Trittbrett Hilde Fahrberichte & Erfahrungen

Dako

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Über persönliche Fahrberichte zur Trittbrett Hilde würden wir uns sehr freuen. Teilt uns hier bitte Eure persönlichen Eindrücke mit. Interessant und hilfreich sind Eure Eindrücke zu:
  • Agilität
  • Motorpower/Steigungspower
  • Maximale Geschwindigkeit (auch mit GPS gemessen)
  • Bremsverhalten
  • Qualität/Verarbeitung
  • was Euch sonst noch einfällt
Hier geht es nur um Eure persönliche Fahrberichte. Bitte kein Off-Topic und keine Links zu Werbevideos. Bei Fragen etc. erstellt bitte zur besseren Übersicht ein neues Thema!

Tipp: Mit dem Gutscheincode TREFF10 (Auf Großschreibung achten!!) erhaltet Ihr 10€ Rabatt bei Kauf über Herstellerseite). (Werbehinweis)
 
Hilde ist im Vergleich zu anderen Scooter optisch ein richtiger Panzer. Jeder staunt der die mal live sieht…. Ich bin hier nun in bayerischen Wald Unterwegs, also bergauf Berg ab. Steigungen die ein
Egret x mit 6 km/h, ein
vmax vx2 pro mit 17 km/h hochfährt…. Schafft sie Hilde mit 14 km/h hoch. Aber sie kommt hoch und selbst wo der Egret x abschaltet fährt die Hilde mit 10 km/h hoch. Also alles im allen schlägt sie sich tapfer. Das wichtigste ist sie kommt hoch und ich muss sie nicht schieben, und das alles mit 30 Prozent Akku!

Klar sind 2000 Euro viel Geld und klar bekommt man für weniger Geld auch mehr Leistung. Aber was bringt mir mehr Leitung wenn er mir optisch nicht gefällt, wenn der Lenker zu schmal ist die Federung nicht so gut ist oder gar keine hat.

Ich mache keine Videos, aber ich teste immer die selben Strecken und im Verhältnis, steht die Hilde super da.

Den Kauf habe ich nicht bereut!
 
Hier mal meine ersten Eindrücke vom "Unboxing":

- Der Karton ist riesig und hätte niemals durch mein enges Treppenhaus gepasst - (in der Fremd-Garage) aufgebaut und zusammengeklappt, war der Transport dann (bis auf das hohe Gewicht, was aber gefühlt kaum anstrengender als z.B. beim P65D zu handeln ist) auch kein Problem, da der endlich breite Lenker erfreulicherweise kein "Hirschgeweihformat" wie z.B. beim Phoenix hat.
- Die Passgenauigkeit der Lenkerschraubenbohrungen könnte wirklich besser sein - war mal wieder, wie damals beim Paul auch, ein kleines Gedulds- und Kraftspiel, alle 6 richtig reingedreht zu bekommen.
- Der Arretiermechanismus der umgeklappten Lenkstange hält bombensicher, das Umklappen, sowie Ein- und Aushaken selbst, ist dagegen etwas fummelig, aber da ist mir die Sicherheit dann doch deutlich wichtiger.
- Wenn man den Scooter einschaltet, gibt es einen leichten Ruck samt leisem Brummton, was von der "Parkfunktion" des Motors kommt und mit der Aktivierung via NFC-Karte verschwindet.
- Wenn ich mit meinen 75 kg auf der Hilde rumspringe, merkt man deutlich, wie die Federung vorne (stark) und hinten (etwas dezenter) einfedert, das reicht mir völlig und ist beim VX4 defintiv nicht besser.
- Die wackeligen Plastiktasten für das Einschalten von Scooter und Licht wirken etwas billig, der Rest vom Lenker (so wie das ganze Gerät) dagegen sehr hochwertig.
- Wenn man den Lenker im Stand hin- und herbewegt, merkt man deutlich ein leichtes Spiel vom Vorderrad/Federgabel - Lenker, Klappmechanismus und Lenkkopflager (ohne Rastpunkte) sitzen aber bombenfest.

Am späten Nachmittag werde ich dann mal (mit vollgeladenem Akku - bei mir hat ein "halber" Balken gefehlt) ein paar erste Steigungstests im Ort mit weiteren Fahrtests machen...
 
