Trittbrett Fritz 2.0 Fahrberichte

fireball_mh

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Nach noch nicht mal 200 (reinen Test-) Kilometern klappert (gelegentlich und leise) und knarzt (dazu reicht es schon, das Gewicht von einem Fuß auf den anderen zu verlagern) mein neuer Fritz schon wie eine alte Couch...
Auch wenn mich die Geräusche nicht sonderlich stören (ich habe ihn mir schließlich wegen seiner bärenstarken Performance gekauft und nicht, weil ich eine bis ins letzte Detail perfekte, komplett "lautlose" Verarbeitung haben wollte), werde ich der Ursache hierfür morgen nochmal genauer auf den Grund gehen.
Gestern Abend hatte ich bei 15-18 Grad über 52 km geschafft - mit 10% Restakku, es wären also gesichert wieder über 55 geworden. Was mich dabei aber erneut regelrecht umgehauen hat, ist die extrem gute Leistungsfähigkeit über das gesamte Akkuspannungsband...
Normalerweise plane ich in meine Extremsteigungstests der stärksten Powerscooter (je nach Akkugröße) nur max 3-4 entsprechend verteilt liegende Härtepüfungen ein, da man diese zwecks Aussagekraft erfahrungsgemäß nur mit noch fast vollem oder zumindest deutlich über Halb vollem Akku durchführen sollte.
Mit dem Fritz und seinen noch überschaubaren 18Ah habe ich dagegen gestern doppelt so viele geschafft(!) - die wohl gemerkt nicht alle auf einem Fleck, sondern kilometerweit voneinander entfernt lagen. Dabei ist er sogar mit nur knapp 2 Restakkubalken noch einen zugewachsenene Grashügel der 30%/VX4-Kategorie im 1. Versuch hochgekommen - der VMAX ist hier beim ersten Mal noch (mit vollem Akku) gescheitert (er hatte es ein anderes Mal, bei etwas besseren Bedingungen, aber dann doch noch knapp geschafft).
Ich bin gestern auch fast nur Offroadsteigungen (Schotter, Wiese, Feldweg-/Ackerboden) hochgefahren, weil Steigungen mit nochmalen Straßenoberflächen @80 kg keine Herausforderung für den Fritz 2.0 darstellen, egal wie verdammt steil diese auch sein mögen.
Er hat gestern alle Steigungen im 1. Anlauf gemeistert (teilweise knapp, aber meist noch ein gutes Stück vom Absterben entfernt), für die ich mit dem VX4 oft mehrere Anläufe (zum Teil auch an verschedenen Tagen) gebraucht habe.
Dabei kann man folgendes festhalten: der ebenfalls saustarke VMAX ist zwar an nicht ganz so extremen Steigungen schneller als der Fritz (was dann oft mit "stärker" verwechselt wird), letztere hat aber tatsächlich mehr Kraft, weil er da, wo sich der VX4 extrem schwer tut, noch etwas "souveräner" performt.
Wenn ich bedenke, wie überraschend stark schon der alte Fritz mit "nur" 1200W war, wundert mich dieser Umstand bei 400W Leistungsaufschlag aber nur bedingt...
 

Lexo

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Fritz 2.0
Was ich bereits nach 7 km feststellen musste ist ein knarzen der Ferderung das vorne deutlich lauter ist als hinten.
Mit Silikon Spray konnte ich leider keine Abhilfe schaffen. Bei Stärkerer Motorbelastung z.b bei Bergfahrten tritt ab und zu
ein leichtes Resonazgeräusch auf das im Vergleich zur vorderen Feder aber nicht stört.
Ansonsten bin ich Absolut Zufrieden bis auf die natürlich schlecht gewählte Tastenanordnung für die Blinker und meiner Meinung nach wäre
der Bremsgriff für die Vorderbremse auf der rechten seite besser aufgehoben.
 

