Hitway H11 Fahrberichte, Erfahrungen & Fazit

Mal eine kurze Bitte an alle sonstigen H11-Besitzer: wenn Ihr die umgeklappte Lenkstange leicht anhebt und den Lenker dann vorsichtig hin- und her dreht (also nach rechts und links kippt), habt Ihr dann auch ein deutliches Spiel im Klappgelenk?
Aufgrund der sehr guten Mehrfachsicherung ist davon beim Fahren nichts zu merken, ist mir gestern (beim Verschieben des abgestellten Scooters) aber das erste Mal so richtig aufgefallen.
 
Gerade mal ausprobiert: Ein Spiel ist vorhanden, aber ich würde das nicht als groß bezeichnen. Der Zapfen hat vielleicht ein halben Millimeter Spiel. Kommt einen am anderen Ende dann halt nur durch den Hebelarm so groß vor.
 
Heute/letzte Nacht hat es leider wieder geschüttet, aber es soll tagsüber sonnig sein und bleiben, also vielleicht wird der anvisierte Offroadsteigungstest heute Abend doch noch was - auf befestigten Straßen kann ich die Dualmotor-Power mit 80 kg kaum aussagekräftig testen, da der H11 vermutlich sogar 30+%-Steigungen, die der Pulse+ oder VX2 Extreme mit 8-9 km/h schaffen, mit mindestens 18 km/h "hochschießen" wird (und ja, bei solchen Steigungen kann man bei 18 km/h tatsächlcih diese Wortwahl gebrauchen! ;)).

Am H11 wird aber auch schön das Dilemma hinsichtlich unserer deutschen Gesetztgebung / EKFV-Regelung deutlich:
3200W in einem so kleinen Geschwindigkeitsbereich (0-22 km/h) unterzubringen, ohne das vorgegebene Geschwindigkeitslimit in irgendeiner Form zu überschießen, ist kaum möglich, bzw. nur so wie beim Elite X 2.0 oder eben dem H11, der mit seinem 52V-System in Wirklichkeit wahrscheinlich sogar noch deutlich über 3200W raus haut.
Mein vollgeladener Akku hatt 59.4V(!), unter starker Last sind wir dann erfahrungsgemäß bei rund 57V, und wenn die 29-30A Controller aus den RCB Ultra-Modellen verbaut sind (der eigentliche Hersteller ist ja derselbe, und eine Gleichteilestrategie bei günstigen China-Geräten durchaus üblich und verbreitet), dann liegen wir mit vollem Akku bei etwas über 3300W@29A. Da der Scooter mit nur einem Motor, trotz deutlichem Mehrgewicht, in etwa genauso stark wie die Singlemotor-Platzhirsche mit 30A performt, darf man gesichert von 29 bis (eher) 30A pro Achse ausgehen (bei 30A und relativ vollem Akku wären wir schon bei 3400W und bei dann vermutlich 31 maximal möglichen Ampere sogar bei über 3500W!!!).
Aber zurück zum Ursprung: seine Maximalpower entwickelt ein Scooter mit ABE bnormalerweise bei niedrigen Geschwindigkeiten und Vollgas - mit 3300-3400W ist die Beschleunigugn aber so extrem, dass die Peakleistung beim Beschleunigen in der Ebene nur ganz kurz anliegen darf, damit man die Geschwindigkeit "obenraus" noch irgendwie einfangen kann, deshalb kommt hier ertsmal ein kurzer Wahnsinns-Ruck, und kurz danach geht es eher gemächlich Richtung 22, was sich nicht so schön anfühlt wie z.B. die Leistungskurve bei einem EPF-Pulse, aber bei dieser Power leider nunmal nicht anders umzusetzen ist. Selbst der Elite X 1.0 hatte gefühlt eine 3x so lange "Leistunsgfreigabe" - dessen ~2400W sind vermutlich auch das Maximum, was mit 2 Motoren wirklich sauber auf 20-22 km/h abgestimmt werden kann. Insofern sehne ich mich gerade überhaupt nicht mehr nach einem straßenzugelassenen VMAX VX6 mit bis zu 5500W - das wäre legal überhaupt nicht mehr vernünftig fahrbar umzusetzen!

