Hitway H11 Fahrberichte, Erfahrungen & Fazit

Dako

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Über persönliche Fahrberichte zum Hitway H11 würden wir uns sehr freuen. Interessant und hilfreich sind Eure Eindrücke zu:
  • Agilität
  • Motorpower/Steigungspower
  • Maximale Geschwindigkeit (auch mit GPS gemessen)
  • Bremsverhalten
  • Qualität/Verarbeitung
  • was Euch sonst noch einfällt
Hier bitte nur persönliche Fahrberichte posten, keine Links zu Werbevideos. Vermeidet bitte Off-Topic.

Bei speziellen Fragen, die nichts mit Fahrberichten zu tun haben, bitte ein neues Thema erstellen.

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Er ist da! :love:

Ein paar interessante Facts:
- das Teil sit relativ kompakt, aber sauschwer - gefühlt vorne nochmal um einiges schwerer als hinten
- mein Vorderrad hatte initial exakt 0.0 bar - also an alle "ich war mit voreingestelltem/unbekanntem Reifendruck unterwegs"-Experten: bitte unbedingt VOR der Fahr den Luftdruck prüfen! Hinten hatte ich gute 3.4 bar...
- das Trittbrett ist a...glatt - die beiden proprietären 2A-Charger haben darauf überhaupt keinen Halt - der Seitenständer ist übrigens sehr gelungen
- die Lenkstange zu arretieren, bzw. umzuklappen, ist etwas fummelig und schwergängig (hab mir dabei schon 2x den Daumen gequtescht), aber dafür hält der Verschluss bombensicher, was die Hauptsache ist
- apropos Lenkstange. diese ist, genauso wie der Lenker (den man erst noch montieren muss), starr und nicht sonderlich hoch - ich denke ab 190cm wird es etwas unbequem auf dem H11...
- OOTB war der Akku mit 53.xV vorgeladen - dauert also wahrscheinlich gut 3 Stunden, bis es losgehen kann (Regenpause vorausgesetzt)
- haptisch wirkt alles solide und von guter Qualität
- das LKL ist etwas stramm eingestellt, was bei dieser Power aber definitiv besser ist als zu locker
- die Bedienelemente sind stimmig angeordnet und gut zu erreichen

Ich bin scon auf die erste Probefahrt nachher gespannt...

Edit:
Schade, dass es heute so geregnet hat, sonst wäre ich direkt zu ein paar Weinberg-Steilhängen (30-40+% auf losem Untergrund) in der Nähe gedüst, um die Power zu testen. An normalsterblichen Steigungen werde ich den Scooter mit 80 kg kaum an seine Grenzen bringen, und subjektiv "brutal" beschleunigen relativ viele Scooter mit zum Teil deutlich weniger PS unter der Haube.
 
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Ich komme gerade von einer 13 km-Probefahrt zurück, und was soll ich sagen: HOLY FUCKING SHIT!!!
Nach dem allerersten Mal (konzentriertem) Vollgas geben auf gerader Strekce (und ich war entsprechend vorgewarnt!) habe ich mich derart erschrocken, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt habe, das Ding wegen akuter Lebens-/Unfallgefahr gleich wieder zurück zu schicken...
Das ist auch der allererste Scooter, den ich kenne, bei dem die hintere Fußstütze (aus Sicherheitsgründen) wirklich aktiv benutzt werden sollte und nicht bloß eine sportlich-optische Zierde darstellt.
Im Eco-Modus fährt der H11 max 10 km/h, im Sportmodus total unsportliche 15 und erst im sogenannten Racemodus reizt er die vollen 22 DIsplay-km/h (gefühlt echte 21+x) komplett aus.
Im endlich einmal brauchbaren Singlemotor-Modus ist die Kiste etwa genauso stark wie ein VX2 Extreme oder Pulse+ - für einen Dualmotor-Scooter ist das geradezu unglaublich!
Jenseits von 15 km/h ist die Beschleunigugn eher sanft, aber wehe....man gibt unbedacht (oder beabsichtigt) unter 15 km/h Vollgas und befindet sich dabei im Dualmodus - dann haut es einen für den Bruchteil einer Sekunde derart brutal nach vorne, als wäre man gerade auf der Autobahn von einem LKW auf die Schippe genommen worden - einfach irre (und gleichzeitig auch potenziell gefährlich)!
ABER...Got sei Dank lässt sich das Zeigefingergas erfreulich gut dosieren, und so kann man auch im Dualmodus in jedem Geschwindigkeitsbereich sanft beschleunigen (oder anfahren) ohne irgendwelche unschönen Leistungssprünge zu erfahren - das ist wirklich top umgesetzt!
Die integrierte E-Brake kommt zum Tragen, wenn man die Bremsgriffe nur leicht anzieht und wirkt umso stärker, je schneller man fäht, was teilweise ziemlich ruppig werden kann, wenn man aus hohen Geschwindigkeiten heraus bremst und sich nicht auf das Verhalten eingestellt hat. Aber immerhin besitzt der Scooter eine Motorbremse, welche die sehr guten mechanischen Scheibenbremsen unterstützt bzw. entlastet und so deren Lebensdauer signifikant erhöht.
Ansonsten ist der H11 wirklich gut/angenehm zu fahren und auch deutlich wendiger/agiler als ein Elite X. Das relativ glatte Trittbrett bietet mit gummierten Laufsohlen ebenfalls genug Halt, und die Lenkerendenblinker (ohne Ton) sind schön hell, genauso wie das Frontlicht (zumindest im Dunkeln).

