Masterarbeit am Lehrstuhl für Verkehrspsychologie der TU Dresden "Rollen mit Rücksicht"

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Lars

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Egret
Hallo liebe Community,

im Rahmen einer Masterarbeit am Lehrstuhl für Verkehrspsychologie der TU Dresden wird die Absicht von E-Scooterfahrenden, bestimmte Verkehrsflächen zu nutzen untersucht. Dafür werden noch Teilnehmende für eine anonyme Online-Studie bis zum 14.09. gesucht.

Wer kann teilnehmen?
- 🛴 Personen, die mindestens einmal pro Jahr einen E-Scooter nutzen und über gute Deutschkenntnisse verfügen.
- Die Studie dauert etwa 20 Minuten und besteht aus drei kurzen Videos mit anschließenden Fragen.

Der Link Studie zur Rollen mit Rücksicht (Ich empfehle, die Studie am PC durchzuführen, um die Videos besser erkennen zu können.)

Vielen Dank für eure Unterstützung! Jede Teilnahme hilft Annegret sehr – und auch das Teilen des Beitrags an andere E-Scooter-Nutzende ist herzlich willkommen.

Gruß Lars
 
ist ne Sache von fünf Minuten, aber die Fragestellungen vor und nach dem Video sind, wie sage ich es ohne zu beleidigen, sie sind sehr eindimensional, als wenn ich einem Fünfjährigen erklären soll kein Eis vor der Hauptmahlzeit zu essen.
 
bei einigen Fragen wären Mehrfachantworten sinnvoll
 
Zu denn Videos, fehlt die Frage: warum fährst du nicht auf dem Gehweg weiter?
Antwort: ich bin zu faul meinen Roller die Bordsteinkante hochzuheben und der Gehweg bietet keinen Vorteil.

Anmerkung zu eurem Rollerfahren selbst: Fahrt nicht so weit rechts. Das ist eine Einladung um zu knapp überholt zu werden. Beispiel ist die Fahrt auf dem Schutzstreifen.
 
Zu denn Videos, fehlt die Frage: warum fährst du nicht auf dem Gehweg weiter?
Warum sollte ich auf dem Gehweg fahren, wenn da kein Radweg ist, aber eine perfekte Fahrbahn vorhanden ist? Außer beim Kopfsteinpflaster vielleicht, aber da hat der Pfeil auch eher auf so etwas wie einen Radweg gezeigt, und nicht auf den Gehweg.
 
Interessant wäre vielleicht auch der Grund, "warum ich Fußwege befahre."
Mal abgesehen davon dass nur wenige Landstraßen begleitende Wege besitzen, die dann oft als "Fußweg" beschildert sind, gibt es auch eindeutiges versagen bei der Planung.
Oft ist es schlicht fehlende Ortskenntnis.

Beispiel.
Die Hochstraße in Halle bekommt neue Brücken. Während wo anders 70m lange Brücken am Stück durch die Stadt gefahren werden um den Verkehr nicht länger lahmzulegen, wird hier über mehrere Jahre die Hauptverkehrsachse zerstört. Es sind 2 Übergänge mit je 20m Brücke....

Die Hochstraße ist für Fahrräder gesperrt, grundsätzlich. Da die normale Unterführung gesperrt ist, hat sich die Stadt eine Art Umleitung überlegt. Natürlich keine Schilder dafür.
Das ist die gelbe Route.

Auf dieser Route habe ich 2 Ampeln (grüner Kreis), eine Haltestelle (für Schule), eine scharfe Rechtskurve die von Autos befahren wird.
Im blauen Kreis, ist der... Pausenhof einer erwachsenen Bildungseinrichtung. Deutschkurse finden dort statt. Es sind also immer viele Leute dort. Zusätzlich ist dort der Eingang zu Läden und Parkplätze sowie die Zufahrt für noch mehr Parkplätze.
Die Gehwegplatten waren nie für Autos ausgelegt. Der Zustand ist... Naja.

Im lila Bereich, finden sich immer Fußgänger, Radfahrer, Glas, Müll.
Der Raum unter der Brücke ist nicht sehr breit. Trotzdem bleiben dort Menschengruppen stehen um das Werk (Staustufe im Fluss) zu fotografieren.

Der Weg nach der Brücke ist in keinem idealen Zustand und ist eine schmaler Hindernislauf. Dort noch zusätzlich mit dem Fahrrad lang ...

