Das Kalkar-Treffen polarisiert doch mehr als ich dachte. Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Erwartungen. Einem war zu wenig los, der andere war mit dem Essen unzufrieden und dem nächsten waren die Tourangebote zu unbefriedigend.
Wo ich aber vollkommen mitgehe, sind Sicherheitsaspekte der Veranstaltung. Leider haben die Survival Masters zwar von Schutzkleidung gesprochen, diesen Fakt aber letztlich nicht umgesetzt und toleriert. Besonders bei den schnellen Scootern. Auch Fahrzeuge ohne genereller Zulassung an einer Tour teilnehmen zu lassen finde ich ebenso nicht lobenswert. Ich habe auch noch einige der Tourenvideos angeschaut und was ich dort gesehen habe, hat mir überhaupt nicht gefallen! Da waren schon sehr rücksichtslose Fahrer am Start, die im Falle eines Falles keine positiven Schlagzeilen für unsere E-Scooter Szene hervorgebracht hätten, im Gegenteil.
Was den Inhalt des Events angeht, muss ich sagen war ich völlig zufrieden. Man muss dabei natürlich die Anfänge von diesem Treffen dabei kennen und berücksichtigen. Im Vergleich zu dem letzten "Garagen-Event" von Wesel (kenne ich nur von Videos) ist Kalkar ein Quantensprung geworden. Essen, Toiletten, die Fahrmöglichkeit auf einem abgeschlossenem Gelände, die Hallen mit den Ausstellern sowie der Ausweichmöglichkeit bei schlechtem Wetter, was wollt ihr noch?
Das war der Anfang, in kurzer Zeit organisiert. Beim nächsten Mal wird es noch besser, auch die Betreiber von Kalkar und die Survival Masters werden dazu lernen, da bin ich mir sicher!
Wenn Leute nun auf eine schöne Ausfahrt wert legen, dann sind sie beispielsweise auf einer Forumstour besser aufgehoben, wo man nicht nur fährt, sondern auch Ziele besucht, gemeinsam was isst und sich da austauscht.
Kalkar präsentiert dagegen eher die Szene an sich, dient dem persönlichen Kennenlernen, man kann sich informieren, testen, austauschen und auch Dinge erwerben, über den Tellerrand schauen, wie es so schön heißt. Dass der Termin ungünstig mit anderen Veranstaltungen stattfand, lässt sich künftig vermeiden. Ich bin mir sicher, dass es künftig auch noch mehr Aussteller geben wird als bisher. Kalkar steckt in den Kinderschuhen, aber die Kleinen werden ganz schnell erwachsen. Das Arial ist dafür bestens geeignet, auch wenn ich persönlich lieber keine 700 km anreisen möchte, das Leben ist eben kein Ponyhof.
Für mich war die Ausfahrt eher nebensächlich, wenn ich mich dabei auch super mit dem Oxking unterhalten habe, wie auch mit vielen anderen. Die Gespräche waren mir mehr wert als von einem auf den anderen Testscooter aufzuspringen. Die Zeit ist verflogen wie im Flug, erst durch Reflexion von bereitgestelltem Videomaterial habe ich bemerkt, was und wen ich alles noch verpasst habe.
Kalkar läuft, da bin ich mir sicher und es wird wachsen. Ob es beim nächsten Mal unbedingt ein Livestream geben muss oder sich die beiden mehr am Geschehen beteiligen, werden wir sehen.
Ich würde mir eine bessere Abtrennung der Teststrecken wünschen, vor allem für die Scooter Neulinge, das sie nicht durch die Menschenmenge müssen und auch nicht in den Bereich der "Rennstrecke" kommen können, was auch für die Fußgänger gilt.
Ein Ablaufplan der Veranstaltung wäre toll, die Durchsagen sind doch eher untergegangen. Mir würde dazu ein Aushang völlig ausreichen, da braucht es keine Flyer und kein Barcode.
Was sonst noch gewünscht wird...? Ob ein Hindernisparcours oder was auch immer, ich denke, die Survival Masters sind für eure Vorschläge offen und Kalkar für jede Schandtat bereit.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal.
PS: Ich bin nicht so für eine Gruppenbildung, aber ich persönlich fand es schade, dass unser Forum als solches nicht so präsent war, oder ich habe da was verpennt? Vielleicht auch besser, man will sich ja auch nicht so abgrenzen.