Das war ein erstes, kurzes Fazit - mehr Tests folgen, wenn das Wetter morgen hoffentlich wieder etwas freundlicher ist, und dann geht es auch die extremen Weinberg-Steilhänge hoch, an denen ich heute erstmal nur vorbei gefahren bin (wenn der Boden wieder trocken genug ist - und die Power dafür reicht)...

Für unter 1000€ ist das einfach ein Hammer-Gerät und vor diesem Hintergrund in der Powerscooter-Liga aktuell absolut kokurrenzlos! 💪

Edit: Die Federung ist etwas straff voreingestellt (also nicht gerade butterweich@80 kg), aber auch nicht unangenehm hart - für mich persönlich passt das so.
 
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Heute/letzte Nacht hat es leider wieder geschüttet, aber es soll tagsüber sonnig sein und bleiben, also vielleicht wird der anvisierte Offroadsteigungstest heute Abend doch noch was - auf befestigten Straßen kann ich die Dualmotor-Power mit 80 kg kaum aussagekräftig testen, da der H11 vermutlich sogar 30+%-Steigungen, die der Pulse+ oder VX2 Extreme mit 8-9 km/h schaffen, mit mindestens 18 km/h "hochschießen" wird (und ja, bei solchen Steigungen kann man bei 18 km/h tatsächlcih diese Wortwahl gebrauchen! ;)).

Am H11 wird aber auch schön das Dilemma hinsichtlich unserer deutschen Gesetztgebung / EKFV-Regelung deutlich:
3200W in einem so kleinen Geschwindigkeitsbereich (0-22 km/h) unterzubringen, ohne das vorgegebene Geschwindigkeitslimit in irgendeiner Form zu überschießen, ist kaum möglich, bzw. nur so wie beim Elite X 2.0 oder eben dem H11, der mit seinem 52V-System in Wirklichkeit wahrscheinlich sogar noch deutlich über 3200W raus haut.
Mein vollgeladener Akku hatt 59.4V(!), unter starker Last sind wir dann erfahrungsgemäß bei rund 57V, und wenn die 29-30A Controller aus den RCB Ultra-Modellen verbaut sind (der eigentliche Hersteller ist ja derselbe, und eine Gleichteilestrategie bei günstigen China-Geräten durchaus üblich und verbreitet), dann liegen wir mit vollem Akku bei etwas über 3300W@29A. Da der Scooter mit nur einem Motor, trotz deutlichem Mehrgewicht, in etwa genauso stark wie die Singlemotor-Platzhirsche mit 30A performt, darf man gesichert von 29 bis (eher) 30A pro Achse ausgehen (bei 30A und relativ vollem Akku wären wir schon bei 3400W und bei dann vermutlich 31 maximal möglichen Ampere sogar bei über 3500W!!!).
Aber zurück zum Ursprung: seine Maximalpower entwickelt ein Scooter mit ABE bnormalerweise bei niedrigen Geschwindigkeiten und Vollgas - mit 3300-3400W ist die Beschleunigugn aber so extrem, dass die Peakleistung beim Beschleunigen in der Ebene nur ganz kurz anliegen darf, damit man die Geschwindigkeit "obenraus" noch irgendwie einfangen kann, deshalb kommt hier ertsmal ein kurzer Wahnsinns-Ruck, und kurz danach geht es eher gemächlich Richtung 22, was sich nicht so schön anfühlt wie z.B. die Leistungskurve bei einem EPF-Pulse, aber bei dieser Power leider nunmal nicht anders umzusetzen ist. Selbst der Elite X 1.0 hatte gefühlt eine 3x so lange "Leistunsgfreigabe" - dessen ~2400W sind vermutlich auch das Maximum, was mit 2 Motoren wirklich sauber auf 20-22 km/h abgestimmt werden kann. Insofern sehne ich mich gerade überhaupt nicht mehr nach einem straßenzugelassenen VMAX VX6 mit bis zu 5500W - das wäre legal überhaupt nicht mehr vernünftig fahrbar umzusetzen!

