Segway ZT3 PRO D Fahrberichte, Erfahrungen & Fazit

Dako

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Hamburg
Über persönliche Fahrberichte zum Segway ZT3 PRO D würden wir uns sehr freuen. Interessant und hilfreich sind Eure Eindrücke zu:
  • Agilität
  • Motorpower/Steigungspower
  • Maximale Geschwindigkeit (auch mit GPS gemessen)
  • Bremsverhalten
  • Qualität/Verarbeitung
  • was Euch sonst noch einfällt
Hier bitte nur persönliche Fahrberichte posten, keine Links zu Werbevideos. Vermeidet bitte Off-Topic.
 
Warum ist hier eigentlich noch nichts los?!?

Na gut, dann mach ich mal wieder den Anfang...

Nachdem es gesetrn den ganzen Tag lang geregnet und heute dazu auch noch gestürmt hatte, konnte ich heute Abend endlich die Premierenfahrt im Ort vornehmen.

Kurz ein paar "Hard Facts":

- nach den rund 10 km (laut App) mit insgesamt sicherlich 15+ ordentlichen Steigungstests war der Akku am Ende noch zu knapp 60% voll - @3°C Außentemperatur
- die Kiste beschleunigt, wie erwartet und von den Premium-Ninebots bekannt, äußerst temperamentvoll auf 23 und pendelt sich dann bei echten 22 km/h ein
- Ergonomie&Fahrgefühl sind überdurchschnittlich gut, die Federung komfortabel
- an den heutigen Standardsteigungen lag er absolut auf Augenhöhe zum bisherigen Primus VX2 Extreme, teilweise sogar noch einen Tick darüber
- bergauf bleibt er oft bei 20+ km/h hängen, obwohl die vorhandene Power, bei noch einigermaßen moderaten Steigungen, eigentlich für Topspeed reichen müsste, zudem merkt man deutlich, wie die Leistung immer wieder nachgeregelt wird - ein VX2 oder auch EPF-Pulse haben eine deutlich bessere/sauberere Abstimmung unter Last
- die Boost-Funktion ist nur eingeschränkt zu gebrauchen, da sie sich sofort wieder deaktiviert, sobald auch nur eine MIllisekunde lang 20 (nicht 22!) km/h erreicht werden und ist zudem zeitlich auf maximal rund 30s begrenzt ist, ist somit ein reiner "Beschleunigungs-Boost" und keine echte Bergunterstützung
- die Bremsen sind OK, mit schwacher Reku-Einstellung wird ohne Gas zu geben schon relativ stark abgebremst, was zumindest die Bremsbeläge schont, mit durchgedrücktem Gas wird auch automatisch gebremst, gefühlt aber nicht ganz so stark
- das Licht (Helligkeit und Ausleuchtung) ist wirklich überdurchschnittlich gut und mindestens auf typischem NIU oder VX2-Niveau
- die Lenkerendenblinker sind meiner Meinung nach, im Gegensatz zu einem NIU KQi 300X oder Egret Ey!1 alleine nicht ausreichend - der ZT3 Pro hätte wirklich noch zusätzlich hintere nötig...

Zum Abschluss noch ein "negativer" Punkt: um den Boost-Modus mal genauer zu testen, habe ich mehrere Anfahrtests an einer kurzen 25%-Steigung gemacht (zum Vergleich: der VX2 Extreme fällt hier auf 13+ km/h ab, der Fritz 2.0 auf 12, der Pulse auf 9 - jeweils mit praktisch vollem Akku).

1. Durchgang: 12+ im Sportmodus und beachtliche 15+ im Boost-Modus
2.. Durchgang: 11-12 im Sportmodus und 10(!) im Boost-Modus
3.. Durchgang: 11 im Sportmodus und 7-8 im Boost-Modus
Danach haben sich die Geschwindigkeiten auf 6-8 km/h angeglichen, bis der ZT3 Pro beim 6. oder 7. Versuch mit unter 5 km/h (selbst mit Anlauf) sang- und klanglos mitten auf der Steigung, die vielleicht 10-15...20 m lang ist, abgestorben ist.....
Nach einer kurzen Abkühlpause (zwischen jedem Durchgang lagen übrigens sicherlich 2-3 Minuten) hat sich der ZT3 Pro wieder aufgerappelt und die Steigung souverän gemeistert (im Sportmodus und diesmal mit Anlauf waren dann auch wieder gute 13 Display-km/h drin).