Auch wenn ich den H11 als Gesamtpaket aktuell an der Spitze der Nahrunskete sehe und mich sein geradezu unverschämt gutes P/L-Verhältnis zugegebenermaßen leicht umhaut - mein Traum wäre trotzdem ein sauber abgestimmter EPF-Pulse++ mit "nur" 2400-2500W Spitzenleistung aus einem (Hinterrad)Motor, so wie es der ZT3 Pro D im Boost-Modus schon vorgemacht hat, womit dieser aber eine nur unwesentlich bessere, teilweise sogar schlechtere Bergperformance hatte als die Top 1600W-Konkurrenz.

TBC.
Mich würde interessieren war es schon bei der ersten vollen Akkuladung
59.4V oder erst nach der 4.ten oder 5.ten Ladung??
Was hat er bei der ersten Ladung an Volt angezeigt??
Danke im voraus 😉
 
59,4V ist etwas hoch. Es wäre mit durchschnittlich 4,243V pro Zelle noch im zulässigen Bereich (4,25V), aber lässt kaum Spielraum für Spannungsdifferenzen der Zellblöcke. Außerdem ist es auf Dauer ungesund und gibt kaum mehr Reichweite.
58-58,8V wäre da besser.

Das liegt mit absoluter Sicherheit am Ladegerät, da scheint die QC etwas gepennt zu haben.
 
59,4V ist etwas hoch. Es wäre mit durchschnittlich 4,243V pro Zelle noch im zulässigen Bereich (4,25V), aber lässt kaum Spielraum für Spannungsdifferenzen der Zellblöcke. Außerdem ist es auf Dauer ungesund und gibt kaum mehr Reichweite.
58-58,8V wäre da besser.

Das liegt mit absoluter Sicherheit am Ladegerät, da scheint die QC etwas gepennt zu haben.
Bei mir bei der 2 Ladung 57.7 /57.8 Volt ist das normal??
 
Es kommt drauf an wie lange du den Akku am Ladegerät dran lässt, nach dem es auf grün geht und wann du nach dem abstecken die Spannung abliest.

Auch wenn das Ladegerät "aufhört" zu laden, lädt es weiter mit 100-150mA. Wenn es sehr lange weiter dran hängt und die Zellen recht frisch sind, reicht das um gegen die Selbstentladung anzukommen.
Die Spannung setzt sich nach dem Abstecken des Ladegerätes innerhalb von ca 10 min (dann erst aussagekräftig).

Das BMS sollte eigentlich, sobald ein Zellblock über 4,25V geht sperren. Weiß aber nicht was da verbaut wurde.

57.7V ist ok.
 
ich bin nun mal etwas mit dem H11 gefahren.
(Den Scooter fährt meine Frau)
Mir ist der H11 zu holprig.
Die Ladenschlüsse vorne am Trittbrett sind Mega unpraktisch gewählt und verkürzen das nutzbare Trittbrett nochmals.
Mit meiner Schuhgröße 44-45 nicht akzeptabel.
Leistung am Berg sehr sehr gut. Er beist sich eben fest und zieht wirklich sehr stark an.
Bremsen sind eine Katastrophe.
Vermutlich bin ich von dem 800€ Ausom so verwöhnt den ich aktuell meist nutze.
Fazit für mich:
Viel zu teuer für das was er bietet.
Wäre es meiner würde er zurückgehen.
 
Wenn du mit zu holprig die Federung meinst, tue dem Rücken deiner Frau den Gefallen und stell die Feder Vorspannung richtig ein.
Vorne und hinten sollte beim aufsteigen spürbar etwas einfedern.
Meine Präferenz für die Stadt ist ca. 1cm. Bei regelmäßig schlechteren wegen 1-2cm mehr.
Schau davor, ob im Einstellring eine Madenschraube ist.
Schlüssel zum Einstellen->Hakenschlüssel. Welcher, hängt von der Form der Kerben ab.
 
Wenn man den Fußballen etwa 2 mm anhebt, kann man sich auch auf die Kappen der Ladeanschlüsse stellen. ;)
Die Bremsen sind auch nicht "schlecht", sondern müssen vermutlich einfach nur richtig eingestellt werden, und was genau meinst Du mit "holprig"? Das Fahrverhalten ist sicherlich nicht perfekt, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran, und es gibt ja auch die Möglichkeit verschiedene Fahrstufen, den Singlemotormodus (in dem er immer noch doppelt so stark ist wie der L1, falls Du den meinst) oder das Anfahrdrehmoment per APP zu wählen. Die Federung ist eher straff, aber selbst für meine U80 kg völlig OK - und für den Offroadeinsatz dieses 34 kg-Brockens und die hohe maximale Zuladung absolut angemessen.
 
