Wie meinst Du "andersrum"? Mit größeren Rädern wächst theoretisch auch das auf die Straße übertragbare Drehmoment ("Kraftarm" und so...

). Ein Egret X hat dank 12.5"-Bereifung auf dem Papier auch 35 Nm bei nur rund 900W und damit mehr als ein tatsächlich signifikant stärkerer Fritz 1.0 mit 10"-Reifen und 1200W - dass der Vortrieb/die direkte Kraftübertragung zur Beschleunigung bei großen Reifen geringer ist, dürfte ja klar sein...Ein Traktor hätte mit kleinen Reifen und gleichem Motor auch weniger Drehmoment, würde aber stärker beschleunigen und hätte gleichzeitig eine geringere Endgeschwindigkeit.
So, jetzt aber BTT:
Eigentlich kann ich nach jetzt 180 km schon ein abschließendes, zwiespältiges Fazit zum Core 2 ziehen:
die 3 größten Ärgernisse sind aus meiner Sicht ganz klar:
3.) die fehlende Power im niedrigen Geschwindigkeitsbereich von 3/4 bis 6,7,8 km/h (auch wenn sich die Beschleunigung dadurch gleichmäißer und ruckelfrei anfühlt - ganz im Gegensatz zu einem VX2 Gear)
2.) die fehlende E-Brake (beide Punkte sind insbesondere für mich im Bergland absolut relevant, für andere dagegen vermutlich eher weniger)
und, last but not least..............
1.) die (sicherheitsrelvante) besch...ene Fahrbahnausleuchtung!
Heute hatte ich die erste Ausfahrt mit hellem Tageslicht und einsetzender Dämmerung bis hin zu völliger Dunkelheit, und das Frontlicht wäre in der Tat relativ gut, wenn es - wie bereits zuvor vermutet - einfach im Neigungswikel richtig eingestellt wäre! Das "Abblendlicht" wirkst OOTB schon wie ein Fernlicht, dazu hat man direkt vor dem Scooter einen (zu) schwach ausgeleuchteten, etwa 1-1.5m langen Mini-Lichtkegel und dazwischen - also bis etwa 10m, mehr oder weniger völlige Dunkelheit (genau genommen gibt es noch einen schmalen und kaum sichtbaren, mittigen "Verbindungs(licht)streifen".
Mit eingeschaltetem Fernlicht leuchtet man endgültig in die Baumkronen und der Ultarnahbereich wird zwar heller, aber nicht weiter oder breiter ausgeleuchtet - man braucht im Dunkeln also zwangsläufig extrem gute Antizipationsfähigeiten oder ein absolut empfehlenswertes Zusatzlicht am Lenker, um nicht ungewollt durch irgendwelche Reifenkiller, Stolperfallen oder Dreckhaufen zu fahren...
Wie gesagt, bei der Hilde war das Frontlicht ein absolut vergleichbares Drama, man konnte die Lampenabdeckung dort aber relativ umständlich demontieren und die Ausrichtung der Frontlampe anschließend entsprechend korrigieren - beim Segwayy GT1 D war das wohl übrigens ähnlich. Die Hersteller scheinen eine Fernlichtfunktion grundsätzlich nicht ordentlich integriert zu bekommen - und erschreckenderweise auch nicht mal zu testen...
Naja, wenigstens kann ich damit von an Kreuzungen wartenden/einfahrenden Autos nicht mehr übersehen werden (was mir mit tief sitzenden Frontlampen tatsächlich schon ein paar Mal passier ist), denn der Lichtstrahl leuchtet jetzt unübersehbar direkt in die Augen der "Verkehrsgegner".
Wie auch immer - kommen wir nun zu den "Top-3" der Pros vom Core 2:
- die Beschleunigung und allgemeine Steigfähigkeit ist überdurchschnittlich gut, um nicht zu sagen absolut up-to-date
- der Fahrkomfort (und -sicherheit) auf schlechten/kaputten Straßen ist mit den 11-Zöllern deutlich gestiegen
- durch die Akkukompatibilität zum Max 1+2 und GT 1+2, bzw. bezahlbare Zweitakkupreise ist bei moderatem Fahrzeuggewicht eine fast beliebig hohe Reichweite realisierbar
Ich habe den Kauf trotz aller Nachteile und Enttäuschungen nicht bereut - ich wollte einen starken "Mittelklasse-Soflow" mit großen Reifen bei überschaubarem (und angemessenem) Preis, mit dem ich den bereits vrohandene 18Ah-Zusatzakku für den GT mitbenutzen kann, und das habe ich auch bekommen. Für Extremsteigungstouren habe ich ja noch einige deutlich stärkere Alternativen, und dass der Core (2) mit diesen nicht im Ansatz mithalten kanm, war mir eigentlich schon vor dem Kauf klar.