Auch wenn ich den H11 als Gesamtpaket aktuell an der Spitze der Nahrunskete sehe und mich sein geradezu unverschämt gutes P/L-Verhältnis zugegebenermaßen leicht umhaut - mein Traum wäre trotzdem ein sauber abgestimmter EPF-Pulse++ mit "nur" 2400-2500W Spitzenleistung aus einem (Hinterrad)Motor, so wie es der ZT3 Pro D im Boost-Modus schon vorgemacht hat, womit dieser aber eine nur unwesentlich bessere, teilweise sogar schlechtere Bergperformance hatte als die Top 1600W-Konkurrenz.

TBC.
 
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So, nachdem die rosarote Brille nach der insbesondere performancemäßig höchst beeindruckenden Premierenfahrt gestern abgenoommen wurde, hier noch ein paar kritische Blicke, aber zuerst noch ein paar Worte an @Robert_Roller :
Lade den Scooter mal voll, stell den Dual- + Racemodus ein und gib dann bei einer konstanten Geschwindigkeit zwischen 5-10 km/h Vollgas - dann weißt Du, was mit meinem "fast schon lebensgefährlich" gemeint war (insbesondere wenn du das Ganze kurz vor einer Kurve machst). 😁

Aber zurück zur sachlichen Kritik:
Die E-Brake haut teilweise dermaßen rein, dass man vorsorglich immer/vor jedem Bremsvorgang sein Gewicht nach hinten verlagern sollte, um unangenehme Schreckmomente zu vermeiden.

Das brutale Anfahrverhalten kann man deutlich entschärfen, indem man in den Settings, in die man durch gleichzeitiges Drücken der Tasten + und + gelangt, unter P12 das Anfahrdrehmoment von 5 auf 3 stellt. Damit zieht der H11 deutlich weniger ruppig an - die Beschleunigung im oberen Bereich/jenseits von 15 km/h bliebt dabei unverändert "langweilig". Ich kenne eine ganze Reihe Scooter, die deutlich imposanter auf ihre jeweilige Höchstgeschwindigkeit beschleunigen als der H11, trotz zum Teil viel weniger Power.

Die ersten Weinberg(steilhang)tests waren äußerst vielversprechend - ein paar Mal bin ich nur deshalb gescheitert, weil sich die Räder durchdrehenderweise eingegraben haben oder ich einfach nur noch hilflos weggerutscht bin. Trotz der immer noch subobtimalen Bedingungen mit leicht feuchtem, grasbewachsenen Erdboden und dementsprechend stark eingeschränktem (aber bitter benötigten) Grip, konnte ich, das Gas vorsichtig dosierend, schon ein paar heftige Anstiege erklimmen, die mit Singlemotor-Powerscootern absolut undenkbar gewesen wären (unter absoluten Idealbedingungen könnte vielleicht noch der SO4 Pro GT den ein oder anderen Hang erklimmen).