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So, ich denke mal, da haben jetzt einige drauf gewartet...😁

Also, die Zeit der überschwänglichen Vorschußlorbeeren ist vorbei - jetzt hagelt es "knallharte" und sachlich-objektive Kritik aus erster Hand! ;)
Wo fang ich am besten an..............natürlich beim aktuell heiß diskutierten Thema Nr. 1 - der Steigfähigkeit.

Die maximale Steigfähigkeit von Hilde liegt ziemlich genau auf dem Niveau eines Sparrow 2, also minimal über dem alten VX2 oder EPF-2, aber(!) sie fühlt sich dabei regelrecht "schlapp"/schwerfällig und bei weitem nicht so spritzig an. Selbst 10%-Steigungen werden gefühlt nicht unbedingt spielend leicht gemeistert, was sehr schade ist.
Ein VX4 ist subjektiv doppelt so stark am Berg und signifikant druckvoller, von den Wuchtbrummen Paul und P65D gar nicht erst zu reden - diese beschleunigen deutlich temperamentvoller und brechem am Berg auch nicht so spürbar ein wie der eher zahnlose Tiger Hilde.
Unterm Strich ist die jetzige Power für meine 75 kg und nicht allzu lange Steigungen bis 20...25% grenzwertig ausreichend, mehr aber auch nicht. Klarer Punktsieg für Paul (und damit natürlich auch für den noch etwas stärkeren Fritz), die an den stärksten Steigungen von heute gut und gerne 2 km/h schneller waren.

Zur Reichweite: Ich bin bei meinem heutigen Dauersteigungstest (insgesamt ~20 im Bereich 15-25%) 32.3 km weit gefahren (32.6 laut APP - die Abweichung von der realen GPS-Strecke ist also extrem gering) und hatte am Schluss bei nur noch 6°C (zu Beginn noch 8 Grad) noch 31% Rest im Akku, wobei ich zu etwa 50% im "Turbomodus" unterwegs war. Die geschätzte Gesamtreichweite liegt somit bei 45+ km, was unter den heutigen Bedingungen noch absolut im Rahmen liegt und eine realistische Sommerreichweite von 55-60 km erwarten lässt.
Bis zum Ende der Woche werde ich noch mindestens 2 echte Reichweitentests (bis 0%) machen und mir dabei auch genau das Leistungsverhalten bei niedrigem Akkustand ansehen.

Die Federung arbeitet deutlich hörbar, macht aber einen wirklich guten Job - kaputte Wege, Schotter, Kanaldeckel, abgesenkte Bordsteinkanten, moderates Kopfsteinpfaster usw. - alles kein Problem, und das @75 kg und mit der Standard(fedehärtenr)einstellung! (y)

Die E-Bremse ist, wie erwartet und wie auch beim Fritz, schlichtweg perfekt - mehr gibt es dazu nicht zu sagen! (y)

Gefühlt fährt die dicke Hilde eher 21 als 22 echte km/h (leider noch nicht per GPS gemessen, aber mein Gefühl trügt mich normalerweise nur sehr selten), was aber völlig ausreicht, zumal in der Beschleunigungsphase (kurzzeitig) regelmäßig 1 km/h "überzogen" wird.

Der Geradeauslauf bei höheren Geschwindigkeiten (die bergab scnhell erreicht werden) ist deutlich instabiler als beim Paul mit gleich großen Straßenreifen, was natürlich an der deutlich höheren Standposition, den langen Stoßdämpfern der vorderen Federgabel und isnbesondere dem groben Stollenprofil liegt. Instabiler bedeutet hierbei allerdings nicht etwa "instabil" oder unsicher! ;)

Gnerell ist das Fahrverhalten von Hilde "einzigartig" und mit keinem anderen mir bekannten E-Scooter vergleichbar - man muss sich erstmal auf den Panzer einstellen, um damit traumaft sicher fahren zu können.

Der Gasdrehgriff ist durchaus gewöhnungsbedürftig, da sein "Aktionsweg" deutlich zu lang ist - ich musste heute sogar ein paar Mal umgreifen, um mit meinen leicht rutschigen Handschuhen das Drehgas am Anschlag zu halten - daran kann und wird man sich mit der Zeit aber sicherlich gewöhnen.

Das Frontlcht ist leider nur mit eingeschaltetem Fernlich als OK bzw. "gut" zu bezeichnen, da sonst zu tief eingestellt, weshalb der resultierende Lichtkegel entsprechend zu klein ist und zu nah vor den Scooter geworfen wird.