fireball_mh

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Ich wollte heute eigentlich(...) mit dem VX4 GT das V-Kennzeichen für meinen EPF-Pulse besorgen und habe davor noch ein paar Standardsteigungstests im Ort gemacht (was dann leider dazu geführt hat, dass ich am Ende vor verschlossennen Versicherungsbürotüren stand und deswegen erst am/ab Samstagnachmittag "legal" mit dem Pulse rumfahren kann).
Wie auch immer: an allen 15-20% Straßen im Ort war der VX4 immer 1 km/h schneller als der Fritz (also 19 statt 18, 17 statt 16 km/h usw.), bei der schwersten Prüfung, dem Anfahren direkt vor einer 25+%-Kuppe lagen beide dann mit 12 km/h gleichauf und(!) den Offroad-Grashang kurz hinterm Haus hat der VX4 heute unter exakt gleichen Bedingungen nicht mal ansatzweise geschafft, während der Fritz gestern sogar auf 2 verschiedenen Routen knapp, aber noch nicht wirklich grenzwertig, ganz hoch gekommen ist.
Nach meinem Kenntnistand besitzt der Moor des etwas schwereren VX4 mehr Drehmoment, sollte also eigentlich gerade an solchen Steigungen stärker performen, genau das Gegenteil ist aber der Fall - der Unterschied war unterm Strickh sogar relativ deutlich, und genau dasselbe habe ich gerade auch auf einem nicht-komerziellen YT-Kanal gesehen, wo ein 120 kg-Pilot mit dem Fritz 2.0 eine "Wiese" hochgefahren ist, an der er kurz zuvor mit dem VX4 chancenlos gescheitert war.
Lange Rede, kurzer Sinn: beide Scooter sind verdammt stark, aber der neue Fritz ist im Grenzbereich und insbesondere auf unbefestigtem Untergrund definitiv noch (messbar) stärker. 💪

Hier noch der heutige, relativ "unscheinbare" Testhügel:

1659704352347.jpg
 
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fireball_mh

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Sodele, die heutige Tour hat meine bisherige Fritz-Euphorie wieder etwas relativiert:
Bei sonnigen 14-19°C habe ich den Fritz-Akku heute auf 970 Höhenmetern in unter 47 km auf "0" runtergefahren (Kompliment an mich! 😁).
Am Extremsteigungstest des Tages musste er leider, wie auch schon der VX4 vor ein paar Wochen, chancenos kapitulieren. Ganz nebenbei bemerkt, ist das eine meiner Monstersteigungen, die ich mit dem SO4 Pro Gen 2 noch knapp geschafft habe - der Getriebe-Oldie ist also, unabhängig vom Untergrund, immer noch die ultimative Macht am Berg! 💪
Dabei hat sich heute auch gezeugt, wo die größte Schwäche des neuen Fritz (bergauf) liegt: auf grobem Schotter. Hier ist die Fritz-Regelung spürbar überfordert (zumindest wenn maximale Leistung und "Vollgas" abverlangt wird), der VX4 hat hier sogar signifikant besser abgeshcnitten und ist erst bei run 28% stehengeblieben, wohingegen der Fritz heute schon ein paar Meter weiter unten, bei "nur" 23% kapituliert hat (beide hatten bei ziemlich identischen Tesbedingungen je 3 Versuche).
Das Ergebnis hat mich letztendlich aber nicht wirklich gewundert, merkt man beim Fritz doch immer noch ein leichtes "Legacy-Stottern" auf holprigem Untergrund, während der VX4, ohne die potentiell ursächliche Scherenfederung, auch hier sauber durchzieht.
Die restlichen VX4-Steigungen der Tour hat der Fritz 2.0 souverän gemeistert, insofern war ich heute auch nicht unbedingt enttäuscht. Erst mit einem (vollen) Balken hat er stark abgebaut und einen Ü20(%)-Anstieg nur noch genauso schnell erklommen wie die Hilde mit vollem Akku - ab 2 Balken trennen beide aber Welten in Bezug auf ihre Steigfähigkeit.
Die Federung ist definitiv sspürbar härter als bei meinem alten Fritz "1.0", und ich glaube mittlerweile, nach ca. 250 km, auch nicht, dass sie jemals dasselbe sänftenartige Nineau erreichen wird, wobei man natürlich auch sagen muss, dass sie im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten immer noch sehr weich eingestellt ist.
Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass der Fritz gefühlt einer der schnellsten, wenn nicht sogar DER schnellste E-Scooter mit ABE am Markt ist - ich muss die GPS-Geschwindigkeit nochmal genau messen, aber ich würde definitiv eher auf 22+x statt auf 22-x tippen!
Morgen mache ich meinen vorerst letzten Steigungstest mit dem Neuzugang (ab Montag steht dann erstmal der EPF Pulse eine Weile im Vordergrund, für den ich leider immer noch kien V-Kennzeichen habe): meine extremste Weinbergsteigung auf befestigtem Untergrund (ansteigend auf echte 30%), wird er zwar sicher schaffen, spannend wird aber sein, wie er sich hier im direkten Vergleich zum VX2 Pro (5 km/h) und VX4 (6-7 km/h) schlägt...
Das Knarzen aus dem Bereich der Vorderradaufhängung habe ich leider immer noch - komischweise nicht etwa wenn ich gleichmäßg aif dem Trittbrett rumhüpfe, sondern nur wenn eine Fahrzeugseite mehr belastet wird als die andere (z.B. bei einer entsprechenden Gewichtsverlagerung auf dem Trittbrett).
Das Frontlicht dürfte, insbesondere in der Dämmerung, ein gutes Stück heller sein, ist aber trotz nur 20 Lux gar ncht mal so schlecht, da gibt es deultich schlechtere Frontlichter auf dem Markt.
 

