. Eben konzipiert als Leihscooter, aber noch etwas stabiler als der Ninebot würde ich sagen. Gibt auch Videos zum Schwestermodell von Kuickwheel, wo das Ding ordentlich missbraucht wird.
Trotz 36V ist der Fuchs sehr bergstark, kannst du auch im neuen Video von @HennTech sehen, wo er als einziger 36V Scooter teilnimmt und dennoch sehr gut dasteht.
Der Service ist einfach einmalig, schnell, freundlich, persönlich und man darf bei vielen Dingen auch selbst Hand anlegen.
Bis auf die fehlenden Blinker habe ich nichts am Slidefox auszusetzen. Seinen Preis ist er alles in allem deutlich eher wert als zum Beispiel der G30D, ist meine Meinung.
 
Da ich nun seit knapp einem halben Jahr regelmäßig mit dem Slidefox fahre, möchte ich meine Eindrücke mit euch teilen. Er ist mein erster und (bis jetzt) einziger Scooter.


Unboxing:
Der Slidefox kam bei mir in einem sehr guten Zustand an. Der einzige Makel war eine Luftblase unter dem Gummi auf dem Trittbrett, die aber mittlerweile „plattgetreten“ wurde.
Was ich sehr gut finde, ist, dass weder für die Benutzung des Scooters noch der App eine Registrierung notwendig ist. Der Slidefox merkt sich nach dem Ausschalten den Fahrmodus, in dem er sich befindet. Die NFC-Karten sind ein lustiges Feature, wirklich „smart“ ist der E-Scooter allerdings nicht. Die App ist mager, und viele Infos, die ich gerne einsehen wollen würde, können nicht angezeigt werden. Eine Entriegelung auf 25 km/h oder mehr für das Ausland oder Privatgelände ist nicht möglich.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Ladezeit. Wenn man den Akku nach dem Leerfahren komplett (bis das Ladegerät grün leuchtet) aufladen will, sollte man nicht mit 5, sondern eher mit 8 Stunden rechnen. Das ist für mich kein Drama, aber der Wert, der auf der Webseite angegeben wird, ist schlichtweg falsch.


Fahrerlebnis:
Bevor ich in die Schwärmereien verfalle, möchte ich das Negative aus dem Weg räumen.
Die Leistung des Slidefox verliert mit abnehmender Akkuladung nicht übermäßig viel, aber doch stetig an Kraft, bis die Leistung bei knapp über 20% Akku (Außentemperatur ca. 10 °C) schlagartig einbricht. Das verwundert mich deshalb, da ich bei bisherigen Erfahrungen im Forum gelesen habe, dass der Slidefox seine Power bis zum Abschalten behält. Steigungen schafft der Scooter so keine mehr (höchstens 5% mit Geschwindigkeitsverlust), er hält aber auf ebenen Strecken immerhin noch die Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h. Da ich auf einem Berg wohne, verkürzt sich die effektive Reichweite für die meisten Touren um einige Kilometer, was ärgerlich ist.
Wenn ich an einem Abhang die Bremse löse und anfange zu Rollen ohne Gas zu geben und dann wieder die Bremse betätige, schaltet sich die Motorbremse (denke ich) mit einem deutlichen Ruck zu. Das fühlt sich nicht sonderlich sicher an. Auch wenn ich sehr langsam bergab Rolle (um die 2 bis 3 km/h) blockiert der Motor teilweise mit einem starken Ruck.

