Kaufberatung für Unerfahrene E-Scooter Interessentin

memoryth

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Für welche Zwecke brauchst Du den eScooter und auf welchen Böden fährst du dabei?
Ich habe seit 8 Wochen ein Problem mit meinem Meniskus & einen mäßigen Rheumaschub & kann deshalb nicht Radfahren. Ich erhoffe mir durch einen Scooter eine gewisse Freiheit und Schmerzlinderung, weil ich mit Bus & Krücken langsam durch die Kombi an meine Grenzen komme, es strengt an auf Dauer, auch weil jetzt ein Hauptweg durch eine lang andauernde Baustelle umgangen werden muss. Den Scooter würde ich rein für kurze Strecken zwischen 3-10km nutzen, also Wege von Daheim zu meinen Terminen, wie Ergo- oder Physiotherapie und zurück. Die Wege bestehen zu 95% aus Asphalt/Radwegen und zu 5% aus Kopfsteinpflaster, aber das kann man auch bis auf ein kleines Stück meiden.
Wie hoch ist Dein Budget?
bis zu 600€

Wieviel darf der eScooter maximal wiegen? Wie viele Stockwerke muss er regelmäßig getragen werden (und / oder Bahnhofstreppen?)
Ich muss ihn nicht die Treppen rauf und runterschleppen, aber was das laden angeht, hätte ich nichts gegen einen herausnehmbaren Akku, wenn es sowas gibt, wie beim Rad, wie gesagt, kenne mich absolut nicht aus. Er sollte aber nicht zu schwer sein, damit das Fahrgefühl nicht drunter leidet, also <25kg sollten es schon sein.

Welche realistische Reichweite sollte er haben?
Da ich ihn nicht so oft laden will, wäre alles >35 wünschenswert, am besten zwischen 50-80km

Wie lauten Dein Gewicht und Körpergröße?
52kg bei 1,63m

In welchem Gebiet wohnst Du und fährst Du oft über steile Steigungen? (Um den genauen Steigungsgrad zu ermitteln, empfehlen wir die App Clinometer).
Ich selbst wohne auf einem Berg, aber die Stadt ist flach. Der Berg ist über 3 Wege erreichbar, alle weisen verschiedene Steigungen auf. Den Berg, den ich am häufigsten auch mit dem Rad zurückgelegt habe, wechselt zwischen Steigung und flacher Strecke ab, es gibt moderate Steigungen von 5-9%, aber auch kurze Steigungsspitzen von bis zu 11%.

Hast du bereits Erfahrungen mit E-Scootern?
Überhaupt nicht.

Welche Anforderungen an den eScooter hast Du sonst noch?
Für mich steht im Vordergrund, dass die Nutzung des Scooters meinem Knie nicht mehr schadet, das laufen mit Krücken, das stetige auf- und absetzen dieser erfordert viel Kraft und Ausdauer. Ich brauche eine Alternative zum Bus, ich mag frische Luft und will einfach wieder etwas flexibler sein. Ich hoffe, das ist mit einem E-Scooter möglich.
 
Knieprobleme, sind die beim Belasten und/ oder Entlasten ?

Ein Scooter ist, sogar mit Federung, nicht ideal, und ein Sitz wäre illegal und ein Problem mit Zugbelastung.
Ich will nicht der erste sein der einen Mobility-Scooter vorschlägt, aber bei angeschlagenen Knien ist kein Scooter-Modell wirklich ideal.

Wenn es denn einer Sein muss und das problem druckbelastung ist würde ich einen mit polymerfederung nehmen, da du relativ wenig wiegst, die haben einen langen federweg.

Die neue Xiaomi 6 serie hat auch langen federweg dank konventioneller federung, hydraulische federungen in der grösse hier federn unter 100-120Kg nicht so tief ein.

Schau dir derzeit auch den Xiaomi Ultra 4 an, wäre passend, aich weil er trotz grossem Akku und Federung noch relativ leicht bleibt.
Du hast ein budget dafür und er bliebe sogar duetlich unter dem maximum des budgets.
 
Die meisten Roller muss man anschieben und dann "aufspringen", sie fahren also nicht aus dem Stand los. Ich kann nicht einschätzen, ob es für dich nicht viel komfortabler ist, wenn du einen Roller mit sogenanntem Zero-Start hast.

