SoFlow SO4 (Pro) Fahrberichte & Fazit

Lisij

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Heute wieder ein So4Pro erste Generation gekauft für meine Schwester.
Günstig bekommen von jemandem aus dem Forum, müssen zwar paar Sachen gemacht werden... egal ich habe dem Biest ein zweites Leben geschenkt.
Ist mein dritter So4Pro😍👍😂
Die Dinger sind richtig brutal am Berg, Getriebemotor ist ein Wahnsinn.
 

fireball_mh

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Ursprünglich wollte ich gestern meine "Jubiläumstour" mit der Hilde machen (die 50.), aber da mir bei der Luftdruckkontrolle vor der Fahrt der Ventileinsatz am Hinterrad "verreckt" ist und ich keine Lust auf eine erneute Endlostour mit dem dafür prädestinierten VX4 hatte, mit dem ich tags zuvor unterwegs war, habe ich einem meiner beiden SO4 Pro Gen 2 seine Jungfernfahrt im diesjährigen Versicherungsjahr gegönnt, um mit diesem einen erneuten Extremsteigungstest zu machen.
Der SO4 Pro ist zwar schon lange nicht mehr meine Nummer 1, was Tourenausfahrten jeglicher Art betrifft - für mittlere Touren ist das aktuell die Hilde und für besonders lange/schwierige/unbekannte) Touren der VX4, die einfach einen viel größeren Fahrkomfort bieten, insbesondere auf den typischen Wald- und Feldwegen, auf denen ich oft unterwegs bin, wobei ich das Reichweitendezizit des Soflows mit 2 Zusatzakkus locker ausgleichen kann.
Der VX4 kommt mit seinem drehmomentstarken 1600W-Motor fast an die SO4 Pro-Power ran, erst ab etwa 28-30% und ungünstigem Untergrund ist er dem Oldie teilweise gnadenlos unterlegen. Hier würden erst 100-200W mehr für einen echten Leistungsgleichstand sorgen, d.h. der "uralte" SO4 Pro performt genauso stark wie ein moderner/effiienter Hobbywingantrieb mit mindestens 1800W - und das bei gerade mal 1100-1200W Spitzenleistung (dem Plantetengetriebe sei Dank).
Die gröten Nachteile des SO4 Pro sind die fehlende Federung, sein eher überschaubar großes Trittbrett, der schmale Lenker, die ebenso schnalen Straßenreifen und vor allem die relativ hohe Ankickgeschwindigkeit, bis die Motorunterstützung einsetzt. Wenn man "im Gelände" an einer Ü20%-Steigung, aus welchem Grund auch immer, anhalten muss, hat man so absout keine Chance, an dieser Stelle wieder los/weiter zu fahren, obwohl die Power locker dazu reichen würde...
Wie auch immer: in meiner endlos langen Steigungstestliste gibt es aktuell nur 6-8 Offroadanstiegen weit jenseits von 20% (meist sogar über 30%), die der VX4 selbst mit noch relativ vollem Akku und unter guten (und gleichen) Fahrtbedingungen im Gegensatz zum Soflow nicht mehr schafft.
"Onraod" kann der VX4 dagegen problemlos mithalten, was man ja auch in verschiedenen YT-Videoas bewundern kann.
Lange Rede, kurzer Sinn: gestern hat der Soflow auch wieder eine beeindruckende Schotter-Steigung gemeistert, an der der VX4 kurz davor chancenlos gescheitert ist - am steilsten Abschnitt des mehrere Hundert Meter langen "Killerbergs" konnten hierbei um die 30% gemessen weden, und das sogar mehrfahr/über ein ganzes Stück, was insbesondere auf diesem Boden unendlich schwer ist (während meiner Testfahrten sind mir auch einige Montainbiker entgegengekommen, die vom starken Gefälle auf losem Untergrund augenscheinlich schwer beeindruckt, um nicht zu sagen leicht eingeschüchtert waren).
An einer weiteren Offroadsteigung ist er dagegen, genauso wie der VX4, auf (zu) weichem Erdboden gescheitert, da das Hinterrad an der steilsten Stelle einfach hoffnungslos durchgedreht ist - diesen Anstieg im versteckten Dickicht kann ich wohl erst nach einer mehrwöchigen Trockenperiode im Hochsommer erneut testen, wenn der Boden ausreichend fest/getrocknet ist (3 sonnige Sommertage waren dazu offensichlich nicht ausreichend genug).
 

