Tretroller für Kinder & Jugendliche

Dako

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Wenn das Nachbarskind mit einem neuen Spielzeug umherflitzt, möchte das eigene Kind genau das gleiche auch haben. Besonders der aktuelle E-Scooter-Trend hat es den Kindern - und auch den Erwachsenen - angetan. In vielen Nachbarstaaten fahren Kinder jeden Alters neuerdings mit Elektro-Tretrollern umher, Auswahl und Nachfrage sind steigend. Um den Überblick zu behalten, ist es wichtig, sich zu vergegenwärtigen, welche E-Scooter für welches Alter angemessen sind - und welche Funktionen das Gerät haben sollte.

Was ist ein E-Tretroller eigentlich genau?

Der Elektroroller, E-Scooter oder auch Elektro-Tretroller genannt, ist genau wie ein einfacher Tretroller aufgebaut: Zwei Räder, Standbrett, Lenkstange. Aber: anders als beim herkömmlichen Tretroller muss man sich nicht mit dem Fuß abstoßen, um vorwärts zu kommen. Der Elektroantrieb bringt den Roller nach vorne - man kann ihn unterstützend zur eigenen Fußkraft anwenden, ohne eigene Bewegung stehend fahren oder den Antrieb ausschalten und rein mechanisch mit Körperkraft nutzen.

Sind Elektro-Tretroller bereits für Kinder ab 3 Jahren geeignet?
Es gibt eine ganze Reihe von Herstellern, die E-Roller für Kleinkinder anbieten. Meistens haben diese Roller dann noch einen eingebauten Sitz. Sicherlich ist jedes Kind begeistert, wenn es damit fahren darf - aber vernünftig ist es aus verschiedenen Gründen nicht.
  • E-Tretroller verleiten dazu, die Körperkraft nicht mehr zu nutzen. Gerade Kleinkinder brauchen aber die Bewegung, um ihre Motorik zu schulen und zu verbessern.
  • E-Scooter fahren, sobald sie angetrieben wurden, selbstständig. Ein Kind unter 9 Jahren ist noch nicht zuverlässig in der Lage, rechtzeitig vor Hindernissen zu bremsen. Auch wenn die Geschwindigkeiten nicht hoch sind, besteht hier ein unkalkulierbares Risiko.
  • Unsachgemäßer Gebrauch kann zu gefährlichen Situationen führen - schließlich handelt es sich eine Wattzahl von bis zu 500 Watt.
  • Es liegen noch keine ausreichenden Tests für E-Scooter für Kinder vor. Kinder sollten ungeprüfte Fahrgeräte generell nicht selbstständig bedienen, da die Sicherheit nicht gewährleistet ist.
E-Scooter für Kinder ab 9 bis 13 Jahren
Kinder mit und unter 13 Jahren dürfen mit ihrem Elektro-Tretroller nicht außerhalb von privaten Geländen umherfahren. Damit die Freude für das Kind ungetrübt bleibt, sollten beim Kauf einige Eigenschaften besonders berücksichtigt werden:
  • Der Roller sollte leicht genug sein, damit das Kind mit dem Fahrzeug selbst gut umgehen kann. Plastik und Stahl haben hier den Vorzug, außerdem genügt ein kleinerer Akku für den kindlichen Fahrspaß, der den Roller ebenfalls leichter macht.
  • Kinder wachsen - es empfiehlt sich daher eine höhenverstellbare Lenkstange
  • Ein E-Scooter für Kinder kommt auch gut mit Vollgummireifen aus. Luftgefüllte Reifen sind zwar elastischer und besser für unebene Wegstrecken geeignet, werden aber im Alltag eines Kindes sicherlich öfter Löcher oder Luftverlust aufweisen.
  • Das Kind sollte von Anfang an daran gewöhnt werden, einen Helm zu tragen.
  • Bei Kindern ab 9 Jahren steht neben dem Spaß nur die Sicherheit des Gerätes im Vordergrund - spezielle Lithium-Ionen-Akkus sind noch nicht wichtig, ein gutes, dem kindlich-ungestümen Umgang angemessenes Modell mit geringer Reichweite ist die bessere Wahl als ein teures, empfindliches Fahrzeug.
  • Reflektoren für bessere Sichtbarkeit des Kindes in der Dämmerung
14-jährige fahren E-Scooter nicht mehr nur als sportliches Spielzeug
Heranwachsende Jugendliche ab 14 Jahren können mit dem E-Scooter bereits größere Strecken mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h zurücklegen. Der Alltagsgebrauch stellt andere Anforderungen an die Eigenschaften des Rollers.
  • Die Ladezeit liegt modellabhängig zwischen zwei und acht Stunden.
  • Ein Lithium-Ionen-Akku ist leichter, die Wattleistung kann bei 500 Watt liegen.
  • Traglast beachten: Diese kann auch bei den Erwachsenenmodellen unter 85kg betragen.
  • Das verbaute Material sollte aus Aluminium oder Carbon sein, um die Stabilität des Gefährtes zu gewährleisten.
  • Faltbare Fahrzeuge mit kompakten Maßen erleichtern dem Jugendlichen die Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Eine Nutzbremse, die bei der Benutzung nach dem Rekuperationsprinzip, die Bewegungsenergie beim Bremsvorgang in Elektroenergie umwandelt, ist bei hochwertigen Modellen zu finden und stellt eine sinnvolle Investition dar.
Elektro-Tretroller sind der erste Schritt des Kindes in die Elektromobilität und damit wegweisend für die Zukunft. Es ist aber nicht erforderlich, Kinder mit diesen Kleinstelektrofahrzeugen auszustatten, um den Schulweg zur Grundschule zurück zu legen. Ältere Kinder können hingegen sehr wohl von der Anschaffung eines E-Scooters profitieren und finden darin eine nachhaltige Alternative zu Motorrollern.
 

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