RCB D5 Fahrberichte, Erfahrungen & Fazit

So nach 400km oder so noch mal ein paar Anmerkungen.

Luftverlust am Vorderreifen: hat sich bei 2 PSI pro Tag einpendelt; habe mittlerweile auf Garantie ein neues Vorderrad bekommen, das scheint dicht zu sein.
Werde mir das aber erstmal nur zur Seite legen und versuchen das gebrauchte Vorderrad dicht zu bekommen; habe die Stelle lokalisiert, aus dem alle 5 Sekunden ein klitzekleines Luftbläschen austritt ( bitte keine Tips hierzu; da haben wir schon im D7-Thread diskutiert ;) )

Habe den eScooter einmal aufgeraschraubt um mir ein Bild vom Innenleben zu machen (ich denke über den Bau eines größeren Akkus nach; mal den Sommer abwarten, wenn ich auch lange Touren mit Nachladen gefahren bin, ob das lohnt oder nicht)

- Das Innenleben ist aufgeräumt; HW-Controller;
Akku-Wechsel sollte problemlos möglich sein, da nur 3 Steckverbindungen;
Platz für einen größeren Akku von den Maßen her leider nicht vorhanden
also müsste durch den Akkubauer meines Vetrauens geschaut werden, welchen Zellengröße man nehmen muss, für mehr Kapazität

- Was richtig positiv ist (und das im Vergleich zum ePulse) :
es gibt, bis auf die Befestigung vom Trittbrett, keine Schrauben, die nur in das ALUGehäuse geschraubt worden sind;
alle Schrauben sind normale Inbusschrauben, die im Gehäuse von einer selbstsichernden Mutter gehalten werden; also man muss keine Angst haben, dass man die mal überdreht; dafür gibt es ein (y)(y)

- ein kleines Luxusproblem sind immer noch diese ca. 21,4 km/h max, wenn ich parallel meine ePulse sehe, der laut GPS etwa 23km/h fährt; gefühlt sind das Welten, obwohl es nur 1,5km/h sind 🤪

- und was mich immer ein wenig stört: kein Daumengas und keine Daumenbremse.
Über Land ist das alles i.O., aber in der Stadt mit vielem rechts/links Start/stop bevorzuge ich absolut meinen ePulse

So weit erstmal: in Kürze kommt dann wohl mal ein ausgibieger "Berg-und Tal-Test"; mal gucken, was der so ergibt
 
Nachdem ich nun sowohl einen 8 Stunden 70 km Berg-und Tal-Test sowie einen 14 Stunden 150km Long-Run-Test mit unterschiedlichen Zuständen von Wegen hinter mir habe kommt nun das abschließende Fazit.

Der RCB tut was er soll; für das Geld, was er gekostet hat, ist er super; er knirscht und knarzt zwar ab und an, aber das blendet man aus

auf Waldwegen muss man ab und an aufpassen;
je nach Untergrund hätte man gerne etwas breitere Reifen, aber das ist bekannt und wenn man seine Fahrweise danach ausrichtet, ist alles gut.
Auch auf Singletrails meistert er bis zu einem gewissen Grad gut;
bei sandigen Wegen merkt man halt auch die kleinen schmalen Reifen im Gegensatz zu den Elite X Reifen; da muss man ggf. auch mal schieben oder langsam fahren

Die Berge schiebt er lange und gut hoch; da merkt man die 1600W Peak; irgendwann wird er halt langsamer auf Grund des Fahrergewichts

Federung für mich in Ordnung (bei 115kg Touren-Zuladung)

Bei starkem von Schrägvorne kommenden Wind und ca. 25° C bin ich im Flachland ca. 70 km weit gekommen; für mich i.O. bzgl. Fahrergewicht

Womit ich mich weiterhin schwertue, ist das Fehlen von Daumengas und -Bremse; gerade, wenn man mal innerorts unterwegs ist.

Aber der RCB ist mein Langstrecken-Outdoor-Touren-Scooter und nicht mein Kurzstrecken-Stadt-Scooter ... und dann passt das.

Reifen habe ich leider nicht mehr dicht bekommen; und daher das auf Garantie gelieferte Komplettrad montiert; auch das war super einfach.

Das muss man dem D5 auch zu Gute halten: wenn man doch mal schrauben muss, ist alles übersichtlich einfach und mit normalen Inbussschrauben und 6-KantMuttern verschraubt. Also Spezialwerkzeug ist nicht nötig.

So weit so gut. Ich freue mich auf die nächsten Touren
 
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