Mr.T 1972

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Pulse
Habe heute mal einen Reichweiten Test mit einem meiner SO4 Pro Gen.2

Erreicht: 29 km

Zuladung: 115 kg
Fahrstufe: Eco
Licht: Eingeschaltet
Temperatur: 22°C / Windig
Strecke: Etwas Schotter Piste, der Rest Asphalt, Land und Stadt, 110 Höhenmeter
Immer Vollgas
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 19,9 km/h
 

fireball_mh

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Da der SO4 Pro-Bereich kurz vorm Absterben ist, weil alle so unnatürlich vom Elite X, bzw. Phoenix gehyped sind, mal wieder ein Update meinerseits:
Ich stelle gerade eine kleine (interne) Vergleichstabelle mit Steigungstestergebnissen auf, in der die Hilde die untere Referenz für "normal starke" E-scooter bis 1200W und der SO One/SO4 Pro (Gen2) die Referenz am oberen Ende darstellen, dabei hat sich folgendes ergeben:

- Der SO4 Pro G2 ist laut Display etwas/~1 km/h langsamer (auch an starken Steigungen) als der SO One Pro, in Echt sieht die Sache allerdings ander aus, da der SO One Pro-"Tacho" relativ optimistisch ausgelegt ist, während man beim Vorgänger bewusst tiefgestapelt hat- die hier maximal angeziegten 21.3 km/h sind unterm Strich nämlich kein bisschen langsamer als die 22.x des SO One Pro. Zudem empfinde ich den "Getriebesound" beim SO4 Pro als etwas weniger nervig als beim aktuellen Topmodell aus dem Hause Soflow.

- Der Fahrkomfort ist immer noch absolut OK - ich bin diesbezüglich ja schon ziemlich verwöhnt mit dem Fritz, Egret Ey!1 & Co, aber keine der beiden letzten 50-60 km-("Onroad")-Touren mit dem ungefederten Soflow hat diesbezüglich irgendwelche negativen Eindrücke hinterlassen.

- Im Gelände sind die Getriebemotoren immer noch eine unschlagbare Macht, da faktisch nicht totzukriegen und auch überhaupt nicht überhitzungsanfällig. Auf der Straße verhält es sich mit rund 80 kg Zuladung so, dass bis etwa 20% viele "normal starke" E-Scooter noch gut mithalten können und teilweise auch signifikant schneller sind, insbesondere der Ey!1, der VX4 und der Fritz 2.0, wobei letzterer sogar bis etwa 30% fast gleichauf mit den Schweizern liegt, der Ey!1 triumphiert dagegen bei kurzen Steigungen, die man praktsich ohne Anlauf anfährt und der VX4 hat bis etwa 25% auf der Straße bergauf die Nase messbar vorn.
Wie man anhand der nackten Zahlen erkennen kann, braucht man bei noch zweistelligem Gewicht nicht unbedingt semi-optimal abgestimmte Dualmotor-Power, um wirklich (fast) überall hochzukommen.

- Ein weiterer, großer Vorteil des Gen2 ist sein Wechselakku. Genrell ist der Leistungsverlust bei abnhemender Akkuspannung deutlich weniger ausgeprägt als bei den Direktläufern, man hat also fast bis zum Schluss mehr als genug Power, dann legt man einen zweiten (relativ leichten) Akku ein und hat schlagartig wieder maximale Urgewalt unter den Füßen - diesen Vorteil hat man bei konstant abnhemender Kapazität eines entsprechend größeren Akkus nicht. Dazu kommt: wenn man mit 2 Akkus noch rund 50€ in 2 günstige Schnelladegeräte investiert, um parallel laden zu können, hat man im Anschluss an eine 70-80 km-Tour die kompletten 21Ah in unter 3 Stunden wieder voll aufgeladen - das ist kaum langsamer als beim derzeitigen Ladeweltmeister Hilde!