Im Singlemotor-Modus ist der H11 doch nicht ganz so drehmomentstark wie ein Pulse+ oder Fritz 2.0 - "Onroad" liegt er steigleistungstechnisch zwar noch vorne, aber wenn es auf unbefestigtem Untergrund bergauf auf jedes einzelne Nm ankommt, zieht er den Kürzeren. Ein ähnliches Verhalten zeigen auch die RCB Ultra Modelle, insofern würde ich hier mal auf irgendwas zwischne 35 und 40 Nm tippen - wohlgemerkt, mit nur einem Motor!

Die Höchstgeschwindigkeit kam mir heute komischerweise signifikant langsamer vor als gestern, und ich würde diese jetzt tatsächlich eher auf 20 als auf 21 echte km/h taxieren, was ja auch die GPS-Messungen von anderen bestätigt haben.
Man kann hier übrigens denselben Trick anwenden, den ich noch aus ehemaligen Wizzard-Zeiten kenne: wenn man den Zeigefingergashebel nicht komplett durchzieht, sondern nur etwa bis zur Hälfte, steht einem schon die volle Power zur Verfügung, ohne, dass der Vorwärtsdrang beim Beschleunigen gleich wieder extrem gedrosselt wird, und auf diese Weise lassen sich auch ein paar "gefühlte" Zehntel bei der Höchsgeschwindigkeit herausholen.

Mein OOTB komplett plattes Vorderrad hatte über Nacht sage und schreibe 0.5 bar Luft(druck) verloren - ein Umstand , der mich extrem ank***t, und nach der jetzigen 41 km-Fahrt (und ein paar wenigen Stunden) sind auch schon wieder 0.2 bar "verpufft". Wie genau ich damit umgehe (den Kauf widerrufen, auf Instandsetzung/Reparatur oder eine angemessene Entschädigung pochen oder einfach damit - nebst ständigem Nachfüllen leben), weiß ich noch nicht, überlege ich mir aber bis morgen.

Bin ich jetzt etwa ernüchtert oder gar total enttäuscht? Nein - der H11 ist ein Mega Touren -Scooter für Leute mit (dreistellig) begrenztem Budget, für die die schiere Power wichtiger ist als die reine Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit (also insbesondere für besonders schwere Fahrer oder extrem bergige Gegenden). Für so ein 34 kg-Schwergewicht fährt sich der H11 wirklich gut - definitiv eher wie ein Pulse als wie ein Elite X.
Ja, die Bremsen schleifen gelegentlich und müssen dann gereinigt und/oder nachgestellt werden, das LKL ist etwas stramm eingestellt, was sich beim Fahren aber überhaupt nicht negativ bemerkbar macht und der Fahrstabilität eher zugute kommt (der RCD D7 ist diesbezüglich das genaue Gegenteil!), die E-Brake ist manchmal ziemlich ruppig und somit stark gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem nicht "unbauchbar" (Teverun lässt grüßen!), die Federung ist etwas hart, aber ebenfalls wirklich gut, und die Verarbeitung generell durchaus überdurchschnittlich, insofern ja - der H11 ist totzdem eine Kaufempfehlung wert, auch wenn er natürlich nicht füe alle und jeden geeignet ist, aber das sollte sowieso klar sein.
 
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Ganz vergessen: laut umgerechnetem Akkuspannungswert hatte ich bei etwas über 20°C nach den gestrigen 41 km mit rund 600 Höhenmetern und eingen ordentlichen Steigungen noch über 50% im Akku. Das ist natürlich noch kein richtiger Reichweiten-Richtwert, aber zeigt schon mal ganz gut, wohin die Reise hin geht - nämlich "um die 80 Schönwetter-km", womit ich auch absolut zufrieden wäre.
Nur schade, dass ich meine Weinberg-Extremsteigungstests, die sicherlich 40%-Straßensteigungen entsprechen (der Pulse+ kann bis etwa 35% noch einigermaßen "mithalen", hat hier aber keine Chance mehr), nur teilweise und unter erschwerten Bedingungen durchführen konnte. Je steiler es wird, desto entscheidender ist ausreichender Grip, und auf feuchter Erde sieht es damit nunmal leider eher schlecht aus.
An den gestrigen (den H11 noch nicht sonderlich fordernden) 20-25+% Teststeigungen auf befestigtem Untergrund, wo ein VX2 Extreme oder Pulse+ mit der Geschwindigkeit auf 11-12 km/h einbrechen, ist der Hitway völlig unbeeindruckt mit 21-22 hochgefahren.