Der ePF-2 Pro von ePowerFun hat Zero-Start. Das ist eine der besten Marken, die es gibt. Und bis Ende März haben die eine Verkaufsaktion, bei der die Roller sehr stark reduziert sind. Das Fahrwerk ist sehr gut, der Roller sehr komfortabel, mit allem ausgestattet, was es gibt und trotzdem noch relativ leicht (23kg), wartungsarm und der Support von ePowerFun ist wahrscheinlich der beste, den es gibt. Den ePF-2 Pro gibt es mit verschiedenen Akku-Varianten. Die günstigste Option (489€) hat einen Akku mit 490 Wh fest verbaut. Damit solltest du wohl so 50 km weit kommen - das lässt sich schlecht schätzen. Noch im Budget ist die Option mit 612 Wh fest verbautem Akku (589€) für ca. 65 km Reichweite. Die Option mit 490 Wh Wechselakku kostet aber schon 639€.

Mit Wechselakku ist der günstigste Roller (meines Wissens) der Joyor C10E. Die Preise schwanken da etwas von ca. 360€ bis total überteuert. Der Akku hat etwa 500 Wh und der Roller wiegt 19,5 kg, ist nur vorne gefedert, nicht so gut vor Wasser geschützt, hat keine Blinker, mehr Wartungsaufwand, kein Zero-Start usw. usf. und unterm Strich ist der ePF-2 Pro den Aufpreis dreimal wert.

Ein etwas anderer Roller ist der Viron XI-1200-S. Mit seinen sehr großen Rädern sieht er fast wie ein Fahrrad aus und fährt sich auch entsprechend stabil und komfortabel. Zur Zeit fangen die Preise leider erst bei ca. 650€ an.

Andere Empfehlungen mit Wechselakku gibt es für dich meines Erachtens nicht, weil die Roller entweder nicht empfehlenswert sind (für sich genommen vielleicht schon, aber ich würde sie dir nicht empfehlen) oder nochmal mehr kosten.

Mit fest verbautem Akku ist das Angebot dann schon fast unüberschaubar groß. Den 5th Wheel V40 Pro bekommst du manchmal schon für 150-200 Euro. Das ist dann so das untere Limit, wo ich diesen Roller noch als okay bezeichnen würde. Die Xiaomis sind prinzipiell gut für Anfänger geeignet und haben ein gutes Preisleistungsverhältnis, müssen aber teilweise schon recht stark angeschoben werden zum Losfahren. Segway Ninebot findet man auch viel auf unseren Straßen. NIU baut gute Roller, die teilweise sehr günstig sind. Navee hat ebenfalls sehr gute Angebote...

Lange Rede kurzer Sinn, Wechselakku und Zero-Start bekommst du nur beim ePF-2 Pro. Ob der Viron auch Zero-Start hat, weiß ich nicht, aber Wechselakku hat er. Wenn du mit keinem der beiden warm wirst, dann solltest du den Wunsch nach einem Wechselakku streichen und wir schauen nochmal, was am besten passt.
 
Knieprobleme, sind die beim Belasten und/ oder Entlasten ?

Ein Scooter ist, sogar mit Federung, nicht ideal, und ein Sitz wäre illegal und ein Problem mit Zugbelastung.
Ich will nicht der erste sein der einen Mobility-Scooter vorschlägt, aber bei angeschlagenen Knien ist kein Scooter-Modell wirklich ideal.

Wenn es denn einer Sein muss und das problem druckbelastung ist würde ich einen mit polymerfederung nehmen, da du relativ wenig wiegst, die haben einen langen federweg.
Da schließe ich mich ein wenig an, wie Du Dich auf einem Scooter fühlst, steht&fällt mit den Knie&Rückenproblemen.
Ich persönlich finde nicht, dass Scooterfahren so viel auf die Knie geht, aber hab vermutlich mit meinen 12,5"Reifen auch gut reden, aber ein bisschen bewegen können sollte man sich im Oberkörper schon, Knie UND Rückenprobleme sind da vermutlich keine gute Kombo, Scooter sind weniger für kein Krankentransporte...
Wie ist es denn mit länger Stehen, wie gut oder schlecht geht das? Das wäre ein erster Gradmesser...