Was bedeutet das? Das Ding neigt leider zum "Überhitzen", bzw. vorzeitigen Leistungsdrosseln unter hoher Dauerlast und ist damit den aktuellen Hobbywing-Controllern an langen, starken Steigungen definitiv unterlegen.

Alles in allem ist der Z-Ninebot kein Wunderwerk chinesischer Ingenieurskunst, aber ein wirklich guter und starker, offroadfähiger Scooter, der bei Bodenunebenheiten zwar nicht ganz geräuschlos unterwegs, dafür aber komfortabel und mehr als anständig verarbeitet ist.
Zu seinem aktuell überaus attraktiven Verkaufspreis erhält er deshalb von mir auch eine klare Empfehlung, man sollte (in jeglicher Hinsicht) nur nicht zu viel von dem neuen 30 kg-Stern am Powerscooter-Himmel erwarten. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was bedeutet das? Das Ding neigt leider zum "Überhitzen", bzw. vorzeitigen Leistungsdrosseln unter hoher Dauerlast
Wenn das bei den jetzigen Temperaturen passiert, bin ich auf Fahrberichte jenseits von 20 Grad gespannt und du gehörst noch zu den leichteren Fahrern.

Ist sonst noch keiner gefahren und stellt seinen Fahrbericht hier ein?
 
Das ist genau der Punkt: mit dicken Winterklamotten und "Referenzrucksack" wiege ich 80-85 kg, und gestern war es schon echt kalt. Auch wenn der ZT3 Pro an relativ kurzen Steigungen sehr stark ist, wage ich zu bezwiegeln, dass jemand mit über 100 oder gar 120 kg im Sommer einen mehrere Hundert bis Kilometer langen Berg mit durchschnittlich "nur" 10% hochkommt - was für den VX4 oder Fritz 2.0 überhaupt kein Problem wäre!
 
Die nicht DE Variante schafft das spielend
Das intereessiert mich (wie auch einen Großteil der Käufer, die immer noch mehrheitlich legal unterwegs sein wollen) genausowenig wie die Tatsache, dass die neue Hilde offen bis zu 75 km/h rennt.
Die Kosten auch das doppelte
Wie gesagt, preislich ist der ZT3 sicherlich extrem attraktiv, das steht ja außer Frage. Auch darüber, ob der Preisaufschlag bei der Konkurrenz gerechtfertigt ist, kann man streiten, aber hier geht es erstmal nur um den ZT3 Pro (D) und dessen Stärken und Schwächen, und die Überhitzungstendenz ist nunmal eine davon.
 
Die Boost Funktion zieht ja innerhalb kürzester Zeit mehr als 2500 Watt aus dem Akku, das da dann Wärme entsteht ist nachvollziehbar. Ich denke, dass die Boostfunktion dann eher dafür gedacht ist, um den Scooter durch Schlamm oder ähnliches zu ziehen, wenn man Querfeldein unterwegs ist, oder um einfach bei anfahren an der Ampel schneller zu sein. Das es dafür gedacht war sich am Berg hochzubossten glaube ich eher nicht, was der Fahrbericht ja auch gezeigt hat.
 
Offroad nützt einem dieses Feature auch wenig, da zeitlich begrenzt - da man zur Aktivierung ja auch die Bremse ziehen muss, ist das eine reine "Anfahrunterstützung", um einfach schnellstmöglich auf Topspeed zu kommen.
Interessant war vor allem zu sehen, dass ich aufgrund der Überhitzungsproblematik 2-3 Durchgänge lang im Sportmodus zum Teil deutlich schneller war als im Boost-Modus (11-12 zu 8 km/h)...
 