Jetzt aber zu den erfreulichen Dingen.
Die hier schon mehrmals berichtete Reichweite von um die 40 km mit einigen Steigungen im Streckenprofil kann ich bestätigen. Für mich ist dieser Wert ausreichend und wäre nicht das oben erwähnte Manko, wäre ich absolut zufrieden damit.
Als ich das erste Mal in den Sportmodus gewechselt und Gas gegeben habe, hatte ich das Gefühl, dass der Scooter unter mir davon fährt. Ich habe keine Vergleichsbasis mit anderen Modellen, aber als E-Scooter Neuling kann ich sagen, dass die Beschleunigung einfach Spaß macht. Obwohl ich mich mittlerweile daran gewöhnt habe, bekomme ich immer noch ein leichtes Kribbeln, wenn der Slidefox nach einer engen Kurve auf einer 10% Steigung hochbeschleunigt.
Der Slidefox fährt konstant zwischen 21 und 22 km/h, wobei er laut GPS eher knapp über 21 als konstante 22 km/h fährt. An Abhängen beschleunige ich auch gerne mal auf bis zu 35 km/h. Dabei fühlt sich der Slidefox immer noch ausreichend sicher und stabil an. Die Bremsen arbeiten - bis auf das oben beschriebene "Problem" - einwandfrei und man kommt jederzeit schnell und sicher zum Stehen.
Das Fahrgefühl ist auf dem Asphalt sehr geschmeidig. Selbst stärkere Unebenheiten stören kaum. Man gleitet so leise dahin, dass die einen Kilometer entfernte Bundesstraße alle Geräusche übertönt. Besonders in der Nacht ist das leise, kaum auffällige Motorgeräusch ein Segen.
Auf steinigen und unwegsamen Waldwegen kann man mit dem Slidefox fahren, komfortabel ist dann aber nicht mehr das Wort der Wahl, um das Fahrgefühl zu beschreiben. Wenn man jedoch langsam fährt und das Gewicht auf die Fußballen verlagert, kann man gut und gerne mal 20 Minuten auf rauem Untergrund fahren, ohne das man den Spaß verliert. Die Federgabel macht sich hier erfreulicherweise bemerkbar und die Stöße, die durch Lenkerstange gehen, sind deutlich weniger schlimm als erwartet. Alles in allem ist der Slidefox natürlich kein Geländefahrzeug, sondern eher ein ländlicher Cruiser, mit dem man auch mal querbeet fahren kann, wenn es denn sein muss.
Der Slidefox ist ein Bergsteiger. Der berühmte „Steile Berg“ in meiner Ortschaft ist eine 450 m lange Steigung mit Werten zwischen 15 und 25%. Der Slidefox wurde mit 75 kg beladen, hatte ca. 70% Restakku und wurde vorher schon von mir an diversen Steigungen und unwegsamen Gelände gequält. Die Außentemperatur betrug um die 5 °C. Der Slidefox brach nicht unter 5 km/h ein, obwohl in den letzten 50 m ein Überhitzungssymbol auf dem Display aufleuchtete. Dieses Symbol verschwand nach einer Minute wieder, nachdem ich meine Fahrt auf ebenem Gelände fortsetzte. Steigungen bis 10% schafft er mühelos. Ich bin absolut sprachlos. Was dieses Gefährt am Berg leisten kann, hätte ich nie und nimmer erwartet. Es existiert keine einzige asphaltierte Steigung in meinem Wohnort, die der Slidefox nicht erklimmen konnte.


Fazit:
Der Slidefox hat bis auf Kleinigkeiten alle meine Erfahrungen erfüllt und manche sogar übertroffen. Ich kann ihn bedenkenlos als Dorf-, Berg- und Stadtfahrzeug empfehlen. Den Preis von 900€ finde ich in Ordnung. Wer einen E-Scooter sucht, mit dem man Bequem einkaufen, am Wochenende im Sommer ins Freibad fahren oder einfach sorglos, leise und schnell durch die hügelige Landschaft bei Sonnenuntergang cruisen kann, für den ist der Slidefox genau das perfekte Gefährt.


P.S.: Ich musste erfreulicherweise noch nicht aufgrund irgendwelcher Probleme den Support bemühen. Reifen, Bremsen, Motor, Federung, Lenker, Akku, etc. funktionieren nach einem halben Jahr intensiver Benutzung - bei definitiv nicht optimalen Wetterbedingungen - wie am ersten Tag.
 
Also bei mir hat der Slidefox selbst mit blinkendem/gerade verschwundenen letzten Akkubalken noch Power für meinen (eher kurzen) 15-18% Hausberg. Natürlich schafft er dann keine extremen Steigungen mehr, und die letzten paar Hundert Meter gehen auch nur noch flach, aber im Vergleich zu fast allen anderen E-Scootern auf dem Markt, kann man das durchaus als "Power bis zum Schluss" bezeichnen. ;)
 