Diesmal hat das Vorderrad über Nacht übrigens "nur" 0.2 bar verloren - wenn wir bei etwa 0.1 sind (der Reifenmantel kann ja nicht beschädigt sein, sondern sitzt vielleicht nur nicht perfekt auf der Felge - oder das Ventil schwächelt ab Werk), kann ich damit leben.
 
Kann ich nur zum Elite X 1.0, wobei ich aus sicherer Quelle weiß, dass der H11 auch stärker als ein 2.0 ist, der ja ein ähnliches Leistungsverhalten zeigt (untenrum extremer "Bums", und obenrum stark gedrosselt - das war beim 1er deutlich besser gelöst, ist aber der noch einmal deutlich höheren Leistung der aktuellen Version geschuldet).
Im Gegensatz zu den etwa 2 km/h schnelleren Elite( n) lässt sich der H11-Vortrieb aber viel besser/feinfühliger dosieren, was ich heute immer wieder gebraucht habe, weil ich auf dem stark zerfuchten, sandigen Weinbergboden zwischen den eng angeordneten Rebstock-Reihen oft eine ganz bestimmte Idelallinie/-route fahren musste, um mich nicht festzufahren oder einzugraben, und so habe ich einen der vielen Steilhänge heute auch erst im 6. Versuch bezwingen können...
Eigentlich wollte ich mit der Testwiederholung von gestern ja noch ein paar trockene Tage warten, um wieder einigermaßen Idealbedingungen vorzufinden, aber ich bin einfach zu ehrgeizig und ungeduldig, und trotz nur etwas besserer Bedingungen bzgl. Bodenhaftung hat der H11 heute dann auch alle gescheiterten Prüfungen von gestern knapp gemeistert! 💪
An ein paar ordentlichen Anstiegen, habe ich ihn auf 11 km/h und weniger drücken können - diese Steigungen schafft der Pulse+ mit vollem Akku, Anlauf und knochentrockenem Boden mit 4-6 km/h.
An einem riesigen Grashang bin ich im steilsten Abschnitt auf zu lockerem Boden nur noch hilflos weggerutscht, ansonsten ist der Hitway heute alle überaus imposanten Anstiege relativ problemlos hochgekommen - top! (y)
 
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Die Akku-Balkenanzeige ist übrigens ein Schätzeisen wie damals beim Wizzard oder Legend - der erste von 5 Balken verschwindet erst bei 54 von anfänglich ~59V und der zweite dann schon bei 52, man muss also definitv seine eigenen, ganz persönlichen Reichweitenerfahrungen machen und darf sich nicht blind auf irgendwelche Balken oder %-Anzeigen verlassen.
Andererseits gilt auch hier wieder die relativ allgemein gültige Orientierungsregel, dass der Akku mit 3 (von insgesamt 5) vollen Balken bei Erreichen der Nennspannung (in diesem Fall 52V) noch ziemlich genau Halb voll ist.

Was mir noch störend aufgefallen ist und ich bis dato noch bei keinem anderen E-Scooter hatte: ich musste bis jetzt immer/vor jeder Ausfahrt die Hinterradbremse neu ein-, bzw. nachstellen, da diese anscheinened meint, aus Prinzip direkt nach dem Abstellen blockieren zu müssen, auch wenn das Rad kurz vorher noch freigängig war...
Die mechanischen Scheibenbremsen sind ansonsten wirklich gut und stehen einer anfälligeren Hydraulikbremsanlage nicht viel nach.

Bergab rollt der Scooter relativ frei und deutlich schneller als die maximal angezeigten 22 km/h. Da die Vorderachse nicht so schwammig ausgelegt ist wie bspw. beim RCB D7, fühlt man sich auch bei Geschwindigkeiten weit jenseits von 30 km/h absolut sicher, und auch Einhändigfahren ist mit dem H11 überhaupt kein Problem.