Den Gen1 würe ich mir trotz aggressiverer Gasannahme nur als Kurzstreckenfahrzeug ins Haus holen - mit 100 kg würde ich den Akku hier bei mir (insbesondere im Winter) problemlos in unter 20 km mausetot bekomme, was für Touren jeglicher Art dann doch ein bisschen arg mau ist. Der SO One Pro kommt, bei etwas kleinerer Akkugröße übrigens deutlich (=einige km) weiter, was u.a. an seiner für einen Getriebemotor einmaligen Energierückgewinnung liegt.
Für die Kurzstrecke sind aber wiederum andere, direkter ansprechende und lautlose 22 km/h-"Leichtgewichte" (bevor mir jetzt wieder jemand mit dem Phoenix um die Ecke kommt), bspw. der VX2* oder der Sultan+, besser geeigent.
Da mit dem So One Max-Release vermutlich ein dezenter "Preisrutsch" beim SO4 Pro einhergeht und der Gen2 dann bei MM & Co (zumindest temporär) sicherlich für unter 700€ zu haben sein wird, ist das auch gut 4 Jahre Jahre nach der Markteinführung noch eine ernsthafte Überlegung wert (das muss ihm erstmal ein anderer E-Scooter mit ABE nachmachen!).
 

Onshore

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Elite X, SO4pro Gen2
Ich habe meinen SO4 Pro G2 auch sehr lieb. Trotz meiner EliteX.
Das Ding ist eigentlich immer im Kofferraum.
Für die City bei mir unschlagbar für mal eben kurz.
Andere Hersteller fallen schon mal fast immer wegen der 100/120Kg raus. Der SO ist nach wir vor für mich ein unschlagbarer Nieschenscooter.
 

der Dirk

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SO4 Pro GT
Da mein Pulse schon in der Werkstatt ist, bin ich die Woche über wieder mit meinem SO4 Pro 2. Generation (erste Revision) gefahren.

Und ja, nach einiger Umgewöhnung (er fährt sich halt doch anders), wieder richtig gut drin. Der Scooter ist einfach so viel wendiger und agiler. Ich spüre jeden Hubbel am Boden direkt bis hoch in den Rücken, aber das Fahren macht trotzdem wie die letzten ca. 4500 Kilometer die ich mit schon unterwegs war auch schon, nach wie vor ungemein Spaß.

Die Reichweite ist natürlich ein Witz im Vergleich zum Pulse (Zuladung um die 130-135 Kilo je nach Tagesform und Gepäck), aber der Getriebemotor dieses Oldtimers kann sich nach wie vor noch absolut sehen lassen.
  • Agilität: 10/10 Punkte
  • Motorpower/Steigungspower: 10/10 Punkte
  • Maximale Geschwindigkeit (mit GPS gemessen): Bei meinem sind es ~21 km/h (21,3 laut Tacho – passt also)
  • Bremsverhalten: Mit frisch eingestellten Bremsen beißt der richtig gut zu!
  • Qualität/Verarbeitung: Ausgezeichnet, klar, inzwischen wackelts hier und da ein bisschen, aber das erste, was ich aufgrund Verschleiß aus Sicherheitsgründen tauschen musste, war der Reifen vorne nach 4000 Kilometern.
 

fireball_mh

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Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich heute mal wieder mit dem SO4 Pro Gen2 gefahren - nicht rein zufällig, denn ich wollte unbedingt noch ein paar fehlende Testwerte für meine unzähligen Standardsteigungen ermitteln.
Dabei hat sich wieder einmal gezeit, dass der Urvater aller Powerscooter auch heute noch locker mithaltn kann. 💪
Zwar ist er an meinem Hausberg mittlerweile der Langsamste in meinem Fuhrpark, aber je steiler es wird, umso mehr spielt er seine wahren Stärken aus (den Unterschied zwischen Kraft/Drehmoment und reiner (Peak)Leistung).
Eigentlich wollte ich die Steigung unten erst mit dem SO4 Pro GT angehen, da der VX2 Extreme als vermeintlich stärkster Singlemotor-Scooter, der "onroad" durch die Bank Bestwerte erzielt und dabei fast immer auch den im Sportmodus/ohne aktivierten Kurzzeit-Boost rund 2000W starken ZT3 Pro D hinter sich lässt, hier mit noch fast vollem Akku aboslut chancenlos gescheitert war.
Da der GT aber noch (mindestens) unerklärliche 2 Monate auf sich warten lassen wird, war ich heute so dreist und habe die Übung einfach mal mit dem SO4 Pro Gen2 versucht - tatsächlich ohne allzu große Erwartungen, aber ich dachte mir, dass es zumindest einen Versuch wert wäre, da er mich in der Vergangenheit schon wirklich extreme Anstiege hochgebracht hat (zum großen Teil in den hiesigen Erfahrungsberichten nachzulesen).

