Wie soll der ePF2 die angegebenen Reichweiten schaffen?

JoBo

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Warum benötigt ein ePF2 für 72km Reichweite nur 600Wh oder 12,5 Ah, während ein VX2 GT für 60km einen 16,75 Ah Akku benötigt?! Beide 48V und ähnliche Leistung...
 

KarstenWL

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Das habe ich mich auch schon gefragt. Oder anders gefragt, warum benötigt der Wizzard 1248Wh für 80 bis 100km und der EPF2 für 100km nur 835Wh?
 

Ralli

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Die Frage ist berechtigt. Es gibt Motore, die effizienter mit der Energie umgehen und dann zu einer recht hohen Reichweite führen ( Beispiel TB Paul mit seinem Boschmotor).
Aber ein derart grosser Unterschied ist schon sehr verwunderlich.
Edit.
Während der VX2 GT für 60 KM einen 16,76 AH Akku benötigt, schafft der Trittbrett Paul mehr als 60 Kilometer mit knapp 15 AH. Als Ergänzung zum ersten Post
 
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JoBo

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Ein Effizienzunterschied von beinahe 50% ist physikalisch unmöglich mit dem Antrieb zu erklären, da diese bürstenlosen DC E-Antriebe bereits mit einem Wirkungsgrad von weit über 90% laufen, da ist nicht mehr viel zu holen. Ich bin aktuell sehr skeptisch und hoffe epowerfun kann uns erhellen.
 

kamy

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Die Reichweiten werden ja unter optimalen Bedingungen ermittelt. Im normalen Leben mit mehr als 75 Kg wird man sie nicht erreichen können.

Hier mal wie Xiaomi seine Reichweiten ermittelt:
3B1394DE-0B54-4212-AB39-6B1CCC0F307B.jpeg
Da liegt ePowerFun mit 20 Km/h doch gar nicht so schlecht.
 

KarstenWL

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Ich stelle mal die These auf, dass die Werte errechnet worden sind. Das könnte so funktionieren, dass mit vollem Akku eine kürzere Strecke x km gefahren wurde und dann die Menge gemessen wurde, die nachgeladen werden musste, damit der Scooter wieder voll ist. Hochgerechnet auf die Batteriekapazität ergibt sich dann die angegebene Reichweite. Dass das nicht funktioniert weiß jeder, der mal mit halb vollem Akku losgefahren ist und gemerkt hat, dass der nicht mehr die hälfte der Gesamtreichweite liefert.
Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass sich jemand auf das Brett stellt und 100km im Kreis fährt.
 

chrispiac

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Das habe ich mich auch schon gefragt. Oder anders gefragt, warum benötigt der Wizzard 1248Wh für 80 bis 100km und der EPF2 für 100km nur 835Wh?
Das dürfte daran liegen, das der EPF2 in der erlaubten Geschwindigkeit sehr effektiv arbeitet.

Ein Effizienzunterschied von beinahe 50% ist physikalisch unmöglich mit dem Antrieb zu erklären, da diese bürstenlosen DC E-Antriebe bereits mit einem Wirkungsgrad von weit über 90% laufen, da ist nicht mehr viel zu holen. Ich bin aktuell sehr skeptisch und hoffe epowerfun kann uns erhellen.
Die hohen Wirkungsgrade kommen im wesentlichen durch die Radnabentechnik zustande:

Radnabentechnik - Der Motor befindet sich auf der Antriebsachse, es gibt kaum Verluste die Kraft vom Motor auf die Straße zu bringen. Teile die diese Leistung begrenzen oder am Wirkungsgrad knabbern (Kette, Kardan, Getriebe usw.) sind bis auf einzelnde Getriebemotoren nicht existent.

Das führt zu hohen Wirkungsgraden aber die sind nicht konstnt, sondern folgen Leistungskurven und da kommen die Unterschiede bei den Motoren zum Tragen. Beim Wizzard ist ein Motorcontroller verbaut, der den Motor künstlich auf 20 - 22km/h drosselt. dort kann man ein Kabel kappen und der Motorcontroller würde den Motor auf seine leistungsausgelegte 40km/h (oder leicht drüber) beschleunigen. Dadurch hat er im 20-22kmh Drehzahlbereich keine hohe Effizienz. 50 - 60% (würde ich mal vermuten) statt im 90% Bereich bringt so einen Mehrverbrauch - kennt man auch von Verbremmungsmotoren, nur die machen mit Ruß, unruhigen Motorlauf, Leistungsverlust etc. darauf aufmerksam. Beim Elektromotor merkt man das nur, wenn man Vergleiche hat oder die Leistungs- und Verbrauchskurven beobachtet.

Während der VX2 GT für 60 KM einen 16,76 AH Akku benötigt, schafft der Trittbrett Paul mehr als 60 Kilometer mit knapp 15 AH. Als Ergänzung zum ersten Post
Das kommt gut hin. Der Vx2 hat 10" Räder, der Trittbrett Paul 11" Räder. Das heißt, die Umdrehungszahl bei gleicher Geschwindigkeit ist beim Paul niedriger. Wenn man das im (vom gleichen Hersteller stammenden) Motorcontroller hinterlegt und so eine optimierte Leistungskurve beim Paul programmiert, müßte er bei gleichmäßiger Fahrt gegenüber den VX2 weniger Energie Verbrauchen.
 