Gestern habe ich mal wieder eine kleine Tour mit dem "alten Hasen" Slidefox unternommen...Bei am Schluss nur noch 7 Grad und ohne Wahnsinns-Anstiege (insgesamt 470, aus meiner Sicht eher moderate Höhenmeter), hat der Fuchs im Sportmodus leider nur knapp 33 km durchgehalten.
Mit nur noch einem blinkenden Balken ist er dabei immer noch relativ problemlos die steilste Straße in meinem Wohnort (bis zu ~20%) hochgekommen - das verdient wirklich Respekt!
Das Fahrne auf diesem 22 km/h Leihscooter-Derivat macht auf jeden Fall Laune und fühlt sich wieder komplett anders an als auf allen anderen E-Scootern aus meinem prall gefüllten Fuhrpark. Beschleunigungsvorgänge wirken mit der nervösen Gasannahme immer etwas hektisch/unharmonisch, aber durchaus druckvoll. Auf den regennassen Straßen gestern musste ich beim Bremsen und in Kurven wieder richtig aufpassen, um nicht wegzurutschen - ich habe jetzt zufällig gesehen, dass der aktuelle Slidefox auch vorne keine Luftreifen mehr hat, was die Bodenhaftung bei schwierigen Straßenverhältnissen leider zusätzlich reduziert...
Das größte Manko dieses Bergmonsters, das moderate Steigungen mit Topspeed hochfährt, dann relativ stark einbricht, allerdings ohne einem dabei das Gefühl zu geben, dass ihm die Puste/Kraft ausgeht, wobei er, im Gegensatz zur bis dahin schnelleren Konkurrenz, diese Souveränität auch noch bei über 20% ausstrahlt, ist, zweifelsohne die überschaubare Reichweite. Mit einem Fritz, Sparrow 2 (jewiels mit großem Akku) oder EPF-2 835 komme ich rund 20 km weiter, was schon ein Riesenunterschied und nicht allein durch den Akkukapazitätsvorteil zu erklären ist.
Genaus aus diesem Grund habe ich mir auch (noch) keinen Ninebot P65D geholt, wobei der Slidefox mit ähnlicher Reichweite einige gewichtige Vorteile gegenüber diesem hat: er fährt 21-22 km/h, kostet aktuell 400€ weniger und ist zwar kein Leichtgewicht, aber trotzdem noch deutlich leichter.
Da beide auch ähnlich stark und sehr gut verarbeitet sind, sowie über einen IPX5-Schutz verfügen, sind sie durchaus vergleichbar, allerdings
würde ich aufgrund des Preisvorteils eher zum Slidefox raten, wobei der P65D natürlich ein Design-Schmuckstück und deutlich "moderner" ist.

Für 799€ ist der äußerst robuste Slidefox, mit dem man wirklich überall durchkommt, immer noch eine volle Kaufempfehlung wert - wenn man mit Einschränkungen beim Fahrkomfort und bei der Recihweite leben kann.
 
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Heute mal wieder eine kleine Ausfahrt mit dem Slidefox gemacht. Im Gegensatz zu einem mittlerweile definitiv veralteten G30D kann man den Fuchs immer noch empfehlen und auch bedenkenlos kaufen - dass er aber schon etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr ganz Up-To-Date ist, zeigt der Vergleich mit meinem letzten Neuerwerb, dem Ninebot P65D.
Beide sind äußerst massiv und qualitativ hochwertig gebaut, haben eine fast identische Akkugröße (572Wh beim Slidefox zu 561Wh beim Ninebot), IPX5, NFC, ein intelligentes BMS, sind drehmomentstark und besitzen leider beide keine nennenswerte Federung.
Der deutlich moderner wirkende P65D ist noch eine ganze Ecke stärker, kommt bis zu 10 km weiter und lädt den Akku (ebenfalls mit 3A) in 4+ statt in 6+ Stunden wieder voll auf - das nenne ich mal Fortschritt...
Nach nur 36 km war heute, bei angenehmen Temperaturen, Schicht im Schacht - das ist selbst für eine mittlere Tour alles andere als üppig und zwingt einen dazu, die Route im Vorfeld genau zu planen, um am Ende nicht kilometerweit schieben zu müssen, was beim schweren Slidefox mit deutlichem Motorwiderstand absolut keinen Spaß macht.
Der größte Pluspunkt vom Slidefox sind eindeutig seine Zähigkeit und "Nehmerqualitäten". Obwohl er faktisch ungefedert ist (die Frontgabel hat nur einen minimalen Federungseffekt), kann man damit überall durch und drüber brettern, und das ganze macht auch noch richtig Spaß (man sollte natürlich nicht allzu zimperlich/wehleidig sein). Das funktioniert einerseits wegen seines massiven Aufbaus mit tiefliegendem Schwerpunkt und trotzdem ausreichender Bodenfreiheit, andererseits aufgrund seines drehmomentstarken Motors, der sich auch beim Beschleunigen positiv bemerkbar macht, deutlich besser als erwartet.
Für die aktuellen 799€ kann ich ihn für den spaßigen Kurzstreckeneinsatz und kleinere Touren immer noch ruhigen Gewissens empfehlen, zumal er jetzt auch vorne über "unkaputtbare" Reifen verfügt und somit 100% Großstadt-kompatibel ist. (y)
 