Die Standfläche auf dem riesigen Trittbrett ist auch ausreichend lang, und der "Öffnungring" vom Akkufach stört ebenfalls nicht wirklich - mit Schugröße 42/43 steht man jedenfalls nicht auf der Feder und vermisst auch nicht unbedingt eine hintere Fußsütze.

Die Tastenanordnung ist nicht wirklich gut durchdacht: um während der Fahrt das Licht einzuschalten oder gar die Fahrstufe zu wechseln, muss ich leider vom Gas gehen, weil ich mit dem Daumen sonst nicht an den entsprechenden Knopf komme.
Wie beim Fritz auch, muss man/ich zur Betätigung der E-Bremse den linken Daumen (leicht unangenhem) durchstrecken, diesen Punkt würde ich aber nicht unbedingt als negativ bewerten.

So, das soll's jetzt erstmal gewesen sein - ich hoffe sehr, dass die Hilde noch ein kleines Power-Update erfährt, damit sie ihrer Flaggschiffstellung innerhalb der firmeninternen Modellpalette nicht nur preis-, sondern auch leistungsmäßig gerecht werden kann!
Also @Trittbrett_Original : Redet bitte(!) noch mal mit Bosch, damit man die 5A Controllerspielraum vielleicht doch noch ausnutzen kann...;)
 
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Übrigens: TB hat mittlerweile sowohl im der Hilde beiliegenden Handbuch, als auch auf der Homepage/im Webshop die Steigfähigkeitsangabe für den Brummer von utopischen 30% auf deutlich realistischere 23% korrigiert (und damit unter die 25% vom Fritz). ;)

Edit:
Das Aufladen 31->100% hat super gute 93 Minuten gedauert (ich wollte vorhin schon voreilig motzen, weil ich mich in der Uhrzeit vertan hatte und dachte, wir lägen schon über 2h :rolleyes: ) - ein Top-Wert!
 
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Übrigens gäbe es eine relativ einfache Lösung für das Reichweitendilemma (deutlich mehr Power = signifikant weniger Reichweite):
Man könnte den D-Modus einfach so belassen, wie er momentan ist und nur im Turbomodus noch 150-300W draufpacken, damit würde sich die maximal erzielbare Reichweite, bei sinnvollem Einsatz beider Fahrstufen, kaum (negativ) verändern!
 
Übrigens: TB hat mittlerweile sowohl im der Hilde beiliegenden Handbuch, als auch auf der Homepage/im Webshop die Steigfähigkeitsangabe für den Brummer von utopischen 30% auf deutlich realistischere 23% korrigiert (und damit unter die 25% vom Fritz). ;)

Vielleicht sollte man auch in der Beschreibung, von Schlagworten wie Kompromisslos, Offroad Scooter usw. absehen. Gegenüber Dual Motor Scooter, wie ein Lagacy 2.0, Elite X, und den Phönix, sind die Markigen Versprechen in der Beschreibung doch etwas "Utopisch" ich denke mit Semi Offroad Reifen oder gar Straßenreifen wäre das Konzept stimmiger.
Schwerer Straßenkreuzer mit dem mal auch eine nasse, flache Wiese, mit ein paar Maulwurfhügeln, befahren kann. Sobald es mal bergauf mit 10%+ geht und etwas Matschig ist, ist im Wahrsten Sinne "Ende Gelände" trockene Befestigte Wege mögen noch gehen, jedoch spielt das Gewicht des Fahrers immer eine entscheidende Rolle. Wobei ich 90kg noch als normal Gewicht sehe, der sich einen so schwereren Scooter kauft und denkt, damit schafft man alle Berge hoch, auch Offroad.
 