Diver73

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none, EliteX storniert
Warte immer ganz gespannt auf deine Berichte, sind mir tausendmal lieber als alles von den Herstellern, oder alles auf YT.
Vielen, vielen Dank dafür!
Und ich glaube du warst auch so ziemlich der Einzige, der den Murks mit den Blinkerschaltern angesprochen hat.
Kannst du bitte was dazu sagen, wie sich das in der Praxis darstellt.
 

fireball_mh

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Danke für die Blumen! :)
In der Praxis ist es fast schon "lebensgefährlich", bergauf vor dem Rechtsabbiegen zu blinken (weil man dazu vom Gas gehen muss), zumindest wenn einem ein Auto im Nacken sitzt, also verzichte ich in diesem Fall sicherheitshalber lieber darauf (wenn ich zum Beinrausstrecken gerade zu faul bin). ;)
Wenn es (zumindest leicht) bergab geht, man sowieso anhalten muss/steht oder in der Ebene (dann mit etwas Übung) funktioniert das Rechtsblinken aber tadellos.
Was ich zum Thema Blinkerbetätigung aber generell sagen muss: ich besitze ja etliche E-Scooter mit Blinkern, und die Anordnung der Bedienelemente ist fast immer unterschiedlich (rechts/links, übereinander/nebeneinander, Knöpfe/Schieberegler/Schalter...), wenn man also plötzlich (ggf. auch noch das erste Mal auf der Fahrt) Blinken muss, weil man von einer Abbiegung "überrascht" wurde, bzw. gedanklich nicht darauf vorbereitet war, dauert es manchmal einfach zu lange, bis man sich darüber im Klaren geworden ist, wo die Schalter jetzt genau sitzen und wie diese zu bedienen sind, so dass man/ich dann trotzdem einfach kurz mit Hand-/Fußzeichen das Abbiegen ankündige - und nein, ich bin kein Extrem-Langsamdenker! 😁
 

kamy

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Daumengas kurz mit dem Zeigefinger halten und die Blinkertaste drücken. Das geht - aber die Bedienung der Tasten ist nicht durchdacht.
 