Später mache ich wahrscheinlich noch einen ersten Reichweitentest, da die beiden noch ausstehenden Extremsteigungen relativ weit voneinander entfernt liegen und ich beide gerne an einem Tag abfahren würde...

Noch eine (nachträglich hinzugefügte) Bemerkung zum "Haltemechanismus" der umgeklappten Lenkstange: grundsätzlich funktioniert die Lösung beim H11 schon einigermaßen gut und zuverlässig, da der stabile Haken aber nirgends fest arretiert, besteht auch hier die Gefahr, dass sich das Ganze, wenn nur kurz schnell und unbedacht angelegt, beim Tragen löst und dann die schwere Hinterachse unaufhaltsam runterkracht - auf meiner engen und steilen Eingangstreppe zur Wohnung wäre das fatal, also bitte immer bewusst maximal sorgfältig an der hinteren Fußstütze einhaken!
 
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Geschafft!

Sorry, @Flying Dutchman, ich habe mir wirklich(!) Mühe gegeben, aber bei der langen Distanz, konnte ich die Höhenmeter beim besten Willen nicht weiter drücken, ohne das repräsentative "Durchschnittsergebnis" total zu verfälschen, dabei habe ich bewusst auf extrem lange, besonders steile Anstiege verzichtet und nur mein typisches Fahprofil abgebildet, inklusive einigen (eher kurzen, aber knackigen) Steigungstests.

Herausgekommen sind am Ende, bei 23-24+°C (das sind die Start- und Endwerte der gut viertsündigen Tour - dazwischen kann es durchaus noch 1-2 Grad wärmer gewesen sein) völlig akzeptable 73.3 km - mit knapp 80 kg Fahrergewicht, über 1200 HM und einer GPS-Durchschnittsgeschwindigkeit von 19 km/h, ausschlielich im Dualmotormodus und in der Fahrstufe "Race" (=22 Display-km/h) gefahren.
Damit liegt der H11 etwa auf, bzw. minimal unter dem Niveau meines RCB D5 mit ähnlicher Akkukapazität (27Ah@48V), obwohl der H11 noch einmal eine ganze Ecke schwerer ist und 2 Motoren mit der doppelten Peakleistung gefüttert werden wollen, bzw. hier noch erschwerend die Schleppleistung für den 2. Antrieb dazu kommt.
Erfahrungsgemäß hat es aber einen großen Einfluss auf die Reichweite, ob ein E-Scooter echte 19-20 oder knapp 22 km/h fährt, und zwischen dem RCB und dem Hitway liegen immerhin 1+ km/h - alles in allem also absolut erwartbar und "im Rahmen". Ein schamloser "Spritschlucker" ist der H11 jedenfalls definitiv nicht, und wenn ich heute primär im wirklich brauchbaren Singlemotor-Modus unterwegs gewesen wäre, hätte ich vielleicht/wahscheinlich auch die im Vorfeld erwarteten 80 km geknackt...

Noch kurz zum Verhalten der Balkenanzeige:

bei 54V wechselt die Anzeige von 5 auf 4 Balken,
bei 52V von 4 auf 3
bei 49V von 3 auf 2
unter 48V blinken die letzten beiden Balken dauerhaft, dann sieht man irgendwann nur noch einen leeren Rahmen blinken und...
bei unter 43V und auch nur der geringsten Lastanforderung stellt der Controler mit dem Display-Fehler E06 (sehr wahrscheinlich "Unterspannung") ab

Die 22 km/h auf dem Display werden in der Ebene praktisch bis zum Schluss gehalten, und auch mit niedrigem Akkustand hat der Scootre noch ordentlich Power, ab/unter 47V geht es dabei allerdings rapide gegen 0 (=leerer Tank), die Balkenanzeige blinkt gegen Ende also nicht ganz grundlos so hektisch. ;)

Im Vergleich zum 2WD-"Vorreiter" Elite X lässt sich der H11 viel(!) besser fahren: der Scooter wirkt deutlich handlicher, agiler, aber auch stabiler, und der Vortrieb ist wesentlich besser über das gut dosierbare Zeigefingergas zu kontrollieren. Eine erhöhte Lastanforderung bergauf wird fast unmerklich "sanft" umgesetzt, und es gibt auch sonst keine Ruckler, Leistunsgaussetzer oder deutliche Geschwindigkeitseinbrüche beim Durchfahren von Senken - der H11 fährt sich im Dualmodus fast wie ein E-Scooter mit nur einem (Hinterrad-)Motor. (y)

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Bin heute eine kleine 40km Hausrunde gefahren. Habe am Anfang jeden sandigen und unwegsamen Abstecher mitgenommen, da ich die Geländequalitäten abschätzen wollte.