Niemand fährt diesen dummen Umweg, wenn er auch über den bislang normalen Weg zur Hafenbahntrasse kommt. Die Stadt hat sich aber nun vor ein paar Wochen entschlossen, ein Fußweg Schild aufzustellen. Sind ja "nur" 100m, die Brückenrampe hoch.

Auch ich fahre diesen Weg. Ich habe kein schlechtes Gewissen es zu tun. Ich werde es auch weiterhin tun. Bequemlichkeit. deswegen kann man sich ein: schieben, in den... schieben.

Interessant ist auch die Aussage der Stadt, das die Hafenbahntrasse ja eigentlich kein Radweg ist. Man es aber dulden würde.
Vor ein paar Jahren, zur Eröffnung, wurde noch stolz die Radschnellverbindung durch die die Innenstadt entlastet wird, gefeiert.

1000103701.jpg

PS
Gibt es andere Wege? Klar. Je nachdem von wo man kommt, kann man auch an der Rennbahn vorbei. Fahrzeit vom nördlichen grünen aus, sind dann ca 10-15 min
 
Wer fährt freiwillig diese Rüttelplatten? Da bekommt man ja schon vom zuschauen Schädel-Hirn-Trauma ^^ Mit denen würde ich mir stets den besten Untergrund suchen. Vollkommen unabhängig davon, ob erlaubt oder nicht.

Daher vielleicht in der Studie noch ein Feld hinzufügen, ob Leih- oder Privat-Scooter gefahren wird.
 
Ich schiebe meinen Roller tatsächlich die letzten ca. 70 Meter. Da fahre ich von der Straße auf den linksseitigen Gehweg und dann zu Fuß.

Die Alternative wäre, dass ich noch 20 Meter geradeaus auf der Straße fahre, um dann an der ersten Ampel auf den dort beginnenden Radweg zu wechseln und Grün anzufordern, um dann zur zweiten Ampel an der gleichen Kreuzung zu kommen, die aber wenigstens von alleine grün wird. Das ist unterm Strich einmal links abbiegen. Dann fahre ich ein Stück Radweg, bis zur nächsten Einmündung. Da muss ich mich dann entscheiden, ob ich:
10 Meter bis zur Fußgängerampel schiebe, Grün anfordere, über die Fußgängerampel gehe, auf der Straße 30 Meter fahre und dann 20 Meter auf dem Radweg bis nach Hause
oder
Vom Radweg auf die Straße wechsle, hinter der Fußgängerampel links abbiege, einen U-Turn mache, rechts abbiege, auf der Straße 30 Meter fahre und dann 20 Meter auf dem Radweg bis nach Hause

Die Umfrage hatte ich heute Nachmittag schon gemacht.
 
1000103810.jpgEin schönes Beispiel von eben.

Wie schlecht ist dein Gewissen, wenn du verbotenerweise auf dem Fußweg fährst?

A) sehr.
B) ich gehöre in die Helle.
C) ich fühle mich furchtbar.
D) ich finde keine Worte, so schlecht geht es mir.

Fangen wir mal an, warum ich nicht auf die Straße wechsle. Dort stehen LKW, direkt neben mir. Der erste LKW sieht nicht wenn ich jetzt wechselen würde.
Ich habe stark an Muskeln abgebaut und scheue seit dem die direkte Konfrontation...

Warum schiebe ich nicht?
Der Weg davorn ist so eng, das ich nicht mit meinem Roller durchschieben kann.
Etwa 1 Minute später (Ampel war noch immer rot) lief eine Mutter mit Kind dort lang und blieb an der Fußgängerampel stehen. Sie lief auf der Straße, damit dass Kind Platz zum laufen hat und nicht an der Absperrung "langschubbert".

Als Anmerkung: dieser Weg ist ein Fußweg. Er ist für Fahrräder freigegeben. Fahrradpiloten müssen 100% Rücksicht auf Fußgänger nehmen und dürfen max 5 km/h fahren. E-Scooter sind in diesem Bereich noch! verboten.

Ach und zur Lösung: ich denke nicht darüber nach und tue, wenn ein Polizist mich anspricht, ganz zerknirscht. Im Anschluss schreibe ich als Busse einen Beitrag im Forum. In wissen das es niemanden in der Realität interessiert. Sowohl als auch. ;)
 
Da das Deadline schon vorbei ist (14.09 2026) werde ich das Thema hier schließen . Sollte sich etwas ändern bitte ich um kurze Rückmeldung via PN
 
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