fireball_mh

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So biegsam sind meine, nicht mehr ganz taufrischen Finger leider nicht mehr (und waren sie vermutlich auch noch nie), aber irgendwie kriegt man das natürlich immer hin...;)

BTT:

Mit der heutigen Tour bei etwas über 20 Grad hat die Testserie für den Fritz ihr vorläufiges Ende genommen - ab morgen Abend ist dann der Pulse dran, auf dessen "Einzelergebnisse" ich tatsächlich noch viel mehr gespannt bin...
Mit den heute erzielten 60.5 km (mit minimaler Restreichweite, aber 0% laut App) hat der neue Fritz jetzt schon über 300 km, mit oft übelster Quälerei, anstandslos durchgehalten. Der Rasterungspunkt um die Lenkungsmittelage ist schon spürbar leichtgängiger geworden/fast verschwunden (beim Fahren hat das aber soweiso nie gestört), und das LKL ist auch immer noch bombenfest, was bei einer wiederholten Extrembeanspruchung abseits befestigter Wege nicht unbedingt selbstbverständlich ist.
Jetzt aber zum Highlight des Tages: dem angekündigten Extrem-Weinberg (der versteckt liegende Weinberg mitten im Wald ist eher klein bis winzig, die angesprochene Auffahrt dafür rekordverdächtig steil).
Mit dem VX4 GT hatte ich damals - bei deutlich größerem Akku und bewusst kürzerer/kürzestmöglicher Anfahrt, sowei tendenziell etwas weniger Gewicht auf dem Brett, am oberen Ende 6-7 km/h geschafft.
Der Fritz 2.0 hat hier heute mit 3 von 5, noch einigermaßen vollen Akkubalken, sehr gute 7-8 km/h erreicht - top! 💪
Auf dem anschließenden, etwas weniger steilen Anstieg über richtig eklige "Wabensteine" sind mir dann fast die Zähne rausgeflogen...Die ersten paar Meter hat er diesen Horroruntergrund noch erstaunlich gut gemeistert, dann hat die Regelung aber wieder angefangen rumzuspinnen und der Vortrieb hat immr wieder ruckartig ausgesetzt - das hat definitiv keinen Spaß gemacht...:rolleyes:
Ich habe heute wieder insgesamt 920 HM mitgenommen, und musste, zurück in meinem Wohnort (mit weniger als einem vollen Balken), noch etliche km abspulen, inkl. sämtlicher starken Straßensteigungen von 15-20%, um den Akku am Ende noch klein zu kriegen.

Das war heute wieder eine herausragend gute Performance-Vorstellung, und ich würde den für mich und meine Mörderstrecken ausreichend starken Fritz sogar einer Hilde mit 3+ kW Peakleistung vorziehen, da die Kombination aus beherrschbarer, gut dosierbarer Power, üppiger Reichweite (bei endlichem Gewicht) und überdruchschnittlich guter Federung (die ihn in Kombination mit der großen Bodenfreiheit und dem satten Drehmment trotz Straßenreifen absolut offroadtauglich macht) extrem gut gelungen ist - und das Ganze auch noch zu rund der Hälfte des Preises der bald kommenden Dualmotor-Hilde. (y)

P.S.: Ich dachte eigentlich, das schwammige Lenkungsgefühl würde mit der spürbar härteren Federung besser werden - ist es leider nicht. Je nach Fahrsituation fühlt sich der Fritz 2.0, selbst für einen alten Hasen wie mich, noch genauso wackelig bis fast schon unsicher an wie der Vorgänger.
Der EPF-Pulse zeigt hier, dass es trotz Scherenfederungsprinzip deutlich besser geht, aber dazu ein anderes Mal (und in einer anderen Fahrzeugrubrik) mehr.
 
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mr.