Ansonsten würde ich erstmal das ein oder andere gängige Modell (nicht zu alt, mind. 10 Zoll) probieren, ob es grundsätzlich für Dich passt, bevor Du weiterschaust, dann können wir nach konkreten Modellen schauen.
Generell sind viel Scooterfederungen bei so wenig Gewicht rel. unwirksam, da bringen größere&breitere Reifen, mehr, was es aber nicht so oft gibt.
Dein Gewicht ist dafür für die Reichweite förderlich, aber reale 50-80km sind ein hoher Anspruch, vor allem wenn nicht zwigend nötig, das treibt Preis&Gewicht des Rollers in die Höhe. Dann vielleicht lieber kleinerer Wechselakku und etwas öfter laden?

Besonders stabile Fahreigenschaften, Vollfederung und/oder größe Räder, Wechselakku und&oder hohe Reichweite macht alles den Scooter schwerer, wie sieht es mit Tragen aus? Auch mit Wechselakku musst Du ihn vielleicht mal unterwegs ein paar Stufen hoch oder runter tragen. Oder evtl. hattest Du ihm Sinn, ihn öfter in der Bahn mitzunehmen (Bus ist oft nicht erlaubt)? Da sind 5kg mehr oder weniger evtl. wichtig. Oder geht das auch schon mit 20kg derzeit nicht?
 
Dein Gewicht ist dafür für die Reichweite förderlich, aber reale 50-80km sind ein hoher Anspruch, vor allem wenn nicht zwigend nötig, das treibt Preis&Gewicht des Rollers in die Höhe. Dann vielleicht lieber kleinerer Wechselakku und etwas öfter laden?

Auch nur wenn man auf Marken steht. Mein Evercross packt die 80 spielend und liegt preislich aktuell bei 570 Euro, Gewicht irgendwo zwischen 22 und 23 kg. Auch nicht schwerer als manch andere, die weniger weit kommen. Und Federung ist auch dabei. Er ist halt nur kein guter Bergsteiger, aber sonst seh ich keinen Grund für was anderes unnütz mehr Geld rauszuhauen.
 
Was die Knieprobleme angeht: Auch ich bin über diese Thematik zum Rollerfahren gekommen. Einseitig massive Arthrose und immer wieder Innenmeniskusprobleme. War deshalb auch schon zeitweise auf Krücken unterwegs.

Genau da kommt jetzt der E-Scooter ins Spiel. Ich habe auf dem Roller null Probleme mit dem Knie! Gut, der Roller ist vorne und hinten gefedert (ePF-2 Pro mit Wechselakku) und ich wiege 20 kg mehr als du, so dass die Federung auch zum Einsatz kommt. Und ich muss nicht ankicken, da er Zerostart hat.

Wichtig ist, nicht mit steifen Beinen drauf zu stehen, sondern die Knie leicht zu beugen, so dass Stöße nicht gleich aufs Gelenk schlagen. Ich mach das zusätzlich zur Federung, dass ich prophylaktisch bei leichten Kanten, z.B. abgesenkten Borsteinen beim Drauffahren die Knie noch ein wenig mehr beuge und ggfs. den Roller vorne etwas hochziehe.

Bei längeren Fahrten (ab ca. 7 km) merke ich es etwas in der Hüfte, weil ich das hintere Bein (ohne Arthrose) automatisch mehr belaste. Da muss man doch ab und zu die Beinstellung tauschen, was aber bei mir überraschenderweise auch ohne Probleme geht.

Zuhause habe ich einen Aufzug und nehme den ganzen Roller mit in die Wohnung, weil er so einfach schneller einsatzbereit ist, als erstmal durch mehrere Kellertüren und dann den mehrfach gesicherten Roller aufzuschließen. Nachdem ich ihn einmal wegen defekten Aufzugs in den 3. Stock tragen musste, muss ich sagen, dass auch 23 Kilo schon sehr schwer sein können, wenn einem das Teil bei jeder Stufe auch noch seitlich gegen das Knie schlägt. Aber du schreibst ja, du musst ihn nicht tragen. Deshalb das nur zur Einordnung.