Steigung des Tages

Was soll ich sagen: mit vollen 3 von insgesamt 4 Akkubalken hat der alles andere als fein abgestimmte Power-Oldie meine 80+ kg relativ problemlos hochgewuchtet! :oops:
WTF...DAS hätte ich wirklich nicht erwartet, zumal der Soflow zwar spürbar zu kämpfen hatte, aber gefüht noch ein ganzes Stück von der endgültigen Kapitulationsgrenze entfernt war.

Bis etwa 30% halten VX2 Extreme, Fritz 2.0 und auch der neue EPF-Pulse+ noch relativ gut mit (der ZT3 Pro verabschiedet sich schon ein paar Prozentpunkte eher) , aber spätestens bei 33-35%@80 kg (offroad oder bei schwereren Fahrern entsprechend eher) steigen alle anderen Konkurrenten ohne Getriebe aus und auch der bis dahin 1-2 km/h schnellere, mit dem aktuellen Getriebemotor ausgestattete, SO-Floh SO One Pro besitzt keine höhere Maximalsteigfähigkeit.
Wenn also irgendein fremdfinanzierter Werbeyoutuber alle paar Wochen ein neues Modell als den absolut stärksten E-Scooter auf dem Markt anpreist, kann man sich als langjähriger SO4 Pro-Besitzer ganz entspannt zurücklehnen und das zweifelhafte Fischmarkt-Geschreie getrost ignorieren. ;)

Auf der heutigen, 46 km langen, bergigen Tour mit insgesamt 10 Teststeigungen, an denen der Oldie mit mindestens 3 von 4 Balken auf der Uhr mehrmals auf bis zu 6-7 km/h eingebrochen ist, habe ich übrigens bei windigen 10-12°C zwei zu Beginn rappelvolle Wechselakkus, insgesamt also etwa 20Ah, leer gefahren.

War mal wieder ein kurzweiliges, wenn auch - insbesondere auf den vielen holprigen Feldwegen, leicht unkomfortables Vergnügen, bei dem ich, neben einer guten Vollfederung, das ein oder andere Mal auch wieder eine effiziente E-Brake vermisst habe...

P.S.: Mit dem bereits ausverkauften SO4 Pro Max hätte man für die heutigen Tests mindestens 2-3 Mal ausrücken müssen, da für diesen bekanntlich noch keine Zusatzakkus verfügbar und Steigungstests mit maximal Halb vollem Akku nicht mehr repräsentativ sind.
 
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fireball_mh

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Gestern habe ich das aktuell dauerhaft schöne (und vor allem trockene) Wetter genutzt,, um nach Feierabend die beiden extremsten, theoretisch noch irgendwie machbaren Offroadsteigungen in meiner Gegend mit dem SO4 Pro Gen2 anzufahren - ein Projekt, das schon seit mindestens einem Jahr auf meiner TODO-Liste schlummert...
Die erste, ein langer, typischer Waldanstieg mit einem super steilen Ende (an dem man mit einer bis dahin unter maximaler Dauerlast stehenden und entsprechend niedriger Akkuspannung, sowie ohne jeglichen Anlaufschwung ankommt, hat er mit zu Beginn 3 von 4 vollen Akkubalken im 2. Versuch ganz knapp geschafft (beim ersten Mal habe ich etwa eine Radlänge vor der Kuppe die Nerven verloren und bin etwas voreilig vom Gas gegangen).

Die 2., ein (10 cm?) schmaler Trampelpfad sramm bergauf, mitten durch/über eine Wiese, musste ich mit dann wieder rappelvollem Zweitakku sage und schreibe 10-15 Mal angehen, um mit möglichst perfektem (aber immer noch geringen) Anlauf auf der Ideallinie den feinsandigen Erdweg hochzukommen, ohne dabei auf das Gras links und rechts des Weges zu geraten oder nach hinten überzukippen (was mir tatsächlich ein paar Mal fast passiert wäre). Dazu war es immer wieder nötig, situationsbedingt bei einstelligen Geschwindigkeiten dosierbar die maximale Power/Kraft abzurufen, was in dieser Form nur ein nicht zu aggressiv abgestimmter Getriebemotor mit vieeeeeeeeeeeel Drehmoment untenrum leisten kann.