Hätte ich nicht machen brauchen, aber dazu später mehr. Die ersten Geländeeinsätze waren auf einem, einer Düne ähnlichem Gelände. Mit Gras und Strandgras überwachsenem feinen Sand. Immer wieder mit offenen stellen, in dem der Sand lose lag. Da hatte ich dann auch spontan begriffen, weshalb die niedrigen "Gänge" nur 10 und 15km/h fahren. In solchen Passagen, in denen es mehr auf Kontrolle und Balance ankommt, als auf Geschwindigkeit, hat man eine feinere Gasdosierung als in Race.

Der H11 konnte da vom ersten Meter an überzeugen! Stecken geblieben bin ich nur, wenn ich angehalten habe. Da dann ohne Zerostart raus zu kommen war der einzige Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist.

Ein Stückchen weiter, war dann aber ungeplant, richtig Gelände angesagt! Eine beliebte Nebenstrecke zum Strand wurde komplett aufgerissen. Die ersten ein paar hundert Meter, wurde schon wieder aufgefüllt. Mit Sand und Schotter der Sortierung Ochseneier :ROFLMAO:
Dagegen ist jedes noch so alte Kopfsteinpflaster Kindergarten! Denn die liegen wenigsten fest und rollen nicht. Das Geholper war auch absolut Grenzwertig und nur mit leicht gebeugten Beinen zu ertragen.

Den H11 hat das aber nicht die Bohne gejuckt. Schwierigkeiten hatte nur der Mensch und nicht die Maschine! ;)

Dann wechselte der Untergrund wieder plötzlich komplett. Ich hatte den Abschnitt erreicht, an dem noch nicht aufgefüllt wurde. Es ging ca. 20-30cm unter dem eigentlichen Straßenniveau in mehr oder weniger losem Kies weiter. Also quasi in der Baugrube.

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Auch hier hat der H11 die Strecke souverän gemeistert. Spätestens jetzt war ich mir sicher, für das Projekt "Beim Rømø Motorfestival 2026, den Strand unsicher zu machen", das richte Gefährt gefunden zu haben! (y) :love:

In der Kategorie "Geländefähigkeit" bekommt der H11 von mir die volle Punktzahl. Absolut gelungene Vorstellung heute!

Irgendwann war dann auch diese Passage geschafft und es ging über normale Straßen und Radwege weiter.

Hier erwies sich der H11 als äußerst spurstabil. Der Wunsch nach einem Lenkungsdämpfer kam nicht im geringsten auf. Allerdings machten die Hügel der Holsteinischen Schweiz nicht so viel Spaß wie mit dem Pulse. Einfach weil man auch bei der Rekuperation die Ähnlichkeit zu Vsett bemerkt. Ähnlich wie der Legacy rekuperiert auch der H11 immer und ständig. Er braucht also schon ordentlich Gefälle, um überhaupt mal schneller als 20km/h zu rollen.

Auf richtig guten Wegen bemerkt man ein leichtes Push and Kill. Dieses ist in Dualdrive spürbarer als mit Singelmotor. Man wippt dann immer so ein bisschen vor und zurück. Aber nichts krasses, und wie schon erwähnt, nur spürbar, wenn man nicht wegen schlechterem Untergrund eh am hüpfen und schaukeln ist.

Ich habe öfters mal zwischen den Antriebsarten gewechselt. Um Strecke zu machen gefällt mir da von der Abstimmung her, der Heckmotor am besten. Der hat eine linearere Gasannahme. Bei Dual gibts immer wieder Bereiche, wo die Kiste einen kleinen Satz macht. Selbst wenn man wie ich inzwischen, die Beschleunigung von 5 auf 3 reduziert hat.