(Dauer-)Steigungstest "Part Two":
Ursprünglich wollte ich die Hilde ja an meinen typischen P65D/Paul/Fritz Extremteigungen zwischen 25 und (bis zu) 30% testen, aber nach den leicht ernüchternden Erfahrungen von gestern, habe ich mir stattdessen dann doch lieber angesehen, wie "souverän" sie sich im eindeutig angemesseneren Bereich von 20-25% schlägt, wo ich auch einen Odys Neo, VX2, EPF-2 oder Sparrow 2 auf Herz und Nieren getestet habe.
Dabei handelt es sich um steile, eher kurze Auffahrten, Rampen, "Buckel", aber zum Teil auch über 100-200 Meter lange Steigungen, die einen 1000-1200W-(Peakleistungs-)Scooter mit meinr Zuladung, bei zum Teil nur noch deutlich einstelligen Geschwindigkeiten, ordentlich fordern.
Nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Eigengewichts reiht sich Hilde genau hier ein, auch wenn sie sich in der Praxis, so wie der P65D, bis zu 1300W aus dem Akku zieht, wovon letztendlich aber deutlich weniger auf der Straße ankommen.
Mein persönliches Fazit hat sich dabei leider nicht geändert: für meine anspruchsvollsten Strecken/Weinberge/Offroadtouren ist die Hilde definitiv
weniger geeignet, sondern eher für das entspannte Cruisen im "normal" hügeligen bis bergigen Terrain.
Dies ist insbesondere deswegen schade, da die Vorraussetzungen für einen waschechten Offroader durchaus gegeben sind und die Hilde sich abseits befestigter Straßen und Wege eindeutig wohler fühlt als auf perfekt asphaltiertem Untergrund, wo man den Einfluß der XXL-Grobstollenreifen deutlich merkt.

Die Hilde hat heute insgesamt etwas besser performt als die 1200W-Kokurrenz, aber(!) - und das ist das Fatale an der eigentlich wirklich ordentlichen Leistung: 10 km/h fühlen sich auf dem Schlachtschiff unendlich viel langsamer an (und sind für Außenstehende auch "peinlicher" zu beobachten) als bspw. auf einem noch relativ handlichen EPF-2, und bei niedrigen Geschwindigkeiten (6-8 km/h, die ich heute des öfteren erzwungen habe) hat man auch schnell das Gefühl, dass jeden Moment Schluss ist - im Gegensatz zu einem Fritz, der am Berg gefühlt nicht totzukriegen ist.

Die Höchstgeschwindigkeit in der Ebene liegt laut stationärer Meßanlage übrigens bei 21-22 km/h - ein Spiztzenwert!
Bergab wird allerdings "heimlich" (aber nicht ganz geräuschlos) mitrekuperiert, und so habe ich heute maximal 40 km/h auf dem Display gesehen, meistens wurde aber schon bei 37-38 km/h der Tempo-Riegel vorgeschoben.

Die heutige Reichweite (wie versprochen: bis 0% bei 43V) "im gemischten Betrieb", mit insgesamt 750 Höhenmetern und mindestens einem Dutzend sehr starker Steigungen zwischen (abschnittsweise) 20 und 25%, sowei 8-10°C Außentemperatur, betrug knapp 41 km.
Dieser Wert ist nicht gerade berauschend, aber zumindest noch "tolerierbar", wenn man bedenkt, wie ich die Dicke heute immer wieder gequält habe.
 
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Neben den bereits genannten Gründen für die überschaubare Reichweite kommt noch dazu, dass 43V Restpannung schon als 0% interpretiert werden, wo andere E-Scooter (Apps) noch 25% Restakku ausweisen.
Mit diesem niedrigen Akkustand kommt die Hilde aber schon nicht mehr auf Topspeed, geschweige denn irgendeine Mini-Steigung hoch, insofern passt die Anzeige zumindest zur Leistungsabgabe.
 
Heute habe ich das Schwergewicht zum Tanz in den Weinbergen gebeten - der ultimativer Steigleistungstest!

Ich muss sagen: je mehr/öfter ich mit der Hilde fahre, desto mehr legt sich meine anfängliche Enttäuschung über die vermeintlich unzureichende Power, denn die Hilde ist - verglichen mit dem immer noch gültigen Leistungsstandard typischer 1200W-Scooter alles andere als schwach und somit durchaus für anspruchsvolle Touren geeigent - der limitierende Faktor ist dann doch eher die endliche Akkugröße (s.u.).
Bei TT hat man ja auch schon gesehen, dass sie signifikant stärker als ein EPF-2 oder Slidefox NT ist (bede mit 1200W Peakleistung) - bei deutlich(!) mehr Gewicht und "nur" 100W Leistungsplus.
Das hat sich heute auch wieder bestätigt - ich habe sie zahlreiche starke Weinbergsteigungen aller Art (und Länge), teilweise aus dem Stand und bis knapp 3 Balken Restakku, mit jeweils mindestens 6-8 km/h hochgequält.
Die beworbenen 23% Steigfähigkeit (kurzzeitig auch noch etwas mehr, und natürlich @75 kg - mit 120 kg liegt das Limit hier wahrscheinlich nur noch bei realistischen 17/18%) kann ich jedenfalls ruhigen Gewissens unterschreiben.
Reichweitentechnisch war heute bei 40.5 km Schicht im Schacht, und bevor jetzt wieder alle entsetzt aufschreien: in Anbetracht der wirklich vielen Steigungen (zu den 12-13 besonders heftigen, die oftmals an der Leistungsgrenze eines 1200W-Scooters lagen und insbesondere bei Hilde extrem am Aku saugen, kamen ja auch noch zig moderate) geht der Wert absolut in Ordung - bei einem reinen Flachlandtest (der mich persönlich aber 0 interessiert) hätte ich heute sicherlich über 50 km geschafft, und im Sommer entsprechend irgendwas zwischen 60 und 70, was
dann wieder relativ nah an der offiziellen Herstellerangabe (unter absolut optimalen Bedingungen!) liegt.