Gestern Abend, bei immer noch 20-25 Grad Wohlfühltemperatur, bin ich mit dem Slidefox nur etwas mehr als 32 km weit gekommen. Dieselbe Reichweite hatte ich auch schon im Winter erzielt, wobei ich gestern ein ziemlich anspruchsvolles Fahrtprofil mit ein paar sehr steilen Anstiegen und auch einige kräftezehrende Steigungen auf unbefestigten, steinigen oder mit Gras bewachsenen Wald&Feldwegen "im Programm" hatte - und natürlich ausschließlich im Sport-Modus unterwegs war.
Neben der außergewöhnlichen Power (im Sinne von Zähigkeit am Berg) sind mir wieder ein paar Dinge besonders aufgefallen:

1.) Nicht nur auf verschmutzter oder nasser Fahrbahn, sondern auch auf losem Untergrund fällt der mangelnde Grip der harten HC-Hinterreifen, insbesondere beim stärkeren Bremsen, negativ auf. Der aktuelle Slidefox hat jetzt ja "rundum" HC-Reifen, was den Effekt eher noch verschlechtern dürfte.

2.) Ich weiß nicht warum, aber obwohl der Fuxx hinten komplett ungefedert ist, macht es richtig Spaß, damit auch mal über unbefestigte Wege zu brettern, auch wenn man dabei ordentlich durchgeschüttelt wird. Mit anderen E-Scotern, die ebenfalsl über keine Extra-Federung, aber zumindest Luftreifen verfügen (die vordere Federgabel bewegt sich bei mir keinen mm, zählt also eigentlich gar nicht), ist das irgendwie nicht so spaßig, um nicht zu sagen extrem unkomfortabel bis unangenehm.

3.) Die Beschleunigung ist immer noch eine der besten auf dem Markt - der Slidefox prescht mit meinen 75 kg bei jeder Gasbetätigung extrem druckvoll nach vorne. Das macht einfach Spaß, auch wenn die giftige Gasannahme die Langsamfahrt bei schlechtem Untergrund deutlich erschwert.

4.) Jetzt kommt ein Punkt, der mich am meisten beeindruckt: der Slidefox verfügt über das mit Abstand leistungseffizienteste Batteriemanagment, das ich kenne. Zwar ist die erzielbare Reichweite in Anbetracht von rund 570 Wh fast schon entttäuschend "niedrig", aber dafür ist der Leistungsabfall bei niedrigem Akkustand erstaunlich gering. Bevor er gestern mit einem Ruck schlagartig keine Power mehr hatte und fast stehengeblieben ist, bin ich noch einige km mit 0 Akkubalken und Topspeed gefahren und unmittelbar davor sogar noch meinen kleinen Hausberg mit 10 km/h hochgekommen - das ist das Leistungsniveau eines vollgeladenen 700-800W E-Scooters! Davor bin ich mit knapp einem von 5 Balken noch absolut problemlos einen kleinen Grashang hochgefahren, was überhaupt nur relativ starke E-Scooter schaffen. Auch die imposante Beschleunigung lässt bis zum Schluss kaum nach.
Da der Slidefox ohnehin kein Reichweitenmonster ist, die Akkukapazität aber zumindest für mittelere Touren zwischen 30 und 40 km reicht, finde ich dieses Verhalten eigentlich perfekt. Wenn er auf eine Reichweite von 45-50 km ausgelegt wäre, dafür aber bei halbvollem Akku schon spürbar abbauen würde und gegen Ende - wie die allermeisten anderen E-Scooter auch - kaum noch Power hätte, würde er nicht Halb so viel Spaß machen und wäre nur einer von vielen 1kW+ Powerscootern mit im Vergleich zur Konkurenz immer noch bescheidener Reichweite.
 