Timmy

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Außerdem soll die verbaute Hobbywing-Technik zu einer effizienteren Fahrweise beitragen, die auch beim TB Paul verbaut ist!
Meiner Meinung kann man bei den angegebenen Reichweiten aber eher 10-20% abziehen, je nachdem in was für einer Umgebung man unterwegs ist.
 

kamy

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Nächsten Sommer wissen wir es dann genauer.
 

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Ich habe beim Support genau diese Frage gestellt. Antwort: siehe Bild.

Dass aufgrund der Abstimmung so viel mehr Leistung rausgeholt wurd kann ich nicht einfach so glauben.

Was ich mir vorstellen kann ist, dass der Roller halt bei einer gewissen Akkuladung in den Energiesparmodus geschaltet hat und dann der Fahrer mit 5kmh noch realtiv weit damit fahren konnte.

Rein technisch wäre die Akkukapazität ca. 17,4Ah. Das ist plausibel, denn hier wurde scheinbar das G30D-Chassis verwendet und der Platz für das fehlende verbaute Netzteil noch für den Akku genutzt.
 

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fireball_mh

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Natürlich wird niemand die 100 km im Alltagseinsatz erreichen, mit 70-75 kg wird man im Flachland (im Sommer) vielleicht an den 90 kratzen, mehr ist wohl kaum realistisch möglich.
VMAX stapelt bei seinen Reichweitenangaben bewusst tief, EPF dagegen leider eher etwas hoch (mit dem EPF-1 Pro hat auch kaum jemand jemals, wenn überhaupt, die angegebenen, "realistischen" 40 km erreicht), auch wenn die Werte sicherlich nicht ganz an den Haaren herbei gezogen sind.

Die Eingangsfrage: "Wie soll der XXX die angegebene Reichweite schaffen?" könnte man aber bei praktisch jedem E-Scooter in Bezug auf die Reichweitenangabe des Herstellers stellen - das Thema ist doch ein uralter Hut.

Ich persönlich rechne für mich und mein Anwendungsprofil mit "bis zu 80 km", was schon extrem gut ist, und selbst bei "nur" 75 wäre ich nicht enttäuscht. Reichweitenangaben können sowieso niemals verallgemeinert werden - die muss jeder für sich, auf Grundlage von (vielen) persönlichen Erfahrungswerten, individuell bewerten, insofern finde ich auch Angaben wie: "100 km" tendenziell fahrlässig - besser (und glaubwürdiger, aber immer noch ausreichend werbeträchtig) wäre: "bis zu 100 km unter Idealbedingungen".
 
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Bei der Spekulation der Reichweite spielt der Faktor Reifen und Rollwiderstand eine sehr wichtige Rolle.Es ist bei Scooterreifen nicht anders wie beim Fahrrad oder Auto. Die Gummimischung,der Luftdruck usw ist da entscheidend.Die Reichweite wird leider auch immer ohne den Luftdruck angegeben. Wenn ich an der Max Grenze fahre komme ich ein paar Km schon weiter,habe natürlich null Dämpfung…. Wie ich Stefan Köhler einschätze wird er da nichts falsches hinschreiben…mein Pro schafft auch bei 25 Grad und 95kg seine 35km locker wenn ich keine großen Steigungen habe.im Frühling 2023 werden wir es wissen….
 

JoBo

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Mir geht es weniger um die absolute Reichweite. Mir ist klar, dass ich diese nicht erreichen werde. Aber im Vergleich zu den oft als realistisch angesehenen 60 km mit dem 16,75 Ah Akku des VX2 GT (=0,28 Ah/km), der mit einer sehr ähnlichen Technik ausgestattet ist, können beim ePF2 XT 600 leider nur ca. 45 km Reichweite im Vergleich herauskommen. Und bei beworbenen 72km und tatsächlich erreichbaren 40-50 km wäre ich als Kunde enttäuscht (-37,5%).

Fakt: Wenn ich die von meinem ePF1 Pro benötigten 0,46 Ah/km ansetze (11,6 Ah Akku und 25km RW bei 90kg, 25°C, meist ebenes Profil, 22 km/h), und die gleiche "Effizienz" für den ePF2 XT voraussetze, dann käme ich mit diesem keine 30km weit.

Durch die 48V wird die Effizienz tatsächlich etwas (!) höher liegen, aber ich bleibe dabei: 50km werden mit 90kg unter Realbedingungen in der Ebene nicht drin sein, sollte er es dennoch schaffen, werde ich mich hier entschuldigen.

Übrigens: ich habe mir einen bestellt.
 
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kamy

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Warten wir‘s ab statt in die Glaskugel zu gucken.
 

Spessart-Tourer

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Da helfen wohl wirklich nur die ersten Erfahrungsberichte von Privatkäufern.
Ich bin gespannt.
 
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