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In der Praxis ist es fast schon "lebensgefährlich", bergauf vor dem Rechtsabbiegen zu blinken (weil man dazu vom Gas gehen muss), zumindest wenn einem ein Auto im Nacken sitzt, also verzichte ich in diesem Fall sicherheitshalber lieber darauf (wenn ich zum Beinrausstrecken gerade zu faul bin). ;)
Wenn es (zumindest leicht) bergab geht, man sowieso anhalten muss/steht oder in der Ebene (dann mit etwas Übung) funktioniert das Rechtsblinken aber tadellos.
Was ich zum Thema Blinkerbetätigung aber generell sagen muss: ich besitze ja etliche E-Scooter mit Blinkern, und die Anordnung der Bedienelemente ist fast immer unterschiedlich (rechts/links, übereinander/nebeneinander, Knöpfe/Schieberegler/Schalter...), wenn man also plötzlich (ggf. auch noch das erste Mal auf der Fahrt) Blinken muss, weil man von einer Abbiegung "überrascht" wurde, bzw. gedanklich nicht darauf vorbereitet war, dauert es manchmal einfach zu lange, bis man sich darüber im Klaren geworden ist, wo die Schalter jetzt genau sitzen und wie diese zu bedienen sind, so dass man/ich dann trotzdem einfach kurz mit Hand-/Fußzeichen das Abbiegen ankündige - und nein, ich bin kein Extrem-Langsamdenker! 😁
Aus diesem Grund habe ich beide Blinker auf die linke Seite gelegt.
 

kamy

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Das ist aber wohl ehr ein eigenes Thema.
 

kamy

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Heute mal ne längere Tour auf Stufe 1 (Leistung ist überschaubar) gefahren (95Kg). Zum Schluß hatte ich 43Km mit 20% Rest.
95% Asphalt nur flach , wenig Wind. 45 bis 50 sollten so klappen.

Leider knarzt er wie ein altes Bett und hinten am Schutzblech klappert noch etwas. Muß ich mir mal ansehen.
Demnächst muß ich mal in Stufe 2 testen ob ich die 40 Km noch erreiche.
 

fireball_mh

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Ich habe mich heute extra früh aus dem Bett gequält und bewusst auf's samstägliche Ausschlafen verzichtet, um noch vor dem für 13 Uhr
vorausgesagten "leichten Regen" (um kurz nach Halb 1 hat stattdessen ein ausgewachsener Duaerregenschauer eingesetzt) im Zuge der
insgesamt 10. Ausfahrt mit dem Fritz 2.0 die 500 km-Marke zu reißen.

Es hat sich gelohnt - ich habe tatsächlich noch jede Menge Sonne abbekommen (die sich für den Rest des Tages nicht mehr zeigen soll), und gerade mal 5 min nachdem ich wieder zu Hause eingetrudelt bin, hat es auch schon angefangen, zu "unwettern".
Diesmal bin ich, mit 10% Rest im Tank, genau 56 km weit gekommen - im Gegensatz zu gestern, als ich mit derselben Reserve gut 8 km mehr geschafft hatte, standen heute mit 1220 aber auch genau 300 Höhenmeter mehr im Protokoll.