Noch ein paar interessante "Fun Facts" am Rande:

- An den Drehgasgriff habe ich mich mittlerweile/nach jetzt über 100 km gewöhnt und finde ihn nicht mehr ganz so "schlimm" wie am Anfang. Übung macht bekanntlich den Drehgasmeister. 😁
- Auf holprigem Untergrund konnte ich keine spürbaren Leistungsaussetzer feststellen - das funktioniert definitiv besser als beim Fritz.
- Das Fahrverhalten erinnert noch am ehesten an dasjenige vom P65D, durch die Stolenreifen ist der stabile Geradeauslauf aber eingeschränkt und in schnell durchfahrenen Kurzen kann es mangels ausreichendem Grip gelegentlich zu einem wegrutschenden Heck kommen.
- Die Fahrt mit der Hilde ist nicht/nie wirklich lautlos: Reifenabrollgeräusch und (angenehmer) Motorsound sind praktisch "omnipräsent".
- Die Akkubakkenanzieg ist deultich verlässlicher als z.B. bei einem VX4, was vor unschönen Überraschunegn schützt.
- Die gut hörbare Federung arbeitet wirklich einwandfrei: selbst bei schneller Fahrt über Querfugen/"Panzerstraßen", wo man mit einem ungefedreten E-Scooter mit immer wiederkehrenden harten Schlägen malträtiert wird, steckt sie erstaunlich gut weg.
- Die Power bei niedrigem Akkustand ist überdurchscnittlich gut: mit mindestens 2 von 5 Balken muss man hier kaum Abstriche machen (außer bei wirklich extremen Anstiegen), meinen Hausberg bin ich mit noch einem vollen Akkubalken auf (vollgeladenem) Wizzard-Niveau, d.h. mit guten 8 km/h hochgekommen - bei vollem Akku schafft Hilde hier den doppelten Wert.
- Die (messbare) Energierückgewinnung über die super dosierbare und wirkungsvolle E-Bremse, die die Benutzung der bissigen Hydraulikbremsen (fast) überflüssig macht, funktioniert sehr gut.
- Die in der Bedienung etwas gewöhnungsbedürftige Klingel lässt sich nur mit dem Zeigefinger bestimmungsgemäß betätigen- wenn man unbedacht mal den Daumen verwenden will, kommt oft gar kein Ton aus der ansonsten ausreichend lauten Glocke.
- Zum Mythos "Leistungsanzeige im Display": die Balken auf der linken Seite des Displays geben nur die aktuelle Geschwindigkeit, sowie die Drehgasstellung wieder - mit der momentan anliegenden Leistung hat das aber 0.0 zu tun!

Die Hilde ist definitv ein (Passanten beeindruckender) Blickfang, und dementsprechend oft/öfter wurde mir heute auch hinterhergeschaut.
Wie man sieht, bin ich mittlerweile wieder etwas positiver gestimmt - wenn man das Geld übrig hat,kann man die Hilde guten Gewissens kaufen, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ist sie aber allein schon aufgrund des (zu) hohen Preises nicht wert, trotzdem ist sie weder schlecht, noch schwach, noch unbrauchbar (abgesehen vom Akkuwechselmechanismus).
Jetzt freue ich mich aber erstmal wieder darüber, dass der Akku in unter 2 Stunden wieder rappelvoll ist: theoretisch könnte man so den ganzen Tag mit Hilde durch die Gegend fahren (40-50 km Fahrt mit anschließender zweistündiger Ladepause) und so am Tag locker 150 und mehr spaßige Kilometer zurücklegen! 💪
 
Hier übrigens noch ein interessantes Analogon aus dem Hause Streetbooster:

SB Two: 20.2 kg, 800 W, 28 Nm - 15% Steigfähigkeitsangabe (die bei Streetbooster nicht ganz aus der Luft gegriffen ist)
SB Sirius: 19.9 kg, 960 W, 32 Nm - 18%
SB Pollux:: 36.2 kg, 1200 W, 35 Nm - 18%

Wie man sieht, wirkt sich das Eigengewicht des Scooters (zusammen mit besonders großen Reifen) extrem (negativ) auf die Bergpower aus.