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Mein Slidefox kam gestern an. Nach langer Überlegung (bestimmt 2 Jahre) nun mein erster Scooter. Da ich ihn nicht zwingend benötige und als reines Freizeitmobil verwende hab ich doch recht lang gezögert und auch mit anderen Modellen geliebäugelt, zum aktuellen Rabattpreis musste ich jedoch endlich zuschlagen. Erster Fahrbericht: Zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer nur im Ecomodus benutzbar :ROFLMAO: Weiteres folgt dann demnächst wenn die Plakette hinten drauf klebt, wobei zum Slidefox ja eigentlich bereits ausführlich berichtet wurde.
 
Das hatte jetzt aber wirklich 0 mit Fahrberichten zu tun. 😁
Umso gespannter sind wir aber auf Deinen besonders ausführlichen Bericht nach ausgiebiger Jungfernfahrt jenseits der eigenen 4 Wände! ;)
 
Hallo,
nach viel hin und her und hin und her, lesen hier im Forum, habe ich mir endlich doch einen eScooter gegönnt und mir einen Slidefox gekauft - zugegeben, der Preisnachlass war auch ausschlaggebend zu sagen: jetzt aber!
Benutze ihn überwiegend zum einkaufen im nächsten Ort, oder - bisher - zum spazieren fahren.

Mein Gewicht: je nach Jahreszeit zwischen 96 und 100 Kilo Gewicht (da in Test und Bewertungen immer von 75 Kg ausgegangen wird).

Fahrbericht:
Über die volle Reichweite kann ich (noch) nichts sagen.
Der Anzug des eScooters ist spitze!
Fahre nur mit der Fahrstufe "S".
Sehr guter Fahrkomfort bei feinem Asphalt, gröberer Asphalt ist auch gut erträglich und eher nicht erwähnenswert. Bei Schotterwegen schaltete ich gerne auf die Fahrstufe "D" mit max. 15 kmh, nun schaffe ich es aber auch bei Fahrstufe "S" eine langsamere Geschwindigkeit zu halten, was das fahren auf Schotter ein wenig erträglicher macht.
In % kann ich es nicht sagen, aber die meisten Hügel und kleine Steigungen packt der Slidefox wirklich sehr gut und meist mit 20-22 kmh. Ist es doch einmal steiler, fällt er auf bis zu 15 kmh ab, zieht aber stur durch! (y)
Über Akkuverbrauch kann ich nicht wirklich etwas sagen, da ich bisher nur meist sechs bis acht Kilometer gefahren bin und mit den Steigungen die dabei waren (und meinem Gewicht) lag der Verbrauch bei 15 bis 25%.

Bergab habe ich allerdings ein mulmiges Gefühl und bremse recht häufig ab auf unter 30 kmh. Mach ich beim Fahrrad aber auch, muss am Alter liegen, habe mehr Angst dabei als früher. 😁

Glücklicherweise ist nichts passiert, ich fuhr langsam und es war Eben, aber die Vorderbremse sollte man behutsam einsetzen! 🤭

Was ich mir nachträglich auch gekauft habe sind Blinker (wie im Forum beschrieben).
Das wäre für mich der einzige Kritikpunkt: fehlende Blinker - besonders hinten.
Mit den kleinen Rädchen und je nach Untergrund die Hand raushalten ist leichtsinnig.

Mein erster eScooter und wie ich meine: ein guter Einstieg in diesen Bereich.
 
Korrektur in Sachen Verbrauch und Geschwindigkeit:
gestern noch eine Weg abgefahren um zu ermitteln wie lange ich zum Bahnhof brauchen würde, wenn...

Gewicht meinerseits derzeit 97kg.
Wegstrecke 9,x km, ein steileres Stücke von ca. 200m, dabei fiel die Geschwindigkeit auf 12 kmh, sobald es ein wenig flacher wurde "schraubte" sich der Slidefox recht zügig wieder auf 20-22 kmh. Alles asphaltierter Untergrund
Ladezustand lag immer noch bei 78% als ich wieder Zuhause war (laut App).
 
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