Im Zuge der heutigen Feierabendtour habe ich mal die tatsächliche Reichweite ausgelotet Ich muss sagen, das Ding macht echt Spaß, da man mit der mehr als ordentlichen Power, der großen Bodenfreiheit, dem riesigen Federweg, der üppig dimensionierten und stabilen Bauweise, sowie den Semi-Offroadreifen praktisch keine noch so grobe Fahrbahnunebenheit zu scheuen braucht.
Bei 0-3°C und bewusst vielen Test-Steigungen (auch extra lange, starke, bei denen man schon gemerkt hat, wie er am Ende spürbar einbricht) bin ich heute (ausschließlich im Sportmodus gefahren) 33.4 km weit gekommen. Das ist, verglichen mit den Ergebnissen, die ich mit Konkurrenzmodellen unter ähnlichen Bedinugnen erzielt habe, ein wirklich guter Wert.
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass ich im Sommer sicherlich 20, vielleicht sogar 30% weiter komme (der typische Temeraturaufschlag), dann ist dort mit einer Reichweite von 40 bis 45+ km (fest) zu rechnen, was ich im Vorfeld auch erwarett hatte.
Bei den heutigen Temoeraturen hat mir die erzeilte Reichweite jedenfalls völlig gereicht - 5 km mehr und ich wäre definitiv erfroren! 😁
Mit dicken Winterhandschuhen erfordert die Bedienung der zentralen Steuereinheit auf der linken Lenkerseite etwas Übung, damit man nicht beim Versuch zu Blinken, versehentlich das Licht aus- oder vom Sport- in den Fußgängermodus schaltet.
Bis jetzt bevorzuge ich übrigens das Daumengas, auch wenn der optionale Drehgasschalter gut umgesetzt und der Vortrieb damit feinfühlig zu dosieren ist.
Als Feierabend-Spaßgerät ist der ZT3 Pro D wirklich zu empfehlen, zumal er (mit 2 Händen) auch noch ganz gut zu tragen ist - je besser das Wetter und je länger die effektiv nutzbare Freizeit ist, desto mehr wird er (bei mir) aber an Bedueutung verlieren, da es sich nunmal leider um keinen veritablen Langstreckentourer handelt...
 
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Im Zuge der heutigen Feierabendtour habe ich mal die tatsächliche Reichweite ausgelotet Ich muss sagen, das Ding macht echt Spaß, da man mit der mehr als ordentlichen Power, der großen Bodenfreiheit, dem riesigen Federweg, der üppig dimensionierten und stabilen Bauweise, sowie den Semi-Offroadreifen praktisch keine noch so grobe Fahrbahnunebenheit zu scheuen braucht.
Bei 0-3°C und bewusst vielen Test-Steigungen (auch extra lange, starke, bei denen man schon gemerkt hat, wie er am Ende spürbar einbricht) bin ich heute (ausschließlich im Sportmodus gefahren) 33.4 km weit gekommen. Das ist, verglichen mit den Ergebnissen, die ich mit Konkurrenzmodellen unter ähnlichen Bedinugnen erzielt habe, ein wirklich guter Wert.
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass ich im Sommer sicherlich 20, vielleicht sogar 30% weiter komme (der typische Temeraturaufschlag), dann ist dort mit einer Reichweite von 40 bis 45+ km (fest) zu rechnen, was ich im Vorfeld auch erwarett hatte.
Bei den heutigen Temoeraturen hat mir die erzeilte Reichweite jedenfalls völlig gereicht - 5 km mehr und ich wäre definitiv erfroren! 😁
Mit dicken Winterhandschuhen erfordert die Bedienung der zentralen Steuereinheit auf der linken Lenkerseite etwas Übrung, damit man nicht beim Versuch zu Blinken, versehentlich das Licht aus- oder vom Sport- in den Fußgängermodus schaltet.
Bis jetzt bevorzuge ich übrigens das Daumengas, auch wenn der optionale Drehgasschalter gut umgesetzt und der Vortrieb damit feinfühlig zu dosieren ist.
Als Feierabend-Spaßgerät ist der ZT3 Pro D wirklich zu empfehlen, zumal er (mit 2 Händen) auch noch ganz gut zu tragen ist - je besser das Wetter und je länger die effektiv nutzbare Freizeit ist, desto mehr wird er (bei mir) aber an Bedueutung verlieren, das es sich nunmal leider um keinen Langstrecknentourer handelt...
Wieviel kg wiegst du wenn ich fragen darf
 
Da sind wir doch vergleichbar @fireball_mh
Ich hatte mit 94kg Zuladung, Temp. -1°C, 590 Höhenmeter 27km geschafft. Restladung 9%.

Heute im Schnee und mit geringerem Reifendruck von 2,5 bar aber nur knapp über 20km.
War natürlich nicht durchgehend im Schnee, der meist nur wenige Zentimeter tief war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sind wir doch vergleichbar @fireball_mh
Ich hatte mit 94kg Zuladung, Temp. -1°C, 590 Höhenmeter 27km geschafft. Restladung 9%.
Heute im Schnee und mit geringerem Reifendruck von 2,5 bar aber nur knapp über 20km.
War natürlich nicht durchgehend im Schnee, der meist nur wenige Zentimeter tief war.


Ein wechselbarer Akku oder gleich mehr Akku hätten die Scooter zum top modell gemacht
 
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