Die Hilde beschleunigt mit ihrem Mehrgewicht von 12 kg entsprechend weniger explosiv als Paul und hat am Berg gefühlt weniger Druck (und ist bergauf demenstprechend auch meßbar langsamer), sie bräuchte einfach (mindestens) 100-200W mehr Peakleistung, um ähnlich gut und ihrem monströsen Auftreten angemessen(er) zu performen...
 
Bei fast schon frühlingshaften Temperaturen von bis zu 17°C wollte ich heute mal wissen, was noch so alles möglich ist und habe in meine Tour etwas weniger heftige Steigungen "eingebaut", dafür einge lange und 2, die die Hilde an ihre ultimative Leistungsgrenze gebracht haben - die erste hat sie erst im 2. Versuch und trotz leichtem "Dauerlenkerwackeln" nur um Haaresbreite geschafft, die zweite mit minimal 5-6 km/h, was das oberste, noch einigermaßen vertretbare Belastungslimit des Motors darstellt, der sich schon bei/ab 8 km/h ziemlich gequält anhört (ab 10 km/h kommt es einem aber schon so vor, als würde man gleich stehen).
Diese Extremsteigungen übersteigen die Leistungsfähigkeit eines VX2 oder EPF-2, mit dem Sparrow 2 habe ich diese dagegen schon erfolgreich bezwingen können (allerdings vergleichbar knapp wie mit der Hilde heute).
Trotz längerer "Flachetappen" sind heute wieder 810 Höhenmeter zusammengekommen und eine amtliche Gesamtreichweite von 46.7 km, bis die Geschwingidkeit in der Ebene auf unter 10 km/h gesunken ist und nicht mal mehr eine Nano-Steigung überwunden werden hätte können.
Das bedeutet, dass im Sommer 55+ km fast schon sicher sind - an über 60, die ich mit dem 14.7Ah-Paul schon mehrfach deutlich überboten habe, will und kann ich im Moment aber nicht so recht glauben.
Auf der heutigen Fahrt haben mich übrigens die neuerdings ständig scheppernden/"rasselnden" Bremsgriffe fast zu Tode genervt - ich muss mir unbedingt noch überlegen, wie man das lästige Geräusch abstellen kann, ohne die Bremshebel die ganze Zeit mit einem Finger stabilisieren zu müssen...

Nach den bisherrigen Fahrten kenne ich jetzt schon mal "meine" typische Reichweite bei 10-15°C, sowie das ultimative Ende der Leistungsfahnenstange, sprich, welche Steigungen ich bei einem bestimmten Akkustand evtl. lieber meiden sollte, um den schweren Brocken nicht bergauf Schieben zu müssen.

Am Wochenende wird weiter getestet, und dann werde ich auch mal etwas umsetzen, was bis dato so nur mit der Hilde möglich ist: je eine ausgiebige Tour vor und nach einem ausgedehnten Frühstücks-Brunch. 💪
Im Moment bin ich sogar ganz froh, dass die ABE für den Elite X noch auf sich warten lässt und ich somit mehr Zeit habe, die Hilde auszufahren, und eine ganz bestimmte, heftige Schwarzwaldtour mit dem VX4 steht auch noch aus...

Hier noch der leicht schottrige Endgegner für die 1300W-Hilde:

1697915568602.jpg
 
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Also nach dem Ladegerät kann man echt die Uhr stellen: nach allerspätestens 1:50h - und zwar praktisch auf die Sekunde genau - schaltet es sich aus...
 
Ist das der LFP Akku? Der ist ja auch bis zum (bitteren) Ende schnellladefähig, nix CCCV. Und mehr Ladezyklen sing auch möglich (im Bereich von 10.000 statt mit „Hängen und Würgen“ 1000). Wäre da nicht die geringere Kapazität der Zelen und der abweichende Spannungsbereich 3,1 - 3,2V wäre der schon deutlich weiter verbreitet Man kann ihn auch bedenkenlos auf 100% aufladen und ruhig stehen lassen.
 
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