Wenn du mit zu holprig die Federung meinst, tue dem Rücken deiner Frau den Gefallen und stell die Feder Vorspannung richtig ein.
Vorne und hinten sollte beim aufsteigen spürbar etwas einfedern.
Meine Präferenz für die Stadt ist ca. 1cm. Bei regelmäßig schlechteren wegen 1-2cm mehr.
Schau davor, ob im Einstellring eine Madenschraube ist.
Schlüssel zum Einstellen->Hakenschlüssel. Welcher, hängt von der Form der Kerben ab.
Die Federung hab ich sofort nach dem zusammenbauen eingestellt.
Im Vergleich zum Ausom Dt2 pro ist die Federung vom H11 ein Witz

Bin da wohl zu verwöhnt
 
Wenn man den Fußballen etwa 2 mm anhebt, kann man sich auch auf die Kappen der Ladeanschlüsse stellen. ;)
Die Bremsen sind auch nicht "schlecht", sondern müssen vermutlich einfach nur richtig eingestellt werden, und was genau meinst Du mit "holprig"? Das Fahrverhalten ist sicherlich nicht perfekt, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran, und es gibt ja auch die Möglichkeit verschiedene Fahrstufen, den Singlemotormodus (in dem er immer noch doppelt so stark ist wie der L1, falls Du den meinst) oder das Anfahrdrehmoment per APP zu wählen. Die Federung ist eher straff, aber selbst für meine U80 kg völlig OK - und für den Offroadeinsatz dieses 34 kg-Brockens und die hohe maximale Zuladung absolut angemessen.
Tja jeder hat so seine Vorlieben und Eindrücke.
Aus meiner Sicht ist das Fahrwerk nicht gut gelungen.
Für mich zu abgehackt und nicht Smooth in der Federung.
Für den Preis echt schlecht.
Bremsen sind inakzeptabel.
Da werde ich auch hydraulisch umrüsten sobald die runter sind.

Wie gesagt wäre es meiner wäre der schon zurück geschickt.
 
Hallo zusammen,
Ich habe meinen H11 seit Samstag und bin blutiger Anfänger auf einem Scooter:LOL:

Ich versuche mal meine Beweggründe und ersten eindrücke nach ca. 100km wieder zu geben.

Bin bisher E-Mountainbike gefahren, ca. 7000km pro Jahr, davon ca. 60% durch Wälder und Nebenwegen.

Der Scooter sollte vor mich ein Fortbewegungsmittel und Spaß Gerät sein....zwischen den Dörfern bei mir liegen schon mal 10km und mehr.
Die Landschaft ist auch alles andere als Flach, es geht eigentlich permanent rauf und runter (Endmoränen Landschaft).
Wenn ich nicht von A nach B fahre, soll er mich durch die vorhandenen Wälder bringen.

Am Samstag war erstmal Strecke machen dran- ca. 65km sind dabei rum gekommen.
Heute wurde die "Tauglichkeit" auf Waldwegen getestet, ca 45km, die Art der Stecke entsprach in etwa dem, was ich sonst mit dem Mountainbike gefahren bin.

Ich bin wirklich positiv angetan von der Performens des H11 :love:, ich bringe ca 75-78kg mit Ausrüstung auf die Waage.
Der Anzug ist wirklich brachial, was mich aber ganz und gar nicht stört, man muss nur etwas "feinfühlig" mit dem Finger sein :LOL:.

Das Fahrwerk ist sehr straff, aber auf den Waldwegen durchaus brauchbar, ohne das ich Fliegengewicht vom Scooter falle.

Was mich sehr positiv überrascht hat, die Beherrschbarkeit beim weg rutschen, kurz Gas weg, dann wieder beschleunigen, und er zieht sich fast immer selbst gerade, das kenne ich vom Mountainbike anders.

Erstes Fazit: im Wald fahre ich den H11 fast so wie mein Mountainbike :giggle: , nur 4 km/h langsamer, aber mit "Allrad"

...mal ein paar Bilder von meinen Waldstrecken und typischen Wegen....ich versuche immer die Straße zu meiden.