Nomalerweise sind meine sonstigen Offroadmonstersteigungen u.a. deshalb so anspruchsvoll, weil sie nicht nur besonders steil, sondern auch unwegsam und der Untergrund alles andere als perfekt ist, diesmal bestand die Hauptherausforderung jedoch tatsächlich im Überwinden einer maximalen Steigung (abschnittsweise sicherlich wieder 35+%) auf relativ gutem/festem Boden ohne einbremsende Steine, Äste, Wurzeln oder Fugen.

Fotos und Messwerte reiche ich bei Gelegenheit noch nach. Das war jedenfalls die letzte, noch zu knackende Aufgabe, die ich sonst wirklich keinem Scooter in meinem potenten Furhpark zutrauen würde, nichtmal mit dem allergrößten Optimismus (der sehr starke Fritz 2.0 hatte z.B. letztes Jahr an beiden Stellen absolut keine Chance).
 

TheSoultaker

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Soflow So4 Pro Gen 2
So4 Pro Gen 2. Kauf: April 2024, Kilometerstand ~ 1.100 Kilometer

Nach 1,5 Jahren und 1100 gefahrenen Kilometern möchte ich auch einmal ein Langzeitfeedback abgeben.

Akku: Da ich relativ viel und vor allem weitere Strecken (bis zu 50-60km pro Woche) fahre, wird der Akku häufig aufgeladen.
Überraschenderweise ist der Akku noch genauso fit wie am ersten Tag. Keine unerwarteten Leistungseinbrüche, Laufzeit immer noch top und Ladezeit unverändert.

Motor: Leistung und Ausdauer sind über die fast 2 Jahre beständig. Ich kann immer noch jeden Berg ohne die geringste Schwierigkeit bewältigen.
Seitdem ich ca. 50kg abgenommen habe, komme ich die meisten Berge nach kurzer Anlaufzeit auch mit nahezu Maximaltempo hinter mich (da sind manchmal wirklich steile Anstiege dabei).
Das einzig merkwürdige sind hin und wieder (bislang fünfmal vorgekommen) kleine Stotterer des Motors. Das klingt kurz so, als ob der Motor sich festfressen möchte, kurz freidreht und dann wieder normal greift. Woran das genau liegt kann ich nicht sagen. Aber es hat mir nie Probleme bereitet, da es nur sehr selten vorkam.
Mit den "Bluetooth-CheatCodes" sind bis zu 28 km/h problemlos möglich - natürlich zu Lasten der Reichweite.
Dennoch wunderbar um abends durch den Wald zu brettern um schnell nach Hause zu kommen ;)

Gestänge / Lager: Katastrophe! Jede Schraube wackelt ständig und die Lager habe ich schon gefühlt drölfzig Mal nachjustiert.Da sLenkkopflager wackelt mittlerweile ständig, was zwar nicht den Fahrbetrieb stört aber einfach nervig ist. Auch mit dem Speziallenkkopfschlüssel kann ich nur kurzzeitig Abhilfe schaffen.
Auf Dauer kann ich nur jedem empfehlen frühzeitig auf gehörtete Schrauben umzusteigen und die Lager regelmäßig zu kontrollieren und zu warten.

Verschleißteile / Ersatzteile: Bremsbeläge sind ein Vorratsartikel! Diese Weisheit habe ich jedem mitzugeben. Ich schätze, ich habe über die 1100km mit Sicherheit fünfmal die Bremsscheiben gewechselt. Ich bremse viel und kräftig, vielleicht mag sich das negativ auswirken. Allerdings ist der Verbrauch auch dafür aus meiner Sicht sehr hoch.
Bisher austauschen musste ich abgesehen von Bremsbelägen nur eine Bremsschreibe, den rechten Bremsgriff, sowie dem Gashebel nach einem Unfall durch meine Partnerin. Die Beschaffung und der Einbau waren jeweils sehr einfach und schnell durchzuführen.

Erweiterbarkeit: Mein Scooter hat in all der Zeit viele Upgrades bekommen und ich freue mich immer wieder wie viel Freiraum einem der Sccoter in dieser Hinsicht bietet .. Alles ist sehr modular gehalten und der Lenker bringt von Haus aus Platz für Spielereien mit. Also Top :)

Fazit: Ich bin immer noch begeistert von meinem Scooter. Zum vollendeten Glück wäre nur noch ein größerer oder zweiter Akku, sowie ein anderes Bremssystem nötig. Beides werde ich wohl irgendwann noch in Angriff nehmen :)
 
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