Fazit: Ich widerspreche hier ein wenig der Aussage, dass sich ein Scooter (ohne Sitz) bei Knieproblemen nicht wirklich eignet, denn für mich funktioniert das wunderbar. Aber durch mein Gewicht kann ich auch von der Federung profitieren – bin mir nicht sicher, wie das bei dir ist.

Ideal wäre natürlich, wenn du mal irgendwo Probefahren könntest.
 
Auch nur wenn man auf Marken steht. Mein Evercross packt die 80 spielend und liegt preislich aktuell bei 570 Euro, Gewicht irgendwo zwischen 22 und 23 kg. Auch nicht schwerer als manch andere, die weniger weit kommen. Und Federung ist auch dabei. Er ist halt nur kein guter Bergsteiger, aber sonst seh ich keinen Grund für was anderes unnütz mehr Geld rauszuhauen.
Der Evercross EV10S Max steht schon ganz oben auf der Liste der empfehlenswerten e-Scooter, falls @memoryth aus irgendeinem Grund weder den ePF noch den Viron haben will. Und den Viron steckt der Evercross am Berg auch in die Tasche. Bei unter 60 kg Zuladung fliegt der den Berg hoch! Und wahrscheinlich kommt sie damit über 100 km mit einer Akkuladung weit. Für 489 Euro muss man den ePF aber einfach empfehlen! Und der Viron dürfte für jemanden mit Knieproblemen und Rheuma und ohne Erfahrung im Grunde die komfortabelste Wahl sein aufgrund der fetten Luftreifen und für 60 kg Zuladung ausreichend motorisiert sein für max. 11% Steigung. @nichachan, wie stark muss man den denn anschieben, bevor er Gas annimmt?

Örtliche eScooter Händler:
 
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@memoryth Ich sehe gerade, du hast in deinem Profil bereits den NAVEE N65i II stehen? Das verwirrt mich gerade - hast du einen "Schnellschuss" getätigt und die Kaufberatung hat sich erledigt? Denn du schreibst ja im Eingangspost, du hättest noch keine Scootererfahrung. :unsure:
 
@memoryth Ich sehe gerade, du hast in deinem Profil bereits den NAVEE N65i II stehen? Das verwirrt mich gerade - hast du einen "Schnellschuss" getätigt und die Kaufberatung hat sich erledigt? Denn du schreibst ja im Eingangspost, du hättest noch keine Scootererfahrung. :unsure:
Habe ich nicht, es stand bei der Anmeldung drin, dass man entweder angeben soll, ob man schon einen hat oder für welchen man sich interessiert und ich hab den ersten genommen, den mir mein Bruder vorschlug, heißt aber nicht, dass ich ihn habe, noch dass ich mich auskenne. Ich wollte erst wirklich Meinungen hier einholen, bevor ich einen kaufe.
 
Was die Knieprobleme angeht: Auch ich bin über diese Thematik zum Rollerfahren gekommen. Einseitig massive Arthrose und immer wieder Innenmeniskusprobleme. War deshalb auch schon zeitweise auf Krücken unterwegs
Schön zu lesen, dass auch jemand mit solchen Einschränkungen etwas berichten kann.

Ich möchte ehrlich sein, ich glaube ich lasse das bleiben ... Ich kann stehen, ich kann belasten, zwar belaste ich wenn es zu viel wird auch das andere Bein, aber das ganze Feature Gerede und worauf man achten soll, dass ist mir zu hoch und zu viel in meinem Zustand.
War nett mal die Erfahrungen und so zu lesen, aber ich denke ich werde dann doch lieber weiter mit der Krücke umher humpeln und sobald der Schub abgeklungen ist Rad fahren, da hab ich einen Kurbelarmverkürzer und da fühle ich mich wohler drauf, da werde ich mal schauen und mich beraten lassen ob der Meniskusschaden durch das passive antreten förderlich oder schädlich ist.
 
Nicht gleich aufgeben, such bei dir in der Nähe einen Händler bei dem du mal probefahren kannst oder in einer Stadt einen Leihroller.
Habe auch massive Probleme mit Knie und Rücken, laufen fällt mir schwer, aber auf dem Scooter stehen geht mit wechselnder Beinhaltung. Ich möchte den Scooter nicht mehr missen. Versuche es, dann entscheide dich.
 
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