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Ich bin in letzter Zeit etliche Hundert km ausschließlich mit meinen 3 Power-Hirschen mit jeweils unterschiedlichen Anriebskonzeten, dem New VX4, dem SO4 Pro GT und dem Hitway H11 unterwegs gewesen. Leistungstechnisch kann ich diese bei 80 kg Zuladung nur an extremen Offroadböschungen/Grashängen und Weinbergsteilhängen über 30% ans Limit bringen, und genau da zeigt sich leider auch immer wieder der große Nachteil des H11: wenn es zu steil wird und/oder der Untergrund nicht felsenfest/hart ist, kann das Vorderrad mangels Traktion nur noch bedingt zum Vortieb beitragen und die Dominanz des immer noch stärksten straßenzugelassenen E-Scooters am Markt (diesen Platz teilt er sich ja mittlerweile mit seinem "Nachfolger" und dem RCB D7 Max), schwindet dahin. Zudem wird es dann auch immer schwieriger, den H11 auf Kurs zu halten, da die Vorderachse selbst auf nur minimal losem/weichem Untergrund ständig zum unkontrollierten Ausbrechen neigt, was das gezielte Lenken bei schmalen Offroadauffahrten von vielleicht 30 cm effektiv nutzbarer Fahrbahnbreite zu einer echten Herausforderung macht...Kurzum: dem Powermonster sind eindeutige physikalische Grenzen gesetzt, und ein besseres Antriebskonzept wäre hier eindeutig eine asymetrische Leistungsverteilung von 3000W auf dem Hinterrad (wie beim New VX4) und vorne maximal 1000W zur Unterstützung.
Ansonsten kann ich nach mittlerweile über 1300 km auf dem Tacho sagen:
-die 20.5 km/h Topspeed nach GPS sind wirklich noch erträglich, und selbst ein 22 km/h Mitfahrer kann sich problemlos dem verminderten Touren-Tempo anpassen. Wenn man natürlich nur kilometerlang auf asphaltierten Radwegen geradeaus fährt, ist der gefühlte Störfaktor deutlich größer, aber für solche Fahrten kauft man sich normalerwiese auch kein schweres Offroad-Biest.
-durch die schwere Vorderache ist der H11 sprichwörtlich sauschwer zu tragen
-das Fahrzeug ist und fährt super stabil - auch das Lenkkopflager macht bisher 0 Probleme, trotz oft extremer Belastungen
-der Bremsbelagverschleiß ist OK, leidet aber natürlich unter dem hohen Fahrzeuggewicht. Hydraulische Bremsen vermisse ich nicht wirklich, die integrierte E-Brake packt allerdings gerade bei schneller (Ab)Fahrt etwa zu ruppig zu.
- wenn man das Anfahrdrehmoment von 5 auf 3 runterstellt, lässt sich das Zeigefingergas mit etwas Übung auch im unteren Geschwindigkeitsbereich "gut" dosieren
-die Motoren sind so stark, dass man ohne große Spaßeinbußen auch großteils im Singlemotorbetrieb unterwegs sein kann
-trotz mehrerer Starkregenduschen und Säuberungsaktionen an der Waschanlage hält der IP54-Schutz mehr als er auf dem Papier verspricht
-die Reichweite ist völlig ausreichend und liegt bei artgerechter Nutzung, gutem Wetter und dem gelegentlichen Einsatz des Singlemotormodus irgendwo um 60+km
-die relativ niedrige Lenkerhöhe ist für Fahrer ab/über 180 cm nicht ideal und ab 190 definitiv nicht mehr empfehlenswert
-das vermeintlich rutschige Trittbrett bietet bei vernünftigem Schuhwerk immer ausreichend Standsicherheit
-die Beleuchtung ist überdurchschnittlich gut, trotzdem fehhlen gerade tagsüber die hinteren Blinker - in der Dunkelheit sind die hellen vorderen dagegen ausreichend
-die Federung ist "sportlich-hart" und eher für den kompromisslosen Offroadeinsatz ausgelegt, aber auch auf normalen Straßen und mit moderatem Fahrergewicht immer noch akzeptabel komfortabel

Fazit: Alltagstauglich ist der schwere Bolide nur bedingt, für kurzweilige No-Limits-Touren aber sehr gut geeignet.
 
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