Warum eScooter? Und nicht Pedelec?

S-Pedelecs mit 45km/h Spitze gelten als Kleinkraftrad müssen versichert werden mit dem „großen“ Versicherungsblech, dürften rechtlich nicht mal auf Fahrradwegen fahren und es besteht Helmpflicht. Dann kann ich gleich auf einen meiner Elektroroller (mit Sitz) greifen, dann kann ich mir das „Showtreten“ sparen.

Seit meiner letzten Fortbildung habe ich kein Fahrrad mehr und über Pedelecs habe ich schon nachgedacht, bin dann aber 2019 als die Zulassung der Elektrostehroller in Deutschland kam, erst einmal dazu übergegangen. Die Stellfläche ist geringer und sie sind leichter. Leider bewegt man sich - bis auf das Antreten nach Stops - recht wenig darauf, was sich vor allem bei Kälte bemerkbar macht. Ich nutze sie gerne für Kurzstrecken oder/und Einzelsacheneinkäufe, weil ich zurück immer Berg auf muß und ich so Zeit spare. An Sonn- und Feiertagen fahre ich damit gerne zur Arbeit, weil dann die Parkplatzsituation noch angespannter ist, zu der Zeit finden mehr Besuche statt und das Personal, das in der Woche vielleicht noch mit Bus und Bahn kommt, kann das wegen mangelnder Verbindungen am Wochenende nicht, womit der Parkdruck zunimmt.

Eigentlich war das ursprünglich für die Sommermonate gedacht, seltsamerweise hat sich das fast umgekehrt. Jetzt im Winter, wo viel mehr Individualverkehr in der Stadt ist und viele Auswärtige ohne Ortskenntnisse durch Aachen schleichen um z. B. einen der letzten noch geöffneten Weihnachtsmärkte zu besuchen, läßt der Verkehr fast nichts mehr anderes zu. Auf den Fahrradwegen kommt man schneller voran, als mit Auto oder Bus im Stau zu stehen und das immer mehr auch außerhalb der üblichen „Rushhour“ Zeiten.
Am Wochehende ist selten jemand in der Verwaltung da und so sagt niemand was, wenn ich dort den Roller parke - alternativ sind Fahrradständer draußen - aber der Akku dankt es, wenn man ihn bei den Temperaturen im Warmen beläßt. Parke ich den Roller im Eingangsbereich, gibt es häufig Gespräche zu dem Thema - bis hin zu Probefahrten. Da merkt man, das private Elektrostehroller immer noch weitgehend unbekannt sind. Ehrlich, ich wunder mich, das noch kein Rollerhersteller mich für die Vermarktung einstellt. Komme ich mit den EPF-1 wollen viele Besucher, Mitarbeiter einen EPF-1 kaufen, ebenso beim Skotero Stepley. Meine vorherigen EWA5000 konnte ich so weitervermitteln. Für die 4 bis 6km Strecke (je nachdem wie man fährt) reichen die Roller aus. Ein eBike ließe sich schlechter unterbringen, es müßte in die Garage und da in der Nachbarschaft schon eBikes aus deren Garage geklaut wurden, zudem gesichert werden. Die Roller kann ich mit ins Haus nehmen, sie stehen einfach unter einer Wendeltreppe neben der Gadrobe, lediglich zum Laden, muß ich sie ab- und an im Flur parken, aber das kann man ja über Nacht machen.

Für mich ergibt das eine flexiblere Situation, als mit eBike, aber das ist sehr Individuell. Anfangs war der Preis ausschlaggebend. Einen Elektrostehroller von Lidl kommt so um 300/350€, das reicht erst einmal um einen Eindruck zu bekommen, ob diese Fahrzeugklasse überhaupt etwas für einen ist. Wenn dann die Ansprüche steigen, gibt man gerne auch etwas mehr aus - dann hat man sich wie hier im Forum - hoffentlich - auch schon etwas informiert und sollte Wissen, was für Vor- und Nachteile diverse Elektrostehroller haben.

Hätte ich sowas bei einem eBike machen wollen, wäre Anfangs ein Betrag um 2000€ fällig gewesen. Das eBike, worauf ich eigentlich aus war, hätte über 3000€ gekostet und ob die bis jetzt bei mir angekommen wären, steht bei der augenblicklichen Lifersituation auf noch einen ganz anderen Blatt. Jetzt habe ich (mindestens) 5 Elektrostehroller, von Kompakt für den Kofferaum zum Mitnehmen in den Urlaub bis Langstreckenläufer zu einen Preis, wo ich vielleicht ein eBike hätte von kaufen können und das wäre nicht so flexibel. Lediglich die nötigen Versicherungsbeiträge lassen allmählich das Preisargument mehr und mehr zum eBike tendieren (und das die Trittunterstützeng bis 25km/h erlaubt ist und nicht nur bis 20km/h). Es gibt gute Argumente für beide Fahrzeugarten - ich bin ganz zufrieden mit meiner Wahl pro Elektrostehroller.
 
Mit meinem Spzialiced baller ich auf den Trails rum bis die Heide weint. Da pumpe ich mich dann auch echt mal aus.

den Scooter nutze ich für entspannte Sightseeingtouren oder kurze Abstecher in die Stadt.

Also für mich zwei ganz verschiedene Anwendungsgebiete. Ich mag beides ganz gern. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, ich fahre ja auch ganzjährig elektrisch unterstützt Zweirad.
Drei wesentliche Vorteile vom eBike (Pedelec) sind für mich:
1. Die Dinger kannst Du auch bei schlimmsten Regenwetter fahren. Schwierigkeiten bei Feuchtigkeit sind halbwegs aktuellen Modellen im Grunde völlig fremd.
2. Die größeren Räder (meistens 27,5er oder 29er) sorgen für besseren Fahrkomfort. Und für mehr Sicherheit, speziell jetzt in der Jahreszeit wo’s gerne früh dunkel wird und Strecken schlecht bis garnicht beleuchtet sind.
Hier mal durch ein Schlagloch zu fahren oder ne kleine Bordsteinkante hoch stellt kein Problem dar.
3. Die Möglichkeit auf Winterbereifung umzustellen. Beim eScooter wird’s da schon schwierig.

Aber, dafür auch drei Vorteile für den/die eScooter:
1. Der Preis. Ich bekomme wirklich gut gemachte, qualitativ sehr gute Roller schon für deutlich weniger als n Tausender.
2. Die Kompatibilität mit anderen (öffentlichen) Verkehrsmitteln. Das macht ein Scooter stets besser als jedes Bike, weil einfach kompakter und damit unkomplizierter…😉
3. Die Möglichkeit ein Fahrzeug völlig autark nutzen zu können ohne Kraftanstrengung und ohne einen Führerschein.
 
Nun, ich fahre ja auch ganzjährig elektrisch unterstützt Zweirad.
Drei wesentliche Vorteile vom eBike (Pedelec) sind für mich:
1. Die Dinger kannst Du auch bei schlimmsten Regenwetter fahren. Schwierigkeiten bei Feuchtigkeit sind halbwegs aktuellen Modellen im Grunde völlig fremd.
2. Die größeren Räder (meistens 27,5er oder 29er) sorgen für besseren Fahrkomfort. Und für mehr Sicherheit, speziell jetzt in der Jahreszeit wo’s gerne früh dunkel wird und Strecken schlecht bis garnicht beleuchtet sind.
Hier mal durch ein Schlagloch zu fahren oder ne kleine Bordsteinkante hoch stellt kein Problem dar.
3. Die Möglichkeit auf Winterbereifung umzustellen. Beim eScooter wird’s da schon schwierig.

Aber, dafür auch drei Vorteile für den/die eScooter:
1. Der Preis. Ich bekomme wirklich gut gemachte, qualitativ sehr gute Roller schon für deutlich weniger als n Tausender.
2. Die Kompatibilität mit anderen (öffentlichen) Verkehrsmitteln. Das macht ein Scooter stets besser als jedes Bike, weil einfach kompakter und damit unkomplizierter…😉
3. Die Möglichkeit ein Fahrzeug völlig autark nutzen zu können ohne Kraftanstrengung und ohne einen Führerschein.
Bei AE und DHgate habe ich für eScooter Reifen mit Spikes gefunden.

Bei meinen Pedelecs haben sich Spikes für Herbst und Winter zum täglichen pendeln mehr als bewährt.
 
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Bei mir ist es so, ich habe keine Kosten mehr wegen Auto und Motorrad.

Das gesparte Geld kann ich ohne Reue in eMobility stecken.

Werde mir einen Legend/Mantis leisten.

Sollte sich die rechtliche Lage bessern auch einen Inmotion V11, oder Kingsong S20.
 
2. Die Kompatibilität mit anderen (öffentlichen) Verkehrsmitteln. Das macht ein Scooter stets besser als jedes Bike, weil einfach kompakter und damit unkomplizierter…😉
Auf Alibaba, Aliexpress, DHgate, oder auch Amazon oder Banggood findet man jede Menge günstige Klapp-Pedelecs. Manchmal sogar mit Gasgriff.

Die würde man auch gut mit den Öffis nutzen können.
 
Ja, ist es. Tschaka!
Sorry für den Ausflug. Zurück zum Thema.
Passt!

Und damit eMobility attraktiv bleibt, für die Verkehrswende sorgt, und von einem Automobil-Staat nicht totreguliert wird muss man halt Gesicht zeigen.

Wenn notwendig auch auf die Strasse gehen.
 
Welche halt schon wieder verboten sind 🤷🏼
Von der qualli mal ganz zu schweigen.
Ja, verboten. Ist mir, bei Abwägung des möglichen erwischt werdens fast schon egal.

Quali muss man halt mal sehen. Gegebenenfalls gut recherchieren, und die entsprechenden Bauteile upgraden.

Gibt auch die Rahmen zu bestellen. Die könnte man ja dann mit den Komponenten seiner Wahl bestücken.

Aber ja, es ist ein Dilemma!
 
Ich fahre seid 10 Jahren ganzjährig Pedelec / S-Pedelec, die letzten 8 Jahre mit einem Herz was nicht mehr ganz sauber arbeitet. Deshalb hatte ich schon immer mal nach Fahrzeugen wie dem Elmoto Elektromoped geschielt, einfach auch mal Gas geben ohne Krafteinsatz wäre schön. Und dann kamen die E-Scooter, mein erster Gedanke: lohnt nicht, einfach Gas geben ist gut aber 20 sind mir viel zu langsam. Hab mich dann aber doch irgendwann mit beschäftigt und mir wurden die Vorteile bewusst, z.B. die einfache Mitnahme im ÖPNV oder das ich wegen der Versicherungspflicht quasi fast ungestraft tunen kann. Jetzt fahre ich schon 8 Monate E-Scooter, aber immer noch gilt "ich geb Gas, ich hab Spaß". 😊

Die S-Pedelecs werden jetzt verkauft, ich bin sie dieses Jahr nicht einmal gefahren. Das Pedelec bleibt, u.a. als Winterfahrzeug oder mit Hänger für Transporte, und für den Rest nehme ich zukünftig den E-Scooter.
 
Erklär mal bitte. Wieso ist das jetzt so? Wars nicht vorher ohne diese Pflicht besser mit dem Tunen?
Wenn du ein Pedelec schneller machst bist du wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz automatisch ein Straftäter (hast du nicht den zur tatsächlichen Geschwindigkeit passenden Führerschein kommt auch noch fahren ohne Führerschein dazu). Du bekommst dann deswegen je nachdem wie scharf die Staatsanwaltschaft ist ein mehr oder weniger hohes Bußgeld, also xx Tagessätze. Legt du Einspruch dagegen ein kann es zum Prozess kommen. Was aber noch passieren kann, ein getuntes nicht versichertes Fahrzeug kann jederzeit entschädigungslos eingezogen werden weil die Tat vorsätzlich begangen wurde.

Das alles kann mir mit einem getunten E-Scooter nicht passieren. Ich hab einen Führerschein, da bleiben dann nur Ordnungswidrigkeiten übrig. Also Betriebserlaubnis erloschen 50€, und eventuell noch die Strafe von 15€ für fahren ohne Helm.

Und was noch dazu kommt, bei einer Ordnungswidrigkeit hat die Rennleitung einen Ermessensspielraum. Sie können sie verfolgen, müssen es aber nicht, sie können auch mündliche Verwarnungen erteilen oder einen einfachen Mängelschein ausstellen. Das alles ist bei einer Straftat nicht möglich, da gilt das Legalitätsprinzip und jeder Polizist ist zur Strafverfolgung gesetzlich verpflichtet.
 
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