Gleich zu Beginn der Fahrt aber erstmal der ultimative Schock: nachdem ich den Fritz vollstens aufgeladen und den seit gestern unveränderten Luftdruck (3.3. bar) kontrolliert hatte, habe ich erstmal gefrühstückt und bin ca. 1 Stunde später losgerollert...
Nach ein paar Hundert Metern, noch in meinem relativ kleinen Wohnort, habe ich plötzlich ein komisches "Schleifgeräusch" vom Hinterrad gehört und dachte erst, irgedein Blatt, Zweigchen oder was auch immer hätte sich im Radkasten verfangen, also kurz angehalten, nachgeschaut und nichts gefunden.
Instinktiv habe ich dann mal den Daumendrucktest am Hinterreifen gemacht, und siehe da: das Ding war komplett platt, was dann auch meine stets mitgeführte Xiaomi-Pumpe offiziell bestätigt hat.
Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte - bei der Kontrolle zu Hause war noch alles OK und kein Luftaustritt zu hören, und mit 99.9%iger Wahrscheinlichkeit bin ich nach dem Losfahren auch nicht über irgendwelche Reifenkiller gefahren.
Wie auch immer: das Ding wieder aufgepumpt, 100 Meter, 1km, 10 km, eine Stunde später (und natürlich zu Hause auch) nochmal kontrolliert, und alles wieder bestens - 0 Druckverlust! :unsure:
Naja, haken wir das Ganze mal als ein weiteres X-File, bzw. "One-Time-Mysterium" ab.

Was ich noch zu vermelden habe:

- Nach jetzt über 500 km hat weder der Gas- noch der Bremshebel, die eigentlich identisch zu denjenigen am EPF Pulse (aktuell 600+ km) sind, wo diese bei mir ständig Probleme machen, jemals geklemmt/gehangen.
- Die anfangs auffällig straffe Federung ist nach ein paar Hundert km spürbar weicher geworden.
- Das von mir kritisierte, nervige Knarzen vom Trittbrett tritt immer seltener auf - meist auch erst nach 40 oder mehr Kilometern Fahrt - mit dem jetzigen Zustand kann ich wieder gut leben. (y)
- Aus dem Vorderradbereich (Schutzblech?) klappert es bei mir jetzt gelegentlich auch (leicht), aber dieses Geräusch empfindeich nicht als besonders störend.
- Die Lenkung fühlt sich deutlich weniger instabil und wackelig an wie beim Fritz "1.0", was evtl. auch an der etwas härteren Federung (insbesondere vorne) liegt - auf nicht zu schlechtem Untergrund ist Freihändigfahren genauso sicher möglich wie mit dem Pulse.
- Im Gegensatz zum Pulse war das Lenkkopflager bei meinem Fritz von Anfang an perfekt eingestellt - nicht zu stramm, d.h. ohne jede spürbare Rasterung, und auch nicht zu locker, was sicheres Kurvenfahren ermöglicht.
- Die identischen Straßenreifen haben auf leicht matschigem Waldboden (natürlich) noch genausowenig Grip wie beim Vorgänger - da wäre ein Offroadprofil wie beim VX4 oder gar der Hilde/Elite X deutlich von Vorteil.
- Ich musste den Guten jetzt schon 2x an der Waschanlage abduschen (s.u. - natürlich nur mit dem "Feinwaschprogramm"/Klarspülung), was sich in keinster Wiese negativ bemerkbar gemacht hat - ein ausreichender Wasserschutz ist also defitiv gegeben! (y)
- Der erste Akkubalken hält bei mir ca. 10-12 km, der 2. deutlich weniger lang, der 3. dann wieder etwas länger, der letzte ebenfalls erfreulich lange (~5-10 km), und der vorletzte ist ein absoluter Langläufer: wenn man seine Tour so plant, dass die meisten und stärksten Steigungen nicht unbedingt am Ende liegen, kommt man mit den letzten beiden von 5 Balken etwa/mindestens auf die Hälfte der Gesamtreichweite, was ich so noch bei keinem anderen E-Scooter gesehen habe.

Alles in allem bin ich mit dem erstarkten Fritz bis jetzt sehr zufrieden!

Edit: Gerade nochmal nachgemessen, und 3 Stunden nach der 56 km-Fahrt ist der Luftdruck hinten jetzt nur noch bei 2.9 bar - zwar weit entfernt von den 0.0 bar heute Morgen, aber seit dem Aufpumpen vor über 6h schon wieder deutlich gesunken, also irgendwas ist da nicht (mehr) ganz dicht...

1720268525156.jpg
 
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