Welche Youtube-Kanäle (bzgl. E-Scooter) sind seriös?

Was mich am meisten stört, an den ganzen "professionellen Kanälen". Wurde hier aber - glaube ich - auch schon angeschnitten.

Das elende Gequatsche, um das Video künstlich in die Länge zu ziehen.
Aber das ist nicht nur bei den eScooter Kanälen so.

Wenn ich mir tatsächlich mal so eine Video antue, höre ich mir die Einleitungan und springe dann recht schnell einige Minuten vor. (Gequatsche)
Dann stelle ich fest, es wird immer noch um den heißen Brei rumgelabert. Also wieder ein paar Minuten vor. Und dann das gleiche wie am Anfang. (Gequatsche)
Und wieder einige Minuten übersprungen - wir sind schon recht nahe am Ende des Videos - aber immer noch nichts zu dem angekündigten Thema. (nur Gequatsche)
Also ganz bis ans Ende gesprungen - es ist mir inzwischen egal, ob ich eine wichtige Stelle verpasst habe - nochmal kurzreinhören (Gequatsche) und dann entnervt abschalten, mit der Gewissheit wieder einmal etwas Lebenszeit sinnlos vergeudet zu haben.

Daher: Lieber in einem guten Forum stöbern und sich austauschen, statt dieser meist sinnlosen Videos.
 
So ein klein wenig versuche ich mich immer in den "Gegenüber" rein zu denken.

Also nehmen wir mal an, ich betreibe den Kanal "Roberto Rollato" und darf jetzt einen Scooter bewerten, der mir "freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurde".

Die Punkte, die da wirklich relevant sind, handeln unsere Profis in max. 10 Sätzen ab.

Ein Shorts ist da für zu kurz, aber ein Video bekommt man damit auch nicht gefüllt.

Daher ganz klar, es muss noch jede Menge Flair und Feeling mit rein.

Und so lange das interessant und kurzweilig ist, habe ich da auch überhaupt nichts gegen einzusetzen!
 
Warum muss das Video lang sein?
Vielleicht ist der grundlegende Aufbau aller dieser Videos falsch?

Vielleicht sollte man im Video, für jeden Roller, immer die gleiche Punkteliste abhacken. Endgeschwindigkeit, Trittbrettmaße... Auch die "uh der schafft den Berg" Tests sind mäh. Ich kenne den Teufelsberg nicht und kann das überhaupt nicht einschätzen. Das ist so, als würde ich jetzt den roten Hügel in Uhlstädt als Vergleich ranziehen...

Eine übliche Steigung, die es überall gibt. Dazu einheitliches Fahrergewicht jedes mal. Und wenn dann irgendwann ein Rucksack mit Wasserflaschen nötig ist.... oder vorher? Dazu ne Zeitangabe für die gefahrene Strecke?

Dann weiß ich: Roller a, fährt die "Normrampe" (wir haben in Deutschland für alles DIN) in 12 sek bei 100kg Roller b braucht dafür 15sek...

Dann hat man dann zum Schluss ne Punktetafel. Mit den immer gleichen Maxwerten und die immer gleichen Bedingungen. (Zukunftstauglich auf 25km/h ausgelegt???)
Optimierter Speed: 22km/h 10 Punkte,
Trittbrettfläche 1m² 10 Punkte,
usw. Ja, die Idee hat Schwächen

Im Video sind dann Sprungmarken. Das machen ja einige schon. Zusätzlich ein Transkript. Ich lese deutlich schneller als die Videos dauern.
 
Leute, letztendlich sind das alles profitorientierte Verkaufs-/Werbekanäle, und einige Youtuber (erstrecht die, die immer groß ihre Unabhängigkeit und Objektivität betonen müssen 😁) leben sogar anteilig oder ganz davon, dass die Kooperationen mit den Herstellern und die Verkaufszahlen der Modelle laufen, also ja - die "Lobhudelei" ist schlichtweg ihr Job.
Einige der oft übertrieben angepreisten Positivaspekte und vieles an (in der Regel versteckter) Kritik ist aber durchaus ernst gemeint und oftmals auch zutreffend - man muss halt genau hinhören und -sehen. Dazu kommt dann noch der Subjektivitätsfaktor: der Eine findet eine Bremse grottenschlecht, der Andere (einzig per kurzem, oberflächlichem Test und mit einer völlig anderen Topografie bewertet - vieles fällt auch erst bei länger Nutzung oder stärkerer Beanspruchung auf) dagegen ganz OK. Gleiches gilt für den oft stark gewichtsabhängigen Federunsgkomfort oder die Leistung an Steigungen. Von Reichweiten brauchen wir hier gar nicht erst zu reden, da diese zu individuell sind und ohnehin (aus nachvollziehbaren Gründen) seltenst getestet werden - also nein, auch ein einmaliger Reichweitentest unter ganz bestimmten Bedingungen ist nur ein vager Anhaltspunkt und kein repäsentativer Langzeit-Erfahrungswert!
Am besten sind immer noch relativ objektive Vergleiche mit anderen Modellen, dabei sollte man sich immer selbst, anhand des gezeigten Vidematerials, kritisch sein eigenes Bild machen.
Ich schaue mir dabei eigentlich immer nur die nackten Zahlen an und achte auf den unbewussten Unterton der Tester (enttäuscht, überrascht, ehrlich begeistert) - und mittlerweile hat ja auch jeder mindestens einen halbwegs brauchbaren Steigungstests in sein Review integriert.
Am Ende ist aber jeder Konsument selbst dafür verantwortlich, was man aus der Menge an unterschiedlichen Informationen macht, bzw. welche Rückschlüsse man daraus (im Hinblick auf seine eigenen Anforderungen und Bedürfnsse) zieht...

P.S.: Ich fand die einschlägigen Shoppingsender der 90er/00er Jahre eigentlich immer ganz "unterhaltsam"...;)
 
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