Sollte Hitway das mit den 10% noch gebacken kriegen, dann würde er von mir auch als Tourenscooter volle Punktzahl erhalten. So ist es lediglich für alle akzeptabel, die nicht in Gruppen fahren. So alleine unterwegs, ist mir das auch nicht als großes Manko aufgefallen, aber in einer kleinen Gruppe wäre ich mit dem H11 immer ein Bremsklotz, auf schnell gefahrenen Passagen.

Also puncto Tourenfähigkeit einen Punkt Abzug.

Zuhause wieder angekommen hatte ich noch 54V nach knapp 40km. Es war aber erst ein Balken weg und die App faselte sogar was von noch 80% Restkapazität. Wie @fireball_mh schon erwähnte, die Anzeige geht nach dem Mond! Wenn ich mit 58V losfahre und aller, aller spätestens bei 47V schieben muss, dann sind 54V keine 80%.

Das Display ist auch ansonsten eines der Teile, bei dem gespart wurde. Sieht zwar alles schön bunt und aufgeräumt aus, aber die Kapazität haben sie in ein winziges Balkendiagram gezwängt, und dieses geht dann noch nicht einmal annähernd korrekt. Das Hauptmanko ist aber die Leuchtstärke. Selbst im Schatten kann man an sonnigen Tagen kaum etwas erkennen. Mit Sonnenbrille könnte es dann auch gleich aus bleiben. Man sieht nicht einmal mehr, ob es an ist oder nicht.

Maximal 2 von 5 Punkten. Puncto Beleuchtung würde ich am liebsten überhaupt keinen Punkt geben.

Die Bremsen arbeiten gut, quietschen aber. Auch etwas was ich nicht nachvollziehen kann. Aber wenigstens bekommen Hersteller wie Teverun das auch nicht besser hin ^^
Die elektrische Bremse spüre ich allerdings nicht. Die arbeitet entweder total dezent, oder der Kontakt schließt zu spät. Beim Legacy habe ich einen spürbaren Bereich, bei dem die Reku einsetzt, bevor die Scheiben greifen. Das fehlt mir hier.

Aber das ist alles Meckern auf hohem Niveau! Angesichts des Preises, und dem Spaß den ich heute hatte, eine absolute Kaufempfehlung von mir!
Zumindest wenn man was sucht, mit dem man auch Spaß im Gelände haben kann. Und den hat man auf jeden Fall! :D

Da es inzwischen dunkel geworden ist, habe ich mir noch schnell die Beleuchtung angesehen:

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Auch da gibt's wenig zu meckern (y)
 
Komisch, dass Du die E-Brake nicht merkst (das Rekuperieren wird ja sogar im Display angezeigt) - wenn Du zwischen 20 und 30 km/h die Bremsgriffe wirklich nur ganz leicht ziehst, solltest Du deren Einsatz eigentlich deutlich spüren...
 
Kommt mir auch merkwürdig vor. Will bei den Bremsen aber eh noch bei. Vielleicht reicht es ja schon, denen etwas mehr Luft zu geben.
 
54V bei dem 52V Akku sollten eigentlich 70% sein.
Was heißt denn schieben bei 47V? Keine Leistung oder macht das BMW dicht und schaltet ab?

Edit: Wäre interessant was der Akku gemessen tatsächlich für eine Spannung hat.
 
Das war eine Schätzung von mir. @fireball_mh hat das aber inzwischen präzise ausprobiert.
unter 48V blinken die letzten beiden Balken dauerhaft, dann sieht man irgendwann nur noch einen leeren Rahmen blinken und...
bei unter 43V und auch nur der geringsten Lastanforderung stellt der Controler mit dem Display-Fehler E06 (sehr wahrscheinlich "Unterspannung") ab

Die 22 km/h auf dem Display werden in der Ebene praktisch bis zum Schluss gehalten, und auch mit niedrigem Akkustand hat der Scootre noch ordentlich Power, ab/unter 47V geht es dabei allerdings rapide gegen 0
Danach geht es von den Werten her noch bis 43V, jedoch ist der Bereich ab 47V kaum